Hausgeburt auch ohne Partner möglich?

Hallo!

Ich weiß nicht, ob sich eine noch erinnern, aber ich wollte ja gern dies mal eine Hausgeburt. Leider hat sich jetzt mein Mann von mir getrennt und ich weiß nicht, ob ich das auch alleine hinbekomme. Oder wenn nicht der Mann dabei war, wer war denn sonst mit dabei?

MFG Franzi

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Naja, wichtig dürfte vor allem sein, daß Dich dann jemand in den folgenden Tagen versorgt?

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Das ist mir schon klar. Aber ich wüsste auch gerade nicht wohin mit meiner Tochter, wenn ich im Krankenhaus bin.

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Du würdest doch hoffentlich eine Zweijährige nicht bei einer Hausgeburt dabeihaben wollen?

Bei meiner zweiten Geburt kam es nach völlig problemloser Schwangerschaft bei der Geburt zu Komplikationen, d.h. bei einer Hausgeburt wäre Rettungswagen angesagt gewesen. Klar ist das die Ausnahme, aber das Kind muß untergebracht sein, egal wo Du die Geburt machst!

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Hallo Franzi,
ich hab zwar keine Hausgeburt hinter mir, aber eine normale Geburt im Krankenhaus ohne Mann und ohne Arzt, nur gerade die Hebi durfte zeitweise und natürlich am Schluss dabei sein. Ich musste aber darum kämpfen, die Hebi wollte im Vorgespräch, dass ich jemanden mitnehme. Aber die Solo-Geburt war das beste, was mir je passiert ist! Die Ruhe und Zurückgezogenheit hat die Geburt zu einem unvergesslich schönen Erlebnis trotz Schmerzen gemacht. In unserer Kultur ist es schon fast ein Dogma, dass der Mann dabei sein muss. Dabei empfand ich es bei der ersten Geburt als hinderlich, und das männerfreie Erleben der zweiten Geburt war die Bestätigung davon.

Oder könntest Du Dir allenfalls vorstellen, dass Dein getrennter Mann trotzdem dabei sein will und dürfte? Eine Freundin von mir hat sich auch in der SS getrennt und im Geburtshaus mit Ex-Partner geboren, und es war ok und eine super Basis für den Sohn.

Zumindest das Geschwisterkind sollte er aber wohl betreuen können während der Geburt und einige Tage danach, oder??? Mein Mann betreute unsere Tochter während der 2. Geburt. So hatte er eine Aufgabe und ich war diesbezüglich nicht in Sorge, denn unsere Grosse kann man nicht einfach abgeben.

Hast Du "die sanfte Geburt" von Michel Odent mal gelesen? Der plädiert sehr für eine Geburt ohne zu viel Beteiligte.

LG, Barbara

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Hallo Barbara!

Ich möchte meinen Ex-Mann bestimmt nicht dabei haben, auf den kann ich getrost verzichten.

Ich habe nur Angst, dass ich das so ganz alleine nicht schaffe. Und da ich mich in Krankenhäusern sowieso nicht wohl fühle, wäre ein geliebter Mensch, der mir beisteht, schon wichtig.

Nein, das Buch habe ich noch nicht gelesen, ich kenne es nicht mal.

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Hallo nochmal,
besch.... Situation! Aber nur weil Du nun ohne Partner bist, musst Du doch nicht im KH gebären? Was spricht nun gegen eine Hausgeburt oder Geburtshaus? Wenn Dir Begleitung wichtig ist, könntest Du ja sonst jemanden der Dir nahe steht und es gut verträgt, mitnehmen. Mir kam vor 2 Jahren einfach niemand in den Sinn, der gepasst hätte. Meine 2 besten Freundinnen waren selber mit Babys gesegnet, und Mutter oder Schwester wollte ich nicht dabeihaben. Ich habe mir überlegt, eine Beleghebamme oder eine Doula zu engagieren. Aber bin dann zum Schluss gekommen, dass ich einfach nur innerlich bei mir sein will und dass alle andern stören würden. Die Argumente in Michel Odents Buch trafen auf mich voll zu und haben mir auch den Mut zu diesem Schritt gegeben. Die Solo-Geburt war ein wunderbares Erlebnis. Dass die Ärztin nicht anwesend war, war zwar reines Glück, da mein Baby plötzlich so schnell kam. Leider durfte ich nicht im Geburtshaus oder zuhause gebären, da ich zu Blutungen neige. Sonst hätte ich auch eine Hausgeburt nur mit Hebi gewählt. Ich sehe nichts, was bei Dir dagegen spricht, ausser dass die Nachbetreuung für einige Tage organisiert sein sollte. Im KH hast Du das halt mit im Package. Informier Dich doch vielleicht mal über Doula-Dienste in Deiner Nähe, die wäre auch jetzt schon und nach der Geburt für Dich da, auch was emotioalen Stress, den Du aufgrund der Trennung wohl hast, betrifft.

Ich wünsch Dir alles Gute und hoffe, Du kannst das Beste aus Deiner Situation machen... LG, Barbara

PS: verstehe einen Mann nicht, der seine schwangere Frau sitzen lässt und sich dann offenbar nicht mal ums Geschwisterkind kümmern mag!#kratz

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Hallo Franzi!

Hast du nicht jemanden, der dir Nahe steht (Mama, Schwester od. Freundin)?! So ganz allein hätte ich nicht sein wollen. Drück' Dir ganz fest die Daumen, dass die Geburt so verläuft wie du es dir wünscht.

LG

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Leider wird die Geburt nicht mehr so verlaufen, wie ich das gedacht habe. Doch ich habe für mich entschieden, dass meine Schwester den Part übernehmen soll. Ich hoffe, sie macht das auch.

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ja, klar geht das.
wenn du eine hebamme hast bei der du dich wohl fühlst.
und ansonsten kümmere dich um eine haushaltshilfe, die kann dir bis zu acht stunden täglich gestellt werden und zusätzlich noch eine liebe freundin, die mal bei dir bleibt.

mein zweites kind habe ich auch ohne dessen vater zur welt gebracht. zwar nicht zu hause, aber im geburtshaus ... ich bin mit wehen alle 5-minuten alleine über die autobahn hingefahren und hatte noch mein kleinkind auf der rückbank.

wenn man will geht vieles oft doch noch. mir dieser weg damals sehr wichtig, ich habe nicht daran geglaubt, dass es so klappen könnte und auch kein anderer. aber dann habe ich unter wehen noch richtig viel gebacken bekommen ;-)

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Das hört sich sehr aufbauend an und lässt mich hoffen, dass mein Traum doch noch Wahrheit wird.

Und dann war dein Kind dabei, wo du das andere geboren hast oder wie? Wie hast du das dann zu Hause alles geregelt?

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Guten Morgen!

Ich weiß von einer Freundin, dass das Jugendamt dir in so einer Situation einen Bedarfsplatz in einer Kita oder so besorgt.
Die wissen dann um den Termin Bescheid, dass deine Große irgendwann kommt, und nach den Betreuungszeiten wird dann eine Tagesmutter gesucht.
Hat bei meiner Freundin gut geklappt, also einfach mal nachfragen!!

Ansonsten alles Gute und viel Spaß mit einer gemütlichen und entspannten Hausgeburt!

LG Leonore

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Hallo Leonore!

Ist es dann so, dass mein Kind die Menschen, von denen sie dann betreut wird, auch vorher kennen lernt, sie hat nämlich immer mal so ihre Schwierigkeiten mit neuen Menschen?

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du kannst dir aussuchen wen du dabei haben willst. ansonsten wird die hebamme dich unterstützen und die position des partners einnehmen.

lg

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Aber kann eine Hebamme zwei Positionen einnehmen?

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Nein. Aber sie wird dich in den Wehen unterstützen können genau wie ein partner es auch kann. Sie hockt ja nicht die ganze zeit zwischen deinen Beinen ;-)

Oder sie arbeitet im Team und kann eine zweite hebamme mitbringen. Dann hast du für jede Position eine.

Meine Hebamme hat vielleicht ne Minute zwischen meinen Beinen verbracht udn das auch nur weil ich das baby in dem Moment einfach nicht selber auffangen wollte da das Geburtsende bei mir recht heftig war und ich dafür keine Kraft hatte. den Rest der zeit hat meine hebamme in meinem Sichtfeld verbracht und wenn mein Mann grad nicht da war meine Hand gehalten, mich in den Wehen die ich im stehen hatte gestützt etc.

lg

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Hallo,

du kannst selbstverständlich auch nur mit deiner Hebamme entbinden, vielleicht hast du ansonsten eine gute Freudin die du dabei haben möchtest und die bereit ist dir während der Geburt zur Seite zu stehen?

Das Geschwisterkind muss nicht aus dem Haus das ist blödsinn aber du solltest da jemanden haben der sich während der Geburt um dein Kind kümmert.

lg

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Ob es sinnvoll wäre, die Große dabei zu haben, wenn ich Schmerzen habe, kann ich mir nicht vorstellen. Hab da Angst, dass sie verstört wird.

Nein, eine so gute Freundin habe ich nicht, die ich jetzt beim Erlebnis Geburt dabei haben möchte.

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Hey!

Wenn alle Stricke reißen komme ich mit Lukas vorbei, er kann ja bei dir schlafen falls es nachts ist. Dann kümmer ich mich um Tamara und ihn....das wär doch gelacht wenn wir nicht was regeln ;-)

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Hallo Mandy!

Du bist ja süß. Irgendwie wird das schon möglich sein. Hätte nur nie gedacht, dass ich mir darum Gedanken machen brauch.

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Hallo,

ich hab bei beiden GH-Geburten meinen Mann "rausgeschmissen". Bei der 2. noch früher als bei der 1.

Ich fände wichtig, dass jemand, dem du vertraust, zumindest in direkter Nähe (also im Nachbarhaus, in einem anderen Zimmer deiner Wohnung) ist, FALLS du DOCH jemanden brauchst, den du kennst. Besonders, wenn du DOCH ins KH musst. Dann ist es sehr wichtig, dass jemand für dich da ist in der Übergangszeit.

Für die Geburt selbst - finde ich - brauch man keinen Begleiter: man hat ja die Hebi(s). Die haben wenigstens Ahnung von dem, was sie machen. Mein Mann hat mich eher gestört, als dass er mir helfen konnte. Was nicht an meinem wunderbaren Mann lag!

Ma

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Tja, bei der ersten Geburt war mein Mann eine echte Hilfe, aber in der jetzigen Situation, ertrag ich ihn nicht. Ist ja auch eine ganz andere Vorausetzung.

Meine andere Schwägerin wohnt ja eine Wohnung schräg gegenüber, dass wäre also was.

Ich sollte definitv erst mal mit meiner Hebamme sprechen und dann weiter sehen.

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