Wieso Presswehen veratmen?

Hi Mädels!

Ich denke immer wieder an die super schöne Geburt meiner Tochter heute vor 5 Wochen zurück! #huepf

Dabei erinnere ich mich immer an eine Sequenz, die ich nicht verstehe: #kratz

Als die Hebamme eine Muttermundsöffnung von 8-9 cm festgestellt hatte, hab ich von einer Wehe zur nächsten plötzlich einen derartigen Preßdrang bekommen, daß ich mich nur mit großer Mühe und nur durch Voratmen der Hebamme einige Male noch beherrschen konnte, bevor ich es dann nicht mehr ausgehalten habe und mit zwei Preßwehen meine Süße geboren habe. #freu

Nun meine Fragen:

-Warum hatte ich plötzlich diesen Druck, wo das Köpfchen ja noch gar nicht den Muttermund passiert haben konnte?

-Wieso durfte ich nicht einfach dem Druck nachgeben? (Ich meine, was denkt sich die Natur denn dabei??)

-Als ich mich nicht mehr im Griff hatte und die Kleine einfach raus befördert habe, war alles ok. Warum hätte ich das also nicht tun sollen??

Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und sich all das erklären kann, #danke für alle Antworten! :-)

LG Sybille mit #baby Laetitia

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Es gibt so einige Frauen, die schon sehr früh Druck auf den Darm haben, wenn der MM noch nicht vollständig ist und der Kopf sich vielleicht noch nicht optimal ins Becken gedreht hat.

Manchmal gibt das Gewebe auch nach, aber manchmal auch nicht, da wird der MM nämlich wieder dicker durch den Druck und weil frau das ja bestimmt nicht will muss man versuchen die paar Wehen dann zu veratmen- oder zu verhecheln.

Alles klaro???

LG

Gabi

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Hallo Gabi,

leider waren das bei mir nicht nur "ein paar" Wehen, sondern ich sollte bestimmt 3 Stunden der mindestens vierstündigen Austreibungsphase überwiegend in Wechsellage verbringen und fast jede 2. Wehe weghecheln. Das war ganz furchtbar und hat unheimlich viel Kraft gekostet, da ich so meiner schweren und großen Tochter beim Tieferrutschen kaum helfen konnte.
Wie gesagt, die Austreibungsphase hat ewig gedauert (im Geburtsbericht ist von 4 Stunden die Rede, ich meine, es waren 6) - kann es nicht (wenigstens in meinem Fall) mit der unvorteilhaften Stellung (liegend auf der Seite) und dem Unterdrücken des Pressdrucks zusammenhängen?
Ich hatte die Geburtshebamme im KH später noch einmal darauf angesprochen und sie meinte zu mir, die Gefahr des "Aufreißens" (allem Anschein nach meinte sie den Geburtskanal und nicht den Damm) sei zu groß gewesen - und das 4-6 Stunden lang???? Auch meine jetzige Hebamme fand zumindest die Aufforderung zur Wechsellage in der Austreibungsphase etwas "erstaunlich".

1000 Dank für eine hilfreiche Einschätzung (wenn möglich),
Sabi.

6

Hört sich sehr danach an, als ob der Kopf megaungünstig gestanden hätte und sie somit versucht haben, denn halbwegs normal durch den Geburtskanal zu kriegen.
Ich hatte beim 1. auch 1 1/2 Stunden Wechsellagerung wegen nicht gut eingestelltem Kopf- der wollte auch nicht runter, hat aber dann dadurch geklappt.

Mit aufreißen meinen sie den MM, denn wenn da zuviel Druck drauf kommt, kann er auch einreißen (vor allem durch´s Pressen) und ein Cervixriss ist ziemlich übel- blutet stark und ist ziemlich doof zu nähen.

Hoffe, ich konnte so etwas Licht ins Dunkel bringen #gruebel?

LG

Gabi

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Hey...

man versucht das Kind möglichst bei den ersten Presswehen kommen zu lassen, weil es sonst die Gefahr eines Dammrisses steigt! Wurde mir im KS so erklärt ;-)

Lg

Rhory

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....meinte natürlich, möglichst NICHT bei den ersten Presswehen....

sorry

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Hallo!

Die Hebammen wollen dann den Moment noch abwarten, bis der Muttermund auch wirklich bei 10 cm ist, damit nichts reißt - oder bis der Kopf sich in die perfekte Richtung gedreht hat, falls das Kind da ein bisschen zu langsam war. Ich denke mir, dass der Pressdrang dann vor allem dem Kind sagen soll, mach mal schneller, du sollst gleich geboren werden #;-).

LG
Steffi (die das mit dem Verhecheln beide Male nicht hingekriegt hat #schwitz) + Caroline Johanna (27 Monate) + Josephine Marie (9 Tage)

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