Geburtsplanungsgespräch - einfach nur genervt

Hallo ihr Lieben

Ich muss meinem Ärger heute mal Luft machen. Mein Mann und ich waren eben in der Uniklinik zum Geburtsplanungsgespräch, da unser Baby sehr gross ist. So weit so gut.. Im US hat sich gezeigt, dass wir inzwischen bei einem geschätzten Gewicht von 3 kg sind (bei 33+6) und somit ausserhalb der Perzentile zu liegen kommen #gruebel

Die erste Assistenzärtzin war wirklich nett und versuchte uns keine Sorgen zu machen. Der Kleine wächst ja seit Beginn am obersten Ende der Skala, ich bin selbst eher gross (knapp 1,80m), in meiner Familie gab es einige grosse/schwere Babies und ansonsten geht es dem Kleinen ja gut.

DANN kam aber die Oberärztin (nach gut 2h Wartezeit) und war deutlich direkter. Sie ist sich eigentlich sicher, dass ich SS-Diabetes habe (obwohl mein Wert beim kleinen Test bei 3,9 lag), die Diabetes möglicherweise auch mit Insulin nicht in den Griff zu kriegen ist und ich ja sowieso Diät halten sollte etc, etc.

Das alles an den Kopf geschmissen zu bekommen, machte mich doch wütend und traurig. Sie gab mir ziemlich unwirrsch zu verstehen, dass es meine Schuld ist, obwohl noch gar nicht klar ist, ob wirklich eine SS-Diabetes vorliegt oder wir einfach ein grosses Baby erwarte. Klar möchte ich, dass es dem Kleinen gut geht, aber eine werdende Mutter so anzugreifen und zu beuruhigen, finde ich völlig unnötig und auch nicht zielführend. Ich habe mich immer allen Tests und Anweisungen der Ärzte gefügt und nun wird knapp vor der 35 ssw so ein Fass aufgemacht.

Ich mag einfach nicht mehr.. Tut mir leid für diesen Silopo..
Marie

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Puh da würde es mir wie dir gehen. Ehrlichkeit schön und gut aber das muss echt nicht sein. Das kann man echt auch netter formulieren.
Manchmal sind die Ärzte im KH so abgestumpft das ihnen jegliche Empathie fehlt.
Es tut mir sehr leid das du das erleben musstest.
Vielleicht ist es eine gute Idee einen Termin beim Diabetologen zu machen. Dann bist du sicher das alles gut ist und euer Kleiner einfach nur groß.

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Vielen Dank für deine Antwort - Empathie ist wirklich das richtige Stichwort.
Inhaltlich stelle ich nichts in Frage, was die Ärztin erläutert hat. Ich werde mich auch schnellstmöglich dem grossen Diabetestest unterziehen, aber die Art und Weise war schrecklich. Dies nach stundelangen Wartezeiten und ohne mich wirklich zu kennen, sah die Dame heute zum ersten Mal.

Aber was solls.
Es muss ja immer irgendwas sein, sonst wäre es ja langweilig.. #klatsch

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Langweilig wär super, oder?

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Die Oberärztin scheint ja nicht gerade ein Kommunikationstalent zu sein, das ist echt doof für dich gelaufen... Deine Schuld ist mit Sicherheit nichts, auch keine Mögliche Schwangerschaftsdiabetes.

Inhaltlich liegt die Oberärztin aber möglicherweise nicht falsch. Viele Fälle von Schwangerschaftsdiabetes bleiben beim kleinen Zuckertest unerkannt und es ist definitiv richtig, in diese Richtung weiter zu untersuchen. Auch mit der Empfehlung einer Diät für Diabetiker denke ich hat sie alles richtig gemacht. Das schadet weder dir noch dem Baby und kann viel helfen falls sich die Diagnose Diabetes bewahrheitet.

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Inhaltlich stelle ich ihre Aussage auch nicht in Frage. Wir waren ja auch extra dort, damit sie sich das Ganze genauer anschauen - das ist völlig ok.

Die Gesamtsituation hat mich einfach genervt. Der kleine SS-Test war in der 23. Woche, da hiess es alles i.o. und es wurde nie die Möglichkeit einer SS-Diabetes besprochen, obwohl das Baby schon seit der 18 Woche am oberen Ende der Skala liegt. Nun in der 35 Woche bricht plötzlich Panik aus, ich soll am besten gleich am Montag zum grossen Test, Insulin scheint schon so gut wie sicher nötig zu sein...

Aber na ja, ändern lässt sich das nicht mehr.
Ich warte ab, was meine Gyn zur Empfehlung der Klinik sagt. Bisher haben die Ärzte der Uniklinik jedes Mal ein vermeitliches Problem entdeckt (ETS: auffällige Nackenfalte, 2. Screening: schlechte Versorgung), dass sich anschliessend doch als unauffällig erwies. Es ist ja schön und gut, genau hinzuschauen, aber diese Panikmacherei nervt mich gerade übelst! :-[

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Schade, dass manche Ärzte offenbar mit der Zeit vergessen, dass vor ihnen Menschen sitzen... Hatte in meiner 1. SS auch eine Kontrolle im KH, weil mein Sohn groß geschätzt wurde - mein großer Diabetes-Test war aber negativ, ich hatte über 20kg zugelegt. Der Chefarzt war „so freundlich“ mich darauf hinzuweisen, dass ich meinem Mann damit keinen Gefallen tue, wenn ich mich so gehen lasse und so viel zunehme...

Fazit: Kind kam mit über 4kg ohne Probleme auf die Welt und die Kilos hatte ich nach 8/9 Monaten wieder weg...

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Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit mir teilst. Die Aussage "Eine Diät würde ihnen nicht schaden." und der entsprechende Blick dazu ist einfach verletzend. Ich habe einiges in der SS zugenommen.

Momentan fühle ich mich einfach nur schuldig. Das ist kein schönes Gefühl, abr schön hier auf Verständnis zu stossen 😘

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Ganz ehrlich? Dafür hatte ich immer genug Milch für mein Kind und keinen Eisenmangel. Offenbar hab ich alles abgedeckt, was ich in der SS brauchte und hatte ausreichend Reserven zum Stillen🤗

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Hallo, auch bei unserer Kleinen wurde gegen Ende der Schwangerschaft der Verdacht auf Makrosomie (=geschätztes Geburtsgewicht an ET über 4 kg) gestellt. Auch uns wurde trotz unauffälligem kleinen Zuckertest geraten auch den Großen zu machen. Quasi als Ausschlussdiagnose. Der Test war dann auch negativ. Der Arzt meinte dann bei uns, dann ist es halt einfach ein großes Kind. Wir sind aber auch nicht gerade klein. Der Arzt hat uns allerdings bei einem großen Kind zum Kaiserschnitt geraten, da eine natürliche Geburt bei so schweren Kindern auch riskant ist (Kind kann evtl. steckenbleiben etc.). Da wir schon in den vergangenen Jahren viel durchgemacht haben, haben wir uns dann auf einen geplanten KS bei 37 + 0 geeinigt. So lange wollte unsere Kleine dann aber nicht warten und kam dann bei 34 + 3 nach vorzeitigen Wehen und Blutungen durch einen Notkaiserschnitt mit 3100 gr zur Welt und ist jetzt putzmunter.

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Es freut mich sehr, dass eure Kleine putzmunter ist, auch wenn dies nach einem sehr rasanten Start anhört. Ich hoffe sehr, dass diese Aufregung zum Schluss der SS bei uns auch zu einem guten Ende führt..💙

Das Wort Makrosomie fiel heute andauernd.. der Plan ist nun nach erfolgten Diabetestest und entsprechender Einstellung zu warten, bis das Baby die 4kg Grenze knackt. 😳 Danach kann über eine frühere Einleitung gesprochen werden. Kaiserschnitt ist (noch) kein Thema, da ich ja auch gross bin.. da scheinen sie zu meinen, dass Kind und Mama zusammenpassen - verstehe einer die Ärzte 🤷‍♀️

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Hallo!
Ich hab 3 Kinder.

Erstes Kind 4040 g bei 41+3.
Zweites Kind 4240 g bei 38+1.

Meine Ärztin war sich sicher: unentdeckter SS-Diabetes, trotz mehrfachen Tests.

In der dritten SS musste ich den OGT dann 3 mal machen, 2x groß, 1x klein. Wieder kein Diabetes.

Schnöti kam dann mit 2850 g bei 37+1 zur Welt. Auch ne Woche später hätte sie nicht die kg geknackt.

Lass dich nicht verunsichern! Und alles gute!

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