Paracetamol und Medikamente allgemein

Hallo,

ich war gestern wegen eines Nierenstaus im Krankenhaus.
U.a. hat die Ärztin mir dort Paracetamol verschrieben gegen die (wirklich höllischen) Schmerzen.

Ich habe mich bisher geweigert die tabletten zu nehmen, und es ist auch bisher ohne sehr viel besser geworden.
Außerdem hilft paracetamol ja auch nicht gegen den Stau als solchen.

Ich nehme Sie vor allem deshalb nicht weil immer wieder Studien auftauchen in denen davor gewarnt wird Paracetamol, vor allem nach der 20. Woche, all zu leichtfertig zunehmen.
Denn 1. ist es plazentagängig (steht sogar in der Packungsbeilage)
2. tritt es in die muttermilch über
und
3. Gibt es Studien die den Verdacht nahelegen das Paracetamol Schädigungen der Lunge beim Ungeborenen verursachen kann.

Was ich mich immer wieder frage ist, wieso sagt mir das kein Arzt?
Denn mal ehrlich, solange ich die Schmerzen noch irgendwie aushalten kann möchte ich doch lieber keine Schädigung meines Kindes riskieren?
Warum wird also immer behauptet paracetamol ist VOLLKOMMEN ungefährlich?

Natürlich ist Paracetamol immer noch das Mittel der Wahl wenn es nicht anders geht (und bei Schmerzen muss das natürlich jede Frau selber beurteilen), aber bei manchem Arzt (und mancher Schwangeren) habe ich den Eindruck man könnte das einfach so, und ohne jede Bedenken ruhig mal öfter einschmeißen, solange es nicht mehr als 3 oder 4 Tabletten am Tag sind...


Wie seht Ihr das? Wie handhabt Ihr das?
Nehmt Ihr auch Medikamente die der Arzt verschreibt wenn in der Packungsbeilage während der Schwangerschaft davon abgeraten wird?

Liebe Grüße

Ameli

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hallo,

hast du mit der ärztin darüber geredet was du von den tabletten hälst ? bzw ihr gesagt das die garnicht so ungefährlich sind ? das würd mich mal interessieren.

grundsätzlich meide ich alle medikamente in der schwangerschaft. paracetamol hilft bei mir sowieso nicht, da kann ich genauso gut smarties essen ;-)

wenn es nun aber wirklich nicht anders geht und ich schmerzen oder sonstiges habe, vertraue ich meinem arzt/ärztin und nehme die von ihm/ihr verschriebenen medikamente.
ich hatte jetzt erst zwei wochen mit einer dicken erkältung zu kämpfen. das schlimmste war der reizhusten. ich war nachts stundenlang wach und nur am keuchen.
nach absprache mit meiner fä habe ich prospan saft genommen, auch wenn in der packungsbeilage wieder nicht steht das ihn schwangere nehmen dürfen.
ein klein wenig muss ich da meiner ärztin schon vertrauen...anders gehts leider nicht.

ich finde das muss jeder selbst wissen, das ist halt so ne sache mit medikamenten in der schwangerschaft.
klar, am besten ist es eh garnichts zunehmen.

liebe grüße und ein schönes wochenende
jenny

2

Hallo Jenny,

gegen den Husten kann ich Dir Aspecton Hustentropfen empfehlen. Die sind pflanzlich, mit Thymianextrakt. Habe ich während meiner 1. SS von meinem Arzt verschrieben bekommen. Man sollte sie verdünnt nehmen.

Die helfen wirklich gut.

Was Paracetamol angeht, so muss ich zugeben, dass ich vor ca. 2 Wochen auch welche genommen habe. Grund hierfür: starke Migräne.

Leider ist mein Krümelchen wohl tot. Ob wir erfahren werden, woran es liegt, weiß ich nicht. Vllt. hängt es ja doch mit der Rhesusinkompatibilität zusammen. Die letzte Spritze dazu habe ich im Mai 1999 bekommen. Vllt. zulange her? Ich weiß es nicht. Wir haben auch 2 Katzen. Allerdings keine Freigänger. Vllt. habe ich mir auch Toxoplasmose eingefangen. Aber auch das werde ich erst im Laufe der nächsten Woche erfahren.

Grundsätzlich sage ich auch: Während der SS keine Medis, solange es ohne geht. Aber jede Frau hat nunmal ein anderes Schmerzempfinden. Und wenn man wie ich seit 19 Jahren mit der Migräne lebt, geht es manchmal nicht anders.

Und ich bin froh, dass die Paracetamol wenigstens etwas hilft. Bei mir wirkt zum Beispiel Aspirin gar nicht.

LG, Silke.

3

Generell bin ich ja auch der meinung das ein Arzt meistens weiß was er tut und verschreibt.
Und wenn es nicht mehr anders geht dann muss man manchmal eben auch die berühmte Nutzen Risiko Abwägung machen und sich im Zweifelsfall für das medikament entscheiden.
Das sehe ich schon ein.
Da ich aber auch viele Ärzte im Freundeskreis habe (wovon mir einer telefonisch auch von paracetamol und buscupan abgeraten hat, solange ich die schmerzen noch aushalten kann) ist mein vertrauen in die Ärzte nicht das in Götter in weiß.
Ich weiß das Sie auch Fehler machen, nicht immer alle Studien zu allen Medikamenten kennen usw.
Wenn es anders wäre würden ja nicht jedes jahr Menschen an Kunst- und Behandlungsfehlern durch Ärzte sterben ( um das ganze mal sehr drastisch auszudrücken)
Laut einer Studie des amerikanischen Institute of Medicine sterben in den USA jährlich zwischen 50.000 und 100.000 Patienten an den Folgen eines Behandlungsfehlers. In Deutschland gibt es darüber weder Studien noch Schätzungen, aber die Zahlen dürften vergleichbar hoch sein. Behandlungsfehler zählen damit zu den zehn häufigsten Todesursachen, noch vor Verkehrsunfällen.

Also sollte man vielleicht doch immer mal kritisch hinterfragen was die Ärzte einem so verschreiben.

Mein Vater z.B. hat über eine Woche im Krankenhaus mit der unsicheren Diagnose "Hirnschlag" verbracht (im Anschluss an eine OP) bis sich auf Vorschlag eines nicht Mediziners herrausstellte das er keinen Hirnschlag o.ä. sondern eine Reaktion auf ein Antibiotika hatte.
Ohne den Laien mit der guten Idee wäre mein Vater an einem angeblich völlig harmlosen Medikament gestorben.

Liebe Grüße
Ameli

4

Hallo ich habe auch Nierenstau in der 16 SSW bekommen , bei meiner ersten Tochter damals in der 32 SSW und ich sage dir es ist die Hölle!!!!!!

Ich nehme Xusal Allergietabletten, Beloc Zok mite zur erweiterung der Nieren, Viani Diskus da ich starkes Asthma habe. Und ich darf bis zu 4 x tägl. Paracetamol nehmen.

Sicher ist mir nicht wohl dabei - aber ich denk mir lieber eine Tablette in maßen als wenn es wieder richtig schlimm wird und man nicht mehr mit nur einer harmlosen Tablette am Tag auskommt. Wenn ich mir überlege was ich damals bei meiner ersten tochter im KKH alles bekommen habe... prost mahlzeit.

So wie zb. mit meinen Allergie und Asthamamedikamenten, da denk ich mir auch lieber meine normale (minimale Dosis jeden Tag ) als das es zu nem starken Asthmaanfall kommt und so mit auch das Baby weniger Sauerstoff bekommt.

Ich vertrau da den Ärzten und hoffe das wenn es der Mutter gut geht es dem Kind auch gut geht.
Gute Besserung und eine schöne SS

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Leichtfertig nehme ich nichts. Aber ehrlich gesagt habe ich mir auch meine Ärzte nach dem Kriterium ausgesucht, in wie weit ich ihnen vertraue.

Meine Hausärztin ist sehr abwägend. Als ich jetzt eine starke Mittelohrentzündung hatte, haben wir diese ohne Antibiotikum behandelt. Sie hat mir zwar auch einige alternative Medikamente vorgeschlagen, aber da die Packungsbeilage immer nicht eindeutig war, habe ich sie nicht genommen. Es hat etwas länger gedauert, aber ich habe den Infekt komplett OHNE Medikamente überstanden.

Allerdings nehme ich von ihr verordnet ein Medikament gegen Übelkeit. Da das Risiko bestand, dass mein Kind langfristig unterversorgt wird, wenn ich nichts essen kann, haben wir uns für dieses Mittel entschieden. In der Packungsbeilage steht jedoch, dass das Medikament in der SS genommen werden kann, wenn der Arzt es empfiehlt.

Ärzt sind keine Götter in Weiß, und wenn ich mir den Großteil der Medizinstudenten so anschaue, dann denke ich mir schon oft: Von DENEN würde ich nicht behandelt werden wollen! Aber es gibt auch Ärzte, die wirklich ihrer Berufung folgen und nicht nur Karrieredenken, und bei denen fühle ich mich auch immer gut aufgehoben ;-)

LG Steffi

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Eine Mittelohrentzündung mit Antibiotika zu behandeln wäre auch veraltet. Ich weiß, wird viel gemacht aber nur, um die Leute zu beruhigen denn keine will, dass der Arzt sagt dass es von alleine weggeht. Standart sind Nasensprays und Schmerzmittel. In der SS würde ich dann Euphorbium NT und Paracetamol empfehlen......

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Hallo Ameli,

also grundsätzlich bin ich auch ein Gegner von Medikamenten in der Schwangerschaft, aber Ausnahmen bestätigen die Regel....

Ich habe jetzt seit Weihnachten eine Nasennebenhöhlen-Entzündung und hatte höllische Schmerzen, dachte, dass mein Kopf platzt. Ich bin wirklich kein Pienzje, habe echt sehr lange gewartet und dann mal 1 Paracetamol genommen. So konnte ich mal eine Nacht durchschlafen.
Jetzt hat es sich schon festgesetzt und bevor es wieder vereitert und noch schlimmer wird (ich habe das leider öfter), habe ich mir vom Hausarzt Medis aufschreiben lassen und mit meiner FÄ abgesprochen. Nehme seit gestern noch Sinupret forte ein (FÄ sagte, ich kann sie bedenkenlos nehmen), aber nicht das verschriebene Nasenspray (das kennt meine FÄ nicht). Hoffe, es löst sich schnell, dass ich schnell wieder damit aufhören kann und wieder fit bin.

Soweit ich bisher gelesen habe, kann Paracetamol in großen Dosen und bei dauerhafter Anwendung gefährlich werden, nicht aber bei mal einer Tablette.

Und was der Übergang in die Muttermilch angeht.... Die Babys bekommen Paracetamol 125 Zäpfen wenn sie Fieber haben. Das ist 1/4 einer Tablette, die wir nehmen. In die Muttermilch geht nur ein Bruchteil dessen über, der von uns aufgenommen wird, daher kann das nicht schlimm sein (erklärten mir damals KiA, FA und HNO).

Also ich kann nur sagen, dass ich auch so lange wie möglich warte und versuche, es ohne Medis auszuhalten. Nur wenn's wirklich nicht mehr geht, greife ich auf pflanzliche oder mal eine Paracetamol zurück (immer nach RS mit meiner FÄ).

;-) Vonni mit Benjamin (16 Monate) & Krümel inside (16+6)

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Mein FA schwört auf Ibuprofen. Das soll wohl leichter bekömmlich sein, weil es erst im Darm wirkt. Kann ich nur bestätigen, von Paracetamol mußte ich immer reiern und helfen tun sie mir auch nicht.
Habe öfter Migräne und bei Ibu hilft mir eine Tablette mit 200mg, bei Paracetamol brauche ich mindestens 2x 500 mg, bis ich etwas merke. Und wenn man sie dann ausbricht helfen sie natürlich auch nciht.

Ibu darf man bis zur 30. SSW nehmen, natürlcih auch nicht dauernd und in Maßen ist ja klar.

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