Fehlgeburt in der 22 SSW

Hallo.. Ich habe am 16.03.21 unseren Sohn Leonard in der 22 SSW zur Welt gebracht. Ich habe plötzlich wehen bekommen und im Krankenhaus wurde dann festgestellt, dass der Muttermund schon komplett aufgegangen ist. Leider ließ sich die Geburt nicht mehr stoppen und unser Sohn kam mit 27 cm und einem Gewicht von 410 gramm zur Welt. Er ist zu den Sternen gegangen. Es konnte absolut keine Ursache festgestellt werden. Ich hab weder eine Infektion gehabt, noch war irgendwas in meinem Blut nicht in Ordnung oder ähnliches. Selbst bei Leonard war alles völlig gesund und gut entwickelt. Sein Herzchen hat bis zum schluss ordentlich geschlagen und er hat sich so gewährt bei der Geburt, weil der kleine Kämpfer einfach noch nicht raus wollte... Es ist so unreal und kaum zu ertragen, dass die ganze Zeit alles gut war und niemand kann uns sagen, warum das passiert ist. Der kleine würde noch Leben, wenn mein Körper nicht so entschieden hätte 😥😥 man macht sich Vorwürfe.. Hätte man irgendwas anders machen können.. Wieso durfte unser Sohn nicht leben.. Es ist so wahnsinnig traurig und er fehlt uns so sehr 😭 das ganze hat einen schatten über unser Leben geworfen und ich weiß nicht, ob wir das je verarbeiten können. Wir wünschen uns sehr ein Kind und wir haben uns so auf ihn gefreut. Wir fragen uns, ob wir je ein Kind wieder so sehr lieben können wie wir ihn lieben.. Wir haben eine höllische Angst vor einer erneuten Schwangerschaft. Wer sagt uns dass diese nicht am Ende genauso ausgeht, wenn man keine Ursache gefunden hat? Es ist wie ein Albtraum aus dem man einfach nur aufwachen möchte. Hat jemand schon mal ähnliches erlebt? Gibt es noch irgendwelche Untersuchungsmöglichkeiten (zu einem Gerrinungsarzt werde ich noch gehen). Hat jemand nach einer solchen Erfahrung ein gesundes Kind zur Welt gebracht? Wir sind einfach nur am Boden zerstört und haben wahnsinnige Angst vor allem was noch kommt. Es tut gut alles nochmal niederzuschreiben... Danke an die Leute, die es bis hierhin gelesen haben 🙏❤️

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Hi du,

euer Verlust tut mir unendlich leid. Als Mama zerreißt es mir das Herz, dass ihr diese Erfahrung machen musstet. Für Eltern das schlimmste, was es gibt.
Habt ihr Menschen, mit denen ihr über euren Verlust sprechen könnt? Ich denke, dass reden unendlich wichtig ist. Nehmt professionelle Hilfe in Anspruch. Eure Ängste kann ich verstehen. Lasst euch Zeit. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und viel Kraft.

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Das tut mir sehr leid! Ich habe 2 Söhne still geboren. In der 19 SSW und in der 21 SSW.
Der erste hat sich in der Nabelschnur verheddert, beim zweiten konnte keine Ursache gefunden werden. Ich habe auch 3 gesunde Söhne bekommen und bin sehr dankbar dafür. Der Trauerprozess ist nicht einfach und kann sehr lang dauern, aber eines Tages wirst du wieder fröhlich sein. Ich wünsche dir von Herzen, dass du ein gesundes Kind bekommst.
Alles Gute für dich,
Juli


(Wenn du im Forum Frühes Ende liest, findest du häufiger Berichte zu stillen Geburten)

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Hallo, mein Beileid zum Tod eures kleinen Leonard.

Ich war 2017 mit Drillingen schwanger. Eine der 3 kam leider in der 17. SSW still zur Welt, die anderen 2 nach vielen weiteren Komplikationen in der 27. SSW lebend, starben aber nach 5 Tagen bzw. 5 Monaten.

Auch wir waren unterstrich, aber unser Kinderwunsch noch stärker als zuvor. Und ja, wir hatten Panik, dass wir sowas nochmal erleben müssen.

Ich wurde 1 Jahe später wieder schwanger und verlor das Baby in der 13. SSW, das Herzchen hatte aufgehört zu schlagen.

Auch den Verlust haben wir überwunden und ich wurde Ende 2018 wieder SS. Natürlich konnten wir die SS nicht mehr so unbeschwert genießen, wir hatten bis zur Geburt immer Angst das noch was schiefgehen könnte. Am Ende haben wir dieses Gefühl einfach akzeptiert. Mein FA hat mir aber sehr geholfen und ich durfte jede Woche zu ihm um nachschauen zu lassen ob noch alles okay ist.
Und so haben wir viele Meilensteine geschafft (die magische 12. SSW, die für uns schlimme 13. 17. 27. SSW, die magische 30. 32. usw.). Im Endeffekt kam unser Regenbogenbaby dann in der 35. SSW gesund zur Welt. Uns war es sowas von egal das es ein KS war, das sie ein Früchchen war, das sie auf die Intensiv musste... Es zählte nur eins, sie war gesund und die Angst die uns in der SS begleitet hatte viel von uns ab!!! Nach 10 Tagen durften wir dann Heim. Seitdem genießen wir die Zeit und sind froh, dass wir nie aufgeben haben.

Viel Kraft für den Weg der vor euch liegt!!!

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Das tut mir wahnsinnig leid für euch. Es ist furchtbar sein Kind zu verlieren und man verliert auch einen Teil seines Vertrauens in die Welt dadurch. Bei mir ist es 8 Wochen her, dass ich meine Tochter in der 20.ssw still geboren habe. Es ist normal sich mit dem warum zu befassen, auch wenn man weiß es gibt keine Antwort. Es ist einfach so und irgendwann wird man dahin kommen, das zu akzeptieren. Das ist der Trauerprozess. Leider.
Es gibt Bücher, die helfen „das Licht, das Schatten leert“ und „guter Hoffnung, jähes Ende.“
Auch trauerberatung hilft uns bei der Verarbeitung, aber es ist und bleibt furchtbar.
Wenn es dir hilft, nimm Ärzte in Anspruch, die Erklärungen bzw. das Risiko für die Zukunft liefern können. Ich fürchte aber auch, dass man nicht mehr unbeschwert in eine neue Schwangerschaft geht und das eben nun Teil davon sein wird. Aber das wird dir statistisch gesehen nicht noch mal passieren, auch wenn das Gefühl Angst einem etwas anderes sagt. Es war eine furchtbare Katastrophe, eine Art Unfall. Es wird beim nächsten mal gut ausgehen. Behalte die Hoffnung. Und auch die liebe. Denn nur da wo viel Trauer ist, ist auch viel liebe für deinen Sohn.
Fühl dich gedrückt.

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Vielen Dank für deine Anteilnahme und deine lieben Worte. Auch euer Verlust tut mir sehr leid 😥 ich wünsche euch ebenfalls viel Kraft 🙏🍀
Es ist wahnsinnig schwer sich eine erneute Schwangerschaft vorzustellen.. Jeder arzt sagt was anderes und heute wurde mir nochmal gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass es wieder passiert.. Einfach auch weil es überhaupt keine Ursache gibt, die man behandeln könnte.. Ich wünsche uns allen sehr, dass wir irgendwann ein gesundes kind im arm haben werden 🙏🥰

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Hallo,
mein herzliches Beileid zu Deinem Verlust - ich kann leider mitfühlen. Ich habe vor 2 Jahren unseren Sohn in der 20. SSW still zur Welt gebracht. Bei mir ist ohne erkennbare Ursache die Fruchtblase geplatzt und es kam zur Geburt. So wie bei Dir auch, hat unser Kind zu dem Zeitpunkt noch gelebt ist aber unter der Geburt verstorben.
Ich habe das große Glück, dass ich zu der Zeit schon einen kleinen 2-jährigen Sohn zu Hause hatte. Das lenkt enorm ab.
Vor einer Folgeschwangerschaft hatte ich große Angst, eben weil kein Grund für das Geschehene gefunden wurde. Ich war 6 Monate nach der stillen Geburt wieder schwanger und meine neue Frauenärtzin hat mich auf einen frühen totalen Muttermundverschluss aufmerksam gemacht. Den bekam ich dann in der 14. SSW und unser Regenbogenbaby kam gesund bei 39+0 SSW zur Welt.
Du kannst mir gerne schreiben, wenn du mehr wissen möchtest.

Fühl dich unbekannter Weise fest gedrückt!

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Ich sehe gerade, dass ich gar nicht allen geantwortet habe. Ich danke euch sehr für eure Nachrichten und es tut mir sehr leid, dass so viele schon so etwas schlimmes mit machen mussten 😪 es ist ein Albtraum...

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