Warum haben so viele Angst vor der Geburt?!

Hallo liebe Mitschwangeren,

ich habe am Wochenende positiv getestet und nächsten Montag meinen ersten Termin beim Frauenarzt.

Ich lese von vielen das sie panische Angst vor der Geburt haben, egal ob 1. Gebärende, durch die erste Geburt traumatisierte 2. Gebärende oder kinderlose die auch ohne Kinderwunsch mitreden?!

Woher kommt das?! Ich glaube ja, dass es daran liegt, weil einem negative Berichte zwangsläufig mehr im Kopf hängen bleiben als positive! Und prinzipiell die Horrorgeburten immer weit aus mehr Gesprächsstoff bieten!

Ich hab auch schon in meiner kinderlosen noch nicht Kinderwunsch-Phase nie das Wort Geburt mit panischer Angst gleich gestellt. Klar kann ich wenn es im März soweit ist (und alles bis dahin gut läuft) ein absolut furchtbares Erlebnis machen! Aber ich steig ja auch nicht ins Auto mit dem Gedanken, wenn man einen Autounfall hat, kann man ja sterben oder unbeschreibliche Schmerzen haben. (ich weis ein doofer Vergleich) Vielleicht schützt mich meine eventuell naive Sichtweise davor.

Ich will auf JEDEN Fall wenn keine medizinischen Indikatoren dafür da sind natürlichen Entbinden. Und ich will auch auf eine PDA verzichten! Gerne alles über Venen, aber an meinen Rücken, nein! PDA ist auch so eine Sache, klar medizinischer Fortschritt schön und gut, aber häufig werden die eigentlich recht großen Risiken bei PDA und Wunschkaiserschnitten oft herunter gespielt und die natürliche Geburt als eine Art Folter gegenüber gestellt! Das finde ich schade. Mir sind eigentlich nur zwei "Horrorberichte" im Kopf geblieben! 1. PDA gesetzt während der Wehenphase und dann nach Stunden Kaiserschnitt. Bis dahin war die PDA fast abgebaut und die Ärzte haben praktisch ohne Betäubung los geschnitten was dann zu einen beinah Kollaps geführt hat, Trauma und Not-OP in Vollnarkose. 2. PDA gesetzt, Geburt überstanden und dann aufgrund der PDA eine Hirnblutung bekommen - Not-OP gerade so überlebt und darf ihr restliches Leben NIE WIEDER pressen, nicht mal beim großen Geschäft! #kratz

Ich hab beschloss mich auf positive Geburtsbereichte zu stützen und es auf mich zu kommen zu lassen! Und meinem Körper einfach vertrauen, er weis ja auch automatisch wie ich zu Atmen habe also wird er auch wissen wie ich mich bei einer Geburt zu verhalten habe. Zumal ich sehr sehr sehr überzeugt davon bin, dass man, bei Angst verkrampft und unter Verkrampfungen zwangsläufig schmerzen als noch schmerzhafter empfindet als sie eh sind.

Geht es euch genauso oder habt ihr gewaltige Angst vor dem Thema und wenn ja warum?!

Habt ihr Angst?!

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Woher das kommt?

Du wächst auf, und alle reden davon, wie schrecklich Geburt ist. Du kannst froh sein, wenn du es überlebst, "hauptsache, das Kind ist gesund." Die Medien stellen nur dramatische Geburten dar.

Ja, es gibt viele blöde Geburtsverläufe - systembedingt. Mit 1:1 Begleitung durch eine Bezugshebamme kann eine Geburt in vielen Fällen ein stärkendes und kraftgebendes Erlebnis sein. Wenn ich erzähle, dass meine zwei Geburten megageil waren und ich wahnsinig gern nochmal gebären möchte (aber nur mit meiner Hebamme!), werde ich fast gesteinigt. Nein, das liegt nicht daran, dass bei mir die Kinder quasi durchfallen und ich nur husten muss, im Gegenteil, meine Geburten sind verdammt anstrengend gewesen. Es lieht an der Begleitung - in deren Genuss man im Klinikum nur selten kommt, weil Frauen der Politik und der Wirtschaft nichts wert sind, und in deren Genuss man auch außerklinisch nicht mehr kommen wird, weil freiberufliche Hebammen abgeschafft werden.

Du kannst deinen Geburtsverlauf stark beeinflussen, indem du deine Begleitung wählst. Das musst du mittlerweile nur schon fast vor dem positiven Test machen. In Kliniken können die Hebammen sich nicht um die Gebärenden kümmern, wie die Gebärenden es brauchen (danke, System!). Mit einer solche Begleitungen sind Schmerzmittel und andere Interventionen nur selten notwendig. Ohne meine Hebamme hätte ich definitiv eine schreckliche Geburt gehabt und sehr wahrscheinlich auf Schmerzmittel zurückgegriffen - weil die vertraute und sichere Umgebung und Atmosphäre nicht da gewesen wäre.

Ja, lies positive Geburtsberichte. Schau darauf, was diese Frauen gewählt haben. Welche Begleitung hat ihnen geholfen? Wo haben sie geboren? Was ist ihnen wichtig? Wie ging es ihnen? Du wirst da bei den positiven Berichten sehr schnell Parallelen erkennen. Lies blöde Geburtsberichte, und betrachte sie mit dem gleichen Filter. Das ist sehr erhellend.

Und dann setze dich dafür ein, dass die Möglichkeit, menschenwürdige Geburten zu erleben, bestehen bleibt. Denn das wird gerade abgeschafft. Kliniken rühmen sich damit, den Betreuungsschlüssel immer weiter herabsetzen zu können, Nähe nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Technisierung hat ihren Platz, aber er ist nicht in der Geburtshilfe bei Schwangeren mit niedrigem Risiko.

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Ich weiß zwar nicht ob es hilft hab aber zuletzt eine Petition unterschrieben dafür. Ich überlege mit Beleghebamme zu arbeiten wenn möglich. Das ich zwar im Fall der Fälle zwar Ärzte um die ecke hab. Aber nicht 100 Schichtwechsel dabei sind und die Hebamme die ganze Zeit da is und nur geht wenn sie vielleicht mal aufs Klo muss oder in einer nicht so dramatischen Phase was isst. Aber halt nicht das man praktisch alleine gebärt (in einer fremden und in dem Moment hilflosen Umgebung) weil die Hebammen mehr nur mal kurz vorbei schauen und wieder abhauen.

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Ich hasse diese Schwarzweißmalerei. Ich jedenfalls hatte mit den Hebis, die zufällig gerade Schicht hatten, sehr entspannte Wassergeburten im KH - und ich kenne Frauen, die mit der vertraute Hebi im Geburtshaus entbinden wollten und dann gab es doch noch eine hektische Verlegung in die Klinik. Gute oder schlechte Geburtserlebnisse kann man hier oder dort haben!

" Kliniken rühmen sich damit, den Betreuungsschlüssel immer weiter herabsetzen zu können, Nähe nicht mehr zur Verfügung zu stellen."

Was für ein Blödsinn - Personalknappheit im KH ist sicher nichts, womit eine Klinik sich rühmt. Und für die ganze Hebi-Versicherungsproblematik können die Kliniken auch nichts!

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Ich bin absolut deiner Meinung!!! Geburt ist etwas natürliches und die Natur hat sich etwas dabei gedacht und dementsprechend alles eingerichtet. Die PDA war für mich nie eine Option und diese Entscheidung habe ich für mich getroffen.
Bei der Geburt habe ich die PDA auch nicht gebraucht. Ich mein klar hat es weh getan, aber trotzdem konnte ich die Wehen akzeptieren und mit Ihnen zusammenarbeiten! Dier Geburt war nach 7 Stunden fertig obwohl der Kopf sehr groß war und der Kleine steckengeblieben ist!!! Hut ab von der Hebamme die trotzdem ruhig geblieben ist!

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Nur weil Geburt "natürlich" ist, ist sie nicht ungefährlich. Der Natur ist es nur recht, wenn ne Frau bei der Geburt stirbt, die nicht geeignet ist (zu schmales Becken, falsche Geburtsposition usw.), nennt sich natürliche Auslese.
Die Natur ist nicht fair und niemals "nett" ;)

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"Die Natur ist nicht fair und niemals "nett" "
Die Natur ist aber auch nicht böse. Sie ist so quasi "neutral".

Darüber hinaus ist es der NORMALFALL, dass man spontan und ohne Probleme entbinden kann. Und wird aber erzählt, dass sei der AUSNAHMEFALL. Wenn dem aber so wäre, wäre die komplette Menschheit der Auslese zum Opfer gefallen.

Da es aber über 6 Mrd. von uns gibt und die auch nicht erst seit gestern und dabei immer noch ein Großteil OHNE große medizinischen Fortschritt zur Welt kommt, scheint es doch der überwiegenden Mehrheit möglich zu sein, einfach so zu entbinden.

Im Notfall ist es ein Segen, dass wir auf moderne Medizin zurückgreifen können und sie hat auch schon das ein oder andere Leben gerettet. Sie hat aber auch schon das ein oder andere Leben gekostet und sie ist nicht bei jedem Einsatz zwangsläufig notwendig.

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Hallo,

also ich muss sagen, dass ich keine Angst in diesem Sinne hatte aber mulmig war mir schon.

Der KS hat mich nicht beunruhigt, einfach weil ich u.a. schon eine Bauch-OP hatte und den Ablauf und den Schmerz ungefähr kenne.

Bei der natürlichen Entbindung, hatte ich "Angst" vor dem reißen. Dennoch sollte/wollte ich es natürlich probieren. Dieses Mal hats nicht geklappt, hoffentlich das nächste Mal.

Ich denke aber, das viele bzw manche haben Angst vor dem Unbekanntem. Man hat keinerlei Vorstellung wie es ist, wie man damit umgeht und was danach ist.

Fakt ist, es kommen alle irgendwie raus. Mal schöner und mal nicht so schön.

Und das is i.d.R schmerzhaft ist, wissen wir ja alle wenn wir SS werden wollen. ;)

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Gebären ist für mich das großartigste was ich je erleben durfte und wenn es nur darum ginge würde ich gern noch 10 Kinder bekommen. Und ich hoffe sehr ich darf das nächstes Jahr nochmal mit meiner wunderbaren Hebamme an meiner Seite erleben.

Aber wie schon geschrieben wurde, die Umstände machen es ganz entscheidend mit aus wie eine Geburt empfunden wird. Ich habe mich nach meiner ersten Geburt ganz bewußt dafür entschieden nicht mehr in einer Klinik meine Kinder zu bekommen sondern zu Hause. Die beste Entscheidung die ich je getroffen habe. Geburt kann großartig und sehr bereichernd sein!

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Erstmal Glückwunsch :-)

Ich war auch eher auf der Schiene "Ich bin dafür gebaut, das Baby wird schon irgendwie rauskommen.", trotzdem hab ich mich im Vorhinein absolut gar nicht auf die Geburt gefreut - nicht falsch verstehen, darauf dass das Kind endlich da ist natürlich schon, insofern hab ich die Geburt als notwendiges Übel angesehen.
Für mich war klar: Ich gehe ins KH und wenn ich sie brauche (!) nehme ich eine PDA.

Das war so auch genau richtig für mich - jeder Mensch ist anders.

Ich finde es ehrlich gesagt sehr seltsam, dass es beim Thema Geburt als das Höchste angesehen wird, ohne Schmerzmittel oder andere medizinische Hilfen da durch zu kommen. Warum? In 1000 anderen Bereichen im Leben wird schnell zu irgendwelchen Pillchen gegriffen, Antibiotika wenn man krank ist obwohls ja auch der Kräutertee tut, usw. (spreche natürlich nicht von richtig ernsten Krankheiten...) was einem das Leben leichter macht, nur bei der Geburt ist das irgendwie verpönt.
Mir hat gerade der Gedanke daran, dass eine PDA möglich ist um mir die Schmerzen zu nehmen, die Angst GENOMMEN!

Ich finde, man muss einfach mit sich selbst im Reinen sein, schon im Vorhinein, was die Entscheidung angeht, wie und wo man das Kind bekommen will. Für einige, so wie mich, ist es richtig im KH zu entbinden, und zu wissen: Es gibt eine PDA falls ich die Schmerzen nicht aushalte. Eine persönliche Bezugshebamme war hingegen für mich nicht wichtig. Bei anderen ist es genau andersrum.

Leider sieht es in Deutschland was diese Entscheidungsfreiheit angeht wirklich zappenduster aus.

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Mh... ich sag ja nix gegen Schmerzmittel, die man ja auch über die Vene bekommen kann und oder Akupunktur etc. halt vieles was zur Linderung beitragen kann. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass wirklich weg nehmen kann einem niemand die Schmerzen, außer vielleicht vorübergehend eine Vollnarkose. Klar die PDA macht gleich alles taub (wenn sie richtig gestochen wird, was nicht immer der Fall ist) aber hat auch den großen Nachteil, dass man nicht mehr aktiv teilhaben kann. Wenn einem niemand sagen würde das man pressen muss, wüsste man das ja gar nicht und weis auch gar nicht wirklich wohin man eigentlich presst. Das stell ich mir so zielführend vor wie nach einer Betäubung beim Zahnarzt direkt etwas trinken zu wollen aus einem Glas. Klar gelangt ein Teil auch in den Magen, aber die hälfte läuft hinaus.

Der Vergleich mit Antibiotika ist sehr gut. Aber ich gehöre nicht zu denen die jedes Antibiotika Rezept auch einlöst! Dafür hab ich schon zu lange zu viel davon geschluckt um erst vor einigen Jahren auf zu wachen und selbst ab zu wägen. Seit dem versuche ich es IMMER erst eine Woche ohne Medikamente und wenn Hausmittel nix helfen (was sie aber in 80 - 90 % der Fälle tuen) dann überlege ich das Rezept einzulösen. Alles andere wäre auch absoluter Raubbau am eigenen Körper! Die Götter in Weiß tragen nämlich leider Stachelhalsbänder die über eine Leine von der Pharmaindustrie gehalten werden! Wenn sie nicht genug Antibiotika (auch wegen gar nix) verschreiben wird das Band ganz schön eng um die Kehle geschlungen und müssen "Strafe" zahlen in tausenden Eurobereichen! #gruebel

Schmerzmittel ja, aber es gibt ja auch welche die vielleicht nicht so massiv aber dennoch hilfreich wirken über die Vene! Bin eh kein Freund davon das der Part von kompetenten Hebammen immer weiter in operationssüchtige Ärzte Hände rutscht. Prinzipiell soll jeder für sich entscheiden auch in der Situation selbst. Aber glaub wenn es heißen würde Kaiserschnitt wäre ich eh für Vollnarkose! Da hab ich auch zumindest gefühlt schneller was von meinem Kind als wenn ich es nur 2 Sekunden sehe, es einem weggenommen wird und man dann eine dreiviertel Stunde oder länger noch im OP liegt bis das Spanferkel (in dem Fall ich) wieder zugenäht ist - die Zeit vergeht subjektiv betracht wohl weit aus langsamer um als nach der Vollnarkose auf zu wachen und wenig später sein Würmchen im Arm halten zu dürfen! :-)

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Ich kann natürlich nur von meiner Erfahrung mit der PDA sprechen.

Ich hab jede Wehe gespürt, aber nicht als Schmerz sondern als Druck. Ganz am Ende hat die auch nicht mehr gewirkt und ich hab die Presswehen ganz normal mitgemacht - die PDA hat bei mir das Öffnen des Mumu vorangetrieben und mir den Schmerz bei der Übergangsphase genommen. Es war perfekt. Vielleicht hatte ich eine göttliche Anästhesistin, ich weiß es nicht, nach dem was man hier im Forum so gängig über PDAs liest scheint das der Fall zu sein.

In der Klinik wo ich entbunden habe, kriegt die Begleitung das Baby nach einem Kaiserschnitt (sofern es dem Baby gut geht, natürlich), und sitzt direkt neben der Frau am Kopfende. Das finde ich deutlich schöner als vollkommen bedröselt aus der Vollnarkose zu erwachen. Zudem kann diese ja nun auch diverse Nebenwirkungen haben.

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Ich fand meine Geburten nicht schön, es ist etwas, wo ich eben durch muss, um meine Kinder zu bekommen.

Panik hab ich nicht wirklich, ich freue mich aber auch nicht darauf.
Aber das liegt mit Sicherheit auch daran, dass ich medizinisch bedingt nur per Kaiserschnitt gebären kann.

Im Prinzip finde ich jedoch ein positives Geburtserlebnis überbewertet. Hauptsache ich kann mein Baby wohlbehalten in den Arm nehmen, alles andere ist mir sch...egal.

Mit der Bindung zum Kind hat das auch nicht das Geringste zu tun (das ist so ein Totschlagargument).

Ich hatte bei Sohn 1 Bindungsprobleme, obwohl das die komplikationsloseste Geburt war und ich mein Baby sofort in den Arm bekam und auch im Aufwachraum behalten konnte, während ich bei Sohn 2 (und Tochter) im absoluten Mutterglücksrausch und Hals über Kopf verliebt war, obwohl ich meinen Sohn mehrere Stunden nichtmal sehen durfte und er 1,5 Tage auf der Frühchenstation lag.

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Was genau versteht man denn eigentlich unter "Bindungsproblemen"? Ich hatte bei beiden Kindern nicht im ersten Moment dieses überwältigende Liebesgefühl (trotz natürlicher Geburten), mein erster Gedanke war eher "aha, das soll jetzt also für immer Dein Kind sein?!?" #rofl Allerdings habe ich darin kein Problem gesehen - die Bindung ist halt gewachsen im Lauf der Wochen.

Ich habe manchmal den Eindruck, die Frauen malen sich alles rosarot und romantisch aus, und wenn dann Ablauf und/oder emotionale Verfassung diesem Idealbild nicht entsprechen, wird schwupp ein Riesenproblem oder am besten gleich ein Trauma draus gemacht ... früher (und in anderen Ländern noch heute) war man schlicht froh und dankbar, wenn Mutter und Kind überlebt haben, heute muss das Ganze am besten ein Wellnesserlebnis sein?#kratz

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Ich habe einfach überhaupt nichts empfunden, weder beim 1. Schrei, noch als er mir auf die Brust gelegt wurde, noch als ich ihn im Arm hielt und stillen sollte (war mir sogar eher unangenehm, dementsprechend ließ ich es auch gleich wieder sein). Ich empfand ihn eher als große Belastung.
Erst so ab ca. 8 Wochen kamen die Gefühle und ich lernte, ihn zu lieben.
Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass es eine andere Liebe ist als die, die ich zu meinen anderen Kindern empfinde, wobei natürlich mit hineinspielt, dass mein Sohn nicht ganz "normal gesund" ist - dies war bei Geburt jedoch nicht ersichtlich.
Ich weiß bis heute nicht, weshalb es so war und kann nur Theorien aufstellen. Finde es natürlich aber ganz schrecklich, wie es gelaufen ist, nur man kann nicht ändern, was man fühlt.

Bei meinem 2. Kind war ich dann wirklich im absoluten Glücksrausch und bin vor unendlicher Liebe fast übergeflossen. Wirklich die berühmte rosarote Brille. Bei meiner Kleinsten war es nicht ganz so über-intensiv, aber ähnlich.
Und das ist auch heute noch so, mein Herz zerspringt vor Mutterliebe, wenn ich meine Kinder nur ansehe und ich habe ein Dauerlächeln auf dem Gesicht. ;)
Die Geburt verlief bei Nr. 1 am komplikationslosesten, ich bekam Nr. 1 sofort zu mir und gestillt habe ich alle drei nicht (die letzten beiden jedoch pumpgestillt, 6 Monate).
Die Gründe sind mir wie gesagt ein Mysterium.

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Hmm, ich habe zwar ein Kind, das kam aber per geplantem KS. Das war nicht wirklich schön und jetzt möchte ich es, wenn es dieses Mal möglich ist, natürlich entbinden.

Ich denke, wir bekommen bei Geburten nur Horrorgeschichten erzählt. Mein Mann sagte erst kürzlich: Geburten sind der ...vergleich der Frauen!

Dazu wird eben oft medizinisch eingegriffen und dabei wäre es vielleicht gar nicht nötig.
In den Medien wird einem ja auch immer die Dramatik vermittelt. Man wird so quasi mit Notarzt und Krankenwagen ins KH gebracht, weil alles schnell, schnell gehen muss, damit die Frau danach im KH noch 72 Stunden höllischste Schmerzen über sich ergehen lässt, um dann mit einer PDA nach Tagen ein Kind rauszupressen.
Wann hört man denn von selbstbestimmten, ruhigen Geburten?

Ganz gruselig fand ich (und ich bin froh, dass ich das nach meiner Spinalen nicht hatte) als eine von ihrer PDA erzählte. Sie hatte danach NUR noch Migräne und die Ärzte sagten ihr, dass es davon kommen könne. Eine Nachwirkung, die bis zu zwei Jahre anhalten kann und gar nicht so selten ist.

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Ja ich finde es vor allem bedenklich das die PDA immer so verharmlost wird und als das non plus ultra gilt und ein must have bei jeder natürlichen oder auch Kaiserschnitt Geburt! #schock

Das eine Geburt kein Zuckerschlecken ist das weis ich jetzt schon auch wenn es eine große Unbekannte ist, was da im März (so "Gott" will das ich es auch austragen darf) auf mich zu kommt.

Doch doch man hört sehr wohl auch von selbstbestimmten und tollen Geburten! Aber schau dir mal die Medienwelt an, früher hat man normal berichtet, wenn man heute nicht mit Special-Effekts und teilweise auch Unwahrheiten und halb Recherchen um sich wirft schaltet doch jeder von den Nachrichten in ein anderes Programm um. Auch die allgemeine Medienlandschaft muss immer mit Bigger & Faster trumpfen sonst gibt es keine Einschaltquoten. So und nach und nach wird der Mensch (Konsument) von Storys genauso! Wenn die Geschichte nix spektakuläres, Furcht einflößendes und spannendes beinhaltet stellt der Kopf auf Durchzug. Des weiteren erinnert man sich meist weit besser an die Zeiten im Leben die schlimm waren als die in denen es einem gut ging! Es gibt die selbstbestimmten Geburten die schnell und komplikationslos verlaufen und alle Happy und Gesund sind, musst nur mal den Bereich "Geburtsberichte" durchstöbern, es gibt sie! Aber hängen bleiben immer die von Tot und Verderben von Schmerzen und Qualen und da wird die Geschichte einzelner zur Geburt aufgebauscht wie ein Regisseur es bei einem Horrorfilm tun würde! #hicks

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Hey

Ich kanns auch nicht ganz verstehen
Ich denke auch zu viel panik mache leider....
Ich wollte nie ein KS keine schmerzmittel oä so bin ich in meine geburten

Ich wusste mein Körper schafft das dafür sind wir gemacht

So ging ich super positiv trotz vieler schlechter Geschichten in meine Geburten und ich bin überwältigt gewesen was da möglich ist

Ich habe meine tochter bei et +7 mit 4450/37/56 in 7 h zur welt gebracht nie an die pda gedacht und es war toll

Mein sohn habe ich bei et-6 mit 4380/38/56 in 1 1/2h bekommen die wehen waren sowas von heftig aber auch hier habe ich es nie in Erwägung gezogen mir was geben zu lassen

Ich kanns auch nicht ganz nachvollziehen wenn jemand von vornherein ne pda oä will

Und ich sag heute noch geht man neg in die geburt wirds auch nix

Das ist aber meine meinung

Ich kenn so viele die so denken alles ks mamas oder pda

Und dann wundern warums so lang gedauert hat

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Nachtrag
Grad am samstag durfte ich mir anhören das ja ein ks das aller beste für das kind wäre und das man schonender sein kind nicht auf die welt bringen könnte

Sie war so überzeugt und ich hab die diskussion beendet

Sonst wäre mir der kragen geplatzt

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Wenn überhaupt ist ein Wunschkaiserschnitt oder ein Kaiserschnitt NUR gut für die Psyche der Mutter wenn sie zu viel Panik schiebt!

Warum?!

Es ist eine OP und keine Zahnextraktion sondern eine wo im ganzen Bauchraum rumgewurschtelt wird!

Folge danach hat man weit mehr Schmerzen zu tragen als nach einer natürlichen Geburt.
Folge 2.0: Man kann nur begrenzt oft einen Kaiserschnitt durchführen und muss einen Mindestabstand zwischen den Kindern einhalten wenn man sich und das Kind nicht gefährden will!

Zum Thema das "beste" für ein Kind - wie schön redet sie sich das bitte?! Da würde mir auch der Kragen platzen und ALL meine Freundinnen hätten 10mal lieber natürlich entbunden und wurde aus Ärztesicht immer operiert! Hallo es ist nachgewiesen, das Kaiserschnittkinder häufig weit aus mehr Bindungsprobleme mit der Mutter haben (muss nicht immer so sein, aber oft). Sie können nicht selbst entscheiden ob sie schon atmen können/wollen sondern es wird ihnen aufgezwungen (ausgenommen wenn eine natürliche Geburt einfach nicht voran kommt) was zur Folge hat das die meisten Kinder Asthmatiker Kaiserschnittkinder sind! Ich glaube 8 von 10 Kindern die Asthma haben wurden per Kaiserschnitt geboren, gelesen zu haben.

Auch hab ich sehr oft gelesen das es einen gewaltigen Unterschied macht ob man sich selbst auf die Geburt einlässt oder aus Angst verkrampft. Das dadurch die Schmerzen die eh schon grenzwertig auszuhalten sein sollen noch schlimmer sind ist irgendwo logisch! Auch wird das immer so passiv dargestellt, man geht ins Krankenhaus und die machen das dann schon. Ehm nein! Sie (sollten) begleiten und unterstützen und wenn es notwendig ist aus medizinischen Gründen eingreifen, aber WIR Frauen bekommen die Kinder kein Arzt bringt sie uns wie der Storch vorbei!

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Ich sehe das alles ganz genauso wie du.

"Früher" wurde über so ein Thema wie die Geburt einfach nicht gesprochen, schon gar nicht war es ein gesellschaftlich anerkanntes Thema. Heutzutage wird in größeren Runden, teilweise bei Tisch, das Geburtserlebnis diskutiert - also bitte. Allein dadurch wird natürlich Wissen und Halbwissen verbreitet, das man früher so einfach nicht hatte.

Hinzu kommen die zahlreichen Berichte im Internet, die alle unbedingt gelesen werden wollen. Wer hat denn meist das Bedürfnis, einen solchen Bericht zu verfassen? Sicherlich in den seltensten Fällen diejenigen, bei denen alles glatt lief.

Noch dazu wird heutzutage der Begriff Trauma und traumatisiert regelrecht inflationär eingesetzt - und das nicht nur im Bereich der Geburt. Auch das führt dazu, dass sich viele direkt, wenn etwas nicht glatt läuft, "traumatisiert" fühlen. Ich kenne einige Frauen, bei denen unter der Geburt einiges anders/schwieriger/ungünstig verlief. Es kommt aber auch ein bisschen darauf an, wie man damit umgehen kann.

Fakt ist, aufgrund der ganzen Informationslage (wenn man sie sich denn zu Gemüte führt), können immer weniger Frauen unvoreingenommen in die Geburt gehen. Nur noch wenige Frauen können auf ihren Körper und die Natur vertrauen und viele schreien schon beim positiven Test nach der PDA. Heutzutage, wo es für alles ein Mittelchen oder eine Pille gibt, kann man nicht mehr akzeptieren, dass eine Geburt nunmal schmerzhaft ist, dass dieser Schmerz aber auch einen Sinn hat. Selbst wenn eine PDA nicht direkt gesundheitliche Folgen hat, so beeinflusst sie doch die Geburt. Es geht dann oft nicht mehr gut vorwärts, die Geburt steht still oder verlangsamt sich, der Wehentropf muss her, Stress entsteht.

Jede werdende Mutter muss selbst wissen, wie sie mit dem Thema umgeht. Ein bisschen mehr Vertrauen in den eigenen Körper und den Lauf der Natur kann aber sicher nicht schaden.

Ich bin übrigens nach meiner natürlichen Entbindung ohne PDA schon am nächsten Tag wieder über den Flur gewatschelt. Meine Zimmergenossin (mit PDA) kam nach Tagen noch nicht aus dem Bett.

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Ja ich möchte mich definitiv nicht von negativen Berichten beeinflussen lassen. Und wenn ich die Geburtsberichte hier lese, dann nur die wo schon in der Überschrift von einem Freudigen Ereignis berichtet wird und nicht "Meine Horrorgeburt".

Klar mach ich mir Gedanken darüber. Aber nicht mit OH MEIN GOTT ICH WERD STERBEN sondern - wie will ich entbinden und was kann ich tun um mir selbst zu helfen. Ich will mich in dem Selbstvertrauen, was ich mir versuche anzueignen dahingehend, mit positiven Verläufen füttern. Mit wie kann ich meinen Körper unterstützen und gleichzeitig besser mit Schmerzen klar kommen ohne gleich PDA zu schreien. Ich will ab einem gewissen Punkt Damm Massagen machen, Himbeerblättertee ab der 37. SSW trinken (das da unten alles so weich als möglich ist) und vielleicht auch mal Akkupunktur versuchen. Ich will entweder im Wasser oder auf einem Hocker entbinden. Warum, weil warmes Wasser auch schon Schmerzlindernd (natürlich nicht wegnehmend) ist und der Hocker die Schwerkraft mit ins Spiel bringt. Ich will kein grelles Kliniklicht sondern gedämpftes Licht. Klar will ich die Vorzüge haben, dass wenn was ist (wovon ich nicht aus gehe) der Weg nicht weit ist. Aber ich will das die Hebammen die Hauptarbeit leisten und der Arzt / die Ärztin nur (was sie ja vorschriftsmäßig immer sein müssen) anwesend im Raum ist für den Fall das eingeschritten werden muss, aber diese nach meinem Partner und der Hebamme die hintersten Prioritätspersonen sind die im Raum anwesend sind. Das kann man ja vorher alles so vereinbaren wie man sich das wünscht. Ich will ruhige Musik im Raum haben und mein Mann hat mich wann immer ich das will oder nicht will zu Massieren und wenn ihm die Finger dabei abfallen (nach Stunden) #rofl und ich will aktiv daran teil haben, in meinen Körper hören und es geschehen lassen auch wenn es scheiße Weh tuen wird! Klar, das das kein Spaziergang ist wussten die Frauen früher schon! Aber sie haben sich halt darauf eingelassen und nicht Panik vor etwas geschoben was sie nicht kennen! Wie ich schon mal geschrieben hab. Ich steig ja nicht in ein Auto ein und hab schon Angst davor einen Unfall bauen zu können! Wenn ich so einsteige dann hab ich auch einen und komm nicht glücklich am Ziel an.

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Bei mir war es auch so, dass ich mich möglichst natürlich auf die Geburt vorbereiten wollte. Damm-Massage habe ich ausprobiert, es war aber irgendwie nicht meins. Himbeeblättertee habe ich eher unregelmäßig getrunken. Wannengeburt wollte ich auch gern probieren, unter der Geburt habe ich aber ehrlich ALLES vergessen.

Mir war das Licht egal, mir waren meine Begleitpersonen mehr oder weniger egal (hinterher war ich natürlich super froh, dass sie bei mir waren!), an die Wanne dachte ich auch nicht mehr und die Möglichkeit von Schmerzmitteln hatte ich auch einfach vergessen. :-p

Man kann sich vorbereiten und planen, aber eine Geburt ist ein derart aufrührendes Ereignis, dass man währenddessen nichts mehr von dem weiß, was man vorher alles machen wollte.

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