Diese verdammte Angst

Hallo ihr Lieben.. ich hatte vor einiger Zeit schonmal geschrieben wegen meinen Ängsten um meinen Sohn. Ich habe ja im Februar meinen Engel in der 39ten ssw verloren.
Seitdem hab ich hin und wieder so Schübe wo mich die Angst überfällt das mein Sorgenkind sterben könnte.
Ich habe zwar 4 Kinder aber nur um das Sorgenkind die größten Ängste.
Er wird dieses Jahr eingeschult... kein Mensch hat je an ihn geglaubt... er sprach bis zu seinem 4ten Lebensjahr kein Wort und ist ein hochsensiebles Kind. Ich bekam immer wieder zu hören das schafft er nicht und er wird nienals reden usw. Solche Aussagen wie
Behindert Authistisch Schielender löwe selbst depp bekam ich zu hören.
Vor Arztbesuchen war mir klar... er wird wieder abgestempelt.

Jetzt haben wir alle Untersuchungen durch....bis auf eine Sprachentwicklungsverzögerung und das er minimal schielt ( seit Tragen der Brille fast gar nicht mehr) konnte nichts gefunden werden.
Er ist ein Trennungskind.. sein Vater wollte das ich ihn abtreibe.
Er war vom 1ten Lebenstag immer nur bei mir.

Seitdem Vorfall nun mit meinem Baby... habe ich ihn teilweise Tot vor Augen. Horrorszenarien ... sehe die beerdigung und und und...
Ich freue mich riesig auf die Einschulung im Sommmer... und habe Angst er erlebt es gar nicht 😭😭😭

Immer wenn meine Tage kommen... ist es der absolute Horror.

Diese verdammte Angst...

Lg semmelhase

Ich bin ein alter Hase in Sachen Angst. Es tut mir leid, wie es dir geht. Ich kann es dir gut nachfühlen.
Mir hilft in Momenten, wo die Angst mich übermannt, mir zu sagen, dass sie mir nichts bringt außer Kummer. Sie verhindert nichts, ich habe dadurch nicht mehr Kontrolle. Und Angst bedeutet nicht, dass das gefürchtete Ereignis eintritt, auch wenn sie einem das immer suggeriert. Fall nicht darauf rein, was sie dir ins Ohr flüstert. Sie lügt.

Dein Kind ist gesund. Ob es morgen gesund ist, weiß kein Mensch. Es ist aber viel wahrscheinlicher als das es auf einmal ernsthaft erkrankt.

Angst macht dein Leben kaputt. Du kannst das Schöne und das Hier und Jetzt nicht genießen. Lass das nicht zu.

Vielleicht hilft dir eine Therapie. Vielleicht hilft dir Meditation.

Ich hab mich sowohl in Therapie als auch in Meditation sehr viel mit dem Thema Tod, Angst und Kontrolle auseinandergesetzt. Es hat zumindest etwas geholfen und es gelingt mir immer wieder, die Angst in die Schranken zu weisen.

Liebe Semmelhase,

ich kann dich gut verstehen. Mein großer ist Entwicklungsverzögert und ebenfalls ein Scheidungskind allerdings erst seit er 2 Jahre alt ist. Er hat die Trennung inklusive immernoch bestehendem Rosenkrieg voll mitbekommen...
Nun hat er bereits zwei kleine Schutzengel im Himmel (1x 11ssw 2016, 1x 20ssw vor einem Monat 😔)

Beide Schwangerschaften hat er bewusst mitbekommen und gerade bei der letzten war er auch mit zum Arzt, Ultraschall, Herztöne.
Dieses Jahr wird er eingeschult und ich mache mir immer wieder Sorgen. Die Situation mit seinem Vater ist schon schwer genug (erst komplett verlassen, dann Kontakt erzwungen, dann Vaterschaft angefochten und nun wird wieder erzwungen).

Ich habe immer Angst ihn auch noch zu verlieren oder das er es irgendwann nicht mehr verkraftet was da mit seinem Vater läuft. Der Verlust des Bruders ist da noch das i Tüpfelchen. Obwohl ich denke das er mit dem Sternenkind gut abschließen kann. Er hat ihm etwas gemalt und sieht ihn für sich als Schutzengel der nun immer auf ihn aufpassen wird.

Ich denke auch das deine Angst damit zu tun hat wie eng ihr verbunden seid. Die Trauer um das Sternchen verstärkt das natürlich noch. Eine Mutter Kind Kur könnte dir vielleicht helfen. Da gibt es wohl auch welche im Bereich Trauerbewältigung. Ich informiere mich da aktuell selbst gerade drüber.

LG
Regenbogenstern

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