Angst wegen Ergebnis Feindiagnostik

Hallo Mädels,
waren waren gestern bei der Feindiagnostik und da wurde uns gesagt, dass unser Kind ein erhöhtes Risiko auf Downsyndrom hat. Es gab einen sogenannten Softmarker im Herzen. Das Risiko liegt bei 1:900 das das Kind krank ist und bei der Fruchtwasseruntersuchung liegt das Risiko, dass es dabei stirbt bei 1:300. Der FA meint, wir sollen uns jetzt bis Ende der Woche entscheiden, ob wir eine FU machen lassen wollen, denn es ist nicht mehr viel Zeit für den Fall das diese pos. ausfällt und wir die Schwangerschaft nicht fortsetzten wollen.
Bei dem Wort Schwangerschaftsabbruch ist es bei mir echt vorbei, könnt nur heulen (jetzt auch schon wieder).
Wir haben so lange gebraucht um schwanger zu werden und dann ging es nur mit einer künstlichen Befruchtung und jetzt das.
Könnt ihr mir einen Rat geben??
Eigentlich will ich die FU gar nicht machen lassen, da ich einfach zu viel Angst habe, dass da etwas schief geht, andererseits hätte ich auch wirklich gern die gewissheit, dass alles in Ordnung ist.

Danke für euren Rat!

#dankeYvi

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Hallo Yvi,

eigentlich müsste Dir die Entscheidung doch ganz leicht fallen: Wenn das Risiko für eine Behinderung bei 1:900 liegt, das Risiko für eine Fehlgeburt bei 1:300 bei FU, dann ist es doch viel wahrscheinlicher, dass Dein Kind gesund ist, bzw, dass Du ein GESUNDES Kind bei der FU riskierst! Ich verstehe nicht, wie die Ärzte Dir überhaupt dazu raten können!
Wenn Dú Dir aber auf keinen Fall vorstellen kannst, mit einem behinderten Kind zu leben, dann musst Du die FU wohl machen. Frage Dich aber: Könntest Du damit leben, falls Du dabei ein gesundes Kind verlierst?

Alles Gute!
#blume

9

Hallo ihr Lieben,

danke für die schnellen Antworten.
Eigentlich weiß ich genau, dass ich die FWU nicht machen lassen will, weil das Risiko einfach zu hoch ist und ich nicht damit leben könnte, dass mein Kind dabei stirbt (was natürlich noch viel schlimmer wäre, wenn es Gesund wäre). Andererseits weiß ich auch nicht ob ich mit einem behinderten Kind leben könnte. Natürlich würde ich es lieben aber die ständige Sorge und den Kleine (achja, er hat sich geoutet ;-) ) würde mich warscheinlich total fertig machen.
Dagegen kann man natürlich auch sagen, dass man sich als Mutter wahrscheinlich immer Sorgen wegen seines Kindes mach.
Ich glaube ich werde noch mal mit meiner Ärztin reden und hören was sie dazu zu sagen hat und dann werden wir uns entscheiden.

Danke noch #danke#danke#danke

LG Yvi

2

Hi Yvi!

Das ist natürlich ein ziemlich heikles Thema...
Hast Du denn schonmal darübe nachgedacht, ob Du mit einem behinderten Kind leben könntest? Wenn Du das mit Ja beantwortest, würde ich über nichts weiter nachdenken und natürlich keine FU machen. Wenn Du aber glaubst, dass Du und Dein Partner das nicht durchstehen würdet, dann müsst Ihr alle möglichen Varianten durchsprechen.
Ich persönlich finde 1:900 immernoch nicht schlimm. Das ist eine Gefahr von etwas mehr als 0,1%!
Aber wie gesagt kann man Dir diese Entscheidung leider nicht abnehmen. Ich finde die FU viel zu riskant, zumal man manchmal auch Zahlen von 1:100 liest.
Horch nochmal in Dich hinein, ob Du einen Schwangerschaftsabbruch überhaupt noch ernsthaft in Erwägung ziehen könntest zu diesem Zeitpunkt. Wenn nicht, dann mach Dich und Euch nicht unglücklich.
Dein Kind lieben wirst Du in jedem Fall! Und wie gesagt finde ich die Wahrscheinlichkeit immernoch sehr gering.

#liebdrueck
Ich wünsch Dir alles Gute für die Entscheidung!

LG, Eule

3

Maus überleg Dir mal Nutzen und Risiko... die Wahrscheinlichkeit, dass Dir bzw. dem Baby bei der FU etwas passiert ist 3 mal höher als die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Kind am Down Syndrom erkrankt ist...
Und dann überleg mal, 1:900... stell Dir jetzt mal 900 Kinder vor davon ist EINS am Down Syndrom erkrankt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ausgerechnet Deins ist...

Klar ist das beunruhigend wenn einem so eine Risikozahl an den Kopf geworfen wird und klar will man wissen ob alles in Ordnung ist oder nicht---

Die andere Frage ist, was machst Du dann mit dem Ergebnis? Möchtest Du das Kind nicht haben wenn es an einer Trisomie leidet?
Wenn Du es ohnehin bekommen möchtest, dann würde ich sehr wahrscheinlich auf die FU verzichten, allerdings ist es wahnsinnig schwer Dir einen Rat zu geben ohne in der Situation zu sein #liebdrueck

Alles Gute

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ich würd die FWU an deiner stelle auch nicht machen...schon allein wegen den zahlen...1:300 wäre mir persönlich echt zu hoch..

sollte die FWU auch machen,da meine schwester trisomie 21 hatte(und ein paar andere dinger-an denen sie letztendlich gestorben ist)

ich habe die untersuchung NICHT gemacht....erstens wegen den risiken und 2.

selbst wenn das kind behindert wäre würde ich es trotzdem bekommen und wie meinen ersten sohn lieben..


lass dich nicht verrückt machen und überleg dir das gut!!!

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Hallo Yvi,

ich würde keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Ein Risiko von 1:900 finde ich nicht besonders hoch. Ich stand selbst bis vor zwei Tagen auch vor dieser Entscheidung. Glücklicherweise war gestern beim Ultraschall alles in Ordnung, sodaß ich nicht mehr darüber nachdenken muß. Aber ich glaube, ich hätte ohnehin keine FWU gemacht, obwohl die Werte bei mir "schlimmer" waren als bei Dir.

Fröhliche Grüße von swety SSW 18

PS: Wenn Du magst, schreib mich über VK an, dann kann ich Dir gern mehr erzählen.

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Ich würde sagen, das kommt ein wenig darauf an, was du vorhast, falls dein Kind betroffen ist. Wenn du dir absolut kein Leben mit behindertem Kind vorstellen kannst...dann spricht das für eine FU...andererseits...

ach schau halt mal hier:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&pid=7087578

Ich finde das sehr sehr passend und gut erläutert ;)


Ganz lieben Gruss

Nancy und der Bauchzwerg

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Hallo

ja also das ist wirklich sehr schwer.Wir haben uns auch in der 20.SSW untersuchen lassen.(alles super)Allerdings ging es mir/uns mehr um einen Herzfehler und offener Rücken.Mein Bruder ist nämlich krank geboren und nach 3Tagen gestorben.Allerdings hätten wir auf keinen Fall die Schwangerschaft abgebrochen.Auch nicht beim Downsyndrom.Aber das mus jeder für sich selbst entscheiden.Bei meiner Schwester wurde es genau wie bei euch gesagt.Sie hat die FU machen lassen damals .Heute ist der Simon bereits 11Jahre alt und gesund.
Ich wünsche euch viel Kraft und Mut für die Entscheidung.

Alles Liebe Michaele

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Hi
Kurz zu meiner geschichte eine Normele geburt,, Zwei Fehlgeburten dann wieder Schwanger sturzartige Blutung in der 12 Woche Hämathom in der Gebährmutter, wochenlang karankenhaus liegen zuhause wieder liegen Ständige Blutungen dan Schwangerschaftsdiabetes auch das noch spritzten und so weiter.
Nun Als ob das nicht reicht war ich beim Spezialisten in Hannover und da sagte er mir das er ein White Spot am herzen sieht und das meine Tochter wahrscheinlich ein Down Syndrom haben wird Oder Mongoloid wird ich soll mir überlegen ob ich die Schwangerschaft abbrechen will.
Ich dachte Spinnt der ich Kämpfe seind Monaten Zittere Heule Tage und Bete sie nicht zu verliere und da fragt er mich so was ne
Für uns war es klar komme was wolle wir schaffen das und es ist unser Baby
Soraya ist am 14.12 Kerngesund zur Welt gekommen

Und ist unser aller Sonnenschein
lg violeta

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hallo

wir machen grade dasselbe durch allerdings liegt nach der feindiagnostik das risiko auf downsyndrom bei 1:40 (niere gestaut, zuviel fruchtwasser, kein gefüllter magen)

wir haben die fwu machen lassen (risiko 1:300) ich empfand es als völlig ungefährlich und wir wollen sicherheit wie es mit unser maus ausschaut
besser als 20wochen ungewissheit
wie gesagt die fruchtwasseruntersuchung ist nach 15min vorbei man spürt nix und kann auch hinterher alles normal machen
(heute nachmittag hoffentlich das ergebnis..endlich)

wenn du einen guten arzt ist und du dich dort gut betreut fühlst dann mach es wobei ich auch meine bei 1:900 da werdet ihr ein gesundes kind bekommen!!!
denk positiv

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Infos zum Thema „sonografische Softmarker“ und Vorstellung einiger Softmarker:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sonografischer_Softmarker

Speziell: White spots / Golfballphänomen ("Softmarker im Herzen")
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=1192826


Natürlich KANN es sein, dass dein Baby ein Chromosom 21 mehr hat als andere. So wie das bei jeder Schwangeren sein KANN. Aber soll ich dir mal was sagen? Was immer an Besonderheiten bei Ungeborenen auffällt – man kann alles so auslegen, dass es ein Marker (Hinweis) auf Down-Syndrom ist.

Aber man muss auch mal bedenken, dass alles, was bei Kindern mit Down-Syndrom auftreten kann, durchaus auch bei Regelkindern vorkommt. Mit Ausnahme der Trisomie 21 ;-) Manchmal denke ich, dass viele Ärzt/innen und / oder auch man selbst oft etwas vorschnell sind. Wenn es nach den Markern gehen würde, wäre das Schwangerenforum längst ein Forum „Schwanger mit Handicap-Kind“, weil so gut wie jede hier im Verlauf der neun Monate irgendeinen Marker für Down-Syndrom gesagt bekommt:

Kopf vom Baby etwas kleiner als üblich? #schock – Vielleicht Down-Syndrom!

Kopf etwas größer als üblich? #schock – Softmarker für Trisomie 21!

Nackentransparenz ausgeprägter als sonst? #schock – Sagen wir einfach mal eben Down-Syndrom!

AFP und E3 vermindert, β-hCG erhöht? #schock – Könnte Trisomie 21 sein.

White spots im Herz? #schock – Kann sein, dass das auf Down-Syndrom hinweist!

Kurze Knochen an Oberschenkeln und Oberarmen? #schock – Besser mal Down-Syndrom bedenken!

Echodichter Darm mit Double-Bubble-Phänomen? #schock – Oh weia... eventuell Down-Syndrom!

Mehr Fruchtwasser als der Durchschnitt? #schock – Könnte auf Trisomie 21 hinweisen!

Flaches Gesichtsprofil? #schock – Auch an Down-Syndrom denken!

Mutter älter als 20 und jünger als 60? #schock – Wenn das mal nicht ein Down-Syndrom herausfordert!

Vorzeitige Wehentätigkeit? #schock – Kinder mit Trisomie 21 kommen ja so oft früher!

Baby ist vergleichsweise klein? #schock – Ziehen wir ruhig auch eine Trisomie 21 in Betracht.

Sandalenlücke? #schock – Möglicherweise Down-Syndrom!

Herzfehler? #schock – Kann ja nur Trisomie 21 sein. Vielleicht.

Stehen die Augen ein bisschen näher zusammen als üblich? #schock – Vielleicht Trisomie 21!

Stupsnase? #schock – Down-Syndrom!

Plexuszyste im Gehirn? #schock – Trisomie 21. Ok, vielleicht auch Trisomie 18. Oder Zufall.

Der 5te Finger ein bisschen gebogen? #schock – Haben wir bei Down-Syndrom schon gehabt!

Erweiterung des Nierenbeckenkelchsystems? #schock – Wenn das mal nicht auf Trisomie 21 hinweist...

Bewegt das Baby sich selten? #schock – Ach, sagen wir mal das könnte Down-Syndrom sein.

Down-Syndrom bei der Tante des Sohnes des Onkels der Oma vom Vater? #schock – Indikation für einen Test auf Trisomie 21!

Down-Syndrom kommt bei etwa einem von 500 bis 600 Babys vor. Alles, was bei Kindern mit Trisomie 21 vorkommt, kann auch bei Regelkindern vorkommen oder andere Ursachen haben als ein Zusatzchromosom 21. Das sollte man nie vergessen. Und wenn man auf Nummer „weitgehend sicher“ gehen will, muss man sich in den Bauch pieksen lassen. Und bedenken: Eine Fehlgeburt kommt dann durchschnittlich bei einer von 100 Frauen vor . Statistisch gesehen sterben 4 Kinder ohne Down-Syndrom , um eines mit Trisomie 21 vorgeburtlich zu erkennen. Und es dann mit aktuell 92%tiger Wahrscheinlichkeit auch sterben zu lassen #heul . Wahrscheinlichkeiten sind oft nichts weiter als eine echte Strafe für die Nerven... ;-)

Wenn du es wissen möchtest, lass eine Amniozentese machen (http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html). Falls dann tatsächlich dabei herauskommt, dass dein Kleinchen ein Baby mit Down-Syndrom ist und du es so nicht „haben“ willst, könntest du dich theoretisch bis zum Einsetzen der natürlichen Wegen für einen Abbruch der Schwangerschaft entscheiden (http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html).

Wenn das für dich jedoch nicht in Frage kommt, überleg dir, ob du die Risiken einer invasiven Untersuchung eingehen willst, nur um „es“ gegebenenfalls vor der Geburt zu wissen und dich entsprechend zu informieren. Sich über Down-Syndrom informieren kann man aber eigentlich auch einfach so ;-)

Ein Anfang dazu könnten diese Erfahrungsberichte sein. Es ist kein Weltuntergang, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, anzunehmen, großzuziehen und einfach zu lieben, weil es in erster Linie „Kind“ ist und nicht „Kind mit Down-Syndrom“. Klar würde es einige ungewohnte Lebenshürden geben #schmoll , aber auch viele ungewohnt warme Lebenssonnenstrahlen #sonne (http://www.regenbogenzeiten.de/LinksErfahrungsberichte.html)

Und sollte es Fragen zum Thema Down-Syndrom (Trisomie 21) geben, lohnt es sich bestimmt, einfach mal im Urbia-Club vorbeizuschauen und mutig zu fragen ;-) http://mein.urbia.de/club/Kinder+mit+Down+Syndrom

Liebe Grüße,
Sabine

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