Schwiegereltern die ungeplante Schwangerschaft mitteilen

Hallo.
Ich bin 21 Jahre alt und hatte letztes Jahr bereits zwei Fehlgeburten.
Ich bin jedes mal ungeplant schwanger geworden trotz diverser Verhütungsmittel wie unter anderem der Pille die bei mir trotz richtiger anwendung und ohne vorkomnisse nicht gewirkt hat da ich laut meinem Frauenarzt ein 'Pillenversager' bin.
Die erste Fehlgeburt war ein missed abort so dass ich dachte dass alles in ordnung sei bis mir mitgeteilt wurde dass das herz schön länger nicht mehr schlägt. Daraufhin bekam ich die pille verschrieben die ja wie oben schon beschrieben nicht wirkte und ich zu kurz danach noch einmal schwanger wurde.
Ich wollte zu einem beratungstermin um mir die spirale einsetzen zu lassen da ich grundsätzlich schon einen großen kinderwunsch habe ich aber sehr unter den fehlgeburten gelitten habe, dabei wurde aber festgestellt dass ich erneut schwanger bin.
Nun ist bald die zwölfte woche um und es ist alles gut verlaufen und ich freue mich sehr allerdings habe ich große angst davor den eltern meines Freundes das mitzuteilen.
Er fängt dieses jahr seine ausbildung an was sich um einiges verzögert hat aufgrund von psychischen problemen und seine eltern sehen ihn oft als versager und er bekommt viele vorwürfe dass er garnichts schafft.
Sonst sind seine eltern sehr nett aber sie wussten nicht von einer schwangerschaft und da diese jetzt eine risikoschwangerschaft ist habe ich angst dass die eltern nicht wollen dass ich das kind bekomme und der stress zu Komplikationen führt.
Ich bin damit sehr überfordert und weiß nicht wie ich es ihnen sagen soll.
Vielen Dank fürs lesen und für Ratschläge falls euch etwas einfällt!

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Hallo Lily,
Herzlichen Glückwunsch zur ungeplanten und doch gewollten Schwangerschaft.

Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist die SS mitzuteilen, aber ihr werdet nicht darum herum kommen.

Um mir eure Situation genau vorstellen zu können, fehlen mir vermutlich einige Informationen bezüglich deiner Familie, deiner beruflichen Situation, eurer Wohnsituation und euren finanziellen Möglichkeiten. (Das heißt nicht, dass du das hier schreiben sollst, nur dass es etwas schwierig ist, einen Rat zu geben).

Wäre ich an deiner Stelle, würde ich wohl nun auch noch zwei Wochen abwarten, da dann der Zeitraum einer straffreien Abtreibung vorüber ist, sodass das Thema schonmal vom Tisch ist. Die Zeit würde ich nutzen, um einen genauen Plan zu erstellen, wie ihr euch die Finanzierung und Betreuung des Kindes vorstellt.

Wenn ihr dann mit seinen Eltern sprecht, könnt ihr ihnen zeigen, dass ihr verantwortungsvoll seid und einen genauen (und realistischen) Plan für die Zukunft habt.

Dein Freund könnte dabei zum Ausdruck bringen, dass ihr beide genau das seid, was er will und er bereit und sehr motiviert ist, dafür an sich zu arbeiten (also an den nicht näher genannten Faktoren die scheinbar zwischen seinen Eltern und ihm im Raum stehen. Es könnte ja sein, dass die Verantwortung für ein Kind genau das ist, was er braucht um daran zu arbeiten.)

Wie sehen denn deine Eltern die Situation?
Vielleicht wäre es hilfreich sie in das Gespräch mit einzubinden?

Viele Grüße, Dancingdaisy

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Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort!
Einen solchen Plan zu erstellen und den Zeitraum einer möglichen Abtreibung abzuwarten sind sehr hilfreiche tipps!

Meine Eltern einzubringen hingegen wäre wohl eher kontraproduktiv da diese sehr spezielle Menschen sind zu denen ich schon lange nur sehr unregelmäßigen kontakt habe.

Ich bin für die tipps allerdings wirklich sehr dankbar und denke sie könnten sehr hilfreich sein!

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