Genießt doch noch die Zeit bis zur Geburt !!!!

Hallo an alle kurz vorm Geburtstermin,

bei vielen liest man hier, dass sie einfach keine Lust mehr haben schwanger zu sein, dass sie ihr Kind endlich sehen und im Arm halten wollen.

Mir ging es damals nicht anders. Jeder erzählt einem, man soll die Zeit vor der Geburt genießen. Und was macht man: man putzt, wäscht, schaut sich die Babykleidung an und wartet sehnsüchtig aufs Baby.

Aber ehrlich gesagt, wenn das Baby endlich da ist, hat man dann Ruhe??? Man ist vielleicht glücklich, dass man die Geburt "hinter sich gebracht hat" und ist stolz aufs Kind. Aber man hat schlaflose Nächte, ein schreiendes Kind, bei dem man nicht weiß warum es schreit. Man ist genervt, ausgelaugt, total müde, kommt zum Teil noch nicht mal dazu was zu essen. Es IST so !!!!!

Ich möchte auch noch ein 2. Kind, aber mir graut es einfach vor der ersten Zeit mit dem neuen Baby. Ich empfand diese Zeit total stressig, war todmüde und genervt. Und man kann das Kind nicht einfach mal 1 Tag oder 1 Nacht irgendwo abgeben, damit man Ruhe hat.

Also liebe noch-Schwangeren: Genießt einfach die letzten Tage und Wochen in Ruhe. Ruht euch aus, genießt das schöne Wetter (seit heute endlich wieder). So eine schöne ruhige Zeit kommt wirklich NIE wieder. Das merkt ihr spätestens, wenn ihr die 1. Nacht mit dem Baby verbringt und ihr keinen Schlaf findet, weil das kleine Würmchen nichts von Nachtruhe hält.

Diesen Beitrag habe ich geschrieben, weil es meine ehrliche Meinung ist. Man ist einfach ungeduldig vor der Geburt und genießt die Zeit nicht wirklich. Ihr werdet es euch spätestens nach den ersten durchgemachten Nächten selbst sagen, dass ihr die Zeit vorher hättet genießen sollen.

Liebe Grüße und noch eine schöne Rest-Schwangerschaft
Antje + Aline *10.02.2005*

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Hallo Antje!

Ich sehe das genauso...
Allerdings ging es mir *damals* nicht viel anders. Ich wollte auch endlich die Schwangerschaft hinter mir haben, da ja auch gerade die letzten Wochen nicht gerade leicht zu er"tragen" sind - im wahrsten Sinne.

Im Nachhinein betrachtet war das eigentlich mit die schönste Zeit in meinem Leben. Einen schönen dicken Bauch, das Baby darin, was sich ständig bemerkbar gemacht hat und noch genug Schlaf - trotz Sodbrennes und Rückenschmerzen...

MIT dem Baby sind dann zwar die Schwangerschaftsbeschwerden verschwunden - und zwar alle und genau in DEM Moment, wo einem das Baby auf den Bauch gelegt wird (das fand ich phänomenal) - aber man hat nun andere, und m.E. viel größere Sorgen.

Geht es dem Baby gut?
Warum schreit es?
Isst es genug?

usw. usf.

Mir ist jetzt erst klar geworden, dass man in der Schwangerschaft, vor allem und in erster Linie in der 1., doch sehr blauäugig ist.
Und nachher ist alles GANZ anders, als es man sich vorgestellt hat.
Und irgendwie auch schöner...

LG und alles gute an alle Schwangeren - genießt die Zeit, ihr werdet sie euch zurücksehnen!

Kleine

2

Hallo Du,

hmm, an sich hast Du ja recht.
Nur, wenn man eh schon seit Monaten fast jede nacht nur für 2,5 bis 3 Stunden Schlaf findet und den Rest wachliegt? Keine Schlafposition geeignet ist und die Lieblingsposition (Bauchlage) nicht denkbar?
Wenn man Dauerschnupfen hat, der sich besonders nachts bemerkbar macht und jeden Atemzug zur Qual werden lässt, das meerwasserspray aber nichts nützt?
Wenn Man Wassereinlagerungen hat und deswegen die Finger kaum bewegen kann?

ich glaube, im Nachhinein verklärt man auch einiges, genauso, wie die Geburt meist im Nachhinein ja nur halb so schlimm war.

Klar, als Erstgebärende kann man sich nicht vorstellen, was auf einen zukommt, aber gerade die letzten tage vor der Geburt sind für die Wenigsten ein zuckerschlecken, so dass der Wunsch, es möge endlich losgehen (vor allem aufgrund dieser Ungewissheit, wann und wie es denn nun tatsächlich losgeht) nicht völlig unverständlich ist...

LG

Anke, ET-5,

die seit Dezember kaum eine NAcht mehr durchschlafne konnte...

3

Tjaaaa, das hat die Natur verdammt schlau eingerichtet.

Die ersten Monate der SS möchte man sein Kind im Bauch beschützen, es darf nicht früher kommen. Es soll lange darin bleiben bis es für die Welt draussen überlebensfähig ist.

Irgendwann ist man aber an einem Punkt angelangt da siegt die Neugierde und man möchte sehen wen man beschützt hat. Und dieser kommt ganz zum SChluss der SS und der ist verdammt wichtig für die Geburt. Man lässt los, das KInd darf geboren werden.

Und wenn es da ist klar sind die Beschwerden weg aber ich glaube auch das sich jede schwangere darüber bewusst ist das ein baby nicht sofort durchschläft, das es sehr anstrengend wird.
Aber auch da ist irgendwo der Beschützerinstinkt der sagt ich schaffe das und stehe das durch. Und man schafft es auch und steht es durch.

Und wer glaubt das erste Jahr mit dem Baby ist das stressigste sollte sich eines besseren belehren lassen.

Es ist und bleibt stressig, die Kinder werden zwar größer und verstehen und handeln anders aber die Aufgaben die wachsen auch hinaus die man zu bewältigen hat.

Somit sollte jede Zeit genossen werden aber man sollte auch loslassen können ansonsten würden wir nur auf einer Stelle treten und nicht vorran kommen!!!

LG KiKi mit Maximilian, Jolina-Emily und Lainie Melia Elin ET -20

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Morgen Antje,

es ist so, wie Kiki es beschrieben hat. Die Natur hat das geschickt eingefädelt :-p

Ich bekomme jetzt mein 4. Kind und ich kann Dir sagen: Egal wieviele Kinder man bekommt, am Ende kann man es immer nicht erwarten..........

Nach jedem Kind habe ich mit vorgenommen: Beim nächsten genießt Du die restlichen Wochen #liebdrueck und bei jedem konnte ich es wieder nicht erwarten, es im Arm zu haben.

Bin jetzt auch - mit unserem letzten Mäuschen - fast 40. SSW und warte sehnlichst auf den Tag, an dem unser Krümel kommt. Wenn er dann da ist, frage ich mich wieder, warum ich die letzten Wochen nicht so genossen habe, wie ich es mir vorgenommen hatte ;-)

LG Angela

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