Brauche Meinungen Stuhlinkontinenz

Hallo , ich bin in der 30.ssw und absolut verliebt in den Gedanken mein Mädchen bald zu halten .
Ich hab schon seid 2 Jahren immer mal mit Analthrombosen zutun die immer von alleine weggingen . Diese hatte ich jetzt auch während der Schwangerschaft aber irgendwie ging sie nicht weg und es wurden mehrere . Also bin ich zu einem Experten gestern . Und dann die Schock Diagnose:
Analprolaps ! Das bedeutet das die Schleimhaut meines Afters hinaus hängt , das kann sich immer mal wieder entzünden . Er meinte das wird niemals wieder weg gehen Man könnte es nach der Schwangerschaft unterspritzen das es etwas wieder rein geht . Ich solle doch jetzt bitte schauen das mein Stuhl in Ordnung bleibt und bloß nicht pressen ( ja witzig ) bei der Frage wie das mit einer normalen Geburt ausschaut meinte er nur es ist das erste Kind man kann es nicht sagen was passieren wird , prinzipiell kann ich normal entbinden es KÖNNTE aber durch starkes pressen deutlich verschlimmert werden vllt sogar einen rektalprolaps kommen ( da ist der Darm nach außen gestülpt ) darauf hin war ich total entsetzt und habe gefragt aber inkontinent könnte ich nicht nach der Geburt werden ? Er meinte nur ganz locker , Doch das kann mich nicht ausschließen kann durchaus passieren . Er meinte n ich solle mich mal mit dem Thema Kaiserschnitt auseinandersetzen und das mit meiner Ärztin besprechen.
Es hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen..
Habe heute spontan noch einen Termin bei meiner Ärztin bekommen mal sehen was sie sagt .
Würdet ihr eine Inkontinenz und weitere analkomplikationen in kaufen nehmen ??

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Ich meine gelesen zu haben, dass so eine wieder Herstellungs OP mal bei uns auf dem OP Plan stand. Soweit ich weiß, wird das auch operiert, wenn es zum Proplaps gekommen ist.

Ganz ehrlich: Ich würde einen KS machen lassen. Unter der Geburt wird schon ordentlich mitgepresst. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass der Enddarm am Ende kaputt ist.

Hol dir am besten noch eine zweite Meinung ein.

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Ich glaube eine op wird dann nur bei einen rektalprolaps gemacht .das wäre dann das was passieren könnte unter der Geburt . Der analprolaps wenn ich mich gut darum kümmere also wirklich auf Stuhl achten und kaum pressen dabei kann sich das nur gelegentlich entzünden (weil die Schleimhaut ja draußen ist ) das ist super unangenehm aber damit kann man wohl leben .
Ich hab einfach Angst vor beidem . Mit Inkontinenz könnte ich tatsächlich absolut nicht leben aber mit dem Kaiserschnitt kann ich mich irgendwie nicht anfreunden . Aber ich hab auch die letzten 8 Monate mich nicht einmal damit auseinandergesetzt. Ich hab nachher ein Termin bei meiner Frauenärztin ich hab aber richtig Angst das sie es vllt nicht versteht und mich zu einer normalen Geburt drängen möchte .

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Ich verstehe dich total. Fühl dich gedrückt, das ist ne kack Situation.

Leg der Gyn deine Ängste offen. Als Medizinerin wird ihr klar sein, dass die Gefahr definitiv da ist. Und viele Gyns raten schon bei weniger heiklen Themen schnell zum KS. Und selbst wenn sie rät, es normal zu versuchen - es ist deine Entscheidung, nicht ihre.

Ich kann dir aber von mir berichten - meine erste Tochter kam nach 18 Stunden Wehen dann doch per KS wegen Geburtsstillstand.
Ich hatte mich darauf auch nicht vorbereitet und hatte nachträglich zu knabbern. Hätte man mir aber in der 30. Woche gesagt, dass es ein KS wird, wäre es psychisch einfacher zu verarbeiten gewesen.
Ein KS ist natürlich eine große OP, das will ich nicht runterspielen. Aber es ist okay. Das erste aufstehen ist schlimm, aber es heilt meistens doch gut ab.
Und ganz im Ernst: lieber würde ich persönlich einen KS machen lassen, als Inkontinent zu werden.

Die natürliche Geburt meiner 2. Tochter war von den Schmerzen her auch nicht unbedingt besser. Ich war aber natürlich schneller fit.

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Bei was für einem Experten warst Du denn? Einem richtigen Proktologen? Der kann das am besten beurteilen u hat auch den Befund gesehen! Wenn Du das schon vor der Schwangerschaft hattest wird es dich ohnehin weiter begleiten. Natürlich kann eine Geburt das verschlimmern, es kann sich aber auch wieder zurückbilden u so werden wir es früher war. Eine Inkontinenz kann man nie ausschließen durch eine Geburt, aber auch nicht ohne Vorschäden! Die Entscheidung kann dir wohl keiner abnehmen, kommt vielleicht auch darauf an wieviel Beschwerden du schon vorher damit hattest! Alles Gute!

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Ja bei einem proktologen , nein er meinte ein Analprolaps bildet sich nie wieder zurück. Man könnte es nur unterspritzen das ist aber nichts von Dauer , so hat er es mir gesagt .

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Hallo,

ich arbeite in einer Spezialklinik wo wir viele Patienten mit Stuhl und Harnproblemen haben. Und bitte: mach einen Kaiserschnitt. Du bist dann keine schlechtere Mutter!
Der Druck unter der Geburt ist enorm und die Schäden danach sind nicht abzusehen.
Alles Gute euch!

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Ich danke dir vielmals . Ich hoffe meine Frauenärztin sieht das so ähnlich . Mit 26 inkontinent ist glaube ich wirklich absolut furchtbar .

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Hi,
jede natürliche Geburt kann leider zu Inkontinenz führen und das betrifft leider beides Urin und Stuhl. Auch wenn ich grundsätzlich eine spontane Geburt immer bevorzugen würde und persönlich durchaus Respekt vor einem KS hätte, an deiner Stelle würde ich mich ganz klar für den KS entscheiden. Der Druck unter einer spontane Geburt ist groß. Ich würde es nicht riskieren.

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Das die Gefahr immer da ist war mir natürlich bewusst , aber ich schätze durch den Prolaps ist meine Chance einfach noch viel höher bzw gehe ich davon aus . Merke es ja auch beim Toiletten Gang wenn es zu lange war das es eben anschwillt .
Ich bedanke mich für deine Meinung !

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Das ist ja wirklich nicht schön...
Ich kenn mich medizinisch überhaupt nicht aus und ich hätte auch überhaupt keine Lust auf einen KS.
In diesem Fall würde ich glaube ich trotzdem zum KS tendieren...

Meinst du denn du würdest dich unter der Geburt trauen richtig zu pressen? Ich könnte mir vorstellen dass ich da komplett gehemmt wäre...

Ich wünsche dir alles Gute und dass du für dich die richtige Entscheidung triffst!!

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Ja darüber hab ich auch schon nachgedacht . Nachher kommt es noch zu Komplikationen weil ich einfach Angst hab zu pressen. Meine Frauenärztin wo ich heute war hatte noch nie so ein Fall . Sie meinte ich soll bis zur Geburtsplanung warten und mich nicht verrückt machen , es wäre aufjedenfall eine Indikation einen zu machen .

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Du hast die falschen Fragen an deinen Arzt gestellt. Frage ganz konkret danach, wie hoch er das Risiko einschätzt und wie hoch das Risiko im Normalfall ist. So kannst du das besser vergleichen und für dich abschätzen.

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Ein Kaiserschnitt ist in der Regel unproblematischer als die OP eines Rektalprolaps. Unterschätz die Kräfte beim Pressen während der Geburt nicht.

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Hallo,
warst du damit mal in einer "Fachklinik", also einem darauf spezialisiertem Zentrum? Meist können die mehr machen, als die Klinik vor Ort oder der Haus-Facharzt.

Gruß

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Hallo,

ich habe im Februar meine Tochter zur Welt gebracht und ich rate dir dringend einen Kaiserschnitt durchführen zu lassen.
Durch das starke Pressen habe ich eine Analfissur erlitten! Bis heute habe ich mehr oder weniger Beschwerden und ich war nicht vorbelastet wie in deinem Fall.
Außerdem ist mein Zwerchfell gebrochen und musste genäht werden. Beides sehr unangenehm und auch bis heute spürbar.
Hätte ich das alles gewusst, hätte ich niemals spontan entbunden, sondern sofort ein Kaiserschnitt machen lassen!
LG und alles Gute für die Geburt.

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