Meine Mama ist f├╝r immer weg...­čśó

Gestern mittag kam der Anruf, dass meine Mama eingeschlafen ist ­čśó. Sie bekam vor einem Jahr die Diagnose Lungenkrebs. Zu dem Zeitpunkt ohne jegliche Metastasen...bekam dann Bestrahlung und Chemo und wurde Ende letzten Jahres mit guter Prognose erfolgreich operiert (keine Tumorzellen mehr nachweisbar). Das Hoch hielt jedoch nur wenige Tage/Wochen. Im Januar bekam sie Gef├╝hlsst├Ârungen im Bein und es wurden Hirnmetastasen entdeckt ­čśş. Schnell war klar, dass Heilung nun nicht mehr m├Âglich ist. Sie war fortan eigentlich st├Ąndig in irgendeiner Klinik...
Ihr Zustand verschlechterte sich - kurz vor Entlassung lag sie nur noch im Bett und schlief viel. Vor ca zwei Monaten organisierten wir eine Verlegung nach hause zu meinem Vater, dort hat sie sich super gemacht - sa├č viel im Rollstuhl, war wieder den ganzen Tag wach, hat gemalt und mit Fimo gearbeitet ­čśŐ. Es war sch├Ân zu sehen, dass sie das Zuhause sein so genie├čen kann.
Und dann erging es ihr am Mittwoch pl├Âtzlich so schlecht, dass der Pflegedienst sie in die Klinik einweisen wollten - sie war schwach, appetitlos und kurzatmig. In die Klinik wollte sie nicht, also kam der Hausarzt und sie bekam ein Sauerstoffger├Ąt. Ich wollte heute oder morgen zu ihr fahren (wohne etwas weiter weg ­čśó) und eben gestern ist sie, nahezu pl├Âtzlich, eingeschlafen. Sie war vom Kopf her bis zuletzt ziemlich fit.

Ich bin 31 Jahre alt, habe eine zweij├Ąhrige Tochter und einen einmonatigen Sohn. Ich stand meiner Mama immer sehr sehr nah! Es zerbricht mir das Herz, dass ich nicht bei ihr war in den letzten Stunden und dass ich sie nun nie wieder h├Âren oder sehen werde. Sie war noch so jung. Es f├╝hlt sich alles so ungerecht an.
Auch wei├č ich nicht, wie ich meiner Tochter das alles erkl├Ąren soll...Oma nicht mehr da und Mama weint immer wieder ­čśĽ...
Ich habe auch Angst wie es nun weiter gehen soll.

Mein herzliches Beileid. Es w├Ąre viel schlimmer, wenn Du nicht so f├╝hlen w├╝rdest, wie Du gerade f├╝hlst, denn dann w├Ąre es wohl kein gutes Verh├Ąltnis gewesen. Lass die Trauer zu - wahrscheinlich ist dieses Gef├╝hl noch fremd f├╝r Dich, Du bist ja noch jung. Sie hat entschieden, einzuschlafen, daran h├Ątte auch Deine Anwesenheit nichts ge├Ąndert. Ich sa├č am Todestag meines Mannes so lange an seinem Bett, als ich kurz das Zimmer verlie├č, ist er gegangen....ist sehr oft so.
Wenn der erste Schmerz nachl├Ąsst, mach ein Fotoalbum f├╝r Deine Tochter mit Fotos von der Oma - oder ein Fotobuch. das ist egal. Aber etwas, was man in die Hand nehmen kann, umbl├Ąttern kann und kleine Geschichten dazu erz├Ąhlen. Man kann auch kleine Ereignisse mit reinschreiben, was hat die Oma gesagt, als sie erfuhr, dass sie Oma wird, wann hat sie ihre kleine Enkelin zum ersten Mal auf dem Arm gehabt. Hatte sie einen Kosenamen f├╝r sie? Es gibt sovieles, wie Du die Erinnerung wachhalten und weitergeben kannst. Weinen kann man erkl├Ąren, dass man traurig ist. Ich w├╝nsche Dir viel Kraft f├╝r die n├Ąchste Zeit.
Liebe Gr├╝├če von Moni

Ich lese nur still mit ,aber ich will dir liebe ÔÇ×Fr├╝hchenomiÔÇťmal sagen wie toll und wie bereichernd ich deine Beitr├Ąge finde.
Ich denke ,ich kann jetzt aber nur von mir sprechen,das das vielen hilft die hier mit lesen.
Danke daf├╝r

Das kann ich unterschreiben!

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Mein herzliches Beileid! Tut mir wirklich Leid ­čśô

Mein herzliches Beileid, leider wei├č ich wie du dich f├╝hlst. Meine Mutter ist vor 10 Monaten gestorben, wir hatten ebenfalls einen 2,5 J├Ąhrigen und ein Baby.
Ich habe unserm Grossen gesagt, das Mama viel weint weil Oma jetzt im Himmel ist und auf ihn aufpasst. Am Anfang hat er noch nach Oma gefragt, das hat sich aber inerhalb der ersten 2 Wochen erledigt. Kinder denken da einfach noch anders. Freu dich dar├╝ber , das deine Mutter die beiden noch kennengelernt hat. Deine Mutter wird dir immer fehlen, auch nach 10 Monaten Weine ich regelm├Ąssig , weil mir wieder eine Erinnerung eingefallen ist oder ich sie brauche . Aber es wird weniger.
Du wirst St├Ąrke aus deinen Kindern gewinnen um irgendwie damit klar zu kommen. Das Leben ist einfach unfair, aber ich bin sicher das ich irgendwann meine Mama und meinen Papa wieder sehe.
Irgendwann wirst du auch das Leben wieder geniessen k├Ânnen, aber es dauert. Ich kann jetzt langsam wieder ├╝ber meine Mama reden ohne das ich Weine.
Ich w├╝nsche dir ganz viel Kraft f├╝r die n├Ąchste Zeit. Lass die Trauer zu und sprich mit Familie und Freunden.
Irgendwann wird die Sonne wieder scheinen.
Das Leben geht halt einfach weiter. ­čśą

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber irgendwann h├Ârt es auf Weh zu tun!!!

Vielen Dank f├╝r deine Worte! Emotional kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen, dass es besser wird aber rational gehe ich auch davon aus.
Alles Gute auch dir weiterhin!

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Hallo, herzliches Beileid! Ich kann dich soo gut verstehen. Mein Papa ist am Donnerstag morgen eingeschlafen. Die Vorstellung ihn nie wieder zu sehen tut so weh. Ich war bis fast zum Schluss bei ihm, da war er nicht mehr ansprechbar und es ging ihm sehr sehr schlecht. Er hat so gegen den tod abgek├Ąmpft. Es war schrecklich. Einerseits war ich ganz froh, dass ich noch bei ihm war, andererseits h├Ątte ich jetzt nicht diese schrecklichen Bilder im Kopf. Ich glaube da m├╝ssen wir einfach durch. Ich habe mich jetzt erstmal krankschreiben lassen, damit ich morgens in Ruhe trauern kann, mittags sind ja die Kinder da.
Ich w├╝nsche dir viel Kraft f├╝r die kommende Zeit. F├╝hl dich gedr├╝ckt.

Mein Beileid auch an dich!

Ich finde es gut, dass du dich krankschreiben hast lassen. Ich bin noch Zuhause, da unser Sohn erst einen Monat alt ist. Ab morgen wird die Gro├če aber wahrscheinlich auch wieder in die Kita gehen...
Ich habe meine Mama leider nicht mehr gesehen ­čśó. Wir haben am Mittwoch noch telefoniert und sie wollte nicht, dass ich alleine mit den zwei Kindern die Strecke fahre. Wir haben ausgemacht, dass ich Freitag oder Samstag mit meinem Mann dann fahren werde...naja, also am Donnerstag dann der Anruf kam, dass sie gerade eingeschlafen sei (war sehr pl├Âtzlich und selbst f├╝r den Arzt ├╝berraschend) bin ich sofort los gefahren, um sie zumindest noch Zuhause zu sehen bevor der Bestatter sie abholt. Es schmerzt sehr, sie nicht mehr wirklich gesprochen zu haben...

Mein Beileid mein Vater starb am 19.6. kurz nach einem Eingriff total unerwartet konnte mich auch nicht vor ihm verabschieden. Das schlimme war er war nichtmal schwer krank sondern war nur wegen Wasser im Bauch im Krankenhaus wurde aber zu mehreren Untersuchungen etc gezwungen was ihn leider bis in den Tod f├╝hrte. Er war das erste mal Krankenhaus 1 Woche und 1 Tag. Und das schlimme ist einfach das ich Ihn wenig stunden vor dem tod nicht mehr gesehen habe und mich nicht verabschieden konnte. Es trifft einen sehr und ich wei├č wie du dich f├╝hlt es ist kurz nach meinem 26 Geburtstag passiert und meine Tochter wird jetzt 8 :(

Au je. Das klingt wirklich schlimm ­čśĽ. Tut mir auch sehr leid!
So langsam kann ich ein wenig dr├╝ber reden, aber weiterhin rei├čt mich alles, was mich an sie erinnert, aus der Bahn...

Mein Kleiner ist ein typisches "Schreikind" und am liebsten w├╝rde ich mich z.B. bei ihr ausweinen und sie um Hilfe bitten...

Ja das glaube ich dir das dich das ziemlich mitnimmt so f├╝hle ich mich auch . War die letzten tage auch nur dabei die Wohnung meines Vaters leer zu r├Ąumen und alles was er noch hatte zu k├╝ndigen ne sehr schlimme Angelegenheit. Ich w├╝nschte er w├╝rde vor meiner T├╝r stehen und zu mir hoch kommen wie fr├╝her und das ich mit ihm zusammen lachen kann....

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