Neuer Versuch mit 42 nach Abbruch wegen Chromosomendefekt?

Nachdem ich, 42 Jahre, im Frühjahr überraschend schwanger wurde, haben wir in der 15. Woche durch eine Fruchwasseruntersuchung leider mitgeteilt bekommen dass unser Baby schwere Chromosomenschäden hatte. Mit unvorstellbarem Schmerz, jedoch gründlich überlegt, taten wir den schwersten Schritt unseres Lebens und haben uns von unserem Baby in der 18. Woche verabschiedet. Jetzt tut sich in uns der große Wunsch nach einer neuen Schwangerschaft auf (haben schon 2 Kinder 4 und 9 Jahre) jedoch schwebt eine ungemeine Angst mit, dass es uns wieder passiert, was mir das Herz brechen würde. Jetzt suche ich hier sicherlich mutmach- und aufmunterungsposts sowie Gleichgesinnte?!

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Hallo
Das tut mir wirklich sehr leid😥
Diese Angst geht leider immer mit.
Ich kann das sehr gut verstehen.
Genauso wie der Wunsch es noch einmal zu versuchen.
Ich selbst hab damit keinerlei Erfahrung aber ich kann deine Angst wirklich nachvollziehen.
Ich arbeite in einer Schule mit beeinträchtigten Kindern und sehe leider viel Leid was aber auch nicht zwingend mit dem Alter der Mutter zutun hat.
Es kann immer etwas passieren ob alt oder jung oder sonst wie.
Bin selbst 39 Jahre alt und möchte ein gemeinsames Kind mit meinem Partner.
Wenn dein Partner und du diesen Wunsch habt, dann würde ich es sicherlich nochmal versuchen.
Ich wünsche dir von Herzen das es klappt und ihr bald euer Wunschkind in den Armen haltet.
Fühl dich gedrückt.

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Hallo. Ich habe auch zwei gesunde Kinder geboren und hatte jetzt innerhalb eines Jahres zwei Fehlgeburten in der 11 und 12 SSW. Mein Wunsch nach einem dritten Kind ist übermächtig. Gleichzeitig auch die Angst. Vll sind alle meine Eizellen schon mangelhaft... Bin 38

Ich wünsche Dir nur das Beste

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Das tut mir sehr mit eurem Baby. Ich kann deine Angst absolut nachvollziehen. Meine erste Tochter musste ich leider auch wegen Trisomie 18 gehen lassen und in der Folgeschwangerschaft erlitt ich einen MA wegen eines Hämatoms.
Ich hatte auch große Angst, dass ich nie ein gesundes Kind haben werden, aber mittlerweile habe ich zwei gesunde Kinder. Bin jetzt 35 Jahre alt und mit Nummer 3 schwanger. Dieses Mal ist die Angst sogar noch größer, das etwas nicht stimmen könnte, aber bisher sieht alles gut aus. Bei uns war es damals eine freie Trisomie. Wir hatten einfach nur Pech.
Falls du möchtest, kannst du mir gerne eine PN schreiben.
Glg Daniela mit Isabel & Oliver an der Hand, Krümel im Bauch und zwei ☆ tief im ❤

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Hallo liebe l.,
wir haben unser erstes Kind, unsere Tochter Anfang März in der 21. Woche wegen einer starken Zwerchfellhernie bei freier Trisomie18 gehen lassen. Ich werde dieses Jahr auch noch 42. Die Trauer kommt zwischendurch doll und ist auch mal länger ruhig. Die Hölle nach der Diagnose, die Gewissheit, sich auf die eine oder andere Weise verabschieden zu müssen und doch eigentlich nur das eigene Baby beschützen zu wollen. Das wünsche ich niemandem.
Wir versuchen es weiter, weil wir nicht glauben wollen, zweimal hintereinander so großes Pech zu haben. Einen frühen Abgang hatte ich letzten Monat, was auf ganz andere Art beunruhigend ist. Unser Wunsch, Eltern eines lebenden Kindes zu sein, ist sehr groß. Weil wir sofort schwanger geworden sind, ist es seltsam, jetzt mehrere Monate versuchen zu müssen. Wir haben in 3 Wochen einen ersten Termin in der Kiwu-Klinik. Fühlt sich komisch an, aber ich bin altersmäßig einfach so spät dran. Trotzdem passen Kopf und Bauchgefühl immer mal nicht zusammen. Fühl Dich gedrückt! 🤗

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Hallo

Deine Worte treffen es sehr gut.

" zu wissen sich auf die eine oder andere Art verabschieden zu müssen "

Als mein Sohn in meinen Armen starb ... Ich habe bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus gehofft es wäre eine Fehleinschätzung der Ärzte, ein Wunder geschieht, ich wache aus einem Traum auf...

Selbst heute noch nach 3 Jahren hab ich emotionale Tiefpunkte.

Das wünscht mab wirklich niemanden.

Alles gute dir 🌻

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Du beschreibst haargenau wie es gefühlsmäßig in mir aussah! Ab dem Zeitpunkt der Testauswertung bis zur eigentlichen stillen Geburt (ca. 2 Wochen) habe ich auf Knien auf ein Wunder gehofft dass alles ein Missverständnis, eine Verwechslung ist. Trotz dass der Test zu 99% aussagekräftig ist...könnte mein Mädchen doch zu den 1% gehören?! Wir wussten um die Konsequenz eines pos. Tests aber wenn es dann wirklich Realität ist, zieht es einen den Boden unter den Füßen weg. Bis zum Schlucken der Mifegyne tbl. habe ich sooo gehofft das alles ein schlimmer Alptraum ist! Aber es die brutale Realität!

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Hallo liebe l.,
wir haben unser erstes Kind, unsere Tochter Anfang März in der 21. Woche wegen einer starken Zwerchfellhernie bei freier Trisomie18 gehen lassen. Ich werde dieses Jahr auch noch 42. Die Trauer kommt zwischendurch doll und ist auch mal länger ruhig. Die Hölle nach der Diagnose, die Gewissheit, sich auf die eine oder andere Weise verabschieden zu müssen und doch eigentlich nur das eigene Baby beschützen zu wollen. Das wünsche ich niemandem.
Wir versuchen es weiter, weil wir nicht glauben wollen, zweimal hintereinander so großes Pech zu haben. Einen frühen Abgang hatte ich letzten Monat, was auf ganz andere Art beunruhigend ist. Unser Wunsch, Eltern eines lebenden Kindes zu sein, ist sehr groß. Weil wir sofort schwanger geworden sind, ist es seltsam, jetzt mehrere Monate versuchen zu müssen. Wir haben in 3 Wochen einen ersten Termin in der Kiwu-Klinik. Fühlt sich komisch an, aber ich bin altersmäßig einfach so spät dran. Trotzdem passen Kopf und Bauchgefühl immer mal nicht zusammen. Ich bin am Überlegen, ob ich mir nochmal Beratung hole. Fühl Dich gedrückt! 🤗

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Die Seite hatte mir ne Fehlermeldung geschickt und am. Ende ist ein Doppelpost draus geworden. Blöd.

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Es tut sooo gut einfühlsame, trostspendende und aufbauende Posts zu lesen! Dieser Zwiespalt des eigenen biologischen Alters und des inneren Wunsches nach einer weiteren Schwangerschaft mit all den Risiken die sich nur schwer verdrängen lassen, lassen mich nur schwer schlafen. Niemals mehr möchte ich so etwas wieder erleben. Aber dann denke ich wieder, dass man doch nur ein einziges Leben hat!...und für wen lebe ich dieses Leben? Ich fühle ganz doll mit Euch und wünsche Euch Stärke und Kraft im Herzen für eure Ziele!

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Hallo,

Dein Verlust tut mir Leid.

Wir haben das selbe durch.

Mein erster Sohn war ebenfalls Krank.
Zu einem verfrühten Abbruch waren wir nicht in der Lage. Wir haben der Natur ihren lauf gelassen, er wurde reif geboren, wurde 5 monate und 17 tage und verstarb in meinen Armen.

2 jahre später kam unser zweiter sohn. Er ist vollkommen Gesund.

Nach so einem Erlebnis und verlust erneut schwanger zu werden ist sehr ernüchternd.

Sämtliche Romantik und Blauäugige herangehensweise ist weg.
Wir waren sehr "klinisch" und auf Fakten aus.

Aber es geht. Leider steigt das risiko mit dem alter. Wir sind 35 und 37 und versuchen es aktuell nochmal. Leider bisher sehr erfolglos. Ich hatte im letzten halben jahr 2 frühe Abgänge.

Ich wünsche dir alles gute.

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Ich finde keine Worte für euer Schicksal ausser Erfurcht und tiefsten Respekt! Da ich vor meinem jetztigen Schicksal 2 gesunde Kinder bekommen, kann ich nicht glauben wie naiv und leichtgläubig ich die Ss durchlebt habe...keine Frühdiagnostikken ausser 1 großer US. Dein frühes und 1. Ss- schicksal hinterlässt tiefe Narben aber vielleicht ergibt alles irgendwann einen Sinn? Mir hilft zur Zeit das Buch " mein Sternenkind" von Heike Wolter...erschütternd ehrlich aber soooo feinfühlig und trostspendend! Alles erdenklich Gute euch! P.s. für mich sind 35 Jahre noch näher am Jungbrunnen wie ich mit 42! #klee

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