Wochenbettdepression erst nach 3 Monaten???

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte eine ziemlich schwierige Geburt. Mein Sohn und ich sind aber wohl auf. ca 10 Tage nach der Geburt bekam ich meine "Heultage" dich ich dank meiner Hebamme gut und schnell in den Griff bekam.

Nun 3 Monate nach der Geburt geht es wieder los. heute nacht konnte ich vor lauter grübeln nicht einschlafen obwohl ich hunde müde war. und ich bekomme öfter so ein Angsgefühl das ich das alles nicht alleine schaffe. Ich sehne den Wochenenden oder Feierabend meines Mannes herbei. kennt das jemand. Sind das Deppressionen????

LG und DAnke im Voraus

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Ich kann dich gut verstehen, da ich schon vor der Schwangerschaft mit Depressionen zu kämpfen hatte. Ich habe trotz Stillen gleich nach der Entbindung wieder mit Antidepressiva angefangen, weil es einfach nicht mehr anders ging. Es gibt nämlich auch Antidepressiva, die mit dem Stillen vereinbar sind und dem Kind daher nicht schaden.

Hast du eigentlich schon einmal mit deinem Hausarzt über deine Ängste gesprochen? Vielleicht wäre es auch sinnvoll, dass er dich gleich zu einem Psychiater überweist. Es könnte schon sein, dass du eine Depression hast, aber das kann nur ein Fachmann korrekt diagnostizieren. Allerdings gehören zu einer Depression noch andere Symptome wie starke Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Schlafstörungen, etc. Falls diese Krankheit bei dir wirklich vorliegt, ist es sehr wichtig, dass sie auch baldmöglichst behandelt wird. Von alleine verschwinden nämlich die Symptome in der Regel nicht und du benötigst daher vermutlich professionelle Hilfe.

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Kannst du mir sagen welche? Ich dümpel mit pflanzlichen Sachen rum weil meine Neurologin gesagt hat, ichmüsste abstillen wenn ich was ordentliches einnehmen will

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Mir wurde damals von meinem Psychiater gesagt, dass das Antidepressivum Sertralin als stillverträglich gilt. Ich habe das während der Stillzeit in einer niedrigen Dosierung genommen (25 mg) und nach dem Abstillen auf 50 mg erhöht. Auch Paroxetin gilt als geeignet während der Stillzeit. Meines Wissens ist das, was deine Neurologin bezüglich des Abstillens gesagt hat, mittlerweile veraltet. Ich würde an deiner Stelle jetzt noch nicht abstillen, da dein Kind ja erst 3 Monate alt ist und man zur Allergieprävention möglichst 6 Monate lang stillen sollte.

Es gibt zu diesem Thema eine sehr interessante Internetseite, auf der du dich informieren kannst: http://www.embryotox.de/stillen.html

Du kannst dort auch einzelne Medikamente eingeben und bekommst dann angezeigt, ob diese während Schwangerschaft und Stillzeit empfehlenswert sind oder nicht. Ich habe mich dort auch vor meiner Schwangerschaft telefonisch beraten lassen und habe dann sogar in der Schwangerschaft eine Mini-Dosis Antidepressiva genommen.

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hallo Butterblume,

meinst Du, es ist wirklich gleich eine richtige Depression oder geht es Dir einfach gerade aufgrund der neuen Situation einfach nicht gut? Das Leben mit einem Neugeborenen ist nicht immer einfach. Mir haben die schlaflosen Nächte bei meiner Tochter und die schwere Geburt extrem zugesetzt - deshalb hatte ich auch lange mit mir zu kämpfen. Aber ob es eine Depression war, kann ich bis heute nicht sagen, ich glaube, aber nicht.

Die Angst, es nicht zu schaffen, die schlaflosen Nächte, die schwere Geburt - da kommt vieles zusammen.

Vielleicht solltest Du Dir selbst einfach viel Zeit geben, damit sich alles bald wieder normaler anfühlt. Ich auf jeden Fall war damals einfach zu ungeduldig mir mit selbst und wollte, dass alles wieder "normal" ist.

Alles Gute und liebe Grüße, Manuela

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Hallo,

hast du evtl. in Betracht gezogen, dass du durch die Hormonumstellung (schwanger/nicht schwanger) Probleme mit der Schilddrüse bekommen haben könntest? Lass mal beim Hausarzt ein großes Blutbild machen und bitte ihn, die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren ( freie Werte t3 und t4, THS und auch Antikörper). THS sollte besser nicht über 2,5 liegen, die freien Werte idealerweise im oberen Drittel des Normbereiches.

LG
VP

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Hallo,

geht mir auch oft so. Ich sehen die Feierabende und Wochenenden meines Mannes auch herbei und bin total enttäuscht, wenn er doch nochmal weg muss...Für mich sind die Wochenenden der reinste Urlaub.

Mein Kleiner ist allerdings sehr, sehr anstrengend und ich oft denke ich, ich packs nicht mehr. Brüllen, pupsen, bisschen trinken, beschäftigen, schlafen, brüllen, nachts kaum schlafen usw.
Dann schleichen sich Gedanken ein wie: bin ich eine schlechte Mutter? Was ist nur los mit ihm?

Der Schlafentzug machts auch nicht besser.

ABER es gibt auch Tage, da ist alles (das liegt auch oft an mir) eher entspannt.

Wie ist dein Baby denn? Vlt liegts einfach an der großen Umstellung?

Ansonsten würd ich mich vlt. wirklich mal an einen Arzt wenden...KiA, Gyn etc.
Die können dir bestimmt Auskunft geben, wo du am besten Hilfe für dich holen kannst.

Alles Gute für dich.

Lg hexle, die eine Zeit herbeisehnt, in der sie ihr so sehr gewünschtes Baby richtig genießen kann ;-)

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Hi du,
ich hatte das auch ein paar Monate nach der Geburt meiner ersten Tochter. War zum Glück aber nur eine Phase, die nach zwei, drei Wochen wieder weg war. Es wird einem halt da erst mal richtig bewusst, was geschehen ist, und welche Verantwortung man trägt. Warte ein paar Tage ab und nimm ggf. etwas homöopathisches gegen die Angst und das Grübeln.

Sollte es länger anhalten kannst du dich am besten mal mit den FA oder HA besprechen. Erst mal würde ich sagen, es ist normal und kommt immer mal wieder vor.

LG und alles Gute

Tanja

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Hallo butterblume,

ist doch erst mal toll, dass dir das auffällt und du deine Ängste und dein Down-Sein nicht verdrängst #pro. Das ist nämlich immer das eigentlich Gefährliche, wenn Mütter sich so sehr unter Druck setzen (oder unter Druck gesetzt fühlen), dass sie gar nicht zugeben würden, dass etwas gerade nicht so toll läuft. Denn schleicht sich tatsächlich eine Depression ein, ist es immer besser, so früh wie möglich zu handeln.

Ich würde mir, auch aus eigener Erfahrung, professionelle Hilfe suchen. D.h., einen Psychiater oder eine Psychiaterin konsultieren, die sich speziell mit der Wochenbett- bzw. Mutter-Kind-Problematik auskennt, ob die freiberuflich ist oder im Krankenhaus angestellt, ist egal. Ein Gespräch mit jemanden, der auf diesem Gebiet ausreichend Erfahrung hat, ist m. E. das Einzige, was einen weiterbringt. Die oder der weiß dann schon, ob überhaupt und wenn ja, welche Behandlung notwendig ist.

Ich kenne so eine Psychiaterin und bin einfach megafroh, zu wissen, wo ich hingehen muss, WENN etwas komisch laufen sollte. Eine echte Erleichterung und manchmal reicht das auch schon aus, so eine Art Fangnetz ;-)

Ich drück dir und deinem Baby ganz fest die Daumen
mokkamilcheisbar + ladybug ET-13

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Vielen Dank für die lieben Antworten.

Ich war gestern bei meiner Hausärztin, sie war sehr verständnisvoll und ist sehr gut auf mich eingegangen.

sie hat mir jetzt Antidepressiva verschrieben. Sie meinte damit kriegen wir es gut in den Griff. Ich hoffe nur das es schnell anschlägt.....

LG Butterblume 84111

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