Muttermilch induzierte Colitis

Hallo!
Mein Sohn, fünf Monate, leidet an einer Muttermilch induzierten Colitis mit blutigen Durchfällen.
Einmalig trat dies in seiner sechsten Lebenswoche auf, unter Diät meinerseits verschwanden die Beschwerden sofort wieder. Seit er drei Monate ist, hatten wir allerdings wieder täglich mit winzigen Blutbeimengungen im Stuhl sowie einer hohen Stuhlfrequenz zu kämpfen. Ansonsten ist mein Sohn Beschwerdenfrei, er ist fröhlich und gedeiht gut.
Unter Gewichtskontrolle durfte ich meinen Sohn weiter stillen, ich wollte nur sehr sehr ungern auf Spezialnahrung umsteigen. Wir haben zeitig (4 Monate) mit der Beikost begonnen und mittlerweile erhält meinen Sohn einen Mittags- und Abendbrei. Gelegentlich möchter er anschließend aber dennoch gestillt werden (er isst zwischen 80 und 150gramm). Trotzdem besserte sich die Stuhlfrequenz schnell, von 8x täglich auf maximal 2x, auch das Blut verschwand.

Doch vor ein paar Tagen, nach gut drei wöchiger Beschwerdefreiheit, traten erneut Blutschlieren auf.

Mein Kinderarzt hat mir nun doch Neocate verschrieben und rät mir zum sofortigen Abstillen. Ich möchte dies aber nur äußerst ungern tun. Im Internet findet man die unterschiedlichsten (ärztlichen) Meinungen dazu. Einige sind der Meinung, dass kleinste Blutbeimengungen zu Gunsten der Muttermilchernährung tolerierbar sind.

Nun versuchen wir seit einigen Tagen meinem Sohn das neocate anzudrehen... doch egal was wir machen, ob mit flüssiger Glucose, im Brei, aus dem Becher... er verweigert die Nahrung und schreit bitterlich...

Mein Kinderarzt ist nun vier Wochen im Urlaub und ich bin ratlos.

Im Moment stille ich weiter und biete Brei an... schließlich kann ich den armen kleinen ja nicht hungern und schreien lassen.

Haben sie einen Rat für mich?

Hallo,

bassierend auf Ihren Erläuterungen würde ich Ihnen raten das Kind weiterzustillen. Wenn es dem kleinen gut geht können wir die Blutschlieren akzeptieren. Zusätzlich bieten Sie dem Kind normale Beikost an. In der regel spricht die zeit für Sie und die Symptomatik verschwindet.

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