für was triple-test, nackensreening?

hallo halli ihr lieben mit-#schwanger-en!

ich frage mich, wozu diese untersuchungen gut sind.

wenn ein herzfehler beim kind festgestellt werden kann leuchtet es mir schon ein, weil ja dann besser geholfen werden kann.
aber welche untersuchung von denen erkennt das??

kostet das bei euren FÄ auch soviel?
triple test 67 euro
nackenscreening 170 plus 50 euro laborkosten

aber was mich am meisten interessiert, macht man diese untersuchungen, weil man dann erfährt, dass das kind eine behinderung hat?

mir ist das zu hoch, wer kann mir helfen?

schönen abend noch!!!!
micha (+tommi 4j u #ei 7+4)

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Am Besten du googelst dich da mal durch. Dazu gibt es die verschiedensten Seiten.
Meine Ärztin hat mich damals auch auf diese Tests hingewiesen. Das müssen die bestimmt machen. Habe sie aber nicht gemacht, da sie mir zu teuer waren und ich eigentlich nicht zu einer Risikogruppe gehöre ( hohes Alter, erbkrankheiten,...)

Oder du fragst am besten nochmal die Ärztin.

Liebe Grüße

Sabrina

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Hallo Micha

Der Triple Test ist meiner Meinung nach nur ein Bluttest, der eine Wahrscheinlichkeit angibt für eine Behinderung des Kindes (Down-Syndrom, Trisomien,...)

Das First-Trimester-Screening ist Bluttest und Ultraschall.

Bei meinem First-Trimester-Screening hat der Arzt auch nach dem Herzen geschaut, weil mein Bruder einen Herzfehler hat. Ob das zum normalen Screening noch dazu gehört, weiß ich aber nicht.

Zu deiner Frage, warum ich die Untersuchung mache:
- Weil ich nach Möglichkeit eine Behinderung bei meinem Kind ausschließen möchte.

Und die Kosten: Ich habe bei uns 125,-€ für das Screening und 30,-€ fürs Labor berappen müssen.

Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten.

lg claudia

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Hallo Micha,

ich sitze schon seid zwei stunden vorm rechner und lese, lese und lese.

Ich war am 02.01. beim Frauenarzt und da ich ab morgen in der 10 SSW bin hat mich der Arzt auf zusätzliche Untersuchungen aufmerksam gemacht, die eben nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gehören und nicht von der KK bezahlt werden.

Jetzt stehe ich eben vor der Entscheidung ob ich folgende Untersuchungen machen lassen möchte:

- Toxoplasmose
- Nackenfalten (NT)-Messung (12.-14. SSW)
- Tripel-Test (15.-17. SSW)
- Blutzuckerbelastungstest (24.-28. SSW)
- Oestriolbestimmung (30.-42. SSW)

Also die Toxoplasmose werde ich wohl auf jeden Fall machen. Bezüglich der Nackenfalten (NT)-Messung bzw. dem Tripel-Test bin ich mir noch nicht sicher.

Das Problem bei beiden Test ist eben, dass durch diese Untersuchungen keine gesicherte Diagnose festgestellt wird, ob das Kind eine Fehlbildung wie z.B. Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder "offenen Rücken" hat.
Es geht mehr um die Ermittlung der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass mit einer Fehlbildung zu rechnen ist. Daher muss nach diesem Test um wirklich sicher zu sein, eine Fruchtwasseruntersuchung erfolgen.

Daher denke ich, wenn man wirklich eine 100%ige Sicherheit haben will, könnte man auch gleich die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Diese ist aber auch mit Risiken behaftet. Möchte da aber nicht weiter drauf eingehen, da ich nicht die genauen Info's habe.

Die Frage, die ich und mein Freund uns stellen müssen ist, was würden wir tun, wenn bei der Untersuchung herauskommt, dass wir ein Behindertes Kind erwarten?

Wenn man diese Frage damit beantwortet, man würde es genauso lieben wie ein "normales" Kind, dann braucht man die Untersuchungen m.M. gar nicht machen lassen.

Aber am besten du gibst mal "in Forum suchen" nackenfalte-Messung o.ä. ein, da wirst du auch viele Beiträge finden und auch interessante Links zu anderen Seiten.

Liebe Grüße
Britta (9 SSW + 0 T)

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Also Herzfehler werden weder durch die Nackentransparenzmessung noch durch den Triple-Test erkannt. Und beide Untersuchungen sind nicht-diagnostisch, das heißt, man erfährt NICHT, ob das Kind eine Behinderung, Erkrankung oder Fehlbildung hat. Es wird nur eine auf statistiken beruhende individuelle Wahrscheinlichkeit dafür errechnet. Für eine (Ausschluss-) Diagnose müss(t)en immer weitere Untersuchungen folgen. Zum Beispiel die Amniozentese oder der Feinultraschall.

Lies dich durch diese Links mal durch. Es dürften keine Fragen offen bleiben außer die zu den Kosten. Beide Untersuchungen sind Wunschleistungen und da ist es immer am besten, gleich den Arzt zu fragen, was er dafür nimmt ;-)


Nackentransparenzmessung bzw. First-Trimester-Screening:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=1232267

http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html


Triple-Test:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=868869

http://www.regenbogenzeiten.de/triple.html


Allgemein ist immer folgendes wichtig:

Um vorgeburtliche Untersuchungsverfahren (diagnostische ebenso wie nicht-diagnostische) dahingehend zu hinterfragen, ob sie für einen selbst und das Ungeborene nützlich sein können, sollte man sich mit jeder einzelnen Untersuchung genau beschäftigen. Es sollte immer geprüft werden, ob sich die eigene Erwartungshaltung an die Untersuchung realistisch betrachtet mit den tatsächlichen Möglichkeiten des Verfahrens deckt und ob die eigene Entschlossenheit ausreicht, um mögliche (negative) Konsequenzen langfristig zu (er)tragen. Nicht zuletzt beinhaltet die Entscheidungsfindung zu pränatalen Untersuchungen auch das Einholen von aktuellen und zeitgemäßen Informationen über mindestens die häufigsten Behinderungen und Erkrankungen, um die es bei den in Frage kommenden Verfahren geht. Das wären beispielsweise die drei häufigsten Formen der Trisomie (Trisomie 13, 18 und 21) und Spina bifida aperta.

Liebe Grüße
Sabine

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