39.SSW und mein kind dreht sich hin und her

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch mein problem schildern und fragen, wie ihr das handhaben würdet.
Es ist meine erste SS und mein erstes Kind. Ich bin 26 Jahre alt und studiere selbst im 11. semester Humanmedizin.
Die SS verlief völlig komplikationslos bisher.
Sehr lange lag der Zwerg in Beckenendlage. Nach Moxibustion und Homöopathie drehte er sich dann in Schädellage für eine Woche. Seit dem wechselt er täglich mehrfach die Lage zwischen Schädellage und Querlage. Beckenendlage war die letzte Zeit nicht dabei.
Ich sehe und merke das, wenn er sich dreht.
Ich musste mich an der Uni vorstellen, dort war er von zwei Wochen im Ultraschall in Querlage. Am nächsten Tag war ich zum MRT, da lag er in Schädellage. nach vermessen ist mein Beckendurchmesser 11,3 cm an der engsten Stelle, deshalb will die Uni falls es eine Beckenendlage wird keine vaginale Entbindung durchführen. Dafür muss man hier mind. 12 cm haben. Der Kopfdurchmesser vom kleinen ist 9,6 cm. Das Verhältnis von Kopf zu Bauchumfang vom Zwerg ist 1:1 (also kein Missverhältnis). Er ist jetzt bei 38+0 ca. 51 cm groß und 3400g schwer.
Zur MRT Auswertung 20 Minuten später lag er wieder in Querlage.
Eine Woche später (also letzte Woche) sollte ich mir in meinem eigentlichen Wunschkrankenhaus eine zweite Meinung einholen. Dort lag der Knirps in Schädellage beim Ultraschall. Der Chefarzt meinte, das würde jetzt so bleiben und ne ganz normale Geburt werden.
Heute hatte ich wieder Lagekontrolle an der Uni. Wieder Querlage. Diese Ärztin meinte, das war vor zwei Wochen so und heute und das würde jetzt so bleiben und ich soll Donnerstag zum kaiserschnitt kommen, weil man ja eine Querlage nicht vaginal entbinden kann. Und es wäre zu gefährlich noch länger zu warten.
Ich bin ziemlich verunsichert jetzt. Ich will mein Kind nicht gefährden, aber ich will auch keinen kaiserschnitt wenn es nicht unbedingt nötig ist.
Mein kind dreht sich 5-8 mal am tag. Nur weil er beim Schall zufällig Quer lag, soll ich nun zum kaiserschnitt.
Die Ärztin der Uni meinte, der kleine würde sich gar nicht so oft drehen, ich würde nur die normalen Kindsbewegungen so stark merken und mir eine Drehung einbilden.
Aber ich sehe und fühle das ganz genau und bei jeder Kontrolle liegt er ja auch anders.
vielleicht liegt er zum Termin ja richtig rum...

Würdet ihr einen kaiserschnitt machen lassen oder warten? Und würdet ihr jetzt einen Kaiserschnitt machen oder später?
War schon jemand in dieser Lage?

1

Hallo,

Geh noch mal in das andere Kh und las Dein Bauchgefühl entscheiden. Man kann später ks machen. Schau einfach und vertrau auch dein Gefühl.

wünsche Dir viel Kraft

Mia

2

Warten!!!

Selbst wenn die Wehen eingesetzt haben kann doch noch immer einen KS machen.

Wenn er noch viel Platzt für Bewegung hat ist doch die Möglichkeit noch bis zur letzten Minute gegeben das er sich richtig dreht.

Ist zwar Nerven rauben pur , aber die Möglichkeit würde ich im jeden Fall vorziehen.

3

Hallo,

ich bin heute 38+6 und hätte (!!) heute KS gehabt - ABER am Freitag lag mein Zwerg in SL und da hab ich abgesagt!

Meine Hebamme hat mir homöopatische Mittelchen gegeben, dass sich der Kopf ein wenig senken soll und es ist bisher (TOITOITOI) so geblieben.

Wenn du genug Fruchtwasser hast IST die Drehung halt MÖGLICH (wobei mir gesagt wurde, dass es sehr unwahrscheinlich ist, da mein Zwerg nicht klein + leicht ist und bis zur 34.SSW NUR in BEL/Querlage lag).

Ich habe mich dann am Freitag dazu entschieden den Termin abzusagen - wenn du Wehen bekommst, kannst du immernoch einen KS machen lassen. Lass dir nichts anderes erzählen. Die Möglichkeit besteht!! Ich werde auf keinen Fall spontan in BEL entbinden (persönliche Horrorgeschichte) und deswegen habe ich am Freitag den Termin abgesagt und mir die Option (bei einer erneuten Drehung) auf einen KS gelassen.

Ich wünsche dir alles Gute und eine angenehme Geburt!

Melanie.

4

Ich würde warten. Mein zweites Kind hat sich bei ET+3 aus der SL in die BEL gesetzt, daher hatte mich meine FÄ ins KH geschickt zur Besprechung. Da hieß es gleich KS. Beim Nachschauen lag das Baby quer und sie wollten sofort einen Not-KS durchführen. Ohne Wehen! Ich hab gesagt, dass mach ich nicht und wir einigten uns darauf, den nächsten Tag abzuwarten, um dann um 7 Uhr einen KS zu machen. Früh gab es einen Kontroll-US und der Kopf war wieder unten. Daraufhin bin ich in den Kreißsaal zum Einleiten.
Solange keine Wehen im Spiel sind, gibt es nichts zu befürchten. Eine engmaschige Lage-Kontrolle am Ende ist der eigentliche Weg wie ich finde. Sprich mit dem KH und schlage vor, dass du regelmäßig dich vorstellst bei deinem FA!
Ich wünsche dir alles Gute!
Nummer 3 war bisher auch so ein Kasper, scheint sich jetzt aber auf den letzten Metern auf die SL eingeschossen zu haben.

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Huhu,

wollte euch den weiteren Verlauf schildern.
Ich war gestern noch in einer anderen Klinik mit erfahrener Oberärztin aber auch diese meinte ich soll am Freitag zur Sectio kommen und der Kleine lag in Querlage.
Daraufhin bin ich wieder zu meiner Wunschklinik, denn einen geplanten kaiserschnitt kann ich dort auch haben.
Dort wieder alles erzählt, Ultraschall- Schädellage...keine Indikation zum Kaiserschnitt.
Ich habe mich jetzt entschieden zu warten bin es von selbst losgeht und dann zügig in die klinik zu fahren, dort wird dann die Lage kontrolliert und bei QL und BEL eine Sectio und bei SL eine Spontangeburt gemacht.
So ist der Plan.
Bin froh mich jetzt entschieden zu haben. Hoffe allerdings, dass das Risiko für den zwerg nicht zu hoch ist.
Mich würde nur mal interessieren, wie ein ganz normal gewichtiges und großes Kind sich bei einer Erstgebährenden in der 39.SSW immer noch so viel drehen kann...?

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