Angst vor Geburt , Angst vor sterben

Hallo zusammen,
Vielleicht hört es sich für einige total schwachsinnig an aber ich bin psychisch am Ende.
Ich hatte gestern meinen letzten arzttermin und da wurde erneut festgestellt dass ich zuuuuu wenige rote Blutkörperchen besitze.
Mein hb liegt aktuell bei 7,7.
Meine Werte gehen trotz Infusionen Nicht Bis kaum hoch da ich Thalassämie habe.
Der Arzt hat mich aufgeklärt , dass im Krankenhaus, in dem ich entbinde, blutvorrat sein muss da ich ja bei der Geburt viel Blut verlieren werde und ich ja jetzt schon an anämie leide.
Ich habe versucht mich im Internet zu diesem Thema schlau zu machen aber ich habe viel gelesen, dass schon so einige Frauen auch in Deutschland verblutet sind. Das macht mir jetzt extrem Angst. Meine Geburt wird nächsten Samstag eingeleitet und ich lebe automatisch mit den Gedanken dass es meine letzten Tage sein könnten und komme von den Gedanken nicht weg. Was, wenn ich auch verblute?
Hat jemand mit wenigen Blutkörperchen Erfahrungen? Bzw was meint ihr dazu? :(

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Hallo liebe hibbel hibbel,

Ich habe auch niedrige Blutkorper, und in der ssw fallen sie immer mehr.
Bin auch bei einem Hämatologen in Behanlung,und er meinte bei Geburt reicht angeblich 100 000 Trompozyten aus..
Wie niedrig sind deine Rote Blut Korper?

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Hallo alya, danke erstmal für deine Antwort.
Ich weiß es nicht bzw. habe ich nicht nachgefragt Weil ich mich gar nicht damit auskenne.
Der Arzt meinte halt nur dass die Anzahl der roten Blutkörperchen zu niedrig sind und wahrscheinlich blutreserven eingesetzt werden müssen und ich solle die im Krankenhaus nochmal darauf hinweisen, noch bevor die Geburt los geht weil Krankenhäuser in den meisten Fällen es Nicht direkt als Vorrat haben.
Und was hat man bei dir genaues gesagt? Besteht da ein Risiko?

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Ich habe ja das gleiche Problem wie du das mit niedrigen Blutkorper wegen meiner unheilbare Blutkrankheit ..
Ich war genauso in deiner Situation voller Angst das mir was passiert eben wegen den niedriegen Blutkorper...
Ich befasse mich seid 3 jahren mit diesem Thema,
Ich hatte auch eine Stille Geburt im 6. Monat da waren meine Blutkorper bei 16000 , normale Wert liegt bei 150 000-450 000, und das Krankenhaus (im Ausland) hat sich in der Hinsicht mit Blut Reserven gut vorbereitet das falls was passieren sollte (verbluten) das sofort die Blut reserven eingesetzt wird..
Jetzt bin ich wieder Schwanger in der 17+5 ssw und hab ebenso dieses Problem und wieder die Angst.
Ich kann dir meine Erfahrung teilen was in so einem Fall gemacht werden muss, in dem Fall auch bei dir.
Bitte suche dir ein Krankenhaus aus wo es einen Hàmotologie/Onkologie Bereich+ Kinderbereich hat...
Danach solltet ihr euch mit dem Arzt zusammen hocken uber alles besprechen, die mussen wissen was Sache ist damit sie sich gut vorbereiten konnen auf deine Geburt , du wirst ziemlich eng unter Kontrolle sein...
Ich an deiner Stelle würde öfters mal beim Hausarzt Blutabnehmen um die Rote Blutkorper/Trompozyten kontrollieren zulassen...
Es darf auf keinen Fall unter die 60 000 ...
Aber habe bitte keine Angst, solange du alles gut Organisierst wird nichts passieren...

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Also es ist doch schon mal gut, dass man die Problematik kennt.
Hast du bereits mit dem Krankenhaus die Problematik besprochen? Wissen die Bescheid?

Üblicherweise ist der Blutverlust bei einer normalen Geburt weniger als 500 mL, das ist so viel wie bei einer Blutspende. Und solange das bei dir mit dem Hb überwacht wird, ist das Risiko gering.

Ja, es kann auch größeren Blutverlust geben, aber auch da reagieren die im Krankenhaus sehr schnell, sogar wenn vorher keine Anzeichen da waren. Ich habe zB zwei Blutkonserven benötigt, ohne dass das vorher ersichtlich war, aber im Krankenhaus kennen die sich einfach aus, haben schnell gehandelt und mir geht es wieder super! Und diese Komplikationen sind sehr selten, meine kommt nur bei einer von 1000 Geburten vor.

Mach dir keine Sorgen! Freu dich darauf, dass du bald deinen Zwerg im Arm halten und kuscheln kannst.

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Oh weh. Mich beruhigt immer wenn man was dagegen tun kann. Beim 4. Las ich das das Verblutungsrisiko sich verdoppelt. Ich bekam gleich nach der Geburt Oxytocin gespritzt, damit sich alles schnell zusammenzieht. Mich hat es beruhigt. Die Geburt lief super. Obwohl es ein eiliger ungeplante ks war. Dir viel Glück.

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Sprich es auf jeden Fall beim Vorgespräch in der Klinik an.. sind die gut vorbereitet, hast du gleich ein viel besseres Gefühl!

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Gerade bei deiner Ausgangssituation ist eine natürliche Geburt absolut erstrebenswert. Denn dabei verliert man, sofern man komplikationslos entbindet, weit weniger Blut als über einen KS. Offen gestanden, waren beide meiner Geburten nicht wirklich Blutreich. Weder wärenddessen noch danach. Wichtig ist konsequent Eisenpräparate etc. einzunehmen. Das wichtigste ist vor allem dein Eisenspeicherwert als der hb selbst. Diese beiden Werte können signifikant voneinander abweichen.

Ich hab zwar keine Blutkörperschwäche und immer top hb Werte (mit unter aber auch phasenweise sehr miese Eisenspeicherwerte). Aber mein hb hat sich bei beiden Geburten anschließend, kaum von dem Wert unmittelbar davor unterschieden.

Wichtig bei deinen Risikovoraussetzungen, dass du in einem KH entbindest was darauf vorbereitet ist und dich entsprechend im Auge behält. Um zu verbluten braucht man nicht zwangsläufig vorher schlechte Werte gehabt zu haben. Natürlich ist mehr immer besser.

Schwieriger wäre, wenn du Bluter wärst. Aber selbst da hab ich im Bekanntenkreis eine bereits verstorbene Oma gehabt (ist weiter über 80 geworden und ist an Altersschwäche gestorben), die zwei Kinder bekommen hat. Sprich ihr Risiko war auch sehr hoch das sie verbluten könnte dadurch.

Natürlich gibt es immer ein Restrisiko und das Restrisiko ist bei Risikoschwangeren natürlich etwas höher, dass ihnen oder ihren Kindern bei der Geburt etwas passiert. Dennoch gehören wir hier in Deutschland zu den Ländern mit sehr hohem medizinischen Standard.

Meine Mutter ist unmittelbar nach meiner Geburt auch beinahe verblutet (hatte keine Vorerkrankungen etc.), was einfach daran lag, dass sich ihre Plazenta nicht vollständig gelöst hatte und das die Hebamme übersehen hat bzw. nicht korrekt kontrolliert hat. Ich bin um 3 Uhr nachts geboren und 12 Stunden später viel das ganze erst auf, da hatte meine Mutter bereits so viel Blut verloren und einen dermaßen niedrigen hb, dass der Anästhesist sich erst weigern wollte, sie zu narkotisieren für die OP, weil er befürchtet hat, dass sie mit Narkose erst gar nicht mehr wach würde. Was meine Mutter, die trotz teildelierium wehement einforderte doch bitte KO gemacht zu werden dafür. Sie hat am Ende alles glimplich überlebt auch dank Bluttransfusionen etc. Also ja auch heute verbluten noch Frauen nach Entbindungen. Aber dafür braucht man keine ungünstige Ausgangssituation. Ich würde sogar behaupten das bei dir von vornherein ein höheres Augenmerk darauf gelegt wird. Was bei der "idealen" ausgangssituation eventuell flapsiger begutachtet wird.

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