Silopo- bin so traurig

Bei mir ist irgendwie in der letzten Woche nicht gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe.
Sonntag: blutiger Ausfluss, Mumu fingerdurchlässig
Montag: Abgang Schleimpfropf
Mittwoch: Blasensprung, keine Wehen, Geburtseinleitung, höllische Schmerzen bei Wehen, PDA obwohl eigentlich von mir unerwünscht aber ich konnte nicht mehr
Donnerstag: Geburtstillstand, Baby in Sternkuckerposition, plötzlicher Anstieg meiner Temperatur, Herztöne Baby werden schlecht, Notkaiserschnitt (ich wollte alles aber keinen Kaiserschnitt) Ich habe mein Baby bei 34+3 bekommen
Positive Momente: Geburt meines Sohnes mit einem guten Gewicht von 2.580 g und 45 cm. Sein erster Schrei war der erleichterndste Moment meines Lebens
Mein Baby kommt auf die Neo-Intensivstation zur Beobachtung. Er macht sich prima. Innerhalb kurzer Zeit kann er selbstständig atmen. Sogar bald die Temperatur selbst halten. Er strengt sich schon sehr an gestillt zu werden, aber es ist einfach sehr ansteckend für ihn.
Heute die positive Mitteilung, dass er und ich endlich gemeinsam in ein Mutterkindzimmer ziehen dürfen. Ich saß bereits auf der gepackten Tasche auf Station. Die Entlassung der Gynäkologen in der Tasche und das 4 Tage nach dem Kaiserschnitt. Mein Sohn war auch von der Frühchenstation für den Umzug vorbereitet worden. Dann die schlechte Nachricht. Auf der neuen Station ist ein Notfall eingetroffen. Der für mich reservierte Platz ist jetzt nicht mehr zu haben. Jetzt durfte ich eine weitere Nacht auf Station bleiben. Wenn morgen aber weiterhin kein Platz frei wird, werde ich wohl Heimgehen müssen. Allein und ohne Baby. Was für eine Horrorvorstellung. Ich muss nur noch weinen. Da soll man gerade nach der Geburt viel Zeit mit dem Baby verbringen und mir bleiben dafür nur wenige Stunden. Ich lerne das stillen nicht weil ich mein Baby so oft anlege, sondern mit einer Milchpumpe. Meine Brüste schmerzen sehr aber wirklich viel Milch kommt auch noch nicht. Ich weiß auch nicht, was bekommt mein Körper eigentlich ordentlich hin? Erst kann er die Schwangerschaft nicht gescheit zu Ende führen und Milch kann er auch nur schwer produzieren oder was? Pro abpumpen sind es nur 20 ml.
Ich verstehe das alles gerade nicht 😢☹️

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Es tut mir sehr leid, dass dein Sohn schon so früh das Licht der Welt erblickt hat und dass es nicht so war, wie du dir das gewünscht hast. Zudem ist es natürlich zusätzlich belastend, dass du nicht immer bei ihm sein kannst.
Aber: Nimm den Stress raus! Das könnt ihr jetzt am aller wenigsten brauchen.
Es ist wie es ist. Dass dein Sohn noch für eine Nacht im Krankenhaus bleiben muss, ist nicht schön. An eurer Liebe (die ja meistens erst noch wachsen muss) und an eurer Bindung (die sich auch erst noch aufbaut) tut das KEINEN Abbruch! Es wirft euch nicht zurück. Du bist eine liebe, fürsorgliche Mama, die ihrem Baby alles geben möchte. Dem Baby geht es gut. Wenn deine Milch nicht reicht, dann füttern zu, gib nur die Flasche, ganz egal. Macht das was dich für euch am leichtesten anfühlt, was am besten funktioniert.

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Danke dir. Ich versuche es. Heute ist vermutlich der Tag der Hormone. Wenn ich gestern dachte ich sei traurig, hab ich die Rechnung ohne die Hormone gemacht. Heute hält gar nix den Wasserfall auf.
Leider geht es bei meinem Kleinen nicht nur um eine Nacht. Er kann noch nicht alleine trinken. Das wird auch noch dauern. Wie lange entscheidet er. Solange er noch die Magensode hat, bleibt vermutlich hier.

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Ich muss ein bisschen schmunzeln - ich lag auch heulend zu Hause bis mir aufgefallen ist: Der Babyblues hat eingesetzt!
Eine Freundin von mir hat ihre Zwillings-Frühchen (SSW32) nach 8 Wochen Flasche auf Vollstillen umgestellt.
Mach Dir keine Sorgen, es kommt wie es kommt! Der Wasserfall ist hormonell verursacht und Stress mindert die Milchmenge (und viele Frauen spenden viel Milch sobald das Baby angelegt wird, aber durch Pumpe kommt kaum was - ist sehr häufig!).

Ich drück Euch die Daumen! Es wird schon klappen!

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Du Arme, da müsst ihr gerade einiges durchmachen!! Ich wünsche dir und deinem kleinen Kämpfer alles Gute🙏
Ich schreib nur kurz was zur Milch, bin gerade auf dem Sprung.
20ml sind doch gut!! Der Magen ist noch so klein, viel mehr kann er gar nicht fassen. Der Rest wird zugefüttert.
Ich hatte anfangs auch kaum Milch, beim abpumpen kamen wochenlang nur Tröpfchen raus. Irgendwann kam es in Schwung und ich habe 9 Monate stillen können.
(Zur Milchbildung kannst du unterstützend Malzbier trinken und Bockshornkleekapseln nehmen)

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Vielen Dank. Das beruhigt mich. Den Tipp mit Tee und Malzbier setze ich gerne um.

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Kannst du ihn denn ab und zu anlegen?
Wechselstillen hat mir auch sehr geholfen um die Milch anzuregen: beim Stillen die Seiten alle 2 Minuten wechseln. Ist ätzend, aber wirksam!

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Es ist sicher nicht deinen Vorstellungen gemäß gelaufen, aber letztendlich ist alles gut! Dein Sohn ist gesund und trotz der frühen Geburt entwickelt er sich gut. Dir geht es körperlich auch so gut, dass sie dich nach Hause schicken würden.

Dass es dir wahrscheinlich nichts bringt das zu hören, kann ich mir vorstellen. Meine Geburt ist auch nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe und ich wollte von den positiven Sachen (die eindeutig überwiegen!) nichts hören. Ich dachte nach einer Woche ich hätte die Bindung zu meinem Kind verloren und könnte das nie wieder aufbauen. Tja, Pustekuchen. Sie freut sich trotzdem, wenn sie mich sieht und beruhigt sich, wenn ich nur in der Nähe bin. ;-)

Ich habe übrigens auch nicht gestillt und ich hatte auch keinen Nerv dazu mich damit auseinander zu setzen (Hallo an mein schlechtes Gewissen!). 20 ml ist super für die kurze Zeit. Das wird rasch mehr. :-)

Lass deine Trauer und Wut raus. Lass dich nicht verunsichern. Dein Baby bekommt erst einmal alles, was es braucht und kaputt ist noch nichts. Arbeite es aber (für dich) auf oder sorge dafür, dass dir jemand zuhört. #liebdrueck

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Danke für die lieben Worte

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Hallo,
herzlichen Glückwunsch zur Geburt Eures Sohnes!! #verliebt
Ich verstehe Deine Enttäuschung - aber versuch Dich dennoch nur mal ganz kurz in die Gefühle der Notfall-Eltern hineinzuversetzen. Bei ihrem Kind geht es vermutlich um Leben und Tod (versteh mich richtig, ich will Deine Gefühle nicht kleinreden).
Das mit dem Stillen wird ganz schnell gehen, Du wirst sehen. Unsere Tochter kam an 27+3 und war noch 11 Wochen im Krankenhaus. Ich habe daheim alle 3 Stunden abgepumpt und durfte sie nach 6 Wochen zum ersten Mal anlegen.
Ab diesem Moment war sie Stilljunkie #rofl, also gib nicht auf und pump fleißig ab, es zahlt sich aus!
Alles Liebe und einen guten Start für Euch! #winke#blume

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Ich stimme dir zu. Ich hab so Viel Glück mit dem gesunden Baby. Ich möchte mit keinem der Notfalleltern tauschen. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Es tut einfach weh ohne Baby heim gehen zu müssen

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Ich verstehe Dich gut. #liebdrueck
Aber Deinem Kleinen mangelt es an nichts in der Klinik, dort sind immer alle so lieb und zugewandt!
Und DU wirst Dich daheim viel besser erholen und dann schon wieder richtig fit sein, wenn Ihr ihn abholst #verliebt.
Ich weiß, daß es schwerfällt, aber man gewöhnt sich auch ein bißchen daran. Und wenn Du schlau bist, nutzt Du diese Zeit für Dich - ist das letzte Mal für lange Zeit ;-)

#winke

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Kannst du auf eigenen Kosten bleiben? Das ging bei mir damals.... Zwar 60 Euro pro Tag, aber das war es mir wert

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Leider nein. Es ist völlig voll. Die nächsten Mamas liegen im Kreißsaal

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Mist...das ist mir nun spontan eingefallen... Und auf einer anderen Station? Hauptsache im KH?

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Fühl Dich fest mal fest gedrückt! Egal, ob es noch schlimmere Fälle als Deinen gibt oder nicht, für Dich ist die Situation belastend und es geht Dir nicht gut. Und das darf es auch!

Mit unseren ersten Tochter lief es ganz ähnlich. Sie kam bei 34+2 mit 2.200g und 48cm auf die Welt, nachdem ich 9 Wochen am Wehenhemmertropf im Krankenhaus gelegen hatte. Sie kam noch am Tag der Geburt auf die Neugeborenenintensiv mit Magensonde und Wärmebettchen. Ich hab mir riesen Stress gemacht, wollte unbedingt stillen. Eine Woche lang hab ich kaum geschlafen, ständig gewechselt zwischen anlegen, Muttermilch aus der Flasche zufüttern, Milch über die Sonde geben, abpumpen und wieder von vorne. Vom Krankenhaus war ein 2 Stunden Rhythmus vorgegeben. Ich war völlig fertig, meine Tochter nahm kaum zu, es fühlte sich für mich in dem Moment an, als würden wir nie da raus kommen (im Rückblick natürlich völlig übertrieben, aber man ist so gefangen in der Situation....). Dann hab ich die Reißleine gezogen. Einziges Ziel: das Kind muss zunehmen und hier raus. Es gab nur noch Flasche mit Muttermilch mit Frühchenaufsatz (hab ich mir selbst besorgt, vom KH kam leider nichts) und endlich fing sie an zu trinken. Nach insgesamt zwei Wochen auf der Neo wurden wir entlassen, nach weiteren 8 Wochen war meine Tochter voll gestillt und hat bis zum Abstillen mit 18 Monaten weder jemals wieder die Flasche, noch einen Schnuller akzeptiert. Heute ist sie 5 und wir haben eine wahnsinnig enge Bindung.

Vielleicht macht Dir das ein bisschen Mut für die kommende Zeit. Ich drücke alle Daumen, dass Du bei Deinem Baby bleiben darfst. Und wenn Dir nach weinen ist, dann lass es raus! Das muss keiner verstehen, das tut einfach manchmal gut! :)

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Danke dir. Du sprichst mir so aus der Seele. Ich musste gestern tatsächlich für eine Nacht nach Hause. Ich war so fertig. Mein armer Mann war so besorgt um mich. Er tut wirklich alles. Nur konnte er das Geheule nicht verstehen und war völlig verunsichert. Er hat so unruhig geschlafen. Er hat immer wieder im Schlaf meine Hand genommen.

Heute wurde uns ganz überraschend ein Zimmer zusammen gegeben. Jetzt muss Alexander nur noch das Trinken lernen. Mal sehen.

Die Milch ist da. Ich bin nicht sicher wieviel es sein sollte, aber ich finde 50 ml pro Pumpen gar nicht so schlecht.

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Beim Pumpen kommt auch nie soviel wie beim direkten Stillen raus! Nicht verunsichern lassen!

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Sei bitte nicht so streng mit dir! Dein Kind wird dich, wenn es erwachsen ist, nicht danach beurteilen ob du eine gute Mutter warst wie es auf die Welt kam oder wie lange du gestillt hast - du hast noch ein ganzes Leben um ihn oder sie mit Liebe zu überhäufen und am Ende kommt es darauf an❤️ Alles Gute für Euch!

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