Gewalt wĂ€hrend der Geburt đŸ˜±

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Ich bin entsetzt, hoffentlich wiederholt sich sowas nicht

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Hab den Bericht auch gesehen und es ist krass! Und auch wenn es kein Standard ist, keine Seltenheit. Heutzutage gehen hierzulande viel hĂ€ufiger Frauen traumatisiert aus der Geburt, als noch vor 30 Jahren. Und der Bericht verdeutlicht auch warum! Eine Geburt die lĂ€nger dauert als 5 Stunden gilt als minuswirtschaft, außer man kann durch zusĂ€tzliche, meist unnötige Eingriffe (man spricht von Interventionskaskade), weitere Positionen zur Abrechnung bringen. Eine kĂŒnstlich geöffnete Fruchtblase verkĂŒrzt nicht nur die Dauer, es sorgt nachweislich auch fĂŒr steigende Komplikationen und die sind herrlich abrechenbar. Daher ist eigentlich jedem zu raten, der in ein Krankenhaus entbindet, so lange als möglich daheim zu bleiben. Denn das Risiko tatsĂ€chlich im Auto zu entbinden ist viel niedriger, als Gewalt aufgrund von Ungeduld und Personalmangel zu erleiden.

Der Frau in dem Beitrag kann man nur empfehlen eine Anzeige gegen den Arzt/die Ärztin wegen Vergewaltigung (vaginale Untersuchungen gegen ausdrĂŒcklichen Willen gelten per se als Vergewaltigung! Auch ein Arzt hat vorab zu fragen und ein nein unter jeglichen UmstĂ€nden zu respektieren!), Nötigung und Missachtung der Achtung der persönlichen WĂŒrde zu erheben und der Hebamme die an der Nabelschnur gerissen hat und aufgrund dessen sie beinahe wegen verbluten gestorben wĂ€re. Ne Anzeige wegen versuchten Mordes aufzubrummen. Denn selbst Laien wissen, dass durch dieses Vorgehen das Risiko zu verbluten enorm hoch ist. Ne Hebamme die das macht und das wissen darum besitzt. Handelt vorsĂ€tzlich und nimmt die Folgen billigend in Kauf. Denn nur wenn man anfĂ€ngt diese MissstĂ€nde konsequent anzuzeigen, kann ein wachrĂŒtteln erzeugen.

Es mĂŒsste definitiv besser und individueller vergĂŒtet werden. Denn auch wenn das Verhalten absolut unentschuldbar ist! Viele Ärzte und Hebammen im Krankenhaus vergessen leider durch den enormen Druck, dass es hier um Menschen und Familien geht.

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Ich bin auch schockiert!

Weiß gar nicht, wie ich mich am besten auf die Geburt vorbereiten soll - denn einfach nur hoffen, dass der Kelch der Gewalt und des Traumas an mir vorĂŒber geht, kann es ja auch nicht sein.

Und da ich jetzt nicht auf die Schnelle herausfinden konnte, wo der armen Frau das angetan wurde, kam mir folgender Gedanke:

WÀre es nicht möglich eine Datenbank zu eröffnen, in die Frauen anonym ihre Erfahrungen mit dem jeweiligen Krankenhaus eintragen können?
Damit es eine Art Score gibt: wo machen Frauen am hÀufigsten schlechte Erfahrungen?

Damit es offen einsehbar wird, in welcher Klinik man die hĂ€ufigsten Fehler diesbezĂŒglich macht.

Dieses Problem muss in die Öffentlichkeit, schonungslos.
Und daher darf diese Form der Gewalt nicht hinter verschlossenen TĂŒren geschehen und dort bleiben.
Die meisten von uns befassen sich erst dann damit, wenn es soweit ist - verstÀndlich.
Aber wie die Hebamme im Beitrag schon sagt: Höchste Geburtenrate seit 35 Jahren und RĂŒckschritt auf Entwicklungsland-Level.
Das dĂŒrfen wir nicht zulassen.

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Ich werde mich mit meiner Hebamme in Verbindung setzen und fragen welches Krankenhaus sie mir empfehlen wĂŒrde. Viel Auswahl bleibt leider nicht.
Und es macht Angst wenn man solche Berichte sieht. Anrufen bei den KH bringt ja nichts, die werden alles schönreden und nachher abkassieren. Da wĂŒrde keiner zugeben dass man in 5std abgefertigt wird. Google Bewertungen gibt es kaum. Da kann man im besten Fall nur der Hebamme vertrauen und sich schon vorher mit ihr treffen um Vertrauen aufzubauen.
Gruselig sowas. Das wĂŒnscht man niemandem.

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Hallo,
ich habe den Bericht auch gesehen und es tut mir sehr leid fĂŒr die Frau. Ich habe auch gelesen, dass es leider kein Einzelfall ist, dass Frauen aus der Geburt mit schlechten Erfahrungen rausgehen.

Mein Gedanke dazu ist, weil ich das erste Mal in ca. 6 Wochen gebĂ€re, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt mir möglichst positive Berichte anhöre/ansehe. Das wird auch in manchen Ratgebern empfohlen zur Vorbereitung. Gerade Anspannung und Angst vor der Geburt kann die Schmerzen verschlimmern, heißt es.

Das heißt nicht, dass ich mich nicht fĂŒr eine gute Betreuung in der Geburtshilfe ausspreche, sondern dass es wichtig ist fĂŒr den Geist, sich auf positive und unproblematische Geburten einzustimmen. Leider bekommt aber eine ganz normale Geburt scheinbar nicht so viel mediale Aufmerksamkeit. Nur ein Gedanke.

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