Metoprolol in der Frühschwangerschaft o.k. ?

Hallo,
ich bin seit Mai 2007 stiller Leser eurer Beiträge und habe heute selbst eine Frage:
Nach einer fast viermonatigen Dauerpilzinfektion, Stress an der Arbeit und vielen Baustellen zu Hause nehme ich seit Mai 2007 Metohexal Succ 23,75 mg und davon morgens eine halbe Tablette. Scheinbar hat mir alles doch ziemlich auf die Nerven geschlagen und sich dann im Blutdruck bemerkbar gemacht. Ich kam einfach nicht mehr runter. Die Pille habe ich zeitgleich nach 12 Jahren Behandlung auf PCO - hat sich nicht bestätigt !! - abgesetzt. Meine Werte waren aber nur leicht erhöht und nicht dauerhaft über 140/90.
Die Stressfaktoren sind mittlerweile beseitigt, der Kardiologe hat bei seinen Untersuchungen im Oktober 2007 auch eigentlich nix fest gestellt und die 24h Messung war auch okay. Zusätzlich gehe ich noch zu einem Physiotherapeuten, der mich 1 x pro Woche so richtig schön massiert, was bei mir auch zu einem inneren Ausgleich beigetragen hat. Wenn es jetzt wieder schöner wird, gehe ich auch wieder walken, da das den Kreislauf ja auch gut reguliert.

Nun habe ich gestern positiv getestet und bin in der 5. Woche schwanger #huepf und habe Angst, dass auch diese geringe Dosis Metoprolol meinem Baby schaden vielleicht kann. Auch wenn ich die Botschaft noch nicht so richtig glauben kann, bin ich was Medikamente anbelangt doch etwas verunsichert. Letzte Woche war ich sogar erkältet, habe aber nur Gelomyrtol und Schüssler Salz Nr. 4 genommen, das ist unbedenklich.

Ich kann erst heute Nachmittag nochmal bei dem Kardiologen anrufen, aber die FÄ meint, ich sollte die Tabletten weiter nehmen.

Hmmm, wer hat ähnliche Erfahrungen in Bezug auf Metoprolol gemacht ?

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Hi!

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft.

Ich nehme selber auch täglich eine halbe Metoprolol. Vorher habe ich ein anderes Medikament genommen, mir fällt gerade der Name nicht ein. Als der Kinderwunsch aufkam, hat man mir Metoprolol empfohlen und seit dem nehm ich dieses. Zum Glück komm ich dort mit einer halben Tablette am Tag aus. Meine FÄ meinte auch ich soll es weiter nehmen, wenn mein Blutdruck ok ist und so werde ich es auch machen.

Ich bin jetzt gerade in der 6. Woche und hoffe, dass der Blutdruck in der SS nicht verrückt spielt. Muss mich mal wieder zwingen öfter zu messen.

Alles Gute für Dich und wir sehen uns ja jetzt hier bestimmt öfter!

Liebe Grüße
suusi

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Hallo schmupi bzw. suusi,

Danke für deine lieben Zeilen, die beruhigen mich sehr. Ist doch schön zu wissen, dass es jemandem genau so geht. Mir geht es mit dem Messen genau so wie dir, ich müsste auch öfter mal ran und muss mich echt dazu durch ringen. Ich schiebe es immer vor mir her, da ich seit meinem Besuch beim Kardiologen auch beschwerdefrei bin. Vorher hatte ich oft Herzrasen und so, was aber sicher die Psyche war. Ich hab echt gedacht, der Blutdruck bringt mich irgendwann um, dabei war er nie dauerhaft über den Grenzwerten.
Seit ich regelmäßig walken gehe fühle ich mich echt besser und höre nicht mehr ständig auf meinen Körper. Aber nun mit unserem kleinen Stern im Bauch bin ich doch schon wieder vorsichtig.

Ich wünsche dir auch alles Gute für deine SS.

Danke auch für alle anderen schnellen Antworten !!

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Hallo,

ich würde sofort den Gynäkologen befragen - oder besser noch einen Kardiologen.

Meine Freundin ist in der gleichen Situation und bekommt irgendwie nirgends eine fundierte Aussage dazu.

Mein Bruder ist Kardiologe und selbst er weiß es nicht, da aus ethischen Gründen natürlich keine Arzneimittelversuche an Schwangeren durchgeführt werden und es auch nur wenige Studien darüber gibt. Er meint allerdings, dass es nicht weiter schlimm wäre, da man mittlerweile selbst bei Herzinsuffizienzen mit ß-Blockern therapieren würde.

Hm #kratz

Ein Hypertonus wäre vermutlch die schlimmere Alternative....

LG

Bine 28. SSW

http://www.unsernachwuchs.de/die-bauchmaus/home.html

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Hi,
wenn du unsicher bist, kannst du bei

www.embryotox.de anrufen.

Dort bekommst du fachkundige Auskunft zur Eignung von Medikamenten während der Schwangerschaft und Stillzeit - alternativ kann auch dein Arzt dort anrufen. Und natürlich ist die Kontrolle vom Blutdruck während der Schwangerschaft sehr wichtig, und es gibt genügend "schwangerschaftsfreundliche" Medikamente, auf die bei Bedarf umgestellt werden könnte.

Gelomyrtol ist übrigens NICHT schwangerschaftsgeeignet, es sei denn, dass das Produkt seit meiner Schwangerschaft verändert wurde. Das Problem war/ist nicht der Wirkstoff, sondern das Material der Kapsel - aber wie gesagt, meine Info ist knapp 2 Jahre alt. Mach dich nicht verrückt, aber lass dir fürs nächste mal was anderes vom Arzt empfehlen.

Viele Grüße
Miau2

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Also ich nehme auch Metoprolol ein!
Allerdings 47,5mg morgens!
Habe wärend der Schwangerschaft einen Bluthochdruck entwickelt!
Die Einnahme sollte schon mit deinem FA abgestimmt sein!
Aber prinzipiell spricht nix dagegen!
Wichtig sind die regelmäßigen Kontrollen beim FA, da die Tabletten unter Umständen das Wachstum negativ beeinflussen können!

Mach dir nicht so viele Gedanken, dann wird auch alles gut!

L.G. Ela

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Hallo,
ich bin Kardiologin, Du nimmst eine geradezu homöopathische Dosierung und ß-Blocker schädigen nicht das Kind. Zu keiner Phase der SS. Bei höheren Dosierungen (47,5mg Metoprolol z.B.) kann der Puls des Kindes etwas runtergehen, wenn man das im Ultraschall sieht, sollte die Dosis reduziert oder auf ein anderes Medikament umgestellt werden. Aber bei der Dosierung, die Du nimmst, passiert sowas auch nicht.
LG, Kaja.

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Hallo Kaja,

es ist für mich ein Segen deine Zeilen zu lesen und die beruhigen mich ungemein. Danke dir !! Mein Hausarzt, der zufällig auch Internist ist, meinte auch, dass diese niedrige Dosis auch eher eine Art Placebo für mich sei und ich aber ein bisschen was benötige.
Ich bin mir aber sicher, wenn ich den stressigen Job hier im Sozialamt nicht mehr länger machen muss, dass sich mein Blutdruck wohl wieder in ganz normale Bahnen lenken lässt. Diese ganzen Schicksale lassen einen schlecht abschalten und verfolgen einen schon oft.

Außerdem will ich mein Laufprogramm weiter durchziehen und ich freue mich so darauf eine kleine Familie zu haben, vor allem, weil schon jetzt ganz andere Dinge wichtig sind.

Dir alles Liebe und nochmal Danke für deine Antwort.

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Nu, ich weiß ja, wieviel Sorgen man sich da immer macht, nicht nur, weil ich in unserer Ambulanz Schwangere behandelt habe (auch mit Metoprolol...). Eine Fehlgeburt, einen Monat später wieder schwanger mit unserem jetzt 10 Monate alten Sohn und heute bin ich 5 +1#huepf und mache mir wieder SorgenSorgenSorgen - zieht es zu viel, zieht es zu wenig... Also, wir sehen uns in der Septemberliste!
LG, Kaja.

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