Ekel vor Geburt

Hallo Ihr Lieben,

ich lese jetzt schon seit längerem ganz interessiert sämtliche Beiträge im Forum.
Alles über WKS oder normale Entbindung etc.
Aber irgendwie trifft nichts auf mich zu.

Deshalb hoffe ich, dass ihr mir Tips geben könnt.

Ich bin in der 10. SSW und Termin ist voraussichtlich der 28.11.06.

Mein Problem ist, dass ich absoluter Ekel vor einer normalen Entbindung habe.
Ich stelle es mir absolut erniedrigend und beschämend vor mich stundenlang mit gespreizten Beinen vor fremde Menschen zu liegen. Und jeder glotzt mir dazwischen und schaut ob was kommt.
Ich empfinde da absolut gar nicht natürliches dabei.
Ich kann und will mir das nicht vorstellen.

Ich finde es schon schrecklich wenn ich immer zum Frauenarzt muss und auf diesem verdammten Stuhl liege.

Ich bin mit meinem Mann mittlerweile über 12 Jahre zusammen und selbst heute schäme ich mich, wenn ich mich vor ihm ausziehe.
Also möchte ich dies auch ganz bestimmt nicht vor fremden Leuten.

Irgendwie bin ich total verzweifelt deswegen und weiß nicht was ich machen soll.
Wahrscheinlich eher WKS.

Hoffe ihr könnt mir hilfreiche Tips geben.

LG
Manuela

1

Liebe Manuela,

zuerstmal muss ich sagen, dass ich auch jedesmal ein unwohles Gefühl habe zu meiner Frauenärztin zu gehen um mich dort auf den Stuhl zu legen. Aber eine Geburt ist damit nicht vergleichbar.

Es ist nicht so, dass Du während der gesamten zeit mit gespreizten Beinen dort liegst. In der Endphase gehts aber nicht anders, dat Kleene muss ja irgendwie das Licht der Welt erblicken ;-). Aber auch hier gibt es ja verschiedene Möglichkeiten der "Stellungen".

Ich persönlich wollöte auch nicht, dass bei der Geburt meines Sohnes zich fremde Menschen um mich rumstehen, daher habe ich mich für eine Beleghebamme entschieden. Das läuft dann folgendermaßen ab:

Die Beleghebammen sind bei bestimmten Krankenhäusern zugelassen und sie begleitet Dich während der Schwangerschaft. Von daher lernt ihr Euch schon vorher gut kennen und ihr könnt von vornherein absprechen, wie Du Dir die Geburt vorstellst. Wenn es dann soweit ist, begleitet sie Dich ins Krankenhaus und betreut Dich während der Wehen. Niemand anderes aus dem Krankenhaus ist dann im Kreissaal dabei. Es sei denn, es gibt irgendwelche Situationen wo ein Arzt hinzugezogen werden müsste. Es ist sehr privat, da die Hebamme schon während der Schwangerschaft auf Dich eingehen kann. Es läuft dann so, wie Du das möchtest. Jedenfalls war es bei mir so. Sicherlich untersucht sie Dich zwischendurch (Muttermund etc). Aber Du liegst nicht die ganze Zeit da und hast die Beine gespreizt. Erst bei der Austreibungsphase. Und da ist es den meisten Frauen eigentlich egal was passiert, denn man ist mit den Gedanken sowieso bei sich und dem kommenden Baby und konzentriert sich auf's Pressen. Glaube mir. ;-)

Bei mir war also nur meine Hebi und mein Mann dabei und es war eine sehr ausgeglichene und schöne Atmosphäre!

Dies ist also eine Alternative! Natürlich gibt es dann noch die Möglichkeit in ein Geburtshaus zu gehen oder eine Hausgeburt zu machen. Informier Dich mal bei den Hebammen in Deiner Nähe. Die helfen Dir weiter.

Liebe Grüße und alles Liebe
Anja

2

Beim Wunsch-KS rasiert man Dich untenrum, legt Dir einen Blasenkatheter und Du liegst mit gespreizten Beinen im OP. Is auch nicht viel besser, oder? Eine normale Geburt ist was Wunderschönes. Ich denke, Du hast ein Problem mit Deinem Selbstbewusstsein. Du kannst Dir eine nette Hebamme suchen, die Dich bei der Geburt beglei8tet, dann guckt Dir wenigstens keine "Fremde" zwischen die Beine. #kratz

3

Hi Manuela,

tröste dich, mir ging es ähnlich. Aber wenn es erstmal soweit ist, kümmerst du dich nicht mehr drum, wie du vor wem liegst!

Ich wollte immer im Bad meine Ruhe, da durfte nicht mal einer rein, wenn ich mich geschminkt habe, geschweige beim duschen etc #schock.

Tja und dann werd ich von ner Hebamme "untenrum" rasiert, sie führt mir nen Katheder ein, ich liege mit den Beinen nach oben aufm OP-Tisch und werd von ner sehr rabiaten Dame mit Jod (oder was auch immer das orangene Zeug ist) eingepinselt, nach der Entbindung wäscht mich ne Schwesternschülerin, begleitet mich zur Toilette etc..... #hicks

Und das war ein Kaiserschnitt....#schock

Also du siehst, auch beim Kaiserschnitt bist du nicht geschützt vor fremden Einblicken in deinen Intimbereich.

Das Kind kam rein und es muß wieder raus ;-).

Das mußt du jetzt durch. Ist aber alles halb so schlimm#pro.

Im Gegenteil, hinterher hast du nicht mehr so viele Hemmungen, eben weil du dir vieles ohne mit der Wimper zu zucken gefallen lassen wirst.

Alles Gute, Nicole #blume

4

Hallo

An Deiner Stelle würde ich mir jetzt schon eine Hebamme suchen mit der Du Deine Probleme besprechen kannst.Beim Gyn auf dem Stuhl klettert wohl keiner gerne drauf.Eine geburt ist ja das natürlichste auf der Welt.Ich freue mich schon drauf.Wir möchten nämlich eine Hausgeburt in unseren eigenen vier Wänden ohne große Medizin und Technik und wir warten jetzt jeden Tag auf unser Ereigniss.

lg

5

Hallo,

vielen Dank für eure lieben Antworten.

Bis auf die 1. Antwort. Danke für das #kratz
Bekloppt bin ich deswegen bestimmt nicht.
Da ja anscheinend auch andere Schamgefühle haben.

Ich werde mich mal jetzt um eine Hebamme kümmern und vielleicht auch in Erwägung ziehen entweder in ein Geburtshaus zu gehen oder zu Hause zu entbinden.
Denke auch, dass dies viel intimer und persönlicher für mich ist.
Ist das überhaupt empfehlenswert bei der 1. Geburt?

LG
Manuela

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hallo manuela, ich habs gemacht. meine tochter marie habe ich vor 13 monaten im geburtshaus geboren. sehr intim, in geborgenheit und ruhe. meine hebi kannte ich schon meine ganze schwangerschaft über, sie hat auch die vorsorgeuntersuchungen gemacht, mich akupunktiert und ich konnte wegen jeden kleinen wehwehchen oder problems zu ihr kommen.

das war toll.

die geburt hat 2 stunden gedauert.

Luise

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..... kann ich gut verstehen :-). deshalb halte ich es nun , wie auch schon bei meinen drei anderen so:
ich möchte zur geburt wildfremde menschen treffen und zwar das erste und letze mal. ich sehe mir weder vorher den kreissaal an, noch möchte ich den kontakt zu einen hebamme. ich wurde immer super betreut (weil ja so alleine) und die nachsorge übernimmt die fä, naja da kommt frau eben nicht drum rum. wenn die wehen einsetzen, lasse ich mich in ein kh bringen, das habe ich mir per internet nach qualitätsausweis rausgesucht und das wars dann halt auch. im übrigen bin ich absolut nicht prüde, aber neben dem "glotzen" wird man ja auch noch in allen möglichen Stellungen "berührt", leider absolut notwendig, aber auch für mich absolut daneben. vielleicht kannst du es auch so machen.l.g.c.

8

Bei einem WKS musst Du dich ja auch ausziehen und zwar komplett, dann hast Du nur ein Flügelhemdchen an und liegst nackt auf dem OP-Tisch, die Arme sind festgebunden. Du wirst rasiert, bekommst einen Katheder, den Du erst einige Zeit später wieder los wirst. Dann bist Du vielleicht beim Toilettengang auf Hilfe angewiesen etc. Wenn das nicht auch demütigend ist, weiß ich es nicht. Du siehst also, Du kommst nicht drumrum, dich bei einer Geburt auszuziehen... Ich will mich nicht über dich lustig machen, aber das sind die Fakten.

Ich denke, Du solltest dir jetzt schon eine gute Hebamme suchen oder dir ein Geburtshaus ansehen. Dort solltest Du auch einen GVK machen, um zu sehen, dass auch andere Frauen in deiner Situation sind. Während des Kurses lernst Du deine Hebamme auch besser kennen und bei der Geburt ist sie dann keine Fremde mehr.

Außerdem ist die Atmosphäre im Geburtshaus intimer als im KH.

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Hallo Manuela,

es gibt auch noch die Möglichkeit in ein Geburtshaus zu gehen oder ein Hausgeburt zu machen.

Es wäre bestimmt gut wenn Du mal das Gespräch mit einer Hebi suchst, ein WKS ist bestimmt nicht besser für Dich wenn Du ein Problem mit Fremden hast. Schliesslich schneidet man Dir den Bauch auf und ein fremder Chirurg den Du vielleicht vorher einmal gesehen hast, "wühlt" in deinem Bauch rum. Das finde ich eigentlich viel schlimmer, weil man dabei total ausgeliefert ist.
Die meisten KH´s machen nämlich nicht gerne Vollkarnosen beim Kaiserschnitt wenn es sich vermeiden lässt.

Also wie gesagt such Dir eine Hebi und rede mit ihr über Deine Ängste, sie wird Dir bestimmt helfen können den für Dich richtigen Weg zu finden.

Alles gute

Ariana mit Fabienne 23.02.2005 und #ei 16+2 SSW

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Hallo Manuela,

keine Bange! Du liegst nicht die ganze Zeit mit gespreizten Beinen auf dem Tisch. Und wenn es dann soweit ist, machst Du Dir darüber keine Gedanken mehr. Es ist bestimmt für alle Frauen unangenehm auf dem Bock beim FA zu sitzen. Aber was sein muß muß sein.

Vielleicht würde ja eher eine Wassergeburt für Dich in Frage kommen? Ich kann Dir das Buch " Erlebnis Wassergeburt" von C. Enning empfehlen. Darin wird Alles gut geschildert und erklärt. Leider konnte ich keine Wassergeburt machen, da meine Kleine 6 Wochen zu früh kam.

Bei Dir scheint es ja extrem zu sein. Wenn Du Dich sogar vor Deinem Mann schämst. Versuche an Deinem Selbstbewußtsein zu arbeiten. Vielleicht kann Dir da auch ein Therapeut zur Seite stehen, mit dem Du die Probleme besprechen kannst. Oder gar eine Hebamme.

Lass Dir das Erlebnis einer spontanen Geburt nicht nehmen. Es ist wirklich einmalig! Du schaffst das schon.
Ich drück Dir ganz fest alle Daumen! Viel Glück!

#herzlichGrüße
Nancy+ Laura#baby

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hi manuela!

ich weiss nicht ob ich dir tipps geben kann, aber ich werds versuchen.
zuerst einmal: eine geburt ist was ganz natürliches und nicht wegen dem man sich schämen muss!
liegend mit gespreizten beinen ist eine absolut ungünstige geburtsposition. besser wäre hockend oä!
es ist normal, dass zumindest eine "fremde" person bei der geburt dabei ist. du brauchst eine hebamme, die sich auskennt und die erfahrung hat.
vielleicht wäre ja eine hausgeburt was für dich. da bist du in einer vertrauten umgebung und es ist nur die hebamme und dein man da!

ein wks ist keine alternative dazu finde ich.

lg claudia

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