Lungenembolie 14. Woche - Spontane Geburt oder Kaiserschnitt?

Hi!

Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich es "spontan versuchen" soll oder gleich den KS plane - Hebamme und Ärzte gaben zwar Hinweise, aber am Ende lief es immer darauf hinaus: "Das ist dann Ihre Entscheidung" ... grml ... (ET: 10.6.21)

Warum sich diese Frage stellt:

1. Kind im August 2018 kam per Kaiserschnitt bei 41+5 zur Welt - am 10. Tag nach ET Einleitung um 8 Uhr morgens , nach 20 Stunden war der MuMu von sagenhaften 1,5 cm bei Beginn auf "2-3" aufgegangen. Sprich nüscht. Morgens um 7 wurde dann KS beschlossen, um 8 gings los, 8:23 war das kleine Wunder da. Hurra. Fand ich alles nicht schlimm, das vorherrschende Gefühl war Langeweile. Keine wirklichen Wehen, keine Schmerzen, nix ... hatte das Gefühl, dass es alles unnötig in die Länge gezogen wurde. Aber hey, ich gesund, die Kleine Gesund. Alles gut.

2. Schwangerschaft:

##Langversion## (Kurzversion unten)

(weil mich das immer noch aufregt, wie knapp ich durch Fehldiagnosen einer Katastrophe entronnen bin ... und der Aufruf an alle, ihrem Gefühl zu vertrauen!!!)

2. Kind geplant, gewollt, Corona, Homeoffice, wenig Bewegung viel Stress am PC. Schmerzen im Bein in der 12. Woche wurden abgewatscht, trotzdem habe ich auf Untersuchung bestanden. Gefäßchirurgie der örtlichen Spezialklinik auf Thrombose: Nichts gefunden. "Bewegen Sie sich mehr!"
Gesagt getan. Wochenenden mehr Wanderungen, morgens eine Runde durchs Dorf gelaufen, Mittags eine Runde und Abends Rad gefahren. Schmerzen wurden erst besser, dann wieder schlimmer, dann weg.

Ziemlich genau 2 Wochen nach der Gefäßchirurgie: Atemnot, Kreislaufzusammenbruch auf der Treppe, extreme Kurzatmigkeit, keine 3 Worte ohne Luftschnappen. Mann ruft nach einiger Verunsicherung erst Hausarzt an, dann Krankenwagen.
Corona negativ. Lungenembolie ausgeschlossen, da die Beine ja schon auf Thrombosen untersucht wurden und kein Befund vorlag.
Notarzt liest Arztbrief. Ist verwirrt. Tippt trotzdem auf Lungenembolie. Im EKG ist ein Wert um 200 ms verschoben. Das nutzt er als Begründung, mich auf jeden Fall mitzunehmen.

6 Stunden Notaufnahme, 5 x Blutabnahme, US in Beinen, Lunge, Herz. Am Ende kein Ergebnis, Assistenzarzt (!) widerspricht Oberarzt und besteht auf Aufnahme, Verdacht: "Es kann eigentlich nur eine Lungenembolie sein. Das will ich erst ausschließen."

Am nächsten Morgen spezielles CT (sehr sanft wegen Schwangerschaft niedrigere Strahlenkonzentration, dafür längere Aufnahmezeit). Vom CT erst wieder auf Station, ohne Befund oder Erklärung. Keine 10 min später stehen die Pfleger der Intensivstation vor mir: "Wir nehmen Sie jetzt mit". Auf der Intensivstation kurzes Arztgespräch: Beidseitige Lungenembolie, großflächig alles zu, warum ich noch aufrecht sitze und atme?

2x täglich Blutverdünner, alle möglichen Kabel, Monitoring. 2 Tage später das Ergebnis: Hm, Glück gehabt, starkes Herz, die unbeschadeten Lungenteile leisten ganze Arbeit. pO2 immer >85%, ohne Anstrengung >95%, Nur das Herz mit Ruhepuls 110 ist etwas arg am arbeiten... (Vor Schwangerschaft war ich jeden Tag joggen, erst durch die Müdigkeit und den Stress auf der Arbeit hatte ich das eingestellt. Ruhepuls war sonst eher bei 55-60)

Zurück auf Normalstation. Kind wurde auch angeguckt, alles gut, Werte super, Bewegung gut und Geschlecht ließ sich auch schon sehr sicher bestimmen. Juhu.
Rechtsherzbelastung wurde ausgeschlossen. Die 4. Ärztin (eine Assistenzärztin aus der Radiologie) hat dann endlich die Thrombose in der linken Kniekehle gefunden. Also "einfach nur" eine Fehldiagnose der Gefäßchirurgen. 3 mal. Plus der Oberarzt aus der Inneren, der mich mit akuter Lungenembolie aus der Notaufnahme nach hause schicken wollte.
Seither spritze ich mir täglich zwei mal Enoxaparin, bis vorraussichtlich 8 Wochen nach Geburt + Thrombosestrümpfe. Luft ist besser, aber immer noch merke ich, wie ich keine Belastung aushalte, wie schnell ich außer Atem bin. Lange telefonieren ist zum Beispiel nicht - meine letzte Sozialkontaktmöglichkeit dadurch noch eingeschränkter. Shit happens, hoffentlich bald vorbei. War 4 Wochen Krank geschrieben, seit Anfang Januar um Beschäftigungsverbot.

##Kurzversion ##

14. Woche Diagnose beidseitige Thromboembolie. Derzeit 35. Woche. Die Geburtsplanung steht im Raum.

##Frage###

Gyn sagt: Im Prinzip steht der 1. KS einer spontanen Entbindung bei der 2. Geburt nicht im Weg. Die LE sollte durch die Blutverdünner aufgelöst sein - Sicherheit bekäme man nur mit einem 2. CT, das aber eher nicht gemacht wird, wegen der Strahlungsbelastung für das Kind. Blutwerte sind leider wenig aufschlussreich, waren sie bei der Diagnose schon nicht.

Ein KS erhöht normalerweise das Risiko von Thrombose und LE nach der Geburt, also eigentlich nicht anzuraten.

Wehen könnten noch vorhandene Thromben durch den erhöhten Blutdruck lösen - was zu einer weiteren "Verstopfung" in der Lunge unter der Geburt führen kann. Außerdem, wenn die LE nicht (vollständig) aufgelöst ist, könnten Wehen und das "Veratmen" der Wehen zu extremer Kurzatmigkeit /Hyperventilation führen. Im schlimmsten Fall steckt das Kind halb im Geburtskanal und ich hab keinen Sauerstoff mehr. Dann ist auch ein Not-KS schwierig. Da sie das Risko für ausgeglichen hält, sei es wieder an mir, meine persönliche Präferenz herauszufinden und mich zu entscheiden. Achso, Wachstum des Ungeborenen ist totaler Durchschnitt, genau auf Linie, alle Werte sind so, wie man es sich wünscht. Schädellage seit 30+4.


Hebamme: Befrage die Ärzte. Sie will sich verständlicherweise nicht für eine Art aussprechen.

Ich: Von der Geburtsmethode her sehe ich Pros und Cons auf beiden Seiten, ich sehe eine spontane Entbindung nicht als die Sinnerfüllung meines Lebens als Mutter und werde nicht traumatisiert, weil auch das 2. Kind per KS auf die Welt kommt. Das erste Kind hat den KS prima weggesteckt, ist gesund, fidel, keine Beschwerden wegen Darm, Allergie o.ä. Ein ganz normales Kind. Aber natürlich weiß ich im die Vorteile einer spontanen Entbindung, die Erfahrung, die Hormone ... trotzdem bin ich da unsicherer, weil ich beim ersten Mal nicht mal ansatzweise Geburtswehen hatte. Auch nach Blaseneröffnung nicht.


Ich möchte mich für die Methode mit dem geringsten Gesundheitsrisiko für mich und das Kind entscheiden, und dazu zähle ich auch, dass jeder Tag, den ich früher entbinde, ein Tag weniger ist, an dem ich SCHWANGER mit Lungenembolie an CORONA erkranken kann. Nochmal 11 Tage übertragen würde ich allerdings ungerne.
Mein Krankheitsbild reicht meinem Hausarzt nicht aus, für mich die Ausnahme für eine Corona-Impfung zu machen, die laut StiKo bei Schwangeren mit besonderem Risiko durchaus gemacht werden darf :-[ Und meine Gyn will das nicht entscheiden und verweist auf den Hausarzt.

Auf die geringe Wahrscheinlichkeit hin, dass jemand in einer Ähnlichen Situation war / ist: Was war/wäre eure Entscheidung? Gibt es hier eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Lungenembolie hatte und trotzdem normal entbunden hat? Oder ist ohne Diskussion der KS entschieden/geraten worden?

1

Puh da stehst du aber vor einer schwierigen Entscheidung. Das so viel in der Diagnose falsch gelaufen, ist heftig...Gute Besserung erstmal und dass ab jetzt nur noch bessere Zeiten folgen!

Die Einleitung von der du geschrieben hast klingt für mich merkwürdig.
Man hat scheinbar nicht viel Geduld gehabt und nach kurzer Zeit einen Kaiserschnitt gemacht weil der Muttermund nicht schnell genug aufging? Bestand denn da eine Gefahr für euch oder womit wurde der Kaiserschnitt dann rechtfertigt?

Ich hatte auch mal eine Einleitung und lag etwa 4 Tage am Wehentropf weil ich einen oberen Blasenspung hatte und daher eine Gefahr fürs Kind und mich wegen einer möglichen Schwangerschaftsvergiftung bestand. Bei mir gab's auch lange keine Fortschritte mit dem Mittermund aber ein Kaiserschnitt stand noch lange nicht an obwohl ich auch überfällig war.

Manchmal haben die Kliniken Zeitmangel, Pflegeengpässe. Wenn es vielleicht deswegen war, würde ich überlegen woanders zu entbinden.

Die Klinik in der du entbinden möchtest, würde ich jedenfalls vorab alle Atteste und Geburtsberichte eibreixhen bevor du entbindest. Dort auch alles mit dem Kreissaal/ einer Hebamme durchgehen, damit sie sich besser vorbereiten können.

Da es bei beiden Geburtsvarianten bei dir scheinbar nahezu gleichgroße Risiken gibt, würde ich es wahrscheinlich erstmal spontan versuchen.
Im Notfall wird man einen Kaiserschnitt machen. Sich zwei Optionen offen zu halten, finde ich solide oder was meinst du?

Es ist aber auch die Frage bei welcher Variante du dich am wohlsten fühlst. Hast du mehr Angst vor dem Sauerstoffmangel bei der spontanen Geburt usw. oder eher vor dem Kaiserschnitt wegen der Thrombosegefahr? Vermutlich beides, aber was überwiegt?..Am Ende ist es vielleicht sogar eine Glaubensfrage.

Es können auch Dinge /Risiken bei der spontanen Geburt sowie bei dem Kaiserschnitt auftreten, mit denen man nicht rechnet & die man nicht planen kann (Blutungen, Herzprobleme - sowohl bei der spontanen Geburt als auch bei dem Kaiserschnitt). Ich weiß nicht was dein Herz dir sagt.

Ich würde mir also beide Varianten vor Augen führen und schauen in welcher Situation und Umgebung du dich am sichersten und wohlsten fühlst und mich dafür dann entscheiden.

Es ist klar, dass dir keiner die Entscheidung abnehmen kann, da man leider nicht in die Zukunft gucken kann, welche Variante für euch die sicherste ist.

Am Ende entscheidet das Schicksal.
Vielleicht sind beide Varianten doof oder bei beiden passiert nix und alls ist super.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Glück und alles Gute ❤

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Danke für deine Antwort!

Die offizielle Diagnose für die KS-Begründung war Geburtsstillstand.
Einige Tage nach Entbindung ist mir ein Gesprächsfetzen zwischen Hebamme und Oberärztin wieder eingefallen, den ich in dem Moment nicht wirklich wahrgenommen hatte (PDA, Müdigkeit, Aufgeregt sein ...): Und zwar sei in der Nacht die Herzfrequenz der kleinen auf 30 abgerutscht, "aber nur kurz". Das hat mir in dem Moment niemand gesagt und mir auch sonst keiner offiziell mitgeteilt. Als es mir wieder einfiel, war ich schon einige Tage aus dem Krankenhaus raus. Uns gings zuhause dann bestens, daher habe ich nicht weiter nachgefragt oder nachgeforscht.

Ich war ausgepowert trotz allem und müde und als angesprochen wurde, dass eine Sectio gemacht werden soll, war ich natürlich erleichtert, dass es ein Ende hat und ich nicht darum bitten musste. Eigentlich hatte ich die Klinik gewählt, weil sie eben bekannt dafür ist, weniger als durchschnittlich den KS durchzuführen.
Dass die Einleitung auch mal mehrere Tage dauern kann, war mir nicht mitgeteilt worden. Es hieß immer: Da gibt's die Tablette und entweder geht's sofort los oder spätestens mit der zweiten einige Stunden später.

Ich war übrigens die einzige Entbindende in der Nacht. Als ich ankam, waren noch zwei in der Endphase und gegen Mittag auf Station, danach war ich die einzige. Erst am Morgen war nach eine geplante Sectios dran und ein oder zwei Frauen kamen mit Wehen... Platzmangel war es sicher nicht.

Da man eher zu dem tendiert, was man kennt, sagt mein Gefühl Kaiserschnitt bei Nr. 2.

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Müsstest du bei einem geplanten KS vorher Blutverdünner absetzen bzw. wäre ein sekundärer KS gefährlicher deswegen?
Für mich klingt es in deinem Fall eher nach KS.

Vorteil:
planbar (auch wg. Geschwisterkind, Corona und du vermeidest eine Übertragung), du hast bereits eine Sektio hinter dir, nach dem KS werden sie dich besonders im Auge behalten wg der erhöhten Gefahr einer Thrombose, vor dem KS kannst du entsprechend Medikamente absetzen....

Es klingt nicht so als ob dir eine spontane Geburt sooo wichtig ist, darum würde ich in deiner Situation zu einem KS tendieren.
Wenn du dich nicht richtig traust zu pressen, weil du Angst hast dass sich z.B. Thromben lösen oder deine Luft zum Pressen nicht reicht wäre es ja auch schade. Wenn man mental blockiert ist, geht die Geburt oft auch nicht zum richtigen Zeitpunkt los und evtl überträgst du wieder so lange.

Die lange Geburtsdauer und langsame Muttermundöffnung fände ich dagegen nicht hinderlich oder ein schlechtes Zeichen. Mein Muttermund öffnete sich auch langsam (nach 20std wehen 5cm, Geburt nach 27std wehen).

6

Hi!

Ja, die Blutverdünner soll ich bei KS vorher absetzen, 12 oder 24 h, bin mir grad nicht sicher. Danach aber so oder wieder weiternehmen.

Das mit dem trauen ist ein guter Punkt. Ich bin tatsächlich ein verkopfter Mensch. Könnte gut sein, dass es diesmal wieder "nicht losgeht", weil ich mich so verrückt mache, oder wenn, dass ich dann nur mit halbem Herz dabei bin.

Und für "keine Luft" reicht 0.5 Stunde ffp2 Maske im Warteraum beim Arzt oder 800m gehen. Das war bei der 1. Schwangerschaft nicht so extrem. Da bin ich am Tag vor Einleitung noch auf einem Mittelaltermarkt am "tanzen" gewesen (gut, etwas hin und her gekugelt), und übers Gelände locker einige km zurückgelegt. Das haben wir gemacht, um mich abzulenken und zu entspannen.

(Hach, das waren noch Zeiten, wo man einfach mit hunderten anderen Menschen auf einer Wiese stand, Falafel gefuttert hat und Menschen dabei zugesehen hat, wie sie auf einer Bühne Musik machten --> "Bands" nannten diese Gruppen sich.)

Entscheidung scheint sich mehr und mehr herauszukristallisieren. danke für den Input!

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Puh da hast du echt einiges hinter dir! Gut, dass du dich nicht hast abwimmeln lassen.
Erfahrungen wie deine habe ich nicht. Ich kann dir nur sagen was ich denke, dass ich tun würde. Dazu muss man wissen, dass ich persönlich eine spontane Geburt für das non plus ultra halte und mir KS so überhaupt nicht vorstellen kann - also jetzt mal übertrieben ausgedrückt. Aber ich weiß, dass das eine persönliche Präferenz ist, sonst nichts.
Trotzdem würde ich bei gleichem Risiko für mich, mich dann für die Variante entscheiden die für das Kind sicherer ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei dir der KS wäre, denn im Endeffekt ist das Kind dann schnell draußen und alle Risiken danach liegen bei dir.
Natürlich ist es auch ein Risiko für beide deiner Kinder dich zu verlieren, allein schon deshalb ist es ja in keinem Fall eine einfache Entscheidung.
Aber am Ende ist es doch so: du hast 2 Möglichkeiten mit gleichwertigen Risiken. Entweder kannst du noch irgendwo her eine 2. Meinung bekommen oder du betrachtest beide Wege als gleichwertig. Wenn die Wege gleichwertig sind, dann kannst du auch "einfach" den Weg wählen mit dem es dir gefühlt am besten geht. Wissen wirst du nie ob der andere Weg besser gewesen wäre.
Alles Gute dir 🍀

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Meine Schwägerin hatte in der Schwangerschaft mehrere kleine Lungenembolien und hat spontan entbunden.

Zu dem Zeitpunkt waren die Embolien und Trombosen nicht entdeckt, sonst hätte man vermutlich nicht kristellert.

Die Empfehlungen sind ziemlich eindeutig in Richtung spontane Geburt. Ich persönlich würde mich so entschieden, aber anderen raten kann man schlecht in der Situation.

Alles Gute!

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Ach krass, wie konnte das nicht entdeckt werden? Wobei, nach meinen Erfahrungen wundert es mich nicht ...

Ich lasse mich bei der Geburtssprechstundeim KH noch weiter beraten ...

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Was sagt dir denn dein Bauchgefühl?

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Deine ganze Geschichte klingt sehr hart.

Ich würde mich aber an deiner Stelle auch für einen Ks entscheiden.
Da du bis 24h vor Ks unter Heparin stehst und ja quasi sofort nach Enbinsung wieder eine Spritze bekommst ist es wohl am ehesten das du so eine schöne Geburt Erleben kannst.
Bist du weiter gespritzt und es kommt unter Wehen wieder zu Komplikationen und es wird ein ks notwendig geht dieser nur unter Vollnarkose.
Du würdest auch im Falle eines Falles keine PDA bekommen.

Dazu noch das Wissen um deine Embolie und der evtl Angst unter der Geburt.

Ich habe drei Kinder und in allen drei Geburtwn Angst um das Leben meiner Kinder gehabt, da die Herztöne extrem abfielen. Bei allen wurde oder zumindest versucht Blut vom Köpfchen abzunehmen.
Die zweite Geburt endete im Notkaiserschnitt.
Bei der dritten Geburt konnte ich mich als die Herztöne wieder fielen nicht mehr auf die Wehen einlassen. Ich hing 7h in den Presswehen. Da ich meine Spritzen schon länger vorher abgesetzt hatte konnte ich Gott sei Dank aber eine pda bekommen.

Die vierte Geburt wird ein Ks, ca 1 Woche vor Termin.
Mit dieser Planung im Kopf bin ich schon schwanger geworden.

Ich wünsche dir alles liebe und egal wie du dich entscheidest, eine tolle Geburt und wunderschöne Kennenlernzeit

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Hi!

Danke nochmal für deine Erfahrung!

Ich war inzwischen beim Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus. Auch da wurde alles besprochen, die Risiken, die Vor- und Nachteile.

Die Oberärztin dort wäre auch die, die meine Geburt aus ärztlicher Sicht begleiten und verantworten wird und sie sagte: Ja, beide Methoden möglich und machbar, aber die Risiken und mögliche Folgen des KS seien aus ihrer Sicht besser beherrschbar und sie würde zum KS raten. Wenn ich jedoch auf spontan bestehen würde, würde sie es mir auch nicht ausreden wollen und "auch das kriegen wir hin".
Sprich, ich fühlte mich und meine Gedanken ernst genommen, und da ich eh eher schon zum KS tendierte, war die Entscheidung klar(er). Ich denke, dass mir die spontane Geburt nicht "verwehrt" wird, hilft zudem, so kommt es mir etwas selbstbestimmter vor.

Ihre Argumente:
- Ich bin noch immer zu sehr aus der Puste, Lunge ist offensichtlich noch nicht bei "normal" angekommen --> Risiko bei Geburts- und Presswehen, weitere Schäden nicht auszuschließen.
- Der Geburtsprozess kann dadurch nochmal anstrengender sein als es eh schon ist --> mit der halben Lunge könnte auch meine Erholung länger ziehen, das kostet mehr Kraft und die Zeit nach der Geburt wird umso anstrengender, Auswirkung auf das Bonding der ersten Tage sowie dem Stillen
- schwerer kontrollierbare Risiken bei Geburtsverletzungen (hoher Riss, Blut noch "dünn", schwer zu kontrollierende Blutung)
- Falls Not-KS (wie du sagtest) ist die Hepariniesierung wahrscheinlich nicht rechtzeitig abgesetzt worden, Vollnarkose die Folge, sowie "zu dünnes Blut", Heilung erschwert ...

Deine Erfahrung bestätigen mich darin, dass ich dem KS zugestimmt habe. Tendenz war eh dorthin, dann die Empfehlung der Oberärztin und deine Punkte wegen dem Heparin, ich denke, ich kann mich guten Gewissens dafür entscheiden. Ein bisschen Zweifel war nach dem Gespräch, ob ich damit mir oder dem Kind was nehmen würde, ob ich dem natürlichen Prozess nicht doch eine Chance geben sollte etc ... Aber das hat sich gelegt,

Ich bin zufrieden, erleichtert und freue mich auf unseren Knirps :-)

Vielen Dank für alle Antworten und Erfahrungen. Wenn ich dran denke, schreibe ich zeitnah nach Entbindung mal, wie es gelaufen ist.

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