Geplanter KS Bürgerhospital Familie Erfahrungen

Hallo, ich bin z.Z. schwanger mit meiner vierten Tochter. ET Anfang März. Leider wird es aus gesundheitlichen Gründen eine primäre Sectio werden. Rein sicherheitstechnisch möchte ich in einer Klinik mit Neo entbinden. Wir wohnen im Taunus und haben uns das Bürgerhospital in Frankfurt angeschaut. Jetzt zu meiner Frage: wer hat dort schon mal per prim. Sectio entbunden, wie wird das Bonding nach der Geburt gehandhabt? Wird das Baby direkt angelegt, kommt man danach wieder in den Kreißsaal? Wie habt Ihr Euch gefühlt? Danke für Eure Antworten.

1

Hi,

ich hatte auch eine primäre sectio, aber nicht im Bürgerhospital FFM, sondern in ner Klinik im MKK.

Auf Empfehlung meiner Hebamme habe ich schon direkt bei der letzten Vorbesprechung zum KS gesagt, dass ich das Baby SOFORT für eine Weile bei mir haben möchte. Also noch bevor sie zur U1 rausgebracht wird. (natürlich nur, wenn alles ok ist). Dasselbe sagte ich nochmal, als ich in den OP ging kurz bevor es losging. Mein Mann war auch mit dabei. Ihm sagte ich noch morgens auf dem Weg ins KH, dass er bitte ebenfalls darauf bestehen sollte.

Das wurde dann auch so gemacht. Ich bekam die Kleine direkt auf die Brust gelegt mit nem Handtuch drüber. Nach einer Weile ging sie dann zur U1 und mein Mann ging mit, während ich fertig genäht wurde.

Danach wurde ich in den Kreissaal zurückgebracht, wo mein Mann und die Kleine schon gewartet haben. Im Kreissaal blieben wir dann noch etwa 1-2 Stunden und wurden dann auf die Station gebracht.

Gefühlt hab ich mich ganz gut. Ich konnte es nur nicht abwarten, dass endlich die blöde Betäubung aus den Beinen verschwindet. Ich wollte unbedingt aufstehen. Liegen mag ich nicht leiden. Die Schmerzen waren auszuhalten, ausserdem hatte ich irgendwie genug Schmerzmittelvorrat auf dem Tischchen liegen. Die brauchte ich gar nicht alle.

Ist eben nur mein subjektives Empfinden, jede fühlt sich anders...

2

Ich wohne in Frankfurt, habe aber nicht im Bürgerhospital sondern in Sachsenhausen entbunden, ebenfalls per geplantem Kaiserschnitt. Ich hatte, wie meine Vorrednerin auch, bei den Vorgesprächen gesagt, dass ich meinen Sohn noch im OP-Saal so schnell wie möglich bei mir haben will. Als sie ihn rausholten wurde er mir erst kurz gezeigt und dann für ca. 1 Minute ins Nebenzimmer gebracht (mein Mann ging mit). Da wurde schnell geschaut ob alles in Ordnung ist. Danach wurde er mir (in ein Handtuch eingewickelt) auf die Brust gelegt. Leider war es aber so, dass ich die Spinalanästhesie nicht gut vertrug, hatte starken Druck auf der Lunge und mir wurde ganz schlecht ...so dass ich den Kleinen nicht lange auf der Brust behalten konnte. Es war auch sehr hell und kalt im OP, daher haben wir dann spontan doch beschlossen, dass mein Mann mit Baby und der Hebamme schon mal in den Kreißsaal geht. Ich wurde dann noch ca. 10 Min. genäht und dann direkt in den Kreißsaal geschoben, wo mein Sohn mir gleich nackt auf die Brust gelegt wurde. Die Hebamme hat gleich beim anlegen geholfen und Stillen klappte auf anhieb gut. So verbrachten wir zu dritt noch ca. 2 stunden im Kreißsaal, so wie nach einer normalen Geburt auch denke ich mal. Ich habe mich direkt danach gut gefühlt...man ist ja anfangs noch betäubt und spürt keine Schmerzen ;-)

Ich würde an deiner Stelle beim Vorgespräch unbedingt deine Wünsche bzgl Bonding usw. mitteilen und einfach fragen wie die das normalerweise so handhaben. Erwähne es dann ruhig nochmal direkt vor der OP.

Alles Gute

Top Diskussionen anzeigen