Traditionelle Beziehung

Hi. Bitte nur schreiben, wenn ihr was damit anfangen könnt. Mein Freund und ich führen eine Beziehung mit traditionellen Verständnis von Mann und Frau. Ich bin total glücklich. Einzig unglücklich macht mich, dass meine Freundinnen überhaupt kein Verständnis dafür haben und mich für verrückt halten.
Gibt es hier Frauen, die ähnlich leben und es erfüllend finden? Ich würde mich total geen dazu austauschen.

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Hat schon nen seeeeehr unschönen Beigeschmack, wenn sich ein Endzwanziger ne Minderjährige anlacht...

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Hat nämlich viel von "je jünger, desto besser formbar". Der Weg, den du da für dich auserkoren hast, ist der sicherste zu einem Leben am Existenzminimum. Tu das bitte nicht auch noch nem Kind an.
Deine Freundinnen kann ich gut verstehen. Mir ist ebenfalls schleierhaft, wie man es gut finden kann, finanziell abhängig zu sein und ohne die Erlaubnis des Mannes keinen Fuß vor die Tür zu setzen.
Irgendwie hoffe ich, du trollst...

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Also ich war 17 und mein Mann war 30 als wir uns kennengelernt haben und zusammen gekommen sind. Wir sind nun seit über 8 Jahren zusammen, ein halbes Jahr verheiratet...
Manchmal passt sowas auch einfach wie Arsch auf eimer ;)

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Was meinst du mit traditionell genau?
Also Mann geht arbeiten und Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder?

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Ja genau das. Aber auch, dass der Mann halt führt.

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In Richtung "Domestic Discipline" oder einfach das der Mann das letzte Wort hat?

Ich würde sagen, dass es deine Freundinnen nichts angeht, auf welche Art und Weise du und dein Mann glücklich werdet, wenn es einvernehmlich ist und kein dritter zu Schaden kommt.
Das traditionelle Rollenbild mag heute nicht mehr so weit verbreitet sein wie früher, aber wenn ein Paar das für sich leben möchte, warum nicht?

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Ich bräuchte auch eine Erklärung zu "traditionell", bevor ich mich dazu detailliert äußere. Ganz allgemein bin ich nämlich der Meinung, jede/r Mensch kann leben wie er/sie mag und Dritte haben sich dazu nicht ungefragt zu äußern.

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Vielleicht muss ich wirklich mehr dazu schreiben. Ich bin 17, mein Freund 28. ich bin jetzt vor einem Monat zu ihm gezogen. Wir wollen auch bald ein Kind. Ich mache den Haushalt und so. Er geht arbeiten. Aber er sagt halt auch so wo es lang geht. Ich würde zB nicht weg gehen ohne ihn zu fragen. Ich finde das sehr schön und geborgen.

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Ah, verstehe. Der Mann als Herr im Haus.

Wie gesagt, geht Deine Freundinnen nichts an.

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Andere haben es schon geschrieben: Wie ihr lebt, ist eure Angelegenheit. Wundern darf man sich allerdings trotzdem und hinterfragen auch, immerhin stellst du das Thema ja hier zur Diskussion.

Teenager tummeln sich normalerweise in anderen Foren. Es steht natürlich allen frei, sich in den Weiten des Internets nach Belieben umzuschauen, aber vielleicht hat es ja einen Grund, dass du dich mit diesem Thema an ein Forum wendest, in dem überwiegend erwachsene Frauen schreiben.

Sollte dein Beitrag ernst gemeint sein und nicht dazu dienen, um Stimmung zu machen, wäre es schön, wenn du mehr dazu schreibst, was du denn überhaupt unter traditionellem Rollenbild verstehst. Das der 50er und 60er? Oder noch weiter zurück?

Wenn du dich genauer mit alten Modellen beschäftigst, wirst du sehen, dass es das als Einheitsmodell gar nicht gibt. Bis in die 20er Jahre des vorigen Jh. lag das Heiratsalter bei rund 29 Jahren. Da bist du gute 12 Jahre zu früh dran und auch in den 50er und 60er Jahren hat man erst geheiratet, dann gab es die gemeinsame Wohnung und Kinder. Früher wiederum haben Frauen meist gearbeitet, sei es auf dem Hof, im Handwerksbetrieb der Familie und der Haushalt war seinerzeit nicht so ein Spaziergang wie heute. Dass Kinder von anderen mitbetreut wurden, war normal.

Oder geht es darum, dass der Mann das Sagen haben soll? Da könnte ich dann allerdings deine Freundinnen verstehen. Wer nicht auf Augenhöhe leben möchte, ist oft in seiner Männlichkeit nicht ausreichend gefestigt. Aber wie gesagt, das wissen wir alle ja nicht, du schreibst so gut wie nichts.

Derzeit sehe ich hier jedenfalls nur eine Beziehung zwischen einem erwachsenen Mann und einem Teenager. Irgendein Modell zu "leben" setzt voraus, dass eine gewisse Festigung da ist. Wie lange seid ihr denn zusammen?

Ziele, die man mit 17 hat, sind oft wenige Jahre später ganz andere. Da nach wie vor - egal bei welchem Familienmodell - die Ehe eine 50:50-Chance hat - und auch das nicht heißt, dass die anderen 50 % glücklich verlaufen, wirst du im eigenen Interesse sicher eine Ausbildung machen und dann auch Berufsjahre sammeln oder ist das auch nicht vorgesehen? Man weiß es nicht, du schreibst nichts dazu.

Wenn nein, ein kleiner Hinweis: Im Familienrecht gilt seit rund 10 Jahren das Eigenverantwortungsprinzip, dh. beim Wegfall der erforderlichen Kinderbetreuung kannst du sehen, wo du bleibst.

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Eben erst gelesen: Du bist erst vor ein paar Wochen zu ihm gezogen. Da kann keine Rede von einem gelebten Modell sein. Wie lange du ihn kennst, weiß ich nicht.

Wenn du allerdings - wie du schreibst - Geborgenheit darin findest, dass du ihn um Erlaubnis fragst, wenn du ausgehen möchtest, liest sich das gerade im Hinblick auf deine zarten 17 Jahre als würde er deinen Vater ersetzen. Hat dir in deiner Familie Geborgenheit gefehlt und du suchst daher so was?

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Hallo,

wir leben auch sehr traditionell. Mein Mann arbeitet, ich mach Kinder und Haushalt. Er verdient Geld, ich gebs aus ;-)
Er benutzt die Bohrmaschine, ich backe Kuchen.

Er ist der "Mann" im Haus - ich allerdings die "Frau" dazu.
Heisst - was die weiblichen, fraulichen Seiten in unserem Leben betrifft, habe absolut ich das Sagen.

Ich denke das Emanzipation nicht zwangsläufig bedeutet das wir Frauen uns wie Männer benehmen sollten, sondern wir uns auf die wahren Stärken der Frauen besinnen dürfen und die Möglichkeiten haben das zu Leben.

So hat bei uns jeder seinen Platz und für uns ist das super, wir haben uns das so erarbeitet.
Ich würde jetzt allerdings nicht um Erlaubnis fragen um z.B. wegzugehen. Warum auch?
Wir sind ja gleichberecht und sprechen uns ab.
Das ist etwas das mich jetzt eher stören würde.
Denn mit welchem Recht darf er das entscheiden und warum hat das was mit traditionell zu tun?
Ich empfinde das er als übergriffig.

Und in deinem zarten Alter solltest du vorher dringend lernen auf eigenen Beinen zu stehen, sonst wirst du immer nur abhängig sein. Da wird aus "geborgen" ganz schnell unselbstständig und eingeengt. Meine Meinung...

Viele Grüße

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„Ich denke das Emanzipation nicht zwangsläufig bedeutet das wir Frauen uns wie Männer benehmen sollten, sondern wir uns auf die wahren Stärken der Frauen besinnen dürfen und die Möglichkeiten haben das zu Leben.“

Was sind denn die wahren Stärken der Frauen? Kuchen backen, putzen, Geld ausgeben?

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Das ist doch ganz einfach:
Du hast links die Gruppe männliche Menschen und rechts die Gruppe weibliche Menschen. Innerhalb dieser Gruppe verhalten die sich alle gleich und entsprechend der Gruppenzugehörigkeit. Welche das sind, sagt dir Google, wenn du das Suchwort Rollenklischees eingibst.

Verhalte dich entsprechend und du musst dir keine Gedanken machen, was du möchtest oder welche Neigungen dein Partner hat - ist alles schon vorgegeben. Ein Beispiel: Du bist schlecht in MINT-Fächern, es sei denn, du kommst aus einem arabischen Land, dann liegen hier deine Stärken. Du bist für die Kinder zuständig und arbeitest daher die ersten Jahre nicht. Es sei denn, du lebst in Frankreich, verdammt, so einfach ist das ja gar nicht. Letzter Versuch: Du magst die Farbe Rosa, ach nee, das war ja früher die Farbe für Jungs und ist erst jetzt Mode für Mädchen.

Allerletzter Versuch: Solltest du in deiner Weiblichkeit noch ganz ungefestigt sein, findest du hier Hilfestellung:
https://www.urbia.de/forum/12-familienleben/5214112-hilfe-wie-kann-ich-meinen-mann-gluecklich-machen

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Hallo!

Das kannst Du gerne machen, wie Du willst, allerdings musst Du damit rechnen, dass Dir das Lebensmodell in 10-20 Jahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die Ohren fliegt.

Du bist halt erst 17, da ist das noch ok, sich von einem Mann führen zu lassen, da findet man das vielleicht sogar gut und entlastend, nicht selbst verantwortlich zu sein, weil eben er immer das letzte Wort hat.

Aber so mit Mitte 30, da sieht das ganz anders aus, wenn Du Dich sonst normal entwickelst wie die allermeisten anderen Frauen. Einerseits merkst Du dann erst, dass ein erheblich älterer Freund deswegen keine gleichaltrige Freundin hat, weil er eben mit Beziehungen auf Augenhöhe gar nicht so gut klar kommt, sondern das, was Dir heute stark erscheint, dann immer mehr nach Würstchen aussieht. Sorry, aber wenn man es mit 28 nur mit einer 17jährigen aufnehmen will, die sich freiwillig unterordnet, dann spricht das wirklich nicht für ihn. Und andererseits bist Du dann wahrscheinlich auch selbst in einer Reife angekommen, die es für Dich unerträglich macht, Dich weiterhin so unhinterfragt "führen" zu lassen.

Dieses Lebensmodell hat also bei den allermeisten Paaren ein eingebautes Verfallsdatum, eure Machtverhältnisse werden sich zwangsläufig verschieben, und dann stehst Du eben da als Hausfrau mit Kindern, aber ohne Ausbildung. Dann wird es echt schwer für Dich, mit Kindern und einem Mann der das gar nicht gut findet, doch noch eine Ausbildung zu machen.

Du machst es Dir damit sehr sehr schwer. Klüger wäre es schon, erst wenigstens eine Ausbildung zu machen, und erst dann, wenn die fertig ist, die Kinderplanung anzugehen, wenigstens, damit Du eine Grundlage hast, falls es dann doch nicht klappen sollte irgendwann. Ohne Ausbildung wirst Du wenig Möglichkeiten zur Trennung haben, weil Du eben kaum eine vernünftige Stelle finden wirst, mit der Du deine Kinder durchbringen kannst. Du wärest also extrem abhängig. Und das von jemandem, der womöglich in 15 Jahren nicht mehr mit Dir mithalten kann, was die Reife angeht.

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Normalerweise müsste Dein Freund schon so viel Lebenserfahrung haben, Dich zu drängen, die Schule zu beenden bzw. eine Ausbildung zu machen.
Dass Dir das Leben so jetzt leichter erscheint, kann ich sogar ein wenig nachvollziehen, aber das wird Dir alles irgendwann auf die Füße fallen und dann wird es richtig schwierig.

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Und da ist er, der Wochenend Troll Thread zum Aufmischen

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Oh je, was hab ich hier angerichtet.
Und natürlich hab ich die Schule zu Ende gemacht.

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Und eine Ausbildung? Und was sagen Deine Eltern zu Deinem "Lebensentwurf"?

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Hi,
jeder nach seiner Façon und wenn man damit glücklich ist, ist das doch fein. Gerade wenn Kinder da sind, kann ein klares Rollenverständnis doch auch einiges an Zündstoff aus einer Beziehung nehmen.
Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass man Gefahr läuft, sich doch sehr abhängig zu machen und wenn‘s blöd läuft, eines Tages mit leeren Händen dasteht.

vlg tina

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So, jetzt habe ich mich mal durch den ganzen Beitrag gelesen.
Bei einem blutjungen Mädel, wie du eines bist, geht meine Toleranz leider flöten. Sich unausgebildet von einem Kerl ins Elend „führen“ zu lassen, halte ich für äußerst unreif.

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