Einmal Babyblues, immer Babyblues?

Hallo,

Ich bin nun in der 31. Woche schwanger.
Vor 2 Jahren habe ich meinen Sohn per KS entbunden, eine Woche vorher geplant. Da er unter schwerer Gelbsucht litt, mussten wir 8 Tage im Krankenhaus bleiben. In diesen 8 Tagen habe ich NUR geheult, ohne dass ich genau sagen konnte, warum. Klar, Stillen hat nicht geklappt, Krankenhaus hat genervt, die spontane Geburt hat mir gefehlt, mein Kind war dauernd von mir getrennt um unter die Lampe zu kommen - aber so nahe am Wasser bin ich dann eigentlich doch nicht gebaut. Und sobald ich daheim über die Türschwelle war war alles wieder ok... Ich denke, es war der Babyblues.
Jetzt habe ich Angst, dass es mich wieder so sehr erwischt.

Haben die Mehrfachmütter unter euch da Erfahrungen? Hat es diejenigen, die es bei der ersten Geburt erwischt hat, bei den nächsten auch getroffen? Oder muss das nicht unbedingt sein?
Kann man auch irgendwelche "Vorkehrungen" treffen?

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Also mich hat es auch beim zweiten Kind wieder erwischt - beide sind durch Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Allerdings war der Babyblues beim ersten Kind extrem und ging auch sehr lange. Beim zweiten Kind ging es mir nur 2 Tage "schlecht" und es war auch nicht so schlimm.

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Hallo,

ich hatte beim ersten den Babyblues ein paar Tage lang ganz schlimm. Hab nur geheult.
Beim 2. Kind hatte ich fast gar nichts, so 2 Tage lang mal hier und dort ein paar Tränen, aber kein Vergleich zum ersten Mal.

Vorkehrungen könnte man indirekt treffen, indem man sich nach der Entbindung Hilfe holt. D.h. Hilfe im Haushalt, Mann nimmt Urlaub, Oma nimmt mal den Großen, jemand bringt euch den Einkauf mit, sowas halt, damit man nicht noch durch den Stress ins wanken gerät,dann der Schlafmangel dazu, au weia(Babyblues kommt ja eigentlich durch die Hormone, aber wenn es dann an allen Ecken und Kanten stressig wird, wird man eher zur "Heulsuse"...)

Ach so, hab beide Kinder spontan entbunden.

LG,
Cathrin

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ich hatte das bei meinem ersten kind, die ersten 10 tage nach der geburt (spontan) .
es war wirklich schlimm, ich verstand mich selber nicht. da hatte ich meinen kleinen süßen kerngesunden jungen im arm und heulte vor mich hin#schmoll

in der zweiten SS, habe ich mich auf den babyblues eingestellt bzw, damit gerechnet.
aber es blieb gottseidank aus und so konnte ich, einfach nur mein pures babyglück genießen und stolz vor mich hinstrahlen#verliebt

es kann sein, das es dich wieder trifft, aber es muss nicht sein.

im übrigen stell ich mir gerade wieder die frage, ob es mich nach der geburt wieder erwischt#zitter

ich hoffe nicht! es war so schön, einfach glücklich zu sein und auf wolke sieben zu schweben#herzlich

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Hi.

Beim ersten hat es mich auch ziemlich erwischt. Ich musste fünf tage im kh bleiben obwohl es uns gut ging, aber mit meinen damals 20 jahren war ich ihnen wohl zu jung um alles zu packen. Frust pur!

Beim zweiten wollte ich ambulant entbinden, aber aufgrund der gelbsuchtwerte bin ich erst am zweiten tag heim. Ich hatte mich wieder auf den babyblues eingestellt, aber diesmal blieb er völlig aus. Ich war die ersten wochen eher am dauergrinsen und einfach nur meeega glücklich. :-)

Das wünsch ich dir auch!

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Hallo Emmelotte,

ich persönlich denke, dass sich der Babyblues nicht nur aus der Hormonumstellung zusammensetzt, sondern aus der allgemeinen emotionalen Verfassung der Mutter. Und die wird ja sehr vom Umfeld geprägt.

Nach der ersten Geburt habe ich fast ein halbes Jahr lang ständig geweint. Unsere Tochter hat nur geschrien und ich war die meiste Zeit alleine mit ihr, weil mein Mann in einer anderen Stadt gearbeitet hat und nur am Wochenende da war. Er konnte nicht viel mit einem Baby anfangen und mich unterstützen und so habe ich mich zu allem Überfluss total überfordert gefühlt und mich mit Selbstvorwürfen fertig gemacht, denn ich bekam sogar von Fremden lauter Tipps, wie ich es besser machen könnte. Als ob ich nichts gut gemacht hätte... Das hat der ganzen Heulerei noch die Spitze gegeben.

Unser zweites Kind ist jetzt gute 3 Wochen alt und es ist komplett anders. Ich bin die Ruhe in Person und kann viel besser mit allem umgehen. Kein Gefühl der Überforderung, keine Heulerei, purer Genuss. Vielleicht liegt es daran, dass unser Sohnemann ein sehr ruhiges Baby ist. Ich kann nur von mir berichten: Beim zweiten Kind läuft es bis jetzt optimal und ich fühle mich so gut und gefühlsmäßig so ausgeglichen, dass ich nicht denke, dass der Babyblues noch kommen wird.

Ganz liebe Grüße und alles Gute,
Carolin

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