Opa der Kinder hatte einen tödlichen Unfall - wie erklären?

Hallo.

Ich bin gerade völlig verzweifelt..

Mein Exmann rief mich eben an, seine Eltern hatten einen Autounfall...
Sein Vater kam ums Leben 😭

Meine Kleine ( 8J) liebt ihn abgöttisch, er ist der beste Opa der Welt ( und war auch ihr Einziger, da mein Vater vor 3 Jahren starb)

Die Große { 12J) natürlich auch, und sie hat momentan mit anderen Dingen schon den Kopf voll

Wir werden morgen einen Schlachtplan machen, wie wir es den Mädels sagen 😭

Ich mochte ihn auch wahnsinnig, so ein herzensguter, toller Mensch.. Gerade 1 Jahr in Rente

Gott hab ihn seelig 😢

Wie erklären wir es denn am Besten?
(bei meinem Vater war es anders, er war lange krank und es war mehr eine Erlösung )

Ich steh noch völlig unter Schock, 😢

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Erstmal mein herzliches Beileid! 🕯️ Ich habe meinen Vater vor 4 Monaten sehr überraschend verloren und war zu meinen Kindern einfach ehrlich. Habe ihnen erzählt das Opa gestorben ist und jetzt mit dem anderen Opa (gestorben 2013) von oben auf uns aufpasst. Es war sehr schwierig da wir uns Dank Corona sehr lange nicht gesehen haben. Ich habe ihnen auch gesagt dass sie weinen und schreien dürfen wenn sie wollen und ich immer für sie da bin wenn sie reden möchten. Die Beerdigung war dann nochmal schlimm für uns alle, besonders da diese 3 Wochen verschoben werden musste da wir alle in Quarantäne waren. Danach habe ich versucht unseren Alltag wieder herzustellen, was natürlich nicht so leicht war.
Es wird irgendwann leichter aber die Trauer bleibt immer im Herzen.
Gruß
C-key

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Dankeschön für die lieben Worte 💐

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Mein herzliches Beileid, das ist wirklich schlimm.
Es gibt leider keinen Idealplan, wie man es Kindern beibringt. Einfach in den Arm nehmen und sagen, wie es ist, Du darfst durchaus weinen dabei, Du musst nicht stark sein.
Im Alter Deiner Kinder verstehen sie es, auch wenn es schlimm ist.
Schlachtplan finde ich überflüssig, die Reaktion ist ohnehin nicht planbar.
Dass es schlimme Unfälle gibt, haben Deine Kinder sicher schon mal mitbekommen. Dass es nun euch getroffen hat, ist furchtbar und kann nur je nach Reaktion erklärt werden - und wenn ihr dann alle weint, ist das auch in Ordnung. Trauer ist nicht steuerbar.
Meine Enkelin hat meinem Mann noch ein wunderschönes Bild gemalt, an seinem Todestag - und ihm mitgegeben. Der Bestatter hat ihr versprochen, dass er es auch wirklich mit bekommt. Sie malte die Situation, als sie mit ihrem auch über alles geliebten Opa im Keller bastelte, sie war auch 8 Jahre alt #heul.....
Alles Liebe für euch.
LG Moni

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Danke dir.

Ja es ist einfach unfair 😢

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Hallo!

Ich glaube auch nicht, dass man so ein Gespräch planen kann. Vielleicht kann eine neutrale Person bei dem Gespräch dabei sein und ein wenig lenken? Ich denke jetzt an eineN SeelsorgerIn, z.B., aber diese Person miuss nicht von der Kirche sein, wenn ihr dem nicht nahe steht. Ein anderer Vorschlag wäre, dass du dich an ein ambulantes Hospiz wendest. Auch dort wird es sicher Personen geben, die euch und die Kinder unterstützen.

Alles Gute!

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Danke. Deine Idee ist nicht schlecht.

LG 💐

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Das tut mir sehr leid für euch!

Als meine Schwägerin gestorben ist, haben meine Eltern sich mit uns hingesetzt, aus der Bibel gelesen und es uns dann gesagt. Meine Schwestern waren ungefähr im Alter deiner Kinder. Ich weiß noch, dass wir viel geweint, geredet und gebetet haben.

Ich wünsche euch viel Kraft!

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Danke dir 💐

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Mein Beileid, wie schrecklich! Wie haben sie es aufgenommen? Als meine Schwiegermutter starb, war ich mit unserer Tochter (damals 6) im Schwimmbad, als der Anruf meines Mannes kam. Ich bin mit ihr heimgefahren, hab sie Fernsehen schauen lassen und erstmal selbst ein Stück im Bad geheult. Dann habe ich mich gesammelt, bin zu ihr, hab den Fernseher ausgemacht und mich zu ihr gekuschelt. Hab ihr kurz und knapp gesagt „ Maus ich muss dir was total trauriges sagen, deine Oma ist vorhin verstorben“. Sie hat direkt geweint und ich habe sie getröstet, viel mehr als da sein kann man erstmal gar nicht machen. Die Oma war krank aber niemand hätte so schnell damit gerechnet! Wir hatten sie noch am Tag zuvor gesehen.

Wir haben auch erzählt, das sie jetzt vom Himmel aus auf uns aufpasst. Unsere Tochter durfte sich aus Omas Wohnung ein paar Erinnerungen aussuchen. Ein Buch das sie immer gemeinsam gelesen haben, Bonbons, die es „nur“ bei der Oma gab, den Becher aus dem sie dort immer getrunken hat und alle bunten Nagellackflaschen. Die Omi hatte nämlich gaaaanz viele und unsere Mais kam nach Übernachtungen immer mit lackierten Nägeln heim :-) Hat sie jetzt alles in einer Erinnerungskiste.

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