25.11. Roses Revolution

Hallo,

morgen ist internationaler Tag an dem gegen Gewalt in der Geburtshilfe demonstriert wird.

Frauen die beispielsweise in einem Krankenhaus Gewalt erfahren haben, legen an diesem Tag eine Rose vor dem Kreißsaal nieder.

Leider ist es so, dass immer noch viele Frauen, auch in Deutschland, unter der Geburt Gewalt erfahren. Diese ist vielfältig, und sollte auch genauso vielfältig an die Öffentlichkeit gebracht werden.

Ich weiß nicht, ob ich es hier verlinken darf, daher könnt ihr selber auf der Webseite gerechte Geburt nach Roses Revolution schauen. Teilt die Bilder und die Texte. Es darf kein Tabuthema sein, dass Frauen unter der Geburt respektlos, grenzverletzend und gewaltsam behandelt werden. Es darf nicht mit Personalmangel und ähnlichem gerechtfertigt werden. Gerade jetzt sind viele Frauen die komplette oder große Teile der Geburt ohne den Vater oder eine vertraute Person. Die Roses Revolution ist daher in diesem Jahr wichtiger denn je.

LG
Muriel

2

Was soll diese Aktion bringen, außer vielleicht Frauen kurz vor der Entbindung in dem Krankenhaus auch noch Angst zu machen. Und das wo sie womöglich zur Zeit einen Großteil der Geburt dort ohne Begleitung sind.
Das Empfinden von Gewalt ist bei der Geburt teils auch sehr subjektiv und auch nicht das ganze Personal handelt vielleicht entsprechend. Besser als anonym irgend eine Rose abzulegen, wäre ein persönliches Gespräch im Nachhinein. Mit dem betreffenden Personal und einer Vertretung von der Klinik (Leitung oder vielleicht Stationsleitung). Damit ist vielen mehr geholfen als mit einer Rose vor der Station.

3

Ich finde es traurig, daß Gewaltempfinden von Frauen so zu relativieren. Und genau das ist Teil des Problems. Aber, wenn es die Betroffene als Gewalt empfindet, dann ist es Gewalt und Geburtshelfer sollten alles tun, um dies zu verhindern.

Übrigens war es ähnlich mit Gewalt in der Familie oder gegen Kinder. "Stell dich nicht so an. Der kleine Klaps. Das ist doch normal."

4

Es geht nicht darum, jemandem sein empfinden abzusprechen. Gewaltempfinden unter der Geburt ist aber nun einmal subjektiv. Die einen empfinden schon das Abtasten des Muttermundes oder das Legen eines Zugangs als Gewalt, die anderen halt nicht. Wenn man etwas als Gewalt empfunden hat, dann bringt ein Gespräch mehr als eine nichtssagende Rose.
In einem Gespräch kann man seine Sichtweise äußern, der gegenüber seine eigene. Manches kann man vielleicht im Nachhinein besser nachvollziehen. Andererseits weiß dann genau die Person, die einem "Gewalt" angetan hat, was wie empfunden wurde. Nicht immer ist dies so bewusst. Aus Fehlern kann man nur lernen, wenn man sie wahrnimmt.
Sollte es mit Absicht zu Gewalt gekommen sein, muss davon die Leitung informiert werden. Nur wenn diese darüber informiert wird und sich keine Besserung einstellt, kann es zu Konsequenzen führen.

Die Rose kann ja alles oder eben nichts bedeuten. Macht aber womöglich der ein oder anderen werdenden Mutter unnötig Angst. Mit einer Rose erreicht man im Endeffekt rein gar nichts.

weitere Kommentare laden
1

Danke, dass du andere auf die Aktion aufmerksam machst!

Ich werde meine Rose morgen vor die Eingangstüre legen, bis zur Station darf man dieses Jahr wohl nicht.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und Mut!
❤️

7

Wenn das Personal etwas daraus lernen soll, dann reicht keine Rose, sondern es muss ein Brief dazu, in dem man die Unstände auch erklärt, was genau man als Gewalt empfunden hat, womit man noch immer hadert, was man sich rückblickend anders gewünscht hätte.

8

Es gab schon Gespräche mit dem Personal. Trotzdem lege ich jedes Jahr eine Rose nieder, da mir dort so viel genommen wurde.

Top Diskussionen anzeigen