Meine Freund reagiert über

Ich hoffe ihr habt eine Erklärung sowie einen Rat für mich…

Meine Freundin reagiert hyperallergisch auf Schuldzuweisungen, echte wie eingebildete (und diese bildet sie sich sehr schnell ein)
Sie benimmt sich dann wie eine in die Enge getriebene Katze die alles und jeden zerfleischt der in ihre Nähe kommt, ohne Rücksicht auf Verluste. Gestern war einer dieser Momente, aber ich bringe zunächst ein paar Beispiel die mit seither so einfielen um es verständlich zu machen.

Vor einigen Jahren verkaufte sie drei Taschenbücher im Wert von 15€ bei Ebay Kleinanzeigen. Da der Käufer sich nach „Vertragsschluss“ nicht mehr meldete geschweige denn das Geld überwies, verkaufte sie nach einer Woche warten an einen anderen Interessenten der zwischenzeitlich anfragte. Plötzlich meldete sich der erste wieder, war natürlich alles andere als begeistert und begann dann in sehr arroganten und herablassenden Ton sie des BGB zu belehren, Vorwürfe zu machen, sie hätte ja erst anmahnen müssen und wollte „rechtliche Schritte prüfen lassen“. Meine Freundin aber kochte wegen dieses Tons und der Anschuldigungen des Käufers vor Wut, schrie umher, heulte und schmiss ihr Handy an die Wand. Im Endeffekt löste sich die Sache sehr einfach auf, der Käufer akzeptierte im süffisanten Ton meinen Einwand, dass rechtliche Schritte die bereits verschickten Bücher nicht mehr zurückzaubern können und gab dann Ruhe. Sie jedoch blieb angefressen.

Zu einem anderen Zeitpunkt übersah sie beim Autofahren ein überholendes Auto im toten Winkel. Gab beim Spurwechsel einen Zusammenstoß, nix wildes nur Blechschaden am Kotflügel. Sie weinte wohl bei der Polizeiaufnahme und später daheim als sie mir davon erzählte. Ich erwiderte nur „Shit happens, ist mir auch schon passiert“. Und jetzt kommt es: Einen Monat später wollte sie mir die Schuld an dem Unfall geben, obwohl ich zu dem Zeitpunkt beruflich in einer ganz anderen Stadt war, bin also beim Unfall gar nicht anwesend, geschwiege denn beteiligt gewesen. „DU hast am Tag zuvor die Spiegel verstellt, deswegen sah ich das Auto nicht.“, so ihr Argument. Also ich fresse ja viel in mich rein, aber DAS ließ ich mir dann auch nicht gefallen. Habe da deutlich scharf Konter gegeben, Resultat: sie angepisst.

Auch entschuldigt sie sich nicht. Also sie tut’s schon, aber nur für Kleinigkeiten wie z.B. jemand mit dem Ellenbogen streifen „Oh, Entschuldigung…“ Für verbale Entgleisungen (und die sind extrem heftig wenn sie einen ihrer Wutanfälle hat) kommen keinerlei Entschuldigungen, Ausreden ja, Entschuldigungen nein. Ich glaub sie tät sich eher die Zunge abbeißen, oder mitten in der Nacht mit Schlafanzug ausziehen, als zuzugeben einen Fehler begangen zu haben.

Tja und gestern gab es auch wieder einen dieser Streitereien, an dessen Ende sie ausziehen wollte. Anlass waren übrigen Zahnseide Sticks.
Dabei warf sie mir noch vor mich wegen Pillepalle aufzuregen. Jedoch war sie diejenige, die den Streit begann, auf dem Thema herumritt und mit Vorwürfen ums sich warf. Da erwiderte ich dann nur, dass sie mir tags zuvor wegen eines Glasreinigers schon eine Szene machte der in der Küche bei den Putzmitteln LAG und nicht im Bad bei den Putzmitteln STAND – so viel zur Pillepalle. Verbal ausmanövriert zu werden, das letzte Wort nicht haben zu dürfen bringt sie übrigens auch in Rage. Bevor ihr euch fragt, was ich zu der erhitzen Atmosphäre beitrug: Ich sagte die ganze Zeit nur: „Ich war es nicht und weiß auch nicht wie es zu dem bemängelten Sachverhalt kam.“ Zugegeben im selben Tonfall wie sie, denn irgendwann reicht mir dann auch mal.

Ja ich weiß, die Streitereien zwischen uns sind echt lächerlich…

Habt ihr eine Idee, woran es liegt, was man machen kann, oder mache ich hier sogar was verkehrt?

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Ich fürchte, dass man bei jemandem mit derartigem Verhalten mit Logik und Reden als Partner nicht weiter kommt.
Und ich verstehe durchaus deine Reaktion. Ich würde nämlich genau so reagieren, weil mir das irgendwann zu blöd wäre und ich jegliche Geduld verloren hätte.

Das Problem ist, dass deine Freundin offensichtlich keinen Handlungsbedarf sieht. Wobei ich an ihrer Stelle schon alleine aufgrunddessen, dass ich mich permanent selbst so wegen so nem Unsinn stresse, Handlungsbedarf sehen würde. Aber solange sie das nicht tut, wirst du damit leben müssen oder über eine Trennung nachdenken.

Zu letzterem will ich nicht explizit raten, denn eure Beziehung könnt nur ihr beurteilen. Aber ich kann sagen, dass ICH mit so jemandem nicht unter einem Dach leben könnte.

2

Dein Fehler ist mit jemandem der ganz offensichtlich keinen erwachsenen Verhaltensweisen entwickelt hat, zusammen zu sein.
Du kannst da gar nichts machen, außer sie darauf hinweisen dass sie sich mal selbst reflektieren sollte (da wird sie wahrscheinlich einen Wutanfall bekommen.)
Mir wäre da meine Lebenszeit zu schade, außer du stehst auf Drama.

3

In allen anderen Punkten verhält sie sich altersentsprechend.
Sie schmeißt den Haushalt, organisiert Termine, kümmert sich um drei Kinder...

Es sind immer nur diese Punkte, bei der sie in einer für mich irrationalen Weise reagiert. Manchmal glaub ich sie schleppt irgendwas mit sich herum, aber was?

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Lies mal von Mark Manson "Everything is fucked" (hat nichts mit Sex zu tun, es geht um Verhaltensmuster, aber locker geschrieben).

Wahrscheinlich hat sie nie gelernt Emotionen gesund zu verarbeiten. Vielleicht sind ihre Eltern auch Choleriker?
Reagiert sie den Kindern gegenüber auch so? Dann solltest du ihr dringend ans Herz legen eine Therapie zu machen, denn gesund ist das nicht.

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Du hast da wohl ein Kleinkind am Start und kein erwachsene Frau. Raten kann man dir hier nichts, du musst es ertragen oder nicht. Ändern kann man solche Menschen nicht

6

Ganz kurze Frage in die Runde: Kennt sie ihre Schilddrüsenwerte? Wurde das überhaupt mal überprüft?

Man muss ihr nicht sofort den schwarzen Peter zuschieben, denn solch ein Verhalten kann schnell mal bei hormonellem Ungleichgewicht auftreten und ist absolut nicht steuerbar. Also erst wenn Schilddrüse und andere Hormone ausgeschlossen wurden auf charakterliche Züge schieben.

Und ja, sowas kann über Jahre unentdeckt bleiben.

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Es ist nicht steuerbar ob man sein Handy gegen die Wand wirft, komplett ausrastet oder die Menschen, die man liebt derbe beleidigt? Der Meinung bin ich ehrlich gesagt nicht, ich hatte mal arge Schilddrüsenprobleme und auch PMS das weit über die Norm ging. Ja ich hab geheult und alle gehasst aber solche Ausraster können doch echt nicht sein... selbst wenn man sich scheisse fühlt, man hat sich doch irgendwie im Griff.

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Das nennt man "mangelnde Impulskontrolle" und es kann verschiedene Ursachen haben. Ganz bekannt ist ja der sogenannte Choleriker, der bei einer kleinen Störung sofort anfängt zu schreien und zu toben. Und genauso gibt es Kinder und Erwachsene, die aus Reflex ein Handy werfen.
Allerdings sollte es tatsächlich normal sein, dass einen so ein Verhalten an sich selbst stört und man daran arbeitet, es in den Griff zu bekommen. Spätestens mit Hilfe, sei es medikamentös (bei z.B. ADHS) oder durch Therapie.

Dein PMS ist ja ein schönes Beispiel. Du hast Dich zwar nicht ganz so aufgeführt, es aber als störend empfunden, die Ursache gesucht und abgestellt.

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Ich gehe mit bleathels Vermutung mit, dass sie möglicherweise nie gelernt hat Emotionen korrekt zu verarbeiten. Weißt du wie sie aufgewachsen ist? Ob sie vielleicht schlimme Dinge erlebt hat? Eventuell "schlägt" sie deshalb verbal um sich, wenn sie sich bedroht oder in die Enge getrieben fühlt.

Ich würde ebenfalls zu einer Therapie raten bzw. einen entsprechenden "Fachmann" zu Hilfe ziehen. Normal ist dieses Verhalten nicht aber entweder wird daran gearbeitet oder die Konsequenzen müssen getragen werden. Ich schätze auf Dauer wird es dich zu sehr belasten.

Sie als Kleinkind zu bezeichnen ist meiner Meinung nach mehr als anmaßend. Offensichtlich wird hier Hilfe benötigt und keine Tipps, die keine sind und daher wieder nur dazu dienen andere nieder zu machen ohne dem/Der TE hilfreich zu sein.

LG

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Ihre Kindheit war ihren Aussagen zufolge wohl nicht so harmonisch wie bei anderen. Die Mutter den ganzen Tag auf Arbeit, Kontakt zum Vater gab es nicht und beide Kinder wurden hauptsächlich von der Oma aufgezogen. Ihre Mutter hatte sich auch generell weder um den Haushalt, noch um familiäre, oder erzieherische Angelegenheiten gekümmert – z.B. das Erledigen der Hausaufgaben nie kontrolliert und in der Wohnung geputzt schon gar nicht, obwohl sie nebenbei noch als Reinigungskraft arbeitete und noch weitere Dinge. Gefühlsmäßig ging es wohl distanziert zu und an Reisen und andere tolle Dinge die sie (angeblich) gemacht haben, können sich die Kinder seltsamerweise nie erinnern.

Generell fahren wir zwar mind. einmal die Woche zur Oma und ich hatte auch den Eindruck, dass beide miteinander gut können, aber erst kürzlich meinte meine Freundin, sie tät für ihre Mutter keinerlei Sympathie empfinden gerade wegen der Kindheit. Allerdings konnte ich aus allen Erzählungen nichts heraushören, was diese extremen Reaktionen auf Schuldzuweisungen (zumindest für mich plausibel) macht. Ihren Bruder lädt sie zu Weihnachten stets ein, aber mit ihm ist es eigentlich das selbe.

Therapie ist wohl eine Lösung. Generell besuchte sie regelmäßig eine Therapeutin bei der sie sich stets gut aufgehoben fühlte. Aber ich habe da so einen Verdacht, dass sie gerade solch gravierende Dinge dort gar nicht anspricht. Ich geh demnächst mit, auch auf Empfehlung der Therapeutin vielleicht liegt es ja doch an mir…

Um sie auch mal zu verteidigen: Kindisch ist sie keineswegs, ich halte sie sogar für die Verantwortungsbewusstere von uns beiden.

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Ich finde gut, dass du sie darin unterstützt und sogar bereit bist bei einer Sitzung dabei zu sein. Hast du denn Verbesserungen feststellen können seit sie therapeutisch betreut wird?

Impulskontrolle zu lernen ist ein starkes Stück Arbeit, vor allem wenn sie schon lange ihren Modi einfach nachgegeben hat und dieses Verhalten zur Gewohnheit, also "Normal" für sie geworden ist. Keine Sympathie für die eigene Mutter zu empfinden zeugt sicherlich nicht von einem gesunden Verhältnis. Ich bin grundsätzlich kein Fan davon immer der schrecklichen Kindheit alles in die Schuhe zu schieben aber nicht aufgearbeitete Geschehnisse !können! Ursache dieser Aussetzer sein. Möglich, dass sie sich dem eigentlichen Grund selbst nicht bewusst ist.

Vielleicht kann ihre Therapeutin zusammen mit ihr/euch Hilfsmittel erarbeiten, die sie in der Impulskontrolle unterstützen um wieder ein normales Verhalten an den Tag zu legen. Ursachenforschung und Selbstreflektion sollte allerdings ebenso stattfinden.

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Vermutlich ist sie überlastet und hängt sich dann ein Kleinigkeiten auf. Sachlich dem entgegenzuwirken halte ich für sinnlos. Vielleicht nimmst du sie einfach mal in den Arm und fragst sie, wie du sie unterstützen kannst. Ansonsten lass das schlaue kommentieren so wie " ist mir auch schon passiert". Da würde ich bei der Aussage auch die Wut kriegen. Kann keiner gebrauchen, wenn er gerade einen Schaden verursacht hat.

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Also für mich ist das sehr tröstlich und mitfühlend, wenn mein Partner sagt, dass ihm das auch schon passiert ist.
Schlau dahergeschwätzt wäre für mich der Satz:"Ich habe dir doch schon immer gesagt, dass..."

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Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie hier jemand 3-4 Beispiele aus dem Alltag mit einer anderen Person schildert und alle hier gleich wissen, dass dieses Verhalten pathologisch ist und augenblicklich therapiert werden muss.

Deine Beispiele finde ich nicht so dramatisch. Bei dem Sachverhalt mit dem EBay Käufer warst du doch allenfalls indirekt beteiligt. Lass sie doch gegen ihn wüten.

Bei allem anderen finde ich dich sehr schlaumeierisch und von oben herab. Das würde mich auch zur Weißglut bringen! Du nimmst sie in ihren Belangen doch gar nicht ernst und führst sie vor wie ein dummes Kind. Du hältst dich selbst für besonders schlau. Das merkt man schon daran, wie du selbst deinen „süffisanten Spruch“ an den eBay Käufer als Lösung des ganzen Konflikts anführst.

Vielleicht setzt du erstmal bei dir an anstatt dem Therapeuten deiner Frau auf die Sprünge helfen zu wollen.

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Sorry, aber das gleiche könnte man auch über dich sagen. So wie du dich äußerst, kannst du die Situation bei uns daheim und das Extreme nicht mal ansatzweise nachvollziehen, schon allein dein Versuch alles kleinzureden.

„Das merkt man schon daran, wie du selbst deinen „süffisanten Spruch“ an den eBay Käufer als Lösung des ganzen Konflikts anführst.“

Lies die entsprechende Textpassage nochmal: Süffisant war nicht mein Einwand, sondern sein Akzeptanz. Und ich war nicht indirekt beteiligt, sondern habe am Ende selber mit ihm diskutiert, weil er mit rechtlichen Schritten drohte und meine Freundin kurz vorm Nervenzusammenbruch war. Und du beurteilst das als „nicht so dramatisch“?????

Und könntest du mir vielleicht noch ein paar Textpassagen nennen, bei denen ich deiner Meinung nach „schlaumeierisch“ bin? Einen Satz hast du inhaltlich schon falsch verstanden, gibt’s da noch mehr?

Und ich nehme sie nicht ernst? Ja klar, deswegen schreibe ich überhaupt und noch dazu während meiner Arbeit in einem Forum und frage nach Meinungen und Lösungen. Weil ich das NICHT ernstnehme. Zudem habe ich auch schon geschrieben, dass ich sie als verantwortungsbewusster als mich einschätzte. Tät ich sicherlich nicht über Menschen sagen, auf die ich herab schaue oder als „dummes Kind“ ansehe.

Und ich will ihrem Therapeuten auf die Sprünge helfen? Hast du da auch wieder einen Kontext nicht richtig verstanden oder wo, bitte schön, interpretierst du das rein? Dass ich da hin gehe, geschieht schließlich auch auf der Empfehlung des Therapeuten, bei Partnerterminen war ich ebenso schon und habe mir erklären lassen wo ich falsch mache.

Von „augenblicklich therapiert“ hat hier auch keiner was geschrieben.  

Ganz ehrlich, die übrigen Posts hier finde ich sehr hilfreich, manche mehr, manche auch weniger. Auch sehr informative PM’s habe ich schon erhalten… Und dann ist immer wieder einer dabei der in mein geschriebenes irgendeinen Unsinn reininterpretiert.

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Schon an diesem pampigen Tonfall merke ich, dass ich wohl nicht ganz so falsch liege mit meiner Einschätzung.

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Lieber turel,

Deine Freundin hat also offenbar eine wirklich schlimme Kindheit hinter sich - Vater nie richtig kennen gelernt, von der Mutter zur Oma abgeschoben, wahrscheinlich hatte die auch nicht recht Bock auf die Enkelkinder. Immer wieder hin und her geschoben, weil eigentlich gar keiner die Kinder wirklich wollte, weder Mutter noch Oma, und entsprechend nie irgendwo willkommen, erwünscht und geliebt gefühlt.

Sehr viel schlimmer kann eine Kindheit ja kaum sein, oder? wenn jetzt auch noch die Oma Ohrfeigen verteilt hat und der Freund von Mama gegrapscht hat, haben wir den endgültigen Super-Gau.

Bei der Vorgeschichte ist es durchaus verständlich, wenn deine Freundin mit heftigen Emotionen umgehen kann - schließlich hat ihr nie so richtig jemand geholfen, als sie klein war.

Bei einem Autounfall heulen finde ich übrigens völlig normal. Und wenn einem jemand mit Klage droht, darf man auch durchaus massiv durch den Wind sein, gerade wenn man keine Ahnung hat, dass das sicher nicht durchgeht.

Dass sie im Alltag wegen Kleinkram ausflippt kann man vielleicht auch eher verstehen, wenn man sich überlegt, wie viel Unsicherheit sie in ihren ersten Lebensjahren hatte. Stell Dir vor, ein Kind hat was ausgefressen, entschuldigt sich bei den Eltern und wird dann genauso schlimm oder sogar schlimmer bestraft als bei hartnäckigem Leugnen und Schuldzuweisungen zu den Geschwistern - so kann ein Kind es durchaus für das ganze Leben lernen, die Schuld immer unbedingt bei anderen suchen zu müssen.

Deine Freundin hat ein riesen schweres Päckchen zu tragen mit ihrer Kindheit, und wenn sie es trotzdem schafft, ihren Alltag zu bewältigen und ihre Kinder liebevoll aufzuziehen, dann hat sie höchsten Respekt verdient. Andere Leute mit so einer beschissenen Kindheit würden die eigenen Kinder verprügeln, saufen, Drogen nehmen. Trotzdem ein normales Leben führen ist schon eine echte Leistung.

Dass sie dann manchmal bei Krimskrams wie Glasreinigern ausflippt - doof, ist klar. Womöglich braucht sie da einfach nur ein Ventil für Stress, Druck, Sorgen - und im Zweifel hast Du ein breites Kreuz und hälst es besser aus, wenn sie ausflippt, als das bei den Kindern der Fall wäre. Vielleicht könnt ihr da eine Eheberatung machen, oder du fragst sie, ob es eine andere Möglichkeit gäbe - vielleicht wenn Du ihr an solchen schlimmen Abenden die Kinder abnimmst, und sie den Frust lieber beim Sport rauslässt oder sowas.
Daran kann man gemeinsam arbeiten. Sie hat ja schon ganz viel geschafft, trotz ihrer bescheuerten Kindheit. Dann schafft sie das auch noch, auch wenn es für Dich oft verletzend und anstrengend ist.

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Ich finde das Verhalten deiner Partnerin keineswegs normal und vermute auch, dass eine psychische Erkrankung dahintersteckt. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich den Kindern gegenüber anders als bei dir verhält. Folglich würden diese auch darunter leiden, wenn sie ständig den unkontrollierten Wutanfällen der Mutter ausgesetzt sind. Sofern sie schon seit längerer Zeit eine Therapie macht, stellt sich die Frage, warum diese bisher nicht geholfen hat. Falls sie nicht lernt, ihr Verhaltensweisen zu ändern, würde ich ernsthaft über eine Trennung nachdenken.

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