Lehrer - verlängerter Urlaub?

Hallo,

Ich habe 3 Freundinnen, die an der Grundschule Lehrer sind.
Weitere an anderen Schulen, die jetzt auch arbeiten müssen irgendwie...

Aber die Freundinnen an der Grundschule müssen einen Tag die Lernpakete richten und nach einer Woche dann korrigieren. Sonst nichts! Sie sagen selber, ihnen geht's gut, viel Freizeit mit den eigenen Kindern. Notbetreuung muss nur eine von ihnen 1 Tag in der Woche machen.

Ist das normal? Ihnen als Freundinnen gönne ich es ja, aber wenn ich sehe wie viele um ihre Existenz bangen oder Kurzarbeit haben oder keine Kinderbetreuung... und Lehrer bekommen auch weiter ihren Lohn...

Wie ist es bei euch?

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Hallo,
als Grundschullehrerin ärgert mich so etwas maßlos, weil am Ende wieder alle über einen Kamm geschoren werden.
Ich bin seit der PK der Kanzlerin gefühlt nur noch am Rotieren: Nach Frau Gebauers Ansage für Donnerstag in NRW konnten die Kinder schon am Freitagmorhen fix und fertig gepackte Lernpakete abholen. Ich telefoniere und maile mit Eltern, mache Videokonferenzen mit meinen,Erstklässlern, drehe Erklärvideos, spreche Arbeitsaufträge ein... Gefühlt arbeite ich aktuell mehr als vorher. Zum Glück haben wir aber eine sehr nette Elternschaft und ich habe schon viel wertschätzende ind dankbare Rückmeldung bekommen.

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Hallo,
Nein das wollte ich mit meinem Beitrag gewiss nicht.
Ich bin froh, dass es solche Schulen und Lehrer wie dich gibt!!!
Ich denke auch nicht, dass meine Freundinnen dafür etwas können, ihnen wird das ja von der Schule so vorgegeben - denke ich mal. Ob sie selbst sich mehr um die Schüler kümmern könnten, kann ich nicht beurteilen.

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Bei uns läuft es ähnlich. Materialisiert mit genauen Tagesplänen. Jeden Tag 2x Videokonferenzen mit meinen Erstklässlern. Die Eltern dürfen sich jederzeit melden. Hausaufgaben müssen über Teams zurückgeschickt werden und werden von mir korrigiert und die Eltern bekommen täglich Rückmeldung. Dazu selbst noch 2 eigene Kinder im
Homeschooling und dazu ein Kindergartenkind daheim.

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Hallo,

Finde, dass zeigt wie schlecht das homeschooling von diesen Schulen koordiniert wird. Leider ist das aber bei zu vielen Schulen Realität.

Eine Freundin, Gesamtschule, unterrichtet via Team ihre Klassen. Die Klasse ist in zwei Gruppen geteilt. Also unterrichtet sie zweimal hintereinander das gleiche. Alle Kinder sind zugeschaltet und bekommen so Unterricht. Hausaufgaben kommen werden per Mail bzw. Cloud ausgetauscht. In Endeffekt hat sie aktuelle den gleichen Aufwand wie vorher, nur ohne Fahrweg.

Ich weiß aber auch, dass ihre Schule hier in der Gegend die Ausnahme ist. Bei den meisten Schulen läuft es wie bei deinen Freundinnen. Einmal die Woche Aufgaben verteilen, einmal die Woche einsammeln und korrigieren und die Eltern alleine lassen.

LG Morgain

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So macht mein Mann es aktuell auch. Er sitzt oben in seinem Büro und kommt maximal zu den üblichen pausenzeiten runter.

Sehe es aber im Bekannten und Freundeskreis, dass die Kids jetzt schon Pakete für drei ganze Wochen vorliegen haben. Sorry wenn ich es so plump sage. Aber da haben sich die Lehrkräfte es sich leicht gemacht. :/

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Ich habe eine Lehrerin in der Familie.
Im ersten Lockdown hat sie einfach nichts gemacht - über Wochen hinweg. Sie saß im Garten und hat sich gesonnt. Nein, ich übertreibe nicht.

Jetzt muss sie Abschlussklassen unterrichten, sie meinte knapp 16 Stunden die Woche. Klar, Vorbereitung, Nachbereitung. Aber der Stoff ist jedes Jahr der selbe. Sie beschwert sich, dass sie zu viel machen muss. Kann man machen. Zig andere Klassen sind aber weggefallen.
Für diese Lehrerin ist das eine Art Urlaub mit jammern, dass man nicht vollkommen frei hat.
Kann bei anderen natürlich anders aussehen! ;)

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Also meiner Erfahrung nach ändern sich die Lehrpläne der Oberstufe alle 1-2 Jahre, zumindest in den Sprachen und Gesellschaftswissenschaften.
Manche bereits unterrichtete Texte sind auch so komplex, dass ich sie mir vorher nochmal anschauen muss.
Den zeitraubendsten Aspekt hast du vergessen: Ich brauche für die Korrektur eines Oberstufenaufsatzes mind. eine Stunde und die wurden und werden bei uns weiter eingereicht.
Bei uns fallen keine Klassen weg, auch nicht die Nebenfächer.
Ich bin jedenfalls ziemlich am Limit und frag mich immer an welche Schule ich mich versetzen lassen muss, um diese Konditionen zu bekommen 🤪

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Mein Bruder (Lehrer) hat sich im letzten Lockdown einen neuen PC zugelegt und einen Haufen Computerspiele..

Außerdem hat er Netflix einmal durchgeschaut. Gearbeitet hat er laut eigenen Angaben ca 1-2 Stunden pro Woche. Er hat ne wöchentliche Mail verfasst mit Arbeitsaufträgen, dass war es dann aber auch.

Nun ja, andere saßen ja auch ohne Einbußen zuhause. Wir kennen auch einen lufthansapiloten, und Mitarbeiter bei VW in Kurzarbeit mit 100% aufgestocktem Lohn. Es sei ihnen ja gegönnt, aber so ein bisschen Gedanken um das Kindeswohl darf man sich schon machen als Lehrer..:-(..

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Das sind dann die Lehrer/innen über die sich dann die Eltern beschweren auf FB,Urbia,diverse Foren usw.

Letztes Jahr hatten wir (Kind ist jetzt 3 Klasse) auch so eine und es war Katastrophe. Man spürt heute noch die Auswirkungen, das sich nicht gekümmert wurde und Eltern und Schüler alleine gelassen wurden.

Jetzt läuft es deutlich besser. Die Lehrerin kümmert sich in der Notbetreuung um die Kinder und schaltet sich gleichzeitig vom Klassenzimmer aus,auf moodle dazu (wenn es funktioniert) . Ist sie nicht in der Schule schaltet sie sich von daheim zu. Sie bespricht mit den Kindern die Hausaufgaben vom Tag davor. Kinder können ihre Frage stellen. Dann bekommen die Kids Aufgaben. Wer will kann sich dafür ausloggen aber die meisten Kinder bleiben im Chat. Fällt moodle wg.überlastung doch mal aus,gibt es zur Sicherheit jeden Abend den Tagesplan für den nächsten Tag.

Meiner Tochter macht es richtig Spaß, das schöne ist sie hat kein Zeitdruck. Wichtig ist nur das Abends alles fertig ist.

Letztes Jahr dagegen kamen irgendwann Sonntagabend um 21:00 Uhr die Aufgaben für die Woche. Kein Tagesplan oder welche Reihenfolge. Über 40 Blätter nur Kopien zum ausdrucken. Irgendwann in laufe der Woche kamen die Lösungen für die Eltern. Immerhin ab Woche 3 kam ein Anruf von der Lehrerin ob den alles ok sei. Ähm...nein....

Eltern können unterstützen, Eltern können auch helfen aber Lerninhalte die nicht einmal sortiert oder nummeriert sind, kann man nicht wirklich vermitteln.

Deine Freundinnen wäre anzuraten,das nicht an die große Glocke zu hängen, wie sie arbeiten. Den das kommt definitiv nicht gut an und spricht sich rum.

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Du willst uns doch hier einen Bären aufbinden.
Alle 4 Lehrer aus meinem Umfeld (unterschiedliche Bundesländer, unterschiedliche Schulen) gehen auf dem Zahnfleisch und stehen vor den unterschiedlichsten Herausforderungen. On the Top haben sie noch selber KInder, die auch irgendwie ihren Schulstoff bearbeiten müssen oder Kinder im Kindergartenalter.
Könnte jetzt einen Roman schreiben, laß ich aber. Denn ich halte dich in der Tat für jemanden, der noch nie Einblick in den Lehrerberuf im Freundeskreis hatte.
Was du hier von dir gibst, das kommt von der unwissenden Elternschaft oder wie sich Schüler den Lehrerjob vorstellen.

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Komisch, ich habe wirklich nicht das Gefühl das sich Lehrkräfte gerade totarbeiten. Das muss sehr unterschiedlich sein, es scheint ja wirklich welche zu geben die bemüht sind weiter zu arbeiten.

Aber ich kenne leider nicht wirklich Lehrer die noch verfügbar sind und telefonisch/via Mail erreicht werden können- Unterricht via Video findet auch gar nicht statt in meinem Umfeld. Höre ich nur hier oder aus den Medien.

Schlimm das es so unterschiedlich läuft. Ein Teil der Kinder wird richtig abgehängt gerade. #contra

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Ich finde es von dir nicht nett mir etwas unterstellen zu wollen.
Leher von weiterführenden Schulen, die ich kenne, arbeiten jeden Tag.
Aber eben diese drei Freundinnen müssen wirklich nicht viel machen.
Wir wohnen im Schneegebiet, die eine geht mit den eigenen Kids schlitten fahren...das ist für Freizeit.

Und nein, ich bin kein Elternteil oder sonst was von deren Schülern. Meine sind zum Glück noch kleiner!

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Der Klassenlehrer meines Sohnes (1. Klasse) hat uns acht Seiten im Flex und flo via Iserv, zur Bearbeitung genannt und zwei Arbeitsblätter ausgedruckt und in einer Schulgarage zur Abholung bereit gelegt. Ich kam mir schon beim Abholen Mega verarscht vor, weil ich echt lange gebraucht habe um die Garage zu finden (keine Wegbeschreibung, Garage nicht auf dem Schulgelände..) und dann mit zwei Seiten da stand. Das hätte ja viellicht auch via Mail oder in iserv hochgeladen werden können.. Für eine Woche. Wir sollen unseren Sohn täglich eine Stunde pro Hauptfach unterrichten- das funktioniert aber leider nicht mit so dürftigem Material.

Er ist nämlich heute schon mit allem fertig geworden, und hat dafür keine Stunde gebraucht..

Dann hab ich via iserv nachgefragt ob er mir nicht noch weitere Unterlagen zur Verfügung stellen könne. Keine Reaktion. Rodelt vermutlich gerade im Harz oder so..#kratz..

Eine andere Lehrerin hab ich heute Vormittag vom Arbeitszimmer aus mit ihrer Tochter Richtung Spielplatz laufen sehen. Erreichbarkeit während der Arbeitszeit ist auch überbewertet..#kratz..

Ich hab gehört es soll Lehrer geben die ihren Beruf ein bisschen ernst nehmen und auch etwas Leistungswillen zeigen- leider kenne ich die nicht. In meiner Familie gibt es auch zwei Lehrer, Bruder und Schwägerin. Gruselig- die haben sich null Gedanken gemacht im Vorfeld. Jammern zwar schon seit den Sommerferien das sie noch arbeiten müssen, unverantwortlich..#bla#bla..

Aber mal drüber nachgedacht wie sie ihre Arbeit dann sinnvoll fortsetzen könnten haben sie auch nicht. Ich hab meinen Bruder noch den Anbieter gezeigt über den wir bei der Arbeit videoberatung anbieten- Nö, dass geht nicht. Er ist an einer Realschule, die bekommen auch nur ne Mail mit Aufgaben, und es wird nichts kontrolliert..

Viel erwartet habe ich ohnehin nicht, aber so ein bisschen kommt Frust auf..#aerger..

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Liebe "frustrierte Mutter"!

Ich kann deinen Ärger verstehen. Du ärgerst dich ganz konkret über die Lehrkraft deines Sohnes. Das ist ok. An deiner Stelle würde ich bei anderen Eltern nachfragen, ob diese die Situation ähnlich bewerten und mich dann an den Elternbeirat wenden. Dieser kann mit einer Beschwerde an die Lehrkraft herantreten.

An einer Stelle deines Textes werde ich allerdings sehr ungehalten.
Zitat: "Ich hab gehört es soll Lehrer geben die ihren Beruf ein bisschen ernst nehmen und auch etwas Leistungswillen zeigen"
Wie kannst du so über andere Berufsgruppen urteilen?
Ich möchte diesen Satz richtig stellen:
Es gibt verdammt viele Lehrer, die ihren Beruf unglaublich ernst nehmen und herausragenden Leistungswillen zeigen und wie in jeder Berufssparte gibt es die berühmten "schwarzen Schafe".
Leider ist der Beruf des Lehrers in der Gesellschaft immernoch wenig anerkannt. Für alle gilt: Augen auf bei der Berufswahl! Wir haben in vielen Bundesländern akuten Lehrermangel.

Deine längst nicht mehr frustrierte Grundschullehrerin in Teilzeit, die seit März viel zu viele Stunden arbeitet, damit die Fehler in der Politik einigermaßen im Rahmen bleiben und die Kinder weiter in ihrem Recht auf Bildung unterstützt werden!

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Vielleicht hat die betreffende Lehrerin, die mit der Tochter zum Spielplatz lief auch einfach heute frei? Die meisten Lehrerinnen mit Kindern sind nicht Vollzeit tätig. Oder sie hatte schon früher Unterrichtsende? Bist du für deinen Chef und die Kunden rund um die Uhr erreichbar? Vielleicht hält sie Kontakt über ihr Handy? Bei mir läuft Teams auch über mein Handy und ich kann von überall die Fragen der Eltern beantworten. Arbeitsblätter kann ich über das Tablet sogar vom Spielplatz aus korrigieren. Stell dir vor, das ist heutzutage alles möglich. Erkundige dich doch einfach mal, bevor du Leuten irgendwelche Sachen unterstellst.

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Im Frühjahr wurden Arbeitsblätter verteilt und nichts (!!!) wurde kontrolliert.

Danach 1x pro Woche Unterricht, Rest zu Hause. Am Schultag wurde nur gequatscht und draußen gespielt. Arbeitsblätter, die zu Hause an den Homeschoolingtagen gemacht wurden, wurden nicht kontrolliert.

Im Dezember, eine Woche vor Weihnachten, mussten die 3. Klässler 3 völlig verschiedene Aufsätze ohne (!!!) Anleitung der Lehrer schreiben. Diese sollten auch hochgeladen werden. Bis heute hat mein Sohn keine einzige Rückmeldung (!!!) erhalten.

Jetzt müssen sie nur das hochladen, was sehr schnell korrigiert werden kann.

Aber sonst ohne Corona müssen wir ihm alles selbst beibringen. Wir wurden nach 8 Wochen nach Schulstart in der ersten Klasse gefragt, warum er noch nicht alle Buchstaben schreiben und lesen kann. Schreibschrift war auch nur selbst zu erlernen.

Es hängt sehr stark vom Lehrer ab. Mein zweiter Sohn hat eine sehr engagierte Lehrerin. Sie schaut alles nach und lobt auch. Dieses Lehrerlob ist sooo wichtig für die Kids. Seine Lehrerin sammelt alle Arbeitsblätter nach ein paar Tagen ein. Sie besucht dabei die einzelnen Kinder. Sie hat viel zu tun.

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Mein Mann und ich sind beide Lehrer an weiterführenden Schulen. Letztes Schuljahr krochen wir beide völlig auf dem Zahnfleisch, genau wie die meisten der Kollegen, v.a. die, die zeitgleich die eigenen Kinder versorgen oder beschulen müssen. Bei uns ist nichts weggefallen und so habe ich dann mehrere 100 schriftlich beantwortete Fragen über die ganze Periode verbessert und Rückmeldung gegeben. In Vollzeit bis zum Mutterschutz, oft nachts, weil wir uns mit der Kinderbetreuung abwechseln mussen. Welch ein herrliches Lotterleben.

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Lotterleben, ja, herrlich :D

Darauf muss ich mich nun eben beziehen.
Ich hab letztes Jahr sogar noch während (!) meines Mutterschutzes gearbeitet, um meine Kollegen noch ein kleines bisschen zu entlasten. Der Onlineunterricht ist für alle nämlich doch viel zeitintensiver. Homeschooling ist echt kein Zuckerschlecken! Aus beiden Perspektiven nicht!
Ich für meinen Teil bin heilfroh aktuell in Elternzeit zu sein. Das gebe ich ganz ehrlich zu. Das war letztes Jahr echt kräftezehrend und ich bin froh, aktuell nicht online unterrichten zu müssen. Es ist nämlich wirklich kein Lotterleben, wenn man seinen Beruf Ernst nimmt!

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Warum stellst du deine Frage in grau? Du darfst ruhig - wenn du über Lehrer schimpfst - dazu stehen!

Es scheint wohl wirklich recht unterschiedlich zu sein. An meiner Schule ist es zumindest nicht so. Wir bereiten Wochenpläne vor, teilen in Tage ein, sortieren, kopieren, drehen Videos, korrigieren, haben feste Präsenz- und Telefonzeiten, schreiben Mails...

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