Soll ich eine Fruchtwasseruntersuchung machen?

Hallo,
gerade hat meine FÄ wg. dem Ergebnis der NFM angerufen und mein Risiko ist höher als es in meinem Alter sein sollte, also bei 1:61. Sie rät mir zu einer Fruchtwasseruntersuchung. Eigentlich wollte ich diese nicht machen lassen.

Was denkt ihr? Meine FÄ meinte dann wäre ich mir sicher und hätte noch eine schöne Schwangerschaft. Ansonsten immer die Unsicherheit. :-(

Bitte dringend um Euren Rat.

Gwen01

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das kommt auch darauf an ob du das kind auch behalten willst, wenn es behindert ist und ob du mit der ungewissheit leben willst. also ich würde ne untersuchung machen!

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Aber du musst bedenken wenn du solche Untersuchung machst ist das "nie" 100 prozentig sicher ob es stimmt.
Also immer fifti fifti.
Deshalb muss das jeder für sich entscheiden ob er es macht oder nicht.

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natürlich muss sie das selbst entscheiden...
ich denke die wahrscheinlichkeit bei ner fruchtwasseruntersuchung das richtige ergebnis zu bekommen ist höher als 50:50. schau mal das hab ich grad im netz gelesen:
Sicherheit der Amniozentese

Weder die Plazentauntersuchung (Chorionzottenbiopsie), noch die Fruchtwasseruntersuchung bieten eine 100-prozentige Sicherheit. Die Ergebnisse der Chromosomenuntersuchung sind zu 99 Prozent sicher, bei der Diagnostik von Fehlbildungen im Nervensystem des Babys (Neuralrohrdefekten) ist eine Genauigkeit von etwa 90 Prozent zu erzielen.

die nfm ist meines wissens die untersuchung, die nicht wirklich viel aussagt, sondern mehr ne tendenz zeigt.

aber sicher ne schwere entscheidung!!! :-(

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Hallo

wir sollten eine FWU machen lassen weil der FA bei der Feindiagnostik eine Zyste im Kopf bei unserm Matz gesehen hat.

Das würde auf ein erhöhtes Risiko eines Gendefekts hindeuten.

Wir haben es nicht machen lassen denn wenn der kleine krank ist kann man es auch nicht ändern.
Da wir keine abtreibung wollten wollten wir auch kein risiko eingehen bei der FWU.

Ich denke ihr/du müsst das selber entscheiden denn jeder sieht das anders.

Liebe grüße und alles gute

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Hallo,

ich denke worüber du nachdenken solltest ist, was ein unter umständen schlechtes Ergebnis für dich für Folgen hätte. Würdest du im Falle dass die FWU eine Behinderung nachweist das Baby bekommen wollen?
Wenn du es trotzdem bekommen willst, auch wenn das Ergebnis schlecht ausfällt, ist es dir das Risiko wert, das Baby durch die FWU evtl zu verlieren?

Die Entscheidung ist sicher alles andere als leicht aber ich würde mir vorher genau überlegen welches Risiko bist du bereit einzugehen und welche Folgen hätte eine nachgewiesene Behinderung für dich.

Liebe grüße
qrupa

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Hi Gwen

diese Frage kannst nur Du selbst beantworten... Stell Dir dazu am Besten die Frage, was Du tust, wenn bei der FWU rauskommt, dass Dein KInd behindert ist...

Wenn Du zu der Antwort kommst, dass das eh nichts ändert, dann brauchst Du wohl auch die FWU nicht.

Wenn Du dann abtreiben würdest, dann solltest Du auch die FWU machen...

Und es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Ich hab bei Judith damals auch die NFM gemacht - ich hätte bei einem auffälligen Ergebnis auch die FWU gemacht - obwohl ich wohl nicht abgetrieben hätte... Aber ich hätte einfach Zeit gebraucht, um mich auf die dann veränderte Situation einzustellen... Auch in diesem Fall würde die FWU Sinn machen...

Aber entscheiden kannst nur Du...

LG
Frauke

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Hallo,
welche Konsequenz würdest Du ziehen, wenn feststeht, Du erwartest ein Kind mit Down oder einer anderen Chromosomenstörung? Darüber solltest Du Dir VORHER klar werden.
Ich persönlich habe mehrere Abtreibungen im Krankenhaus gesehen und es käme für mich nicht in Frage, egal warum es mir angeraten würde. Aber ich lebe auch in einer stabilen Beziehung, halte mich und meinen Mann für emotional stark und finanziell abgesichert. In dieser Situation wäre eine FU Quatsch, außerdem hat sie ein kleines Risiko, daß eine Fehlgeburt ausgelöst wird und eine Woche später hörst Du vielleicht, daß Kind wäre gesund gewesen...

Allerdings lasse ich diese Woche einen Organultraschall machen, um Fehlbildungen vorher zu wissen. Einige lassen sich bereits im Mutterleib behandeln, andere erfordern einen Kaiserschnitt und in der 1. SS hat mir dieser US große Sicherheit gegeben.

Übrigens geschehen weitaus mehr Behinderungen während der Geburt als durch Chromosomenfehler. Und Dir kann kein Arzt und keine FU sagen, wie sich Dein Kind entwickelt, es gibt riesige Unterschiede zwischen dem einen und dem anderen Down-Kind.

Informier Dich, überleg Dir was wäre wenn. Ich würde nur eine FU machen, wenn ich einen Abbruch in Erwägung ziehen würde. Kommt das nicht in Frage, kann Dir ein Ultraschall in der 20. SSW zumindest sagen, ob Ihr mit Organfehlbildungen rechnen müsst. Rede mit Deinem Mann und einer Freundin. Mit meinen Eltern könnte ich darüber vermutlich nicht reden, die wollen allen 'Schaden' und Verdruß von mir fernhalten und würden mir wohl pauschal zur vollen Diagnostik und ggf. zum Abbruch raten...

Fühl Dich fest gedrückt, Kaja mit Christian (14 Monate) und Bauchzwerg (21. SSW)

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#pro#pro#pro

Hallo!

Finde Deine Antwort sehr gut!!! ;-)

Steffi

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Hallo Gwen,

es gibt noch eine andere Alternative: das sog. integrierte Screening ( = 2 bluttests im 1. und 2. Trimester) und/oder Quadruple-Untersuchung.
Nachteil: mußt Du selbst zahlen (ca. 100,-- €) und hat 90%-ige Aussagekraft
Vorteil: keine Risiken wie die FWU mit 99%-iger Aussagekraft

Falls Du meinen FA-Prospekt dazu haben möchtest (den hab ich gescannt), dann mail mir an die VK mit Deiner E-Mail-Adresse.

Lieben Gruß - Bea (41 J.) + #baby 34. SSW

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Das Screening ist KEINE Alternative zur Amniozentese, sondern eine Form der Entscheidungshilfe dafür oder dagegen. 90%-ige Aussagekraft bedeutet nämlich immernoch 10% Unsicherheit und damit vorne und hinten nichts diagnostisches.

Liebe Grüße
Sabine

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Hallo Sabine,

wir haben ja hier nun schon öfters miteinander zu diesem Thema gemailt. Ich habe der Urbia-Kollegin den Info-Prospekt der FA-Gemeinschaftspraxis zugemailt. Mag sie sich selbst entscheiden, welche Methode ihr lieber/sicherer/besser etc. erscheint. Den Prospekt haben Fachleute zusammengestellt und im weiteren verweis ich Dich auf den folgenden Urbia-Artikel "www.urbia.de/topics/article?id=9100" der folgende Überschrift trägt: "NEUE METHODE KANN AMNIOZENTESE ERSETZEN". Wie kann also eine - Deiner Meinung nach - so unqualifizierte + undiagnostische Methode eine FWU ERSETZEN ????

Lieben Gruß - Bea

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Hallo,

wir waren in einer ähnlichen Situation, unsere Tochter hat einen rechtsverlaufenden Aortenbogen und dies kann ein Hinweis auf einen Chromosomenfehler sein.

Ich war da schon in der 25. SSW und ganz ehrlich, ich habe keine Sekunde darüber nachgedacht, denn was wäre die Konsequenz? Es gab keine für uns. Eine FW Untersuchung birgt auch große Risiken und was ist, wenn Dir geasgt wird, dass Dein Kind nicht gesund ist? Darüber musst Du nachdenken.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute! Swantje

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darf ich fragen ob euer kind dann letztendlich gesund zur welt kam?

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Hallo Swantje,
ist deine Tochter denn dann gesund zur Welt gekommen?

Danke Dir, für Deine liebe Antwort.

Lg
Gwen

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Hallo Gwen!

Ich kann Deine Situation gut verstehen, bin in einer ähnlichen. #liebdrueck
Zuerst würde mich mal interessieren, wie genau Deine Ärztin auf das Ergebnis gekommen ist. Wurde nur die NFM gemacht oder hat sie auch noch andere Werte hinzugezogen (Blutwerte, Nasenbein)? Wolltest Du die Messung oder hat Deine FÄ einfach mal nachgeschaut (war bei mir der Fall)?
Mit einem Risiko von 1:61 liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie schon mal höher als die einer Fehlgeburt bei Fruchtwasseruntersuchung. Das nur mal als Fakt.

Für mich ist das Problem, dass mir eine FWU eben gerade keine "Sicherheit" gibt und ich eigentlich auch nicht weiß, was diese Aussage immer soll (kriege ich auch andauernd zu hören). Grundsätzlich bin ich gegen eine FWU und auch gegen die Abtreibung eines behinderten Kindes. Leider haben mich meine FÄ und die hinzugezogene FÄ im Krankenhaus jetzt so aufgescheucht, dass ich nicht mehr weiß, was ich eigentlich denken bzw. machen soll. Und wenn ich die FWU dann mache und das Ergebnis für eine Trisomie ist positiv, ja was dann?
Sei Dir darüber bewusst, dass Du nach einer FWU mit einem eventuell schlechten Ergebniss (was ich Dir natürlich auf keinen Fall wünsche) erst Recht darüber nachdenken wirst, ob Du das Kind behalten sollst oder nicht. Höre in Dich rein, ob Du eine eindeutige Anwort auf die Frage geben kannst - es werden viele Faktoren in Deinem Leben eine Rolle bei der Entscheidung spielen, die nur Du kennst und abschätzen kannst.
- In meiner aktuellen Situation fällt mir persönlich (!) das leider (!!!) nicht mehr so leicht und ich hätte einfach grundsätzlich gerne auf das Wissen über eine leicht vergrößerte Nackenfalte verzichtet.

Ich fürchte, so richtig geholfen habe ich Dir jetzt nicht #hicks, aber vielleicht hast Du ja auch Lust, Dich mit mir über VK auszutauschen. Würde mich freuen!

#herzlich,
Steffi

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Danke Euch allen für Eure lieben Antworten!

Habe am Donnerstag noch einen Termin mit der FA und dann werden wir sie nochmal darauf ansprechen.

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