Ehekrise 26. Ssw

Hallo,

zur Gesamtsituation: mein Ehemann und ich sind seit 7 Jahren zusammen, seit 5 verheiratet. Er wollte nicht zwingend ein Kind mit mir, hat es aber dann mir zu liebe gemacht. Da ich mehrere Fehlgeburten und psychische Probleme hatte haben wir eine Kinderwunschbehandlung vorgenommen. Nun bin ich erfolgreich in der 26. Ssw schwanger.
Mein Mann ist selbstständig und hat oft wenig Zeit. In letzter Zeit hatte ich das Gefühl er ist gar nicht mehr wirklich gerne bei mir. Es hat sich mehr und mehr entwickelt und jegliche Versuche das anzusprechen und zu ändern haben nichts geändert.
Nun kam es nach Einem Streit zu einer offenen Aussprache. Mein Mann erklärte, dass ihm alles zu viel ist und ich ihn zu viel in Dinge einbinde, worauf er gar keine Lust hat (Kinderzimmer streichen, Unterstützung bei Anträgen, usw). Einiges konnte ich nachvollziehen und habe verstanden, dass für ihn Druck und Zwang dabei entsteht.
Allerdings kam das Thema auf, ob er das alles so überhaupt noch möchte oder er lieber nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Dazu konnte er mir nichts sagen, was mir förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat.
Mir ist irgendwie klar, dass bei ihm eine Mauer entstanden ist, da er sich von mir überfordert fühlt und gezwungen.
Jetzt frage ich mich, ob es überhaupt noch was bringt den Druck rauszunehmen und ihn erst mal nicht mehr einzubinden. Ob er sich dann überhaupt wieder annähert und von allein wieder Interesse entwickelt.
Was kann ich tun, dass er wieder Gefühle für mich entwickelt? Wie verhalte ich mich jetzt?
Ich selbst bin ein eher sicherheitsbesürftiger Mensch und ich bekomme absolute Panik, kann kaum schlafen, essen, usw und alles während ich schwanger bin. Natürlich habe ich auch Bedürfnisse und brauche eigentlich Nähe und Halt. Ich liebe meinen Mann und wünsche mir, dass wir wieder zueinander finden. Aber wie bekomme ich das hin?

1

Mittlerweile ist klar, er will die Trennung. Er zweifelt sogar an, ob er jemals Gefühle hatte oder sich da was vorgemacht hat. Ich denke da gibt es nichts mehr zu retten.
Ich frage mich nur noch, wie man dieses Gefühl aushält, wenn der Boden unter den Füßen komplett wegbricht. Und man eigentlich sich nichts sehnlicher wünschst, als dass man wieder zueinander findet, aber jegliche Hoffnung verloren ist. Das Gefühl vom Leben gerade so beschissen zu werden, Haus, Hund, gemeinsames Leben, schwanger und alles zerrinnt in den Händen.

2

Liebe Sila, es tut mir sehr leid deine Zeilen zu lesen.

Worte können nicht trösten, ich weiß. Aber ich möchte dir dennich etwas Zuversicht schenken. Du erwartest ein Wunder, das wird dir Kraft geben.

Hast du deine Familie in der Nähe?

Hast du ein stabiles Netzwerk?

So eine Kurse zeichnet sich ja meist nicht von jetzt auf gleich ab. Habt ihr gesprochen wann es anfing, dass sich dein Mann entliebt hat?

Es tut immer sehr weh, einen geliebten Menschen gehen zu lassen. Gerade in deiner jetzigen Situation. Möglicherweise hilft dir das Buch 'Wenn der Partner geht'.

Alles, alles Liebe!!

3

Er kann es zeitlich nicht genau sagen, schleichender Prozess. Aber er denkt auch rückblickend hätte er mich nie geliebt.

weiteren Kommentar laden
Top Diskussionen anzeigen