Postpartale Depression.. Wer mag mir berichten?

Hallo!!

Wie ist es euch nach der Geburt ergangen? Wie habt ihr es festgestellt und was oder wer hat euch geholfen?
Ich befürchte stark, dass das mein eigentliches Problem ist. Es gibt so vieles leider was dafür spricht, denke ich...

Wie war das bei euch? Falls überhaupt jemand darauf antworten mag.. Konntet ihr euch selber helfen?
Ich habe zum Beispiel zu NIX mehr Lust, schon gar nicht auf meinen Partner, habe meinen Humor verloren, bin sehr schnell gereizt, denke ständig an Trennung, mag am Liebsten nur noch sitzen, ich habe ständig das Gefühl ich müsse ausbrechen weil mir die Decke auf den Kopf fällt, konnte mein Kind nicht annehmen (was sich aber geändert hat, aber dennoch lange nicht so ist wie bei meinem Mittleren). Das sind ein paar Dinge, die mir heute so wie Schuppen von den Augen gefallen sind...

Ich bin so genervt von allem und jedem...

Ich muss sagen, ich konnte meinen Mittleren (1 1/2) nie abgeben. Hatte zu große Angst um ihn!!! Das hat mich fertig gemacht. Ich liebe ihn einfach soooo sehr!! War also auch seitdem nie weg. Habe nie mehr was mit meinem Partner gemacht. Als er vier Monate war, wurde ich erneut schwanger und alles lief nur nebenher. Und ab da an war irgendwie alles anders.

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal gelacht habe... Zudem setzen mir diese Nachrichten, so doof das klingt, extrem zu!
Jedesmal wenn dort etwas kommt, wo wieder mal ein Baby/Kind misshandelt wurde, muss ich fürchterlich weinen. Kann abends nicht einschlafen, weil es mich quält und ich mich immer und immer wieder frage: wie kann ein Mensch sowas tun??!!!
Am liebsten würde ich blind durch die Welt gehen!
Oder all diesen Wesen helfen.

Es kommt noch einiges an privatem Kram dazu, was mich belastet aber hier nix zur Sache tut, da es sich ja nicht um die Geburt dreht.

Ich musste das einfach alles mal los werden, sorry. Da hab ich wenigstens einen kleinen Stein vom Herzen!

Danke fürs Lesen und ich hoffe, ich stoße auf ein wenig Verständnis..
LG

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Hallo

Ich hatte Gott sei dank keine Wochenbettdepression, bin aber ein Mensch, der leicht zu Depressionen neigt.

Wenn ich so deine Gedanken lese, würde ich persönlich nicht auf eine Wochendepression schließen, sondern eher darauf, dass du einfach "nur" ausgebrannt bist.
Du hast relativ schnell aufeinander zwei Kinder bekommen und so wie du scheibst, hast du komplett auf dich und auch auf deinen Partner vergessen.

Man gerät in einen Teufelskreis. Man unternimmt nichts, wird immer träger und auch depressiver und hat keine Lust auf Unternehmungen.
Mir fällt es in meiner Ehe ganz stark auf, dass alles nur mehr so nebenher läuft, wenn wir uns nicht unsere regelmäßigen Auszeiten nehmen. Wenn wir nicht wenigstens einmal im Monat etwas Zweisamkeit genießen. Ja ich merke sogar, wie meine Liebe auf eine gewisse Art und Weise mit der Zeit wie aufgebraucht ist. Ich bezeichne die Liebe immer als ein Glas, dass man füllen kann und das auch, wenn man es nicht regelmäßig auffüllt, sich leeren kann. Eine Beziehung kann noch so gut sein, wenn man sie nicht pflegt, geht sie kaputt.

Ich liebe meine Tochter abgöttisch, aber ich würde es nicht aushalten, nie für mich selbst und meinen Mann Zeit zu haben. Und die Zeit Abends, wenn meine Tochter im Bett ist, zählt da leider für mich nicht. Da bin ich streichfähig, will nur mehr vor dem TV liegen uns sonst nichts.

Wenn man schon mal relativ tief in einer Depression drin steckt, ist es oft schwer, da aus eigener Kraft wieder raus zu kommen. Dafür kann auf alle Fälle psychologische Hilfe was bringen. Man sieht dadurch gewisse Dinge wieder aus einem anderen Blickwinkel und schafft es, etwas zu ändern.

Vielleicht hast du ja familiäre Unterstützung, die dir die Kinder so ein zweimal im Monat abnehmen kann, wo du einfach nur dir etwas gutes tust. Und glaub mir, man kann eine Liebe mit gar nicht so viel Aufwand, wieder aufleben lassen. Man muss nur bewusst Zeit miteinander verbringen. Anfangs kann das sogar wieder etwas seltsam sein, weil man sich fremd geworden ist. Aber wenn mal Liebe da war, dann kommt man sich schnell wieder näher!

lg

2

Hallo!!
Vielen dank für deine Antwort! Du sagst es... Ausgebrannt! So fühle ich mich. Ich denke morgens im Bett schon: oh nee... Ich will nicht.

Das schreibst du auch sehr schön mit der Liebe und da hast du wohl auch recht! Denn irgendwie ist die Liebe verschwunden.

Die Zeit abends zählt für mich auch nicht! Denn meistens ist man dann sowieso kaputt, guckt ein wenig fern und das wars.
Dass ich meine Kinder liebe, das weiß ich und as spüre ich auch Tag für Tag, dennoch fällt es mir mittlerweile schwer, andauernd zu kochen. Ich muss mich regelrecht zwingen dazu. Noch vor einem Jahr hab ich das sooooo gern für meinen Kleinen gemacht.

Ich muss, glaube ich, wirklich unbedingt etwas alleine oder mit Partner machen, sonst geh ich kaputt :-(

Wenn ich andere Paare um mich herum seh, da ist das Kind 3 mal in der Woche bei den Großeltern oder die Großeltern sind dort und die gehen weg.

Ich hab eben nur immer Bedenken... Der Kleine bekommt ja seine Milch zu seinen Zeiten... Die Großeltern kennen ihn nicht. Er ist auch nicht einfach.
Ich in da etwas penibel, was ich vielleicht abstellen sollte.

Da sprichst du mir aus der Seele!!! Man ist sich wirklich fremd geworden und ich sträube mich regelrecht vor seinen Annäherungen. Das wird nicht einfach...

Ich danke dir recht herzlich für deine tolle Antwort!
LG

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Ich glaube nicht, dass du eine echte Wochenbett Depression hast. Mir z.b. ging es nach der Geburt seelisch einfach schlecht. Ich hab tagelang geweint, war verzweifelt, wollte mein früheres Leben zurück, wollte am liebsten nur schlafen, ...
Ich denke, dass du vielleicht einfach genervt bist. Du hast kurz hintereinander 2 Kinder bekommen, dir fehlt zeit für dich und deinen Partner. Ich würde da mal ansetzen. Mach mal was für dich. Geh trainieren oder was trinken. Geh mit deinem Partner ins Kino, ...

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Meine depression hat schon im kh angefangen.
Wollte mein baby wieder im bauch haben.
er hat nur geweint und ich mit.
hab mich gefühlt ihn nicht zu lieben.
meine mum hat mich nur rumgeschupst.
ich hab immerzu geweint. Bis ich es erkannte.
und mir selbst das gegenteil einreden musste.
nach 3 wochen wahr es vorbei.

ich konnte meinen sohn annehmen und kennenlernen.
Nun ist er fast 2 jahre und ich liebe ihn mehr als alles andere.
nun probieren wir an baby 2...hab angst das sowas nochmal passiert.

mir hat es geholfen mal allein ein laaangen spaziergang zu machen. Nachzudenken zu schreien zu weinen....
danach bin ich mit mir selbst besser klargekommen.

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