Kommunikation Männer Frauen

Hallöle

unten gab es einen Thread der geschlossen wurde. Da hat eine Userin geschrieben, dass manchmal die Kommunikation zwischen Männern und Frauen nicht funktioniert. Weil Frauen und Männer anders denken. Ich musste darüber nachdenken und habe an meinen Mann gedacht. Mir ist aufgefallen, dass es tatsächlich auch bei uns so Situationen gibt, wo wir nicht zusammenkommen. Aber Streit gibt es deswegen nicht. Manchmal aber Augenrollen. Ich weiß nicht ob es am unterschiedlichen Charakter liegt sondern an Mann und Frau. Wenn er zum Beispiel zum Fußball geht, dann hat er manchmal so ein total altes Trikot seiner Mannschaft an. Ich wollte das schon mal wegschmeißen da wurde er richtig fuxig.#freu : Kann auch nicht verstehen, warum er mit seinen Jungs beim Fußball ganz anders wird, so laut manchmal und etwas derber (war schon ein paar mal mit im Stadion). Im normalen Leben ist er gar nicht so. Umgekehrt kann er nicht verstehen, warum man so lange beim Shoppen braucht. Er sagt, Rein ins Geschäft, Hose nehmen, bezahlen, gehen. Ich möchte einfach länger schauen und was am besten zusammen passt.

Was sagt ihr. Habt ihr auch so Themen mit euren Männern, wo man nicht zusammen kommt weil Männer und Frauen anders ticken?

Lg und schönes Wochenende

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Frag mal bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen nach. Da wird es auch nicht viel anders sein.
Wo 2 Menschen eng zusammenleben wird es immer wieder Kommunikationsprobleme geben.
Auch hier geht es weniger darum, daß etwas passiert, sondern wie man dann damit umgeht.
Und es macht für mich durchaus Sinn, daß 2 Menschen verschiedene Ansichten und/ oder Kommunikationsformen und Bedürfnisse haben.
Entwicklung und Veränderung entsteht durch dieses Spannungsfeld.

Aber um auf Deine Frage zurückzukommen: klares JA

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Gut, shoppen muss bei mir auch schnell gehen, aber mein Mann war noch flotter. Rein in den Laden, eine Jeans anprobieren, wenn die passt, gleich 2 davon nehmen, dazu noch eine in schwarz, raus aus dem Laden.
Alte Klamotten wegwerfen? Warum DAS denn, die gehen doch noch....die mussten nach und nach heimlich verschwinden. Eine absolute Lieblingsstrickjacke durfte erst entsorgt werden, als sie sich schon auflöste.
Diskrepanzen beim Fernsehen inklusive Augenrollen kenne ich auch, deswegen kam ein zweites Gerät ins Gästezimmer.
Mal neue Vorhänge? Die alten sind doch nicht zerrissen #augen aber letztendlich war es ihm wurscht, was ich da einkaufte. Wenn es was aufzuhängen/zusammenzubauen oder installieren gab, machte er es ja..... nicht sofort, aber schon #freu
Da gibt es schon mehrere Themen, aber wäre es nicht langweilig, wenn man in allen Bereichen 100% die gleiche Meinung hätte?
Jetzt habe ich niemand mehr zum Diskutieren und Überzeugen - ist auch langweilig.:-(
LG Moni

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Ich stimme meinem Vorschreiber zu, in einer Beziehung gibt es immer kommunikative Diskrepanzen. Aber beruflich merke ich einen Unterschied.

Wenn es in Meetings etwas rauer zugeht - und damit meine ich keine Beschimpfungen, sondern einfach nur direkte Ansagen - werden die weiblichen Führungskräfte plötzlich zu kleinen Mädchen. Die Frauen können Kritik weniger gut aufnehmen und suchen oft nach Ausreden. Sie haben ihre Lieblinge und die werden nach Freundschaftsgrad und nicht nach Arbeitsqualität gefördert. Berechtigte Kritik an der besten Freundin wird im Keim erstickt.

In der Hinsicht erlebe ich Männer fairer, sie lassen sich weniger von Emotionen leiten und bringen einem nicht mit Blicken um, wenn man berufliche Kritik hervorbringt. Männer werten offene Worte über ihre Arbeit nicht als Kritik an ihrer Person. Aber, im Vergleich reden sie viel, wirken kompetent und in Wirklichkeit ist nichts dahinter. Selten habe ich Frauen erlebt, die stundenlang schwätzen wie toll sie nicht sind und wie wichtig die Informationen für das Unternehmen sind, welche sie sich angeeignet haben.

Beiden ist das Bild, welches sie nach außen hin tragen wichtig. Männer versuchen sich mittels Wissen und fachlicher Kompetenz wichtig zu machen, Frauen wollen stets verständnisvoll und bei allen beliebt sein. Ich passe mich an und verwende bei Arbeitsanweisungen an Frauen deutlich mehr Adjektive und freundliche Floskeln als bei Männern.

Selbstverständlich ist das nur meine Ansicht und ich erlebe dazu auch Abweichungen.

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"Ich passe mich an und verwende bei Arbeitsanweisungen an Frauen deutlich mehr Adjektive und freundliche Floskeln als bei Männern."

Interessante These.

Bei vielen Frauen mache ich das auch so.
Mehr Umschreibungen, um möglichst sachlich rüber zu bringen, was ich rüber bringen will
ohne dass es emotional auf anderer Ebene ausgelegt wird.

Bei Freunden mit Asperger Autismus ist das gerade der verkehrte Weg!
Je weniger, umso besser. Je logischer, desto einfacher.

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"Mehr Umschreibungen, um möglichst sachlich rüber zu bringen, was ich rüber bringen will
ohne dass es emotional auf anderer Ebene ausgelegt wird."

Genauso ist es! Beschwerden in der Hinsicht habe ich wirklich nur von Frauen erlebt. Es wirkt so, als würden wir überall emotionale Verbindungen aufbauen. Auch da wo es nicht sein muss. Mir passiert es auch manchmal.

Ich würde nicht sagen, dass meine männlichen Kollegen alle Autisten sind. Aber lange Mails mit zu viel Tam Tam werden eher nicht gelesen. Kurz und knapp ist die Devise.

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Dass es Unterschiede gibt, denke ich schon.

Allerdings bin ich diejenige (biologisch Frau), die eher "männlich" denkt und handelt.

Shoppen?
Nur, wenn es sein muss!
Gib mir ein Buch und ich komme mit. Ohne Buch wäre ich mit Freundinnen in Geschäften versauert. Sie shoppten und verglichen, ich hatte, was ich wollte (sofern es passte) und las.

Wenn mir jemand etwas sagt, nehme ich es weitgehend wörtlich oder frage nach.
Dieses hineininterprätieren von vermeintlichen Aussagen machen mich heute noch kirre.

Ich: Ich gehe Brötchen holen. Brauchst du etwas?
Antworten mit denen ich klarkomme: klar, bring xy mit. Nein, ich habe genug, danke.

Antworten mit denen ich Schwierigkeiten habe:
Was willst du mir damit sagen???
Hältst du mich für faul?
Traust du mir nicht zu, dass ich selbst welche hole?
Ich bin auf Diät, das habe ich dir schon so oft gesagt
Ja, einen Mann!
Warum fragst? (das geht noch; kommt aber darauf an, was an weiteren Antworten folgt)

oder auch
sorry, heute habe ich keine Zeit. Morgen geht es besser.
Wieso?
Ich mache noch xy im Haushalt fertig
Willst du mir sagen, dass es bei mir dreckig ist?


Solche nicht Zusammenhänge können mich in den Wahnsinn treiben.

Ja, ich kenne auch Männer, die ähnliches bringen.
Tendentiell kommt es eher von Frauen. (nicht bei allen, nur tendenziell, statistisch).


Winks mit Zaunpfählen verstehe ich oft nicht?
Warum? Weil ich vieles eben nicht hineininterpretiere, was es alles bedeuten könnte.

Mann: gibst du mir bitte mal die Butter?
(klar, ich weiß, was er meint)

Frau: gestern war ich wieder einkaufen, ... Marmelade ...., Käse zum Frühstück ist doof ....
du sitzt doch direkt davor! .... Könntest du mal dran denken, dass noch ....
siehst du denn nicht, dass die Butter vor dir steht? .....


Nein, das ist NICHT immer so. Es sind NICHT alle Frauen/Männer so.
Gewisse Ähnlichkeiten fallen mir allerdings schon auf.

Vieles ist denke ich auch Erziehung, Vorbilder (positiv/negativ), erlerntes, regionale Unterschiede! (diese fallen mir immer wieder sehr deutlich auf!) , eigene Denkweise/Erwartungen, eigene Ängste/Erfahrungen...

Vieles habe ich einfach von meinem Vater übernommen. Daher vielleicht eher männlicher. Vieles unbewusst, einiges bewusst, weil ich den Nutzen darin sehe und es gesellschaftlich sinnvoll erachte mich so zu verhalten.
Er hat allerdings vieles von seiner Mutter übernommen.
Womit das männlich/weiblich rausfallen würde.

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Männer und Frauen kommunizieren definitiv mitunter anders. Männer sind eher lösungsorientiert und treffen schnelle Entscheidungen. Frauen sind weniger an der Lösung aber an dem Weg dahin interessiert und wie man alle Beteiligten optimal abholt und einbindet.

Mir ist das auch schon im Privaten aufgefallen. Das kann seltsame Stilblüten treiben.

Meine Freundin sagte im Bett: Mir ist kalt (Ursache: Fenster ist offen), sie sagt nicht: Mach bitte das Fenster zu.
Ich verstehe die Botschaft nicht, interpretiere falsch und nehme sie in den Arm.
Sie sagt: Willst Du Sex?
Ich sage: Nein, ich wollte Dich nur wärmen weil Dir doch kalt ist.
Sie sagt: Ich möchte heute keinen Sex, ich bin müde.
Ich sage: Kein Problem Schatz aber ich kuschel doch so gern ab und zu. (Währenddessen bekam ich durch die Reibung an ihrem Hintern eine Erektion).
Sie sagt: Du willst ja doch Sex!
Ich sage: Nein, nur ER will Sex.
Sie sagt: Findest Du mich nicht mehr attraktiv?
Ich sage: Doch aber Du willst ja schlafen.
Sie sagt: Mir ist immer noch kalt. Ich überlege und sage: Ich will nicht noch näher kommen sonst kann ich nicht schlafen wegen anhaltender Erektion.
Sie sagt: Halt ihn nach draußen, es ist so kalt, da wird er schnell klein.
Ich (Geistesblitz): Soll ich das Fenster zu machen?
Sie: Oh ja bitte!
Ich gehe wieder ins Bett, gebe ihr einen Kuss auf die Schulter, drehe mich um und wir schlafen beide ein.
Ohne Sex. Aber mit geschlossenem Fenster.

Das ist wirklich so geschehen (und mir fielen noch weitere Beispiele völlig verquerer Kommunikation ein). Ich habe es deswegen behalten weil wir uns am nächsten Tag darüber unterhalten habe, wie schräg das war.
Sie sprach mich darauf sogar selbst an und meinte, wir sollten wenn es kälter wird, das Fenster lieber zubehalten.
Ich hatte es vorher echt nicht kapiert, dachte sie wollte Körperwärme,

Warum hat sie nicht gesagt: Bitte mach das Fenster zu!

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Das Beispiel könnte von uns sein. :-)

Für mich sind meine Botschaften völlig klar. Mein Mann meint, ich würde viel zu viel um den heißen Brei reden.

Ich merke das auch an dem wie wir mit unseren Kindern reden. Mein Mann sagt z.B. zu unserem Sohn, Morgen mähst du den Rasen!
Mir ist mal aufgefallen, dass ich das anders formuliere. Meine Sätze beginnen mit Könntest du bitte mal das oder das machen wenn du Zeit hast?, also als Frage. Oft werden dann Dinge nicht erledigt also weniger als wenn mein Mann die Aufgaben gibt.

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Kommunikation ist manchmal komplex. Wobei es nicht nur oder hauptsächlich mit dem Geschlecht zu tun hat. Sozialisierung, Herkunft, Berufsstand und vieles mehr beeinflusst die Kommunikation, mit der wir uns verständigen oder was wir als Botschaften empfangen. Ich merke z.B. immer wieder, dass mein Berufsstand und Ingenieure komplett aneinander vorbeireden können wenn es um Botschaften geht, z.B. wie man ein Produkt vermarktet. Ganz einfach weil der Blick auf das Produkt ganz unterschiedlich ist. Der Ingenieur sieht all die technischen Features, Vorteile, Innovationen im Produkt, ich dagegen die Geschichte um das Produkt und wie die Geschichte beim Kunden wirkt.

Dutzende andere Beispiele ließen sich finden.

Generell finde ich Frauen in der Arbeitswelt angenehmer. Mit Ausnahmen natürlich. Sie kommunizieren mehr und umfangreicher, wenn auch mitunter verklauseliert. Männer kommunizieren klarer aber oft mit zu wenig Hinweisen und Struktur, d.h. es fehlen Informationen, die zur Zielerreichung aber wichtig sind. Da wägen Frauen länger ab. Kann je nach Projekt sinnvoll sein um Nacharbeiten verhindern. Da wo schnelle Entscheidungen her müssen, kann es eher hinderlich sein.

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