Kinder-Beziehungskiller?

Hallo Ihr,

mache mir manchmal Geanken ob unsere Beziehung schon vor dem Kind so scheiße war oder ob ich es jetzt nur mit klareren Augen sehe?

Seit der kleine da ist haben wir nur Streit und schreien uns an, der eine macht dem anderen Vorwürfe, der eine lässt den anderen nicht ausreden, in 7Monaten einmal Sex gehabt, jeder hat sein eigenes Zimmer und jeder macht sein eigenes Ding.

Ich frage mich echt ob es vorher auch schon so war das mich Dinge an ihm genervt haben oder ob ich sie einfach nicht gesehen habe.

Er sagt zu mir: mein Kind ist mein Freund, ich verbringe zu viel Zeit mit ihm und wir hätten gar keine Beziehung mehr.
Klar der kleine schläft noch mit bei mir im Bett und das will ich jetzt auch ändern, aber das sich eine Mutter intensiv um ihr erstes Kind kümmern will und 100% für dieses da sein will das ist doch normal, oder?

Ich liebe mein Kind und bin froh es zu haben und kann es mir auch gar nicht mehr vorstellen ohne ihn aber ich frage mich echt ob ich mit meinem Freund alt werden kann?

Geht es jemanden auch so?
Wäre schön wenn ihr Eure erfahrungen mal schreibt.

Danke und Grüße Rosa.....

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Hallo,

kannst du dich nicht in die Lage deines Freundes versetzen? Es klingt so, als sei er völlig abgeschrieben und es zählt nur noch das Kind. Vielleicht übertreibst du es ein wenig?

Die erste Zeit mit einem Baby ist eine sehr harte Zeit, die jede Beziehung auf eine enorme Belastungsprobe stellt. Das klappt nur, wenn man sich nicht nur als Eltern, sondern auch noch als Liebende betrachtet.
Ich weiß nicht, wie das bei euch aussieht, dazu schreibst du nichts. Aber könnte es sein, dass du dich nur noch auf dein Kind konzentrierst und deinen Partner darüber vergißt?

Ein Kind im Bett ist doch der Beziehungskiller schlechthin. Sich kümmern und das Kind als vollkommene Sexbremse ins Bett zu legen sind völlig verschiedene Dinge. Du bist nicht nur Mutter, du bist auch Geliebte (so sollte es wenigstens sein).

Such dir einen Babysitter, organisiere einen romantischen Abend und rede mit ihm ohne Vorwürfe. Vermutlich fühlt er sich zum Geldverdiener degradiert, der ansonsten nur dein Mutterglückk stört, das vermute ich mal.

lg

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Ich versuche oft mich in seine Lage zu versetzen und glaube auch das es für ihn schwierig ist in vieler hinsicht.

Er kommt Abend vom arbeiten heim und das erste was er sagt:
Die Wäsche hängt ja immer noch da draußen.
Ich frage Ihn: Und wie war dein Tag heute?

Ich habe auch oft das Gefühl das er nicht erkennt was es heißt den ganzen Tag sich um ein Kind zu kümmern. Er war mal ne halbe Stunde alleine mit dem kleinen, der kleine hat von dem Augenblick an geschriehen als ich aus der Tür raus bin, mein Freund kam mir auf der Strasse eintgegen gerannt und schrieh mich an wo ich denn bleibe der kleine weint die ganze Zeit und ich komme nicht heim und habe das Handy nicht dabei.Andererseits sagt er zu mir: Tu dir doch mal was gutes.
Ja wie denn wenn ich sowas im Hinterkopf habe und wenn ich versuche im ruhigen mit ihm darüber zu reden kommen nur Vorhaltungen und er bleibt nicht ruhig und lässt mich nicht ausreden.

Klar das das nicht so normal ist, das wir nicht in einem Bett schlafen und der kleine mit bei mir, das ist mir bewußt. Wir wissen auch beide das es für unsere Beziehung wichtig ist was für uns zu machen.

Wir machen so oft aus ner Mücke nen Elefanten.

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Hallo,

ich denke, das ist der ganz normale Wahnsinn junger Eltern! Frag mal bei anderen, wenn sie ehrlich sind, werden sie es bestätigen.

Ihr müsst in die Rollen reinfinden, er lernen, dass ein Kind auch Arbeit ist, seine Rolle zum Kind definieren, du vielleicht mal das Kind im eigenen Bett schlafen lassen, ...

Könnt ihr nicht mal einen Tag nur zu zweit verbringen? Mal wieder nur Paar sein, nicht Eltern?

Aber gebt nicht auf, es wird besser!

lg

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Oh wie gut ich das kenne.

Wenn ihr es schafft zusammenzuhalten, wird es besser.

Spätestens (so war es bei mir) wenn das Kind 3 Jahre alt ist und ihr euch zwischenzeitlich getrennt und wieder zusammengerauft habt. ;)

Sei geduldiger mit deinem Freund. Ich konnte auch nie verstehen, wieso sich mein Freund das knappe erste Jahr wenig gekümmert hat. Aber es ist nunmal so. Das Kind kann ja auch noch nicht Fussball spielen (Scherz).

Bleibt geduldig, leg das Kind ins eigenen Bettchen. Oder macht es auf der Couch ;)

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Hallo Rosa!

Ich finde nicht, dass Kinder Beziehungskiller sind.

Uns jedenfalls hat unser Sohn noch viel mehr zusammengeschweißt, wobei wir zwar gerne Eltern sind, aber auch immer noch ein Paar.
Das scheint bei euch in Vergessenheit geraten zu sein.

Gerade getrennte Schlafzimmer finde ich total schlimm!
Findest du nicht, dass es an der Zeit ist, dein Kind ins eigene Bett umzuquatieren?! Habt ihr vielleicht den Platz, das Bett direkt an deine Seite zu stellen?

Dann würde ich euch raten, mal einen Tag was ohne euer Kind zu unternehmen und sei es nur mal wieder schön ins Restaurant oder Kino zu gehen.

Eine gut funktionierende Partnerschaft ist auch gerade für euren Kleinen und seine Entwicklung wichtig!

Bemüht euch doch ein bisschen mehr!

Liebe Grüße
Kati

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Nein Kinder sind keine Beziehungskiller - zumindest nicht wenn man nicht vergisst an der Beziehung genauso hart zu arbeiten wie vor den Kindern.

Uns hat es näher zusammen gebracht, wir gehen auf in unserer Rolle als Eltern, pflegen aber täglich auch unser Ehe- bzw. Paarleben.

Wenn ihr das alleine nicht (mehr) hinbekommt vll. wäre eine Paarberatung das richtige?

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Hallo Rosa!

Auch ich sehe Kinder nicht als Beziehungskiller.
Was Eure Liebe killt ist ganz sicher,das Du Dich vereinnahmen läßt von Deiner Mutterrolle.
Als 1.sollte das Kind schnell raus aus dem Ehebett,was nun mit 7 Monaten sicher auch ein nicht so einfaches Unterfangen wird,denn das Kind hat sich bereits an das Schlafen bei Mama gewöhnt.
Aber da müßt ihr konsequent durch,auch wenn der kleine Mann sein Recht ganz sicher laut einfordern wird.
Da bist Du nun als Mutter gefragt,das wieder hin zu biegen.
Und mach nicht den Fehler,Deinem Freund es zum Vorwurf zu machen,wenn es nicht gleich klappt.
Ich glaube schon das er sich vernachlässigt fühlt.
Vielleicht solltest Du ihn mal mehr zutrauen und mit einbeziehen.
Auch ein Mann gibt dem Kleinen gern mal das Fläschen,den Brei,bringt es zu Bett.
Wir haben es uns vom ersten Tag an dem wir zu Hause waren geteilt.
So war es auch nie ein Problem,wenn die Mama mal für 1-2 Stunden weg war.
Ich würde Dir raten,Dich mal mit Deinem Freund zusammen zu setzen und ihn mal zu fragen,wie er sich alles vorstellt wie es gemeinsam laufen soll.Bring dann auch Deine Vorstellungen mit ein und versucht gemeinsames zu finden.
Es wird mit Sicherheit nicht auf Anhieb klappen,dafür hat sich schon zuviel eingeschlichen,was auch ein Kind mit bereits 7 Monaten schon für sich in Anspruch nimmt.
Aber da bist Du dann als Frau und Mutter gefragt,Deinem Freund nicht gleich alles wieder aus der Hand zu nehmen wenn es mal nicht so klappt,sondern ihm lieber Mut zu machen,das es sicher beim wiederholtem male besser wird.
Gib ihm das Gefühl dazu zu gehören und auch in der Eltern-Kindbeziehung gebraucht zu werden.
Denn nur so kann Euer Sohn auch zu seinem Sohn werden.
Mit Deiner,entschuldige bitte den Ausdruck,gluckenhaften Art bindest Du Euer Kind permanent an Dich.Dem kleinen Mann fällt dann schwer anzunehmen,das es auch noch andere Personen als die Mama gibt,was er dann dem Papa gegenüber mit Gebrüll und Unmut ausdrückt.Und den Papa läßt Du außen vor,der sich dann als überflüssig sieht.
Versuch alles ein wenig lockerer zu sehen und mach Dich frei von den Zwängen immer alles nur für das Kind tun zu müssen.
Ihr seid außer Eltern auch noch Mann und Frau.
Ich wünsche Dir bzw.Euch viel Glück!

8

Deine Ausführungen zum FB sind Blödsinn und mit Sicherheit kein Grund für die Probleme. - auch wenn es natürlich leicht ist alles darauf zu schieben.

Paarleben findet am wenigsten Nachts im Bett beim Schlafen statt

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#kratz Hi Sissi!

Vielleicht solltest Du mal richtig lesen,denn ich habe mich nicht nur auf die Nacht bezogen.
Und ich weiß nicht was daran Blödsinn ist,wenn beide Elternteile am Leben und Umgang mit dem Kind teilhaben.
Sicher ist Ansichtssache!
Und die Hauptaufgabe bleibt ja auch oft bei der Mama,weil der Papa gewöhnlich auch arbeiten muß.
Doch hier ging es doch darum,ob Kinder Beziehungskiller schlechthin sind.
Und wenn ich lese,das seit der Kleine da ist alles quer läuft und man selbst schon getrennte Schlafzimmer hat,dann ist die Schuld nie nur bei einem zu suchen.
Ich hab ja auch nicht geschrieben das es nur so funktionieren kann.
Hab nur meine Erfahrung weiter gegeben,weil es bei uns so nun mal gut lief.
Und nach 3 Kindern denke ich kann man dazu auch schon mal eine Meinung haben und sie auch preis geben.
Sie muß ja nicht richtig sein.Andere sehen es vielleicht auch ganz anders.Aber deshalb muß man nicht alles degradieren und gleich als Blödsinn abtun nur weil man anders darüber denkt.

L.Gr.Connie

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Ich kann deine Erfahrung nicht bestätigen. Mit den Kindern ist unsere Beziehung immer stärker, fester und intensiver geworden. Rücksichtnahme, Toleranz und gegenseitiges Verständnis wird bei uns allerdings sehr groß geschrieben. Die Achtung voreinander ist mit den Jahren gewachsen. Wir sehen und achten das, was der jeweils andere leistet. Mein Mann verdient das Geld, welches unsere Familie braucht, um so leben zu können, wie wir leben. Ich erziehe die Kinder und kümmere mich um das Wohlergehen eines jeden hier in der Familie und natürlich versorge ich den Haushalt. Wir wissen, was wir am jeweils anderen haben. Um nicht ausschließlich Eltern zu sein, versuchen wir immer wieder uns "Auszeiten" zu nehmen. Allein mal ohne Kinder zu sein ist sehr wichtig für eine Beziehung. Allerdings ist unser jüngstes Kind inzwischen auch ein Schulkind. Als wir noch Babys hatten, war die Zeit, die wir ohne Kinder verbringen konnten, natürlich sehr gering. Aber wir wußten, dass auch wieder anderen Zeiten auf uns zukommen würden. Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt. Der, der mehr Hilfe brauchte, bekam und bekommt sie vom jeweils anderen. Wir waren und sind immer sehr aufmerksam darum bemüht, zu erkennen, welche Bedürfnisse der jeweils andere hat. Wir haben uns nie gehen lassen vor dem anderen. Weder äußerlich betrachtet noch vom Handeln her. Viele Menschen behandeln ihren Partner respektlos und unfreundlich. Während sie sich bei Fremden zusammen reißen, lassen sie sich dem Partner gegenüber gehen. Sowas macht eine Beziehung kaputt.

Ich kann sagen, dass wir trotz unserer Kinder eine in JEDER BEZIEHUNG sehr erfüllende Partnerschaft führen.

Ich wünsche dir, dass ihr da auch hinkommt. Die Situation MIT Kind ist für euch ja völlig neu. Ihr müsst euch erst in diese neue Rolle finden. Alles Gute dafür.

momke

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Hallo Rosa,

sorry, aber ich kann deinen Freund verstehen. Was macht denn bitte dein Kind im Ehebett. Das ein Kind mal bei seinen Eltern im Bett schläft ist ja okay, dass sollte aber eine Ausnahme sein. Das Kind hat sein Kinderzimmer (auch zum schlafen) und die Eltern haben ihr Schlafzimmer (wo Mann & Frau zusammen schlafen sollten). Wo gibt es denn sowas, dass Mann & Frau in einer Beziehung getrennt schlafen.

Marvin ist auch mein erstes Kind und ich bin für ihn 100 % da, aber deswegen muss er noch lange nicht in meinem Bett schlafen. Marvin hat von Anfang an nicht bei uns geschlafen, sondern erst in der Wiege und jetzt im großen Bett. Er ist mittlerweile 14 Monate. Du wirst evtl. Probleme haben es deinem Sohn anzugewöhnen, dass er nicht mehr bei seiner Mama schlafen darf.

Unsere Beziehung ist immer noch genau so schön wie vor der Geburt. Das die ein oder andere Frau mit Kind nicht mehr so viel Sex will, soll vorkommen. Wir haben da keine Probleme.

Rosa, sei nicht nur Mama für deinen Sohn, sondern auch Frau für deinen Mann. Ich finde es auch okay, wenn man sein Kind mal über Nacht zu Oma gibt um einen sehr schönen, erotischen Abend mit seinen Schatz verbringen zu können. Bei uns geht das aber alles auch wenn Marvin da ist. Er schläft von 20:00 bis 8:00 Uhr.

Du solltest schnellstens deinen Sohn aus dem Ehebett bringen.

LG Tanja

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Hallöchen, liebe Rosa,

ich hab mich nun erstmal durch die ganzen Antworten gewuselt und möchte nun meinen Senf auch gern beitragen ;-)
Also, es sind verschiedene Meinungen besonders zum Familienbett gekommen. Ich hatte bei manchen den Eindruck, als drehten sich alle Probleme nur um dieses Familienbett.
Sicher ist es keine besonders glückliche Lösung, wenn wegen des Kindes der Mann aus dem gemeinsamen Bett vergrault wurde. Allerdings kann ich es aus eigener Erfahrung nachempfinden, denn zu dritt KANN es doch unbequem werden. Und wenn Mann dann am nächsten Tag arbeiten muss, sollte er auch ausgeschlafen sein.
Es ist nicht zwangsläufig so, dass der Auszug Eures Kleinen aus Deinem Bett zu einem Problem werden muss. Allerdings finde ich die Idee mit dem Kinderbett direkt neben Deinem Bett im Moment als die leichteste, denn so seid ihr euch nahe - und der Kleine wird nicht zu abrupt von Dir weggerissen. Auch Dein Mann bekommt dann eine Chance, wieder in seinem Bett zu schlafen...

Eines allerdings ist mir bei Dir aufgefallen:
Es scheint sich bei Dir alles nur um das Kind zu drehen... Wo bleiben die Fragen, wie sich Dein Mann fühlt? Warum es immer öfter bei Euch Zoff gibt... Mir scheint, er fühlt sich ziemlich arg vernachlässigt - und ich vermute mal, das er damit Recht hat.
Sicher, eine Mutter soll sich um ihr Kind kümmern - doch Du bist daneben auch noch Frau und Geliebte. Dein Partner stand vor der Geburt immer im Mittelpunkt - nun wurde er von jetzt auf gleich völlig an den Rand gedrängt. Sag, wie würdest Du Dich in einer solchen Situation fühlen? Gib ihm doch mal eine Chance, gemeinsam mit Dir Euer Kind zu versorgen. Hilf ihm, eine Beziehung zum Kleinen aufzubauen. Und sei geduldig, auch wir Mütter haben alles erst lernen müssen ;-)

Setzt Euch mal gemeinsam hin und plant mal wieder was, nur für euch beide allein - ohne den Racker.
Jedes Paar muss erst lernen, mit einem Kind eine Beziehung zu führen. Das ist nicht einfach. Beide müssen ihre Rollen als Elternteil und auch als Partner neu definieren. Das kann durchaus zu Reibereien führen...

Traurig finde ich allerdings Deinen Gedanken "aber ich frage mich echt ob ich mit meinem Freund alt werden kann?"
Warum solche Gedanken, bevor man auch wirklich alles versucht hat? Warum kein Gedanke von Dir an Kompromisse?

Fangt endlich an, auch Gemeinsamkeiten zu suchen - redet miteinander, am besten mal allein auf neutralem Boden (Bei einem romantischen Essen vielleicht?). Sucht gemeinsam Lösungen und hört bitte auf, Euch gegenseitig Vorwürfe zu machen, denn die sind nicht sonderlich hilfreich. Sag ihm aus Deiner eigenen Gefühlswelt, was Du empfindest. Das hat den Vorteil, dass man über Gefühle nicht streiten kann.

Ich wünsch Dir viel Glück
Andersdenkende

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