Beziehungsproblem zur Tochter, die bei der Mutter lebt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
momentan habe ich ein kompliziertes Problem mit meiner Tochter, die bei ihrer Mutter lebt. Meine Frau und ich sind seit 2008 geschieden und meine 17 jährige Tochter lebt bei der Mutter.
Es gibt immer wieder das Problem, dass meine Tochter äußert, ich hätte kein Interesse an ihr. Anfangs wurde dies eher immer wieder von der Mutter geäußert. Sozusagen wurde ihr da ein richtiger Floh ins Ohr gesetzt. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Exfrau meine Tochter manipuliert.

Ich verstehe es nicht, dass dies behauptet wird. Ich suche immer wieder intensiv den Kontakt zu meiner Tochter. Wenn meine Tochter bei mir ist, haben wir oft Ausflüge unternommen, die genau ihrem Interesse entsprechen, z. B. gingen wir auf eine Reitmesse oder Reitveranstaltung. Ich frage auch oft, z. B. welche Musik ihr gefällt oder ähnliches. Hier reagiert meine Tochter oft sehr schüchtern und gibt dazu keine Antwort. Es ist also sehr schwer herauszufinden, was ihr im Einzelnen wirklich gefällt. Man kann die Interessen nur erahnen, bei Dingen, die offensichtlich sind, z. B. dass sie reiten geht.

Wir haben auch immer wieder versucht über dieses Thema zu reden. Leider ist es oft so, dass sie auf Whatsapp Nachrichten erst immer Tage danach antwortet oder generell nicht ans Telefon geht. Sie ruft leider auch nicht zurück. Wenn man meine Tochter, dann doch mal ans Telefon bekommt, habe ich auch schon des öfteren sachlich erklärt, dass es kaum möglich ist Interesse an ihr zu haben, wenn die Kommunikation zu ihr so schwierig ist. Gespräche verlaufen auch oft immer nur sehr kurz. Sie sagt, dass sie für das Gymnasium extrem viel lernen muss und daher nur 1 Minute zum Telefonieren hat. Ich habe dann in letzter Zeit meine Bemühungen etwas reduziert mit ihr in Kontakt zu treten und dachte, dass sie momentan einfach wirklich im Streß ist.

Nun wird mir genau das wieder zum Vorwurf gemacht, dass ich kein Interesse an ihr habe. Wenn man aber versucht zu erklären, dass es auch zwei Seiten gibt, wird es von der Mutter unterstützt sofort aufzulegen und einfach gar nicht mehr zu reagieren. Ich möchte natürlich nicht die Schuld auf meine Tochter abladen, aber reden muss man schon miteinander. Ich habe den Eindruck, dass die Mutter und sie damit kanalisiert erzwingen möchte, dass ich eingestehe ich wäre Schuld an allem o.ä.

Nun habe ich von meiner Tochter einen Brief bekommen, in dem sie mir wieder vorwirft, dass ich keine Interesse hätte. Sie geht aber auch nicht ans Telefon für ein klärendes Gespräch. Ich denke, ein Brief von meiner Seite bringt da wenig. Was sollte ich da reinschreiben? Wenn ich schreibe, dass es zwei Seiten gibt, wird sich meine Tochter noch weiter zurückziehen. Ich möchte aber auch nicht eingestehen, dass ich an allem Schuld bin, denn ich möchte ja Zeit mit meiner Tochter verbringen und eben auch mal ein ganzes Wochenende, da man eben genau dann seine Beziehung zueinander besser aufbauen kann.

Meine Überlegung ist nun, dass ich auf den Brief gar nicht eingehe und hin wieder einfach eine Whatsapp Nachricht zu schreiben, dass ich sie vermisse oder lieb habe.

Was halten sie davon? Ich bin hier leider sehr ratlos und es tut mir sehr weh, dass immer versucht wird, wenn ich versuche das Problem zu klären der Kontakt abgewürgt wird.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Ein verzweifelter Vater.

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