Warum haben Männer meist die Jobs wo sie unentbehrlich sind?

Oben genannte Aussage fällt mir sehr stark auf in letzter Zeit, wird natürlich nicht genau so formuliert.
Gestern kam eine Kollegin wieder nicht arbeiten weil sie Kind krank macht.
Eigentlich ihr gut Recht, nur dass sie ihre Tage schon verbraucht hat und als der Chef sie darauf ansprach , ob ihr Mann nicht mal zu Hause bleiben könnte, sagte sie, nein, das ginge nicht, er sei an einem Projekt beteiligt und daher würde er bei Fehlzeiten den Job verlieren....
Daraufhin sagte der Chef, dass er das ja genau so machen könnte, dann wäre sie raus bei den ganzen Fehlzeiten.
Was hat die sich aufgeregt, dabei ist es doch so dass ein AN der fehlt für jeden Betrieb ein Problem ist.
Wir sind drei Angestellte, aber ständig müssen wir für sie mitarbeiten und Überstunden machen.
Sie ist da nie zu bereit, zumindest kenne ich es nicht so und ich arbeite drei Jahre dort.
Ich habe auch Kinder, aber der Vater und ich haben uns immer die Kinder Betreuung geteilt.
Bei ihm hieß es auch, Elternzeit und Kind krank gibt es nicht, bis eine Frau in sein Team kam, gleiche Tätigkeit...und hat es einfach gemacht, 1 Jahr Elternzeit genommen und auch mal Kind krank Tage genommen.
Die Männer haben einfach keine Notwendigkeit es durchzusetzen so lange die Frauen dafür zu Hause bleiben und ihre Arbeitgeber und Kollegen ständig hängen lassen.
Meine Freundin ist auch so....Ist das Kind Krank, bleibt sie daheim, hat sich sogar beschwert dass ihr AG der Übertragung der Kind krank Tage nicht zugestimmt hat....ähm...sie hat drei Kinder, das wären dann nicht 30 sondern 60 Tage...
Dann sollte man nicht arbeiten gehen, wenn man das nicht geregelt bekommt und den Job hinten am stellt damit der Mann bloß keine Probleme bekommt, angeblich.
Wie ist da eure Erfahrung?

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Die Ehemänner bei urbia arbeiten ja auch alle 14 Stunden täglich an 7 Tagen die Woche 😋

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Und sie verdienen alle drei mal soviel, wie ihre Frauen.

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Hallo,
Mein Mann arbeitet 7 Tage die Woche in Schichten und hat nur jedes 2. Wochenende frei. Na klar belastet das viele Familien... Und ja, er verdient bei uns mehr als das doppelte. Das ist leider so in den meisten Familien. Es ist halt schwer zu ändern mit Kindern . Und das es auch mal hart und belastend ist und sich einige Frauen das von der Seele schreiben ist durchaus verständlich. Es ist schön für die, die es besser getroffen haben. Aber es jetzt so zu verallgemeinern und ins lächerliche zu ziehen, ist schon weit hergeholt.
Jetzt zur eigentlichen Frage:)
Bei uns ist es auch so gewesen, dass ich die Elternzeit übernommen habe, da uns sonst weit mehr an Geld gefehlt hätte und wir es anders einfach nicht gestämmt bekommen hätten. Zum Thema Kind krank, teilen wir uns das 50:50.ich kann euren Arbeitgeber da schon verstehen,das er der Mitarbeitern mal seine Meinung dazu geäußert hat. Fair ist es nicht. Eventuell denkt sie jetzt mal nach und die Einsicht kommt ein wenig später 😊

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Da der AG die "Kindkranktage" nicht zahlen muss sollte es egal sein wie oft ein Arbeitnehmer deshalb ausfällt. Egal ob Mann oder Frau 🤷‍♀️ Ein krankes Kind braucht nunmal Betreuung.

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Die Arbeit muss doch aber trotzdem gemacht werden, wodurch die anderen Mitarbeiter über Gebühr belastet werden. Oder sie kann eben nicht auf die anderen Mitarbeiter aufgeteilt werden, dann gehen ggf Einnahmen flöten.

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Das ist Aufgabe des Arbeitgebers dafür zu sorgen dass auch bei unplanmäßigen Ausfällen die Arbeit geschafft werden kann. Da dem einzelnen AN ein "schlechtes Gewissen" aufzuerlegen, ob nun wegen eigener Krankheit oder der eines Kindes ist völlig daneben.

Es gibt ja die Möglichkeit für unplanmäßige Ausfälle Aushilfskräfte geringfügig zu beschäftigen. Nur ein Beispiel 🤷‍♀️

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Also als unsere Tochter letztes Jahr operiert und dann zuhause mehr oder weniger rund um die Uhr beaufsichtigt werden musste, hat mein Mann 3,5 Wochen Kinder-krank Tage genommen. Ich hatte ihm meine Tage übertragen.
Seine Chefin hat es verstanden und fand es toll, dass er sich so in die Erziehung einbringt.

Ich denke, dass viele Männer ihren Job für unglaublich wichtig halten oder zumindest gerne hätten, dass sie unverzichtbar sind. Gleichzeitig gibt es auch mit Sicherheit einige Frauen, die evtl nicht so richtig scharf darauf waren wieder zu arbeiten und sich somit die Chance auf ein paar zusätzliche Tage zuhause nicht entgehen lassen wollen. Oder sie halten sich halt bei einem kranken Kind für unersetzbar 😉
Bei den meisten sind es aber wahrscheinlich einfach nur eingefahrene Rollenmuster. Macht man halt so...

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Das denke ich auch, das „macht man halt so!“. Die Frau bleibt halt Zuhause, davon gehen die jeweiligen AG oft oder zum Teil einfach aus, der Mann möchte oft diese Klischees nicht als erster durchbrechen und die Frau nimmt es oft so hin. Ist halt so, die Frau kümmert sich, ihr Arbeitgeber kam ja auch 2-3 Jahre in der Elternzeit ohne sie klar, der Mann ist eben unverzichtbar. Schade, dass das im Jahr 2021 immer noch so ist.

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Oft verdienen Männer in einigen Berufen mehr als Frauen. Ich habe eigentlich einen systemrelevanten Beruf gelernt der leider schlechter bezahlt und schlechtere Arbeitszeiten hat als der IT-job von meinem Mann. Ich arbeite mittlerweile das mindeste und bin dadurch oft zuhause. Wenn es vom verdienst und von den Arbeitszeiten anders wäre würde die Rollenverteilung anders aussehen.

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Aber ihr würdet es doch finanziell vermutlich auch verkraften, wenn dein Mann mal 3 Tage beim kranken Kind bliebe, oder? Ich meine so Gewaltig ist die Differenz ja bei den meisten KK nicht. Man stellt sich ja in der Regel (besonders wenn man vom deutlich höheren Gehalt des Mannes spricht, also vermutlich einen guten Verdiener dabei hat) finanziell so auf, dass man auch mal 2 Monate Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit überbrücken könnte, oder nicht?

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Ich beobachte genau das Gleiche. Nicht nur, wenn die Kinder krank sind. Auch sonst sind es vor allem die Frauen, die ihren Beruf und sogar Freizeit hinten anstellen.
Ich denke, dass wir Frauen doch eher harmoniebedürftig sind und Diskussionen bezüglich Kinderbetreuung etc eher scheuen. Auch ist es einfach bequemer, wenn man sofort sagt:" ich mache das schon", als wenn man darauf beharrt, dass der Vater diese Sache übernimmt. Wir geben erstens den Vätern ja vielleicht nicht mal genügend die Chance, sich auch mal einzubringen, weil es wie selbstverständlich ist, dass wir es machen. Und zweitens: sind die Frauen oft nicht zufrieden, wie es der Mann macht, also machen sie es selbst.
Unsere Kinder waren Gott sei Dank noch nicht wirklich krank. Aber für meinen Mann wäre es absolut keine Diskussion, dass er auch zu Hause bleibt. Ich habe meine fixen Arbeitstage. Wenn etwas mit den Kindern an diesen Tagen wäre, dann müsste mein Mann schauen. Er ist ja da und hat frei.
Übrigens habe ich diese Beobachtung auch vor allem betreffs Wohnort gemacht. Es sind vor allem die Frauen, die den Männer hinterher ziehen und ihre Jobs und Familien aufgeben... nur weil der Job des Mannes scheinbar immer wichtiger ist. ich habe das auch gemacht. War selbstverständlich damals für mich. Würde ich nicht mehr so machen. Es ist zwar jetzt gut so, wie es ist. Aber ich musste grosse Opfer bringen...

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Ich würde einem Mann zu liebe nicht umziehen wenn das für mich bedeutet, alles auf Anfang und ich mich damit unwohl fühle.
Mein Ex und ich haben uns an der Uni beide fernab der Heimat kennengelernt und sind auch im der Nähe des Studienortes geblieben.
Beide also weit weg vom jeweiligen Geburtsort.
Ich wollte aber auch immer weg, was Neues sehen, da zu sterben wo man geboren wurde, fand ich als Vorstellung ganz furchtbar.
Wir sind mehrmals umgezogen auch mit Kindern, Schulen gibt es überall.
Ein Mann der nicht offen für neue Umgebungen ist, der zufrieden damit ist in der Nähe von Mutti zu bleiben, der wäre als Partner gar nicht in Frage gekommen.
Am Anfang schon das Ende sehen, ganz schlimm.

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Ja wie gesagt, das würde ich auch nicht mehr so machen. Wir beide sind weit weg von Familie und Freunde gezogen. Aber nur, weil er hier eine super Stelle hatte. Ich habe mit Glück auch eine super Arbeitsstelle bekommen. Und damals war es für mich kein Problem. Erst nach und nach habe ich begriffen, was dieser Umzug für mich alles bedeutete. Und ich wollte immer wieder in die Heimat zurück, ging aber halt nicht... Aber jetzt fühle auch ich mich hier wohl. Und ich habe gerade erst meinem Mann gesagt, dass wenn ER jetzt wieder in die Heimat zurück möchte, ich das sicher nicht mitmachen würde.
Wir wohnen in einer Gegend, die etwas abseits ist. Fast jede Frau, die von einer entfernteren Gegend hierher zog, ist dem Ehemann/Partner zuliebe hier... das macht nachdenklich.

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Ehrlich gesagt ist es bei mir eher umgekehrt.
Ich arbeite am Patienten als Heilmittelerbringer und mein ex musste häufiger Kinder krank machen wenn ein Kind krank war, denn er hatte lediglich Bürokram der ggf liegen bleiben konnte oder von den übrigen 10 Kollegen übernommen wurde. Ich kann meine Patienten nicht abgeben wenn ich krank mache bzw Kinder krank mache, da entweder die Kollegen selber volle Pläne haben oder aber ich eben die mit der Qualifikation bin, welche die anderen nicht haben.
So wird es auch mit meine aktuellen Freund und dem Mini sein. Wenn er krank wird, versuche ich es erst über den Papa des kleinen und wenn das nicht geht, dann werde auch ich mal ein oder zwei Tage daheim bleiben.
Das mag zwar jetzt hart klingen, aber ein frisch operierte Patient ist deutlich wichtiger als papierkram.
Wobei das nicht böse gemeint ist und hoffe wird nicht falsch verstanden.

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Interessant, Dein Mann hatte nur Bürokram, der liegenbleiben konnte. Möchte mal sehen, wie Du reagierst, wenn Du Deinen Lohn nicht gezahlt bekommst, weil ich meinen lediglichen Bürokram mal liegenlasse.

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"oder von den übrigen 10 Kollegen übernommen wurde."

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Hmhm, kann ich nur teilweise bis gar nicht bestätigen.
Ich kenne locker doppelt oder dreifach so viele Frauen wie Männer in systemrelevanten und "unentbehrlichen" Berufen. 🤷🏻‍♀️

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Also bei uns sind die Jobs ziemlich gleichgestellt. Unsere Tochter ist aber auch ziemlich gesund 😅 sie war 1x eine Woche krank, da habe ich gerade meinen neuen Job nach EZ angetreten und war selbst unentbehrlich 😉😂
Mein Mann hat das dann übernommen und nahm die kindkranktage.

Tatsächlich hat er auch einen Job, wo es MAL sein kann, dass er nicht zu Hause bleiben kann zwecks Betreuung. Aber das haben wir doch alle? Ich arbeite mit Menschen zusammen, da gibt es auch Fälle, die auf mich angewiesen sind. Fehlzeiten müssen organisiert werden und sind schon umständlich. Dessen bin ich mir bewusst, daher versuchen wir ne gesund mitte zu finden.

Meine Erfahrung aus der 1 Woche kindkrank übrigens: die Patienten waren ALLE verwundert, warum der Vater sich um ein krankes Kind kümmert. Wie irre dieser Generationenwandel ist. Und ob ich mich nicht schlecht damit fühle, denn ein krankes Kind weint ja idR nach der Mama 🤷‍♀️
Ich find mein Mann hat es gut gemacht, und würde ihn immer wieder zu Hause lassen 🤣

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Meiner ist aktuell in EZ und da sind bei mir auch viele Patienten total verwundert, vor allem die Älteren. Die jüngeren finden es Klasse.
Er macht das jetzt bereits zwei Monate, er hat noch knapp 4 vor sich. Er macht das super und ich mache mir zu keinem Zeitpunkt Sorgen um den Kleinen. Würde ich immer wieder so machen.

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Wir teilen uns hier die Tage so auf, wie es gerade passt...Wenn bei meinem Mann wichtige Termine sind und bei mir auch schon welche fehlen, dann wird ggf das Kind gefragt, wer zu Hause bleiben soll, aber sonst geht es wirklich danach, bei wem es gerade am Besten passt...Geht es bei Beiden bleibe ich aber eher mal zu Hause, einfach, weil wir auf das Gehalt meines Mannes angewiesen sind...Er verdient etwa das 3-fache von mir...das würde dann schon auffallen, wenn er arbeitslos werden würde...

Aber was mich wundert, sind hier die Zahlen zu Kindkrank-Tagen...
Also ohne Corona waren das 10 Tage/Kind, aber ab 3 Kindern maximal 25 Tage. Pro Elternteil, also maximal 50 Tage. Und da ist es dann egal, ob 3, 4 oder 10 Kinder... Wir haben aber maximal 14 Tage bisher in 1 Jahr gebraucht zusammen...
Mit Corona sind es jetzt 30 Tage/Kind, aber es gibt defintiv trotzdem keine 90 Tage bei 3 Kindern...Also auch keine 180 für beide Eltern...Es gibt dann "nur" 65 Tage, also maximal 130...Wenn man jetzt bedenkt, das die Kitas und Schulen teils 5 Monate zu waren, ist da schon einiges weggegangen, wenn man weder Homeoffice machen konnte, noch Familie einspannen konnte oder Notbetreuung machen konnte...

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