Schweres Heben am Ende der Schwangerschaft...

Warum sollte man am Ende der Schwangerschaft nicht mehr schwer heben? Am Anfang der SS sollte man es meiden wegen einer Fehlgeburt, dass ist mir klar.... Aber wenn man schon über die 30. SSW hinweg ist, kann dass doch eigentlich nicht mehr so ein großes Problem fürs Kind darstellen, oder? Ich meine damit Gewichte um die 10 bis 15 Kg...

Wollte neulich einen Schrank die Treppe hochtragen (mit meinem Mann) der sehr schwer ist (ich schätze mal über 30 Kg), hat leider nicht geklappt, da ich mich fast übergeben musste beim anheben, deswegen habe ich es nicht weiter versucht. Aber warum ist das so? Bin irgendwie genervt davon so eingeschränkt zu sein, auf der anderen Seite ist mir mein Kind natürlich viel wichtiger als irgendein Schrank... Trotzdem nervt es und deswegen hängt auch immer wieder der Haussegen bei uns schief, meine Familie findet nämlich das ich mich anstelle, ich finde das Verletzend und bin mir immer total unsicher was ich mir und meinen Körper zu muten sollte und was nicht... (Wir sind letzten Monat umgezogen, deswegen kam es öfter vor das schwere Dinge die Treppe rauf oder runter getragen werden sollte)

Also kann es Probleme für das Kind geben wenn man am Ende der Schwangerschaft schwer hebt (über 15 kg)? Oder sollte man einfach "nur" drauf verzichten um seinen Rücken zu schonen?

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Ich denke nicht dass es direkt dem Kind schadet. Aber ich könnte mir vorstellen dass es durch zu viel körperliche Anstrengung zu einer ablösung der plazenta oder zu einem blasenriss kommen könnte.

Das würde ich niemals riskieren.

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Just heute traf ich mich mit einer Freundin, die vor 3 Monaten Ihr Kind entbunden hat. Sie hatte wegen der Größe des Kindes eine Termin für einen Kaiserschnitt eine Woche vor ET, hat aber bis zum letzten Ende überlegt, ob sie es nicht doch spontan versucht.

Sie hat sich vor der Geburt kaum geschont und unter anderem auch schwer gehoben (geht manchmal einfach nicht anders, wenn Kleinkind samt Einkäufen in die Wohnung müssen). Beim Schnitt kam grünes Fruchtwasser, was per se schon mal daramatisch genug ist, weil es auf eine Notlage des Kindes hindeutet. Was aber viel schlimmer war: sie hatte einen Riss in der Gebärmutter, der bereits Muskelzellen zerstört hatte. Kein Mensch weiß, wie lange sie den mit sich rumgetragen hat, weder im Schall noch im CTG waren Auffälligkeiten erkennbar. Kurzum: hätte sie eine spontane Geburt versucht, hätte maximal der obere Teil der Gebärmutter Wehen produzieren können, die aber auch im Nichts verlaufen wären, weil der untere Teil mangels Muskel nicht arbeiten hätte können. Wäre so oder so ein NotKS geworden, und die Zeit hätte verdammt knapp werden können.

Fazit: ich würds nicht unterschätzen, gemerkt hat sie nämlich rein gar nichts.

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