Braucht man wirklich schon vor der Geburt eine Hebamme?

Hallo zusammen,

ich bin jetzt in der 15. SSW und eine Bekannte fragte mich, ob ich mir denn schon eine Hebamme "ausgesucht" hätte. Sie hatte wohl eine und möchte das nicht missen.

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir eine Hebamme "zuzulegen" aber es scheint ja sehr verbreitet zu sein heutzutage. Ich hatte ursprünglich vor, irgendwann mal in einen Geburtsvorbereitungskurs zu gehen, mir irgendwann eine Klinik auszusuchen und gut ist. Und dann würde ich natürlich darauf hoffen, bei der Geburt auf eine erfahrene und nette Hebamme zu treffen.

Insgesamt betrachtet bin ich auch kein sehr ängstlicher Typ. Ich lese z.B. gerade das Babybuch von Michael Mittermaier und der sagt, er und seine Frau wären vor allem nach der Geburt sehr froh gewesen, dass sie immer wieder ihre Hebamme zu Rate ziehen konnten, weil sie alle paar Tage glaubten, Anomalien und Krankheiten bei ihrem Kind wahrzunehmen. Aber genauso ein Typ bin ich eigentlich nicht. Ich denke, man kann ja auch die eigene Mutter und Schwiegermutter, andere Mütter in meinem Alter usw. um Rat fragen. Nicht zuletzt kann man im Internet recherchieren oder hier im Forum um Rat fragen.

Und wie wäre es dann bei der Geburt? Da käme die Hebamme dann mit, auch wenn sie natürlich gar nicht in diesem Krankenhaus arbeitet? Und ist sie dann dauernd bei einem während der ganzen Wehenzeit? Das ist nämlich auch sowas, was ich eigentlich nicht wollen würde...

Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, warum man vielleicht doch nicht auf eine Hebamme verzichten sollte?

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Also Ich habe bei meiner Großen auch keine gehabt, weder vor noch nach der Geburt.Genauso mache Ich es nun auch, wieso Ich keine haben möchte!?Mh brauche Ich nicht schaffe es auch so wenn Ich fragen habe falls Ich etwas nicht weiß frage Ich beim KiA nach dafür gibts nen Telefon.
Nun da es mein zweites Kind ist kenne Ich das was auf mich zukommt, sicherlich gibt es auch Sachen die kann man nicht vorhersehen, doch die meisten Sachen ja.

Wenn DU selbst keine möchtest, dann lasse es auch.


lG Tanja die auch ohne Hebamme alles super im Griff hatte...

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Hallo,

ging mir genau wie Dir - ich hielt es nicht für nötig und es war nicht nötig.

Eine Nachsorgehebamme ist jedoch schon nicht schlecht, wenngleich auch nicht unbedingt nötig. Vorsorgeuntersuchungen macht sie jedoch keine - die dürfen nur Ärzte machen. Sie guckt jedoch nach dem Allgemeinzustand + Gewicht.

VG, Andrea

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Ach ja, was mich wirklich sogar genervt hat war, dass sie so häufig vorbei gekommen ist. Warum das gemacht wird, ist mir heute nicht ganz klar. Mit dem Baby war alles ok, Stillen hat super geklappt, und einen KS hatte ich auch nicht...

VG, Andrea

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Hallo,

du brauchst eine Nachsorgehebamme, sie kann auch die Vorsorgeuntersuchungen zum Teil machen.
Da die Guten oder Netten schnell ausgebucht sind, solltest du einfach früh nach einer schauen.
Mittermeier und seine Frau haben ja mehrere sich angeschaut - und seine Frau hat dann in Eigenregie sich eine alleine ausgesucht. Hätte ich bei seinem Casting ja auch gemacht. ;-)

Die Nachsorgehebamme ist schon wichtig. Wenn du eine Hebamme während der Geburt mitnehmen möchtest, musst du es selbst bezahlen. Und es kann sein, dass sie gar keine Zeit hat, weil sie schon 24 h wach wegen einer anderen Geburt war.

Gruss

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du brauchst keine. das kann jeder für sich entscheiden. manche mögen das halt und möchten es nicht missen und andere (wie ich zum beispiel auch) sind mehr so der "selber-mach-typ". ich habe bisher keine (38.ssw), bei der geburt verlasse ich mich auf die hebammen der klinik und wirklich eine für die nachsorge hab ich auch nicht. das aber mehr deshalb, weil ich da geschludert habe. aber ich will das eigentlich eh nicht in anspruch nehmen, dass sie jeden tag kommt. mir gehts mehr darum, dass ich weiß, dass ich sie anrufen kann, wenn ich fragen habe...
es ist also jedem selbst überlassen, wie man das nun handhabt.
lg

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Juhuchen

ich habe gestern ein Gespräch bei einer Hebamme gehabt, obwohl ich erst in der SSW 10 bin. Ich möchte jetzt die kritische Zeit abwarten und habe mich entschlossen diese dann auch für mich zu nehmen. Es ist einfach angenehmer bei offenen fragen, problemen oder ähnliches einfach jemand da zu haben der ein offenes Ohr hat und den man zu Rate ziehen kann :-)

Es bietet einige Vorteile eine Hebamme zu haben. Allerdings muss man wissen was man möchte, da nicht jede Hebamme alles macht. Die Hebamme die ich mir z.B. ausgesucht habe wäre auch nicht im Krankenhaus dabei, was ich nicht für all so schlimm finde, den mit der fremden müsse ich schließlich nicht lange auskommen wenn was is ;-)

Was ich ganz toll finde bei dieser Hebamme ist bei der Nachsorge, ich kann mir selber aussuchen wann und wie ich sie da haben möchte. Man ist nicht auf Termine gezwungen sondern es ist alles einem selber überlassen :-)

Tschüssi *winx*
Lissyleinchen

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Ich hab auch keine zur Vorsorge - ich erledige alle Vorsorge Termine bei meinem FA ;-)
Für die Nachsorge hab ich bei einer Nachbarin gefragt und die hatte mir eine empfohlen, die auch sehr nett am Telephon klang!

GVK mach ich im Krankenhaus wo ich auch entbinden möchte!

Lg
Nina mit #blume Felicia inside (27.Woche)

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Danke für alle, die mir geantwortet haben. Dann bin ich ja nicht ganz alleine, wenn ich keine Hebamme habe.

P.S. Kann mir jemand sagen, wie ich auf alle Antworten antworte? Ich wollte gerade z.B. nicht nur auf den letzten Beitrag, sondern auf alle antworten. Gibt es da einen technischen Kniff?

Danke im Voraus.

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Ich finde weder Vor- noch Nachsorge wichtig. Der einzige Grund warum ich mir eventuell beim 2ten Kind eine eigene Hebamme nehmen werde ist die Geburt an sich, da meine erste Geburt in einem Kaiserschnitt geendet hat und ich mir manchmal denke wenn ich eine bessere Hebamme und vor allem nicht 3 verschiedene gehabt hätte wäre es vielleicht nicht so weit gekommen.
Das Problem ist, dass man während der Geburt nicht richtig zurechnungsfähig ist. Einer eigenen Hebamme würde ich zum Beispiel vorher sagen, dass sie mich unbedingt daran erinnern soll, dass ich die Badewanne ausprobiere bevor ich ein Schmerzmittel verlange. Ich wollte das immer und hab es während der Wehen einfach komplett vergessen.

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Hallo,
ich provoziere jetzt mal bewusst andersherum:
Braucht man wirklich einen FA für die Schwangerschaft?
Das ist doch im Grunde Geldmacherei, viele fragwürdige Untersuchungen, teilweise Panikmache, wo vorher keine war, wenig Zeit für wirkliche Gespräche und kein Mal das Gefühl, selbst "guter Hoffnung" sein zu dürfen. Im Grunde ist Schwangeren"vorsorge" eigentlich nur medizinische Risikoüberwachung. (Natürlich gibt es auch gute Gründe für den FA! Aber die liegen jenseits einer unkompliziert verlaufenden Schwangerschaft ohne Krankmeldungen, Ängsten und echten Risiken.)
Mit einer Hebamme ist das genau anders: viel Zeit, viel Einfühlung, viele alternative Behandlungsmöglichkeiten z. B. gegen Eisenmangel, Sodbrennen, Übelkeit uvm., Stärkung des eigenen Körpergefühls und -bewusstseins.
Nicht zu vergessen, sich während der Geburt -selbstbestimmt- begleiten zu lassen und erst recht für die Nachsorge. Welche Mutter oder Schwiegermutter kann mit dem Fachwissen und der Erfahrung einer guten Hebamme mithalten?
LG
magdalena

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