Wie lange soll das alles gehen?

Hallo ihr Lieben.
Ich bin gerade sehr melancholisch und einfach das Bedürfnis vor mich hin zu philosophieren. Ich habe keine Panik vor dem Coronavirus, ich gehe arbeiten und bin froh, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Ansonsten bleibe ich zuhause. Das ist ganz angenehm im Moment, mein sonst so hektisches Leben kommt einfach mal zur Ruhe.
Aber wie lange wird diese ganze Krise dauern? Wir wollen die Ansteckungsrate gering halten, dadurch gewinnen wir Zeit und es werden weniger Menschen sterben. Das ist gut so und auch richtig. Aber dadurch wird alles auch länger dauern. Was heißt das für unser normales Leben? Wann ist es wieder normal?
Womöglich bin ich beim letzten Eisprung (geplant) schwanger geworden. Jetzt ist alles so anders. Ich habe mir so oft ausgemalt, wie ich es Familie und Freunden verkünde, nachdem wir schon einige Monate versucht haben schwanger zu werden. Ich würde mich freuen und plane nicht den Kiwu zu pausieren. Aber jetzt kommt einfach alles so anders, als ich es mir vorgestellt habe (ich weiß, nicht nur für mich). Wird bis zur Geburt alles wieder normal sein? Werde ich Geburtsvobereitungskurse besuchen können? Kann ich mit meinen Freundinnen Babysachen shoppen? Kann ich mit meinem Baby zum Babyschwimmen und anderen Gruppen gehen?

Wann sehe ich meine Freunde wieder? Wann kann ich zu meinen Eltern, ohne Angst zu haben, sie dadurch umzubringen?
Werden wir diesen Sommer wieder lange draußen sitzen, grillen und lachen?
Gibt es die alte Normalität jemals wieder zurück?
Wieviele von uns werden unter PTBS leiden? Werden wir vereinsamen? Depressiv?

Ja, in China hat sich die Lage nach 2-3 Monaten entspannt. Wir nennen es entspannt, weil kaum neue Fälle dazukommen. Aber soweit ich weiß ist dort doch immernoch alles geschlossen, weitab von Normalität. Sobald die Menschen wieder untereinander verkehren, geht die Ansteckungsrate wieder hoch oder?

Ich weiß, keiner kann mir sagen "In 3 Wochen/4 Monaten/5 Jahren" ist es wieder normal. Das ist eher eine rhetorische Frage. Was sind eure Gedanken zu alledem?

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Ich bin gerade ES+9 und mache mir natürlich auch so meine Gedanken was es bedeutet, wenn der Test am Sonntag positiv ist. Man kennt ja die Horrorbilder aus Wuhan und ich muss gestehen die Menschen in Italien, die sich gegenseitig Mut zu singen, lösen in mir auch eher ein beklemmendes Gefühl aus. Aber ...

... ich bin mir ganz sicher, dass wir im Sommer wieder zusammen sitzen werden, lachen und grillen. Es wird wieder eine Normalität geben, weil das Virus schwächer wird und im Sommer auch nicht mehr so leicht übertragen werden kann.

Ich persönlich zieh mich mit meiner Familie mal ein bisschen zurück und genieße die freie Zeit die wir gemeinsam haben. Außerdem werden diese Schutzmaßnahmen ja getroffen, damit es nicht so schlimm wird und es ist ja wirklich noch nicht sooo schlimm, also ganz ruhig.

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Ich gehe davon aus das es viel länger dauert, es werden einfach zu wenige krank um eine notwendige Durchseuchung zu erreichen ( was ja so gewollt ist) ein Impfstoff wird auch nicht so schnell verfügbar sein, also was sollte sich in den nächsten Monaten ändern? Ich hoffe nur das sie ein paar praktikabel Lösungen finden, vor allem für die Schüler und Azubis.

LG
Visilo

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Ich hab auch keine Ahnung , hoffe aber auch , dass im.Sommer das meiste überstanden ist.

Ich hatte mal so ein Gedankengang, jeder, der nicht tzr risikogruppe gehört, lässt sich anstecken , danach 2-3wochen Quarantäne u gut ist.
Ich bin nicht vom Fach, aber wenn das umsetzbar wäre,müsste das theoretisch funktionieren

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Interessanter Gedanke
Unter Laborbedingungen wäre das vermutlich tatsächlich möglich, in der Realität aber wahrscheinlich einfach nicht umzusetzen

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Ich sehe es genauso wie du. Es gibt schon Virologen, die diesen Ansatz für besser halten.
Die Umsetzung ist halt schwierig. Zur Risikogruppe gehören auch ältere arbeitsfähige Leute (vor allem die in höheren Positionen), gefühlt alle Politiker und für die Politiker ganz wichtig ihre Wähler.

Da ist es einfacher, den Alltag der Nichtwähler und ihre Eltern zu versauen :-(

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Hallo du.
Ich finde es interessant sich selber die Frage zu stellen ob das Leben vor der Krise erstrebenswert war.
Wir versuchen unser Leben sehr bewußt zu leben und nicht mit in das Hamsterrad " Höher, Schneller,Weiter" zu gelangen.
Ich finde es gut, dass das Leben jetzt für alle entschleunigt wird. Jeder kann diese Zeit nutzen und sich etwas besinnen.
Muss man in der Form wie bisher weiter konsumieren? Muss es wirklich immer ein Flugurlaub oder überhaupt Urlaub sein?
Muss das Kind in zig Vereine? Muss der Druck und Stress im Alltag wirklich so sein?

Wir nutzen die Krise als Chance noch einmal unsere Form des Lebens zu über denken. Das möchte ich allen als Ratschlag mit geben.
Die Natur hat in kürzester Zeit geschafft wozu wir Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu in der Lage waren...Nie war z.B die Luft in China sauberer. Es fahren kaum noch Autos hier bei uns...
Alles Gute

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Hallo

"Ich finde es gut, dass das Leben jetzt für alle entschleunigt wird. Jeder kann diese Zeit nutzen und sich etwas besinnen."

Ja und nein. Was Konsum etc betrifft hast du schon Recht.

Aber die soziale Seite gibt es halt auch. Ich werde die nächsten Wochen will bis auf die Kernfamilie exakt null soziale Kontakte haben. Keine Freunde treffen können, nicht Mal meine Arbeitskollegen sehen, einfach nichts! Und das belastet mich.

Noch dazu habe ich im Moment zu Hause auch kaum Platz, mein Mann ist auch zu Hause, muss beruflich viel telefonieren und neigt zu "mach das so, und das so...". Ruhe ist hier also auch keine...

Der Mensch ist halt auch ein soziales Wesen, lauter Einzelgänger hat es nie gegeben. Und Einzelgänger müssen wir alle im Moment sein...

LG

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Ich habe aus gesundheitlichen Gründen das Haus seit Samstag nicht verlassen und darf es bis Ende der Woche nicht verlassen. Mein Mann und Kind halten sich aus dem Zimmer fern weil sich keiner anstecken will. Ich habe wenn es hoch kommt 5 Minuten persönlichen Kontakt am Tag. Zu unseren Eltern besteht seit einer Woche kein persönlicher Kontakt mehr.
Ich telefoniere hier täglich mit sämtlichen Freundinnen und Familie, schreibe viel Unsinn über WhatsApp und habe schon lange nicht mehr einen so intensiven Austausch mit allen möglichen Leuten gehabt.
Und ja ich bleibe dabei, dass sich jetzt jeder mal Zeit nehmen kann sich Gedanken zu seinem Leben und über die sozialen Beziehungen machen zu können. Die Kernfamilie rutscht nun zusammen.

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Guten Morgen,

ich denke bis zu einer wirksamen Therapie oder Impfung wird das hier gerade eher der Normalzustand werden.
70% der Bevölkerung müssen immun werden, um die Welle sonst natürlich auszubremsen. Wir haben gerade mal gut 7000 Infizierte und weit über 80 Mio Menschen in Deutschland … Dazu wird die Welle ausgebremst, damit möglichst viele Menschen das überleben können - also wird es sich ziehen.

In China gehen die Infektionszahlen nur so runter weil eben sehr starke Maßnahmen getroffen wurden. Lockert man diese, so rechnen Experten mit einem erneuten sprunghaften Anstieg der Zahlen. Ein Infizierter reicht vollkommen um eine erneute Welle auszulösen.

Ich bin nicht sehr optimistisch für diesen Sommer, denn auch in den warmen Ländern breitet es sich aus.

LG

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Wenn aber die Influenzawelle vorbei ist u man nicht mehr Angst haben muss,dass die Intensivplätze wieder ausreichen,wird es evt wieder lockerer und es ist nicjt mehr soo schlimm, wenn sich viele anstecken
Ich denk halt ,je mehr sich anstecken,desto schneller geht es vorüber u hoffe einfach,dass sich schon ganz viele angesteckt haben u es keine oder nur milde Symptome gab, damit der spuk bald vorbei ist

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Die Intensivplätze werden nie ausreichen, wenn man Corona einfach laufen lässt.
5% der Betroffenen müssen intensivmedizisch behandelt werden und das über eine längere Zeit.

Auch im normalen Betrieb sind die Betten meist um die 80% ausgelastet, denn Schlaganfälle, Unfälle und Co nehmen keine Rücksicht, dass gerade die Betten für Coronapatienten gebraucht werden könnten.

Und nun schaue dir an, wie wenig Intensivbetten Deutschland dann doch hat … ziehe die ca. 80% Dauerbelastung ab. Dann kannst du hochrechnen, wie viele Deutsche maximal zeitgleich erkranken können an Corona, damit jeder beatmet werden kann, der es nötig hat.

Je mehr sich zeitgleich anstecken, desto höher das Risiko, dass es hier die gleichen Zustände geben wird, wie in Italien. Patienten, die eine Beatmung bräuchten, werden dann abgewiesen, weil ihre Überlebenschancen statistisch schlechter sind als die vom Nachbarn …

Ehe ich das hier haben wollte, reduziere ich lieber ein Jahr lang meine Kontakte, wenn es nötig ist. Ich möchte nicht erleben, wie meine Oma abgewiesen wird, weil sie mit ü90 nicht mehr die gleichen Chancen hat, wie die 30jährige Mutter nebenan.

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