Wie kann ich mich auf einen medizinisch notwendigen KS vorbereiten?

Hallo ihr Lieben,

ich bin zwar erst Ende der 21. Schwangerschaftswoche, aber da ich eine Uterusanomalie habe, wird unser Kleiner höchstwahrscheinlich per Kaiserschnitt zur Welt kommen müssen.

Ich habe schon eine OPs gehabt, aber trotzdem oder gerade deswegen wollte ich nie einen Kaiserschnitt.
Wie kann ich mich trotzdem emotional und körperlich darauf einstellen?
Hat jemand Tipps dazu?

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Ich hatte bisher 2 Kaiserschnitte und fand die echt gut. War voll und ganz damit zufrieden.
Wenn ich jetzt nicht davon angetan wäre, würde ich mir vergegenwärtigen, was in deinem Fall bei einer Spontangeburt alles passieren könnte. Der Kaiserschnitt wird ja in deinem Fall nicht zum Spaß gemacht.
Meine Freundin hat übrigens eine Uterusanomalie, wollte es aber spontan probieren und Beide wären um ein Haar gestorben. Also der Kaiserschnitt macht hier durchaus Sinn.
Du kannst dich auch damit versöhnen, indem du weißt, dass ein Kaiserschnitt der sicherste Weg für dein Baby ist.
Du kannst bei der Besprechung zum Kaiserschnitte auch sagen, dass du unbedingt möchtest, dass dein Baby sofort zumindest kurz auf deine Brust gelegt wird.
Es ist überhaupt trotzdem ein unglaublich ergreifender Moment, wenn du dein Baby das 1. Mal siehst und hörst und du bist fit genug es auch tatsächlich freudig zu erleben 😊

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Auch Kaiserschnitte können unterschiedlich ausgestaltet werden. Ich habe zumindest schon sehr viel schöneres gelesen, als bei meinem Kaiserschnitt.

Vielleicht kannst du dich ja mal damit auseinandersetzen, wie der Kaiserschnitt für dich weniger schlimm wird und verschiedene Kliniken bei dir in der Nähe befragen, wie die das jeweils handhaben.

Zum Beispiel, ob du nach der OP, während die Spinale nachlässt und du noch beobachtet werden musst, im Kreissaal bei deinem Baby bleiben darfst und dir gleich beim Anlegen geholfen wird oder ob du in die Anästhesie musst und dein Baby beim Papa bleibt.
Ob das Baby nach der Geburt auf die Brust gelegt wird oder dir nur kurz gezeigt usw.

Liebe Grüße und alles Gute!
Merveilleux

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Ich hatte einen (ungeplanten) Kaiserschnitt und kann von der OP selbst wirklich nur das Beste berichten. 🙂 Das Personal war total lieb, ich fand die Situation überhaupt nicht beängstigend und hatte sofort die gleichen Glücksgefühle wie 2,5 Jahre später beim zweiten (spontan geborenen) Kind. 🙂 Ich hadere auch überhaupt nicht mit dem KS, habe ich zu keinem Zeitpunkt.

Was ich jedoch unterschätzt hatte, war die erste Woche danach. Ich konnte das Kind halt nicht gleich so heben, tragen, im Bettchen herumschieben wie die anderen Mütter auf der Station, Duschen usw. dauerte ewig, und auch zu Hause war ich zunächst sehr auf die Hilfe meines Mannes angewiesen. Darauf würde ich mich halt mental einstellen. Habe hier zwar auch schon oft von Müttern gelesen, die total schnell wieder fit waren und alles selbst machen konnten, aber bei mir war es halt anders, und ich denke mir, falls es dir ähnlich geht, steckst du es vielleicht besser weg, wenn du im Vorhinein weißt, dass es so sein könnte. 😉

Bereite deinen Partner also darauf vor, dass du evtl. mal einige Tage nur gekrümmt gehen kannst und vielleicht nur mit Ach und Krach lange genug stehen kannst, um das Baby zu wickeln. Wenn du noch eine zusätzliche Person einspannen kannst, die euch z.B. Mahlzeiten vorbeibringt, wenn ihr nicht zum Kochen kommt, ist das besonders toll. Bei mir war das meine Mutter.

Man wird recht schnell aus dem Bett gejagt und soll sich bewegen, das ist auch gut so, aber achte darauf, dich nicht zu übernehmen. Nimm, was dir an Schmerzmitteln angeboten wird - ein KS ist nicht die richtige Situation, um da einen auf "harte Kerlin" zu machen.

Wünsche dir und deinem Baby alles Gute! 🤗

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Hallo,

ich habe am Montag mein erstes Kind bekommen. Nach 5tägiger Einleitung (3Tage Tabletten, 1Tag Gel, 1Tag Wehentropf) hatte ich bei 5 cm Mumu einen absoluten Geburt Stillstand. Hatte ca 16 Stunden davor einen Blasen Sprung, davon schlechte Enzündungswerte und Fieber bekommen.
Ich habe vor der Tür schon das Wort Sectio gehört und bitterlich geweint denn ich hatte echt 4 Tage so gekämpft für die Spontan Geburt.
Aber es ging hält jetzt nicht anders.
5 Minuten nach dem Gespräch mit dem Oberarzt wurde ich schon zum Op gerollt. Ich hatte noch nie ne Op und soooo Schiss.
Hab ne SpinalAnästhesistie bekommen und was soll ich sagen. Es war das schönste Erlebnis meines Lebens 🥺 Mein Mann war an meiner Seite und hatt das Kind in Empfang genommen. Das Team war super, mega nett, haben mir jeden Schritt erklärt. Ich habe alles gespürt bis auf den Schmerz, es war so ne tolle Erfahrung.
Habe das Kind im Aufwachraum von meinem Mann übergeben bekommen, es war echt Mega.
Ich würde zwar trotzdem noch mal ne Spontan Geburt versuchen aber nur aus dem Grund dass die Narbe einen echt einschränkt und echt weh tut. War trotzdem super schnell mobil und durfte Donnerstag schon Heim.
Man muss sich halt etwas zurück kämpfen aber bei ner Spontan Geburt kann man sich ja auch dolle verletzen 🤷🏼‍♀️
Denk positiv darüber, die schlechte Einstellung zum KS kommt nur daher das die Allgemeinheit blubbert das ECHTE Frauen ihre Kinder spontan gebären. Absolutes Dumm Gelaber. Gäbe es keinen KS dann wären meine Tochter und ich jetzt nicht am Leben.
Liebe Grüße

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Ach ja, Schau das dein Mann oder jemand anders sich nach der Geburt um Behörden Gänge usw. Kümmert. Im Auto mitfahren ist die Hölle, selbst fahren geht gar nicht. Wie lange es dauert kann ich leider nicht nicht sagen, nur das sämtliche Vibrationen super weh tun.
Ich schimpfe meinen Mann immer wenn er Witze macht den lachen ist genauso schlimm wie Auto fahr Vibrationen 🤣

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Schreib dir alle Fragen auf und stell sie beim Geburtsvorbereitungsgespräch. Frag nach Bonding bei KS, schau, dass du ein Familienzimmer bekommst,...

Ich wollte auch keinen, aber der 34. SSw war aber klar, dass es darauf hinaus läuft. Ich konnte mich dann sehr gut damit arrangieren und fand es war eine tolle Geburt.

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