PD Rechenergebnis 1:9- alles rät zur FU- lang

Hallo,

heute muß ich hier auch mal was loswerden- bevor ich zum depressiven heulenden Elend verkomme.
Ich bin 39 Jahre alt und nach Jahren der Kinderwunschbehandlung bin ich nun in der 15.SSW.
Am 27.05. habe ich bei 12+2 eine NMT mit Bluttest machen lassen. Warum, weiß ich im Nachhinein auch nicht mehr - , Neugier?- da meine Vorabrecherchen schon ergeben hatten, dass der Test gerade mal nix außer statistische Werte am Tag der Untersuchung widergibt.
Die Untersuchung selbst war gut. Ich war baff, was man bei einem 5,5cm kleinen Wurm so alles zu sehen bekommt. Harnblase nebst Harnleiter, Nieren, Rippen, Nasenbein, Herzkammern, Hirnaufteilung etc. pp.
Kurz und gut: US war im "Normbereich". Fetus zeitgerecht und unauffällig.
Ergebnis bis dato:
Hintergrundrisiko 1: 83 Trisomie 21; 1: 149 Trisomie 13/18
Risiko US: 1:1660 bzw. 1:1185

Nach Auswertung des Bluttests dann das Ergebnis:
Risiko Biochemie: 1:2:-(
Analysegerät: Kryptor
Freies Beta hcG 118,80 IU/l = 3,2936 MoM
PAPP-A 0,568 IU/l = 0,2975 MoM

GesamtRisiko danach 1:9. Berechnet durch den FMF Algorithmus 2007.

So das zur Vorgeschichte. Jetzt natürlich pure Aufgregung. Die FA von der NMT-Messung ruft extra am 09.06. um kurz vor 21 Uhr (!) bei uns an. Erwischt meinen Mann (danach komplett verunsichert) und teilt mir dann dann das Ergebnis mit. Eingehend weist sie darauf hin, dass nur weitere Untersuchungen Sicherheit bringen können. Immerhin unterscheidet sie noch zwische invasiven und nicht invasiven Methoden.
Das anschließende Gespräch mit meinem Männe wird auch nicht besser. Erklärungen, dass es "nur" Wahrscheinlichkeitsrechnung ist, dringen nicht so ganz durch. Er will Sicherheit - also FU. Mein Hinweis 1:9 bedeutet, dass knapp 90 % der Kinder immer noch gesund auf die Welt kommen, kontert er mit 10% aber nicht. Die FU sei doch eine Möglichkeit Sicherheit zu gewinnen und den Rest der Schwangerschaft dann beruhigt zu geniessen. Außerdem hätten das alle in der Verwandtschaft machen lassen ...:-[ Prima Argument.

Na ja, meine FA war vom Ergebnis des Testes natürlcih auch nicht angetan und riet ebenfalls zu weiteren Untersuchungen.

So jetzt steh ich da bin stinkwütend - ist doch schließlich mein Bauch der hier mit einer Nadel traktiert werden soll.
Und meine Angst vor einer FU und deren mögliche Konsequenzen sind weitaus größer als vor einem Leben mit einem Down-Kind. Das war vorher klar. Wie es jetzt aufgrund "sachlicher" (haha) Mathematik aus sieht: Für meinen Mann ist das allerdings nicht vorstellbar. Schönes Schlamassel- wünschte ich hätte mich schon vorher durchgesetzt und jegliche weitere Normabweichungsuntersuchung neben dem US abgelehnt. Das Leben ist doch nun mal nicht risikofrei!

So , jetzt geht es mir endlich mal besser. An alle hier schon mal Danke fürs Lesen !

Liebe Grüße
wiga, die ihr Mopselchen auf jeden Fall nicht mehr hergibt


1

hallo!

heute morgen war ein ähnlicher beitrag; vllt ist der interessant für dich:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=2097663

wenn für dich eh kein abbruch in frage kommt, würde ich eine FWU auch nicht machen.

wir hatten uns vorher alle optionen überlegt und wir hätten wohl eine FWU machen lassen; daher haben wir uns entsprechend informiert.
dazu möchte ich dir sagen, daß die 1-2% des FG rate nach FWU lange nicht mehr gelten. mittlerweile liegen sie bei 0,5- 0,1%.
natürlich auch immer noch ein risiko, aber schon wesentlich niedriger.

wenn ihr es machen laßt, geht unbedingt zu einem spezialisten, der das nicht nur "nebenbei" macht, sondern eine sonderausbildung für pränatale diagnostik hat und entsprechende FWU's auch nachweisen kann.

lieber mal einen tag im auto sitzen und zu einem spezi fahren, als ein höheres risiko.

ich drück dir die daumen, daß sich alles noch zum guten wendet und wünsche dir viel glück #klee

2

Huhu,

ohje ohje wie kompliziert. Wenn du aber sicher bist das egal was kommt du dein Kind nicht "hergibst" Warum willst du dann das Risiko einer Fun eingehen? wenn danach irgendwas passiert,wirst du dir ewig Vorwürfe machen!!
Aber genau aus diesem statistischen Mist hab ich nix untersuchen lassen,weil wir von vornerein gesagt haben egal was kommt wir bekommen unser Baby...



LG Mel mit Julia (-26 Tage)

3

oh das ist ja wirklich eine zwickmühle!

aber ich kann deinen mann auch verstehen. ich denke ihr solltet euch nochmal ganz in ruhe zusammen hinsetzen und das unter euch nochmal klären. vorallem: denkt er so wie du? will er auch das kind behalten wenn es das downsyndrom hat? es ist euer beider leben, dass dadurch wirklich stark verändert sein wird. ihr solltet da beide dahinter stehen. aber ich finde es grundsätzlich gut, dass du dich für das kind entscheiden würdest. wenn dein mann aber nicht so denkt wie du, solltet ihr die FU wirklich nochmal als untersuchungsmethode in betracht ziehen. es ist auch sein recht das zu erfahren.

ich wünsche dir viel glück für die weiteren untersuchungen. und drück die daumen dass du und dein mann doch noch zu einer gemeinsamen lösung kommt.

liebe grüße die dresdnerin

4

Ich würde es machen lassen. Das bedeutet doch nicht das man dann abtreiben muss weil das Kind behindert ist, man kann aber wenn man weiß was los ist viel besser planen. Evtl. schon Spezialisten ausfindig machen usw. Ich musste vor 3 Jahren eine Plazentabiobsie machen lassen und ich fand das nicht schlimm.

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir alles gute.

LG mike-marie 16.SSW

5

Hallo,

vor ein paar Monaten war ich einer ähnlichen Situation wie Du.

Zwar war mein Ergebnis nicht ganz so "schlecht" wie Deines. Mir hat es aber ungemein geholfen, mir Rat von Experten zu holen.

Diese findest Du im eltern Forum Schwangerschaft Pränatale Diagnostik. Dort gibt es Ulis und Leu, beides Humangenetiker, die Dir alle Deine Fragen kompetent beantworten können. Schau doch mal in das Forum rein. Und außerdem - dort bist Du nicht allein mit Deinen Gedanken.

Ich habe mich damals gegen eine FU entschieden. Ich habe tief in mich reingehört und ich war mir plötzlich sicher, dass ich dieses Kind so annehmen werde, wie es halt ist.

Für mich war klar, das eine evlt. Trisomie 21 KEIN Grund für mich wäre, das Kind in meinem Bauch zu töten.
Aber da kann ich nur für mich sprechen. Das ist eine sehr schwere Entscheidung und für jedes Elternpaar ein ganz furchtbarer Weg, den jeder für sich entscheiden und auch gehen muss.

Übrigens findest Du dort im Forum auch Beiträge von Mamis, die solch ein "Sonnenscheinkind" haben und von ihren Erfahrungen gerne erzählen. Das hat mir damals auch ganz viel Mut gemacht.

Das Dein Mann so reagiert ist- glaube ich - ganz normal. Männer haben nicht diese Verbindung zu dem Kind, welche die Mutter hat. Du hast dieses kleine Wesen in Deinem Bauch und es lebt durch Dich!!!! Die Väter haben halt keinerlei Vorstellung und Ahnung, wie das ist......

Und ich finde auch, dass 90 % Chancen auf ein chromosomen-gesundes Kind doch ganz gut sind.!!!!
Und: eine Garantie auf ein "gesundes Kind" hat leider keiner. Und trotzdem wünscht es sich jeder.

Horch in Dich hinein, was Du möchtest und rede mit Experten, evlt. auch in dem Forum von eltern.de. Die raten NICHT vorschnell zur FU.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle, dass sich die 10 % Risiko in Luft auflösen und Euer Spatz ganz gesund zur Welt kommt.

Falls Du Fragen an mich hast, kannst Du mich gerne kontaktieren.

Ach ja, unser Sohnemann kam am 19.05.2009 völlig gesund zur Welt.

LG
julian13

6

Du solltest bedenken, dass Down das kleinste Übel ist, was an Trisomien passieren kann. Es gibt ja durchaus nicht lebensfähige oder schwerst pflegebedürftige Trisomie-Kinder.

7

Hallo,
ließ mal Deinen Schlußsatz ....

#Liebe Grüße wiga, die ihr Mopselchen auf jeden Fall nicht mehr hergibt#


Ich weiß wie Du Dich fühlst#liebdrueck, habe das gleiche durch, NFM alles o.k. Bluttest furchtbarers Ergebnis, wir haben uns mit meiner FA gegen eine FWU entschieden. Bei der Feindiagnostik kam raus, dass ich einen Gerinnungsfehler habe, daher die verfälschten Blutwerte!

Wünsche Dir alles alles Liebe#klee
LG Melli

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Hallo, ich war vor ein paar Monaten in der selben Situation wie Du und kann nur zu gut verstehen, wie Du Dich fühlst. Ich habe Dir noch mal einen Beitrag von mir in die Antwort kopiert, der Dir vielleicht hilft bei Deiner Entscheidung. Ich bin auch in der Situation nach jahrelanger KIWU-Behandlung schwanger zu sein, und dann will man nicht das geringste Risiko eingehen, verständlich. Dennoch habe ich mich nach reiflicher Überlegung für die FU entschieden und ich würde es aus heutiger Sicht auch wieder tun, trotz aller Risiken.
Die FU als solches tut nicht weh und es wird alles genauestens per US überwacht und danach auch per CTG. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass Du einen Spezialisten findest, der solche Eingriffe mehrmals täglich macht..und damit dann ungeheuer sicher agiert.
Ich drück Dir die Daumen und falls Du noch Fragen hast, melde Dich einfach bei mir.

Frage :An alle über 35 Jahre
von aqua2marin - 16.02.09 - 12:58h
Hallo, ich bin jetzt 38 Jahre und mir wurde von meiner FÄ nahegelegt die FU machesn zu lassen. Wir hatten uns aber auf Grund des hohen Fehlgeburtsrisikos zunächst dagegen entschieden und nur das Ersttrimesterscreening gemacht ( Nackenfalte, US, Bluttest). Altersrisiko war bei mir 1:136. Nach der Nackenfaltenmessung und dem US lag das Risiko nur noch bei 1:1199. Allerdings beim Bluttest bei 1:86 und insgesamt dann bei 1:866. Also erstmal keine FU; aber uns wurde zu einer frühen Feindiagnostik in der 18.SSW geraten. Dort kamen dann 2 Softmarker für Trisomie 21 hinzu: ein White Spot und leicht erweiterte Nierenbecken. Das neue Risiko lag nach der ersten FD bei 1:12 , am nächsten Tag in der Uniklinik 1:18, was uns natürlich dann doch ganz schön in Schrecken versetzt hat. Wir haben eine Woche überlegt, ob wir uns für die FU entscheiden sollen oder nicht. Der Rat der untersuchenden Ärztin in der Uniklinik hat uns dann viel geholfen: Sie meint es gibt 3 Gruppen von Eltern und wir sollen selbst entscheiden, wo wir uns einordnen:
1. Gruppe: nehmen jedes Kind und wollen vor der Geburt nix wissen -> keine FW-Untersuchung!
2. Gruppe: nehmen jedes Kind, wollen sich aber vor der Geburt auf mögliche Komplikationen / eventuelle Behinderung einstellen -> FW-Untersuchung
3. Gruppe: wollen um jeden Preis ein gesundes Kind -> FW-Untersuchung.
Bei uns ist es so, dass ich zwar glaube, mit einem behinderten Kind Leben zu können, es aber schon, wenn es denn geht- vor der Entbindung wissen möchte, einfach um vorbereitet zu sein. Denn ich halte es für ziemlich schwierig dann in der Situation nach der Geburt in ein derartig kaltes Wasser geworfen zu werden und dabei einen klaren Kopf zu behalten. In meinem Freundeskreis gibt es ein Kind mit schwerer Behinderung und ich erlebe immer wieder wie sehr die Eltern für die Rechte der Kleinen kämpfen müssen und wie soetwas auch eine gute Beziehung gefähreden kann. Mein Partner tendiert eher dazu, um jeden Preis ein gesundes Kind zu bekommen ( wer will das nicht??). Wir haben uns dann für die FU entschieden. Bisher ist alles gut gegangen ( die Untersuchung war am 11.02.2009 ) und jetzt warten wir auf das Ergebnis am 25.02. und hoffen, dass unsere Kleine gesund ist!!!
Fazit: Fruchtwasseruntersuchung ja bei begründetem Verdacht. Viel Glück Euch! Katja
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