Welche Geburtsvariante?Eure Erfahrungen?Angst vor KS! :-(

Guten Abend,

ich bin momentan in der 36.SSW schwanger und so langsam muss ich mich für eine Geburtsvariante entscheiden und bin mir total unsicher. Jeder sagt was anderes, einige Ärzte raten mir zum Kaiserschnitt, wieder andere meinen eine spontan Geburt sei Möglich, zur Not (und dieser Satz sitzt so fest) könnte man ja jeder Zeit die spontan Geburt bei Komplikationen mit einer Sectio beenden!

Nun "kurz" zu meiner Geschichte. Im April 2006 musste mein Sohn per Notsectio in der 34.SSW geholt werden. Es war eine sehr knappe Sache, wir mussten beide Wiederbelebt werden. Nachdem mein Sohn stabilisiert wurde, wurde er in die 50km entfernte Frühchenintensiv geflogen, lag dann dort im Incubator an all möglichen Schläuchen und musste auch beatmet werden. Ich kam in ein Überwachungszimmer (war angeblich nicht Transporttauglich). Der Kaiserschnitt war zu der Zeit nebensache, ist klar, meine Gedanken waren ständig bei meinem Sohn!

Nach 7 Tagen wurde ich aus dem KH entlassen und habe dann zum ersten mal meinen Sohn gesehen und in die Arme nehmen dürfen...

Die SS war nicht einfach, Blutungen, Schlaganfall, vorzeitige Wehen, Abszess --> Sepis --> Organversagen --> Notsectio...

Ich hatte nur Probleme mit der Narbe, mache mir also nun meine Gedanken. 24Std. nach dem KS durfte ich endlich ein bisschen was trinken, 48Std. später endlich was essen --- irgendnen Babybrei. Nach 4 Tagen bekam ich "normale" Schonkost. Die Schmerzen nach dem KS empfand ich als gerade so auszuhalten, also doch eher schlimm. Am 7. Tag hatte ich frühs solche Schmerzen, dass ich nicht aufstehen konnte. Daraufhin wurden mir die Klammern entfernt, kurz danach konnte ich unter Schmerzen aufstehen und ein riesiger (sorry) Blutschleimklumpen fiel ins Klo.

Ich habe Angst vor einem erneuten Kaiserschnitt, gerade auch weil ich bei meinem ersten, erst nach 9 Monaten Schmerzfrei war. Die Narbe war bis zum 6. Monat nach der Entbindung noch teilweise grintig....

Anderseits würde ich ein erneutes Drama nicht überstehen, wenn z.b. unter der Geburt was schief läuft und es wieder im KS endet. Meine Maus ist für ihre Woche zu klein, wiegt knappe 1950gramm. Sie könnte lt. FA zu schwach für die spontane Geburt sein. Meine Narbe könnte reißen, muss sie aber nicht. Es sprechen viele Faktoren für einen Kaiserschnitt, und einige wenige für eine spontane, die ich aber immer wollte, auch bei meinem Sohn damals.

Wenn ich aber überlege, beim KS wird der Termin geplant, ich gehe zur OP und dann ist mein Baby Gesund und munter da, spricht das wieder eher für einen KS.

Ich bin mir so verdammt unsicher.... Auch weil jeder was anderes sagt bzw rät. Mein Mann meinte er würde sich wünschen dass ich mich für einen KS entscheide, da er immer das Bild von damals vor den Augen hat und er kann es einfach nicht nochmal überstehen, diese Ängste.

Im prinzip habe ich nur eine Scheißangst vorm KS, da meine Erfahrungen damals nicht so toll waren. Allgemein habe ich totale Panik das wieder was schief gehen könnte, gerade weil auch diese SS nicht gut verlief bisher. Wie war es denn bei euch, wart ihr schnell wieder fit???

Sorry für das lange #bla aber ich weiß einfach nicht weiter. #schmoll

Liebe Grüße Jeani #blume

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...ach ja...bekommt man heutzutage eigentlich noch diese Drainagen gelegt? Hatte zwar nur 2 Stück drin, aber das ziehen....#schock tat schon sehr weh...einfach nur interessehalber.... ;-)

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Meine Meinung: ich würde einen KS machen lassen.

Ich hatte selbst einen geplanten KS und fand es sehr entspannt. Sicher gar nicht zu vergleichen mit einer Not-Sectio. Im OP waren alle gut gelaunt und ich bekam alles mit. Durfte nach dem Nähen sofort zu meinem Kind und sie war dann immer bei mir.
Bin noch am gleichen Tag aufgestanden (auch wenns weh tat). Mit genügend Schmerzmittel gehts. ;-)
Hatte auch weder Klammern noch Drainagen. Einen Tag nach der OP hätte ich schon wieder duschen gehen können. Hatte nur ein Pflaster auf der Naht, was dann nach der ersten Dusche (war dann am 2. Tag wieder duschen) entfernt wurde. Den Faden hat mir dann meine Hebi 10Tage nach dem KS gezogen - ging ratzfatz.

Mit einem KS bist du auf jeden Fall auf der sichereren Seite.

Alles Gute und LG

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Hallo,

und vielen Dank für deine Antwort. Ich denke auch das es viel einfacher sein wird, wenn man nach der Geburt sein Baby gleich bei sich hat, das ist mein größter Wunsch.

Danke nochmal und liebe Grüsse. #blume

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Hallo Jeani

ich würde mich ebenfalls FÜR einen KS entscheiden.

Das was du da erlebt hast , war ja schrecklich.
Versuch , bei diesem geplanten KS, etwas entspannt an die Sache ranzugehn.

Sicherlich in deiner Situtaion einfacher gesagt als getan.

Drainagen bekommt man soweit ich das weiß nur wenn viel Blut im Bauchraum ist, damit es eben abläuft.
Und von Klammer hab ich jetzt noch nix gehört.

Ich hatte auch einen geplanten KS ( ebenfalls gesundh. Entscheidung) .

Vielleicht hast du diesmal weniger Probleme mit der Narbe. Aber auch das wirst du überstehn.

Ein KS , ist wenn er keine NotSectio ist, gar nicht schlimm.
Du wirst sehen wenn du ihn machen lässt und hinter dir hast, sagst du dir, das die Sorgen viiiel zu groß waren.


Alles Gute für dich.
Sara

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Hallöchen,

ja 2006 wurde meine Narbe geklammert, aber heutzutage klammern die da auch nicht mehr, sondern nähen.

Durftest du denn nach dem KS schnell wieder essen und trinken? Wobei das essen mir nicht gefehlt hat, aber 24Std. nichts trinken fand ich grauselig.

Ich hoffe es ja so sehr, das alles gut geht. Viiiiielen Dank also für deine Antwort.

Liebe Grüsse #blume

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In deinem Fall würde ich auch einen KS machen lassen.
Die Drainagen waren sicher eine Nebenwirkung des Not-KS und auch die fürchterlichen Schmerzen.
Klar tat mein KS weh, aber Drainagen gab es keine und ich habe mich an Tag 3 nach dem KS selbst entlassen, ja ich hatte Schmerzen und habe auf der Couch geschlafen, weil ich nicht aus meinem Bett hoch kam. Ich hatte auch keine Klammern, sondern selbst auflösende Fäden. Klar war die Spontane bei meinem Großen besser und ich war gleich wieder fit, aber ein geplanter KS würde für dich sicher entspannter sein, als die ständige Angst, das irgendwas passiert, du könntest das Erlebnis Geburt nicht erleben.

Ich wünsch dir ganz viel Glück und das du die Entscheidung triffst, die sich richtig für dich anfühlt.

LG Carina

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Hallo Carina,

wahnsinn, 3 Tage nach dem KS schon nachhause?! #schock Das lässt mich hoffen dass ein erneuter KS vielleicht gar nicht so schlimm wird wie der Erste.

Gaaaanz lieben Dank für deine Antwort #blume

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Deine Angst vor einem KS kann ich verstehen ... allerdings liest sich Deine Geschichte wie aus einem schlechten Horrorfilm! Du mußt ziemlich viel Pech mit den Ärzten/dem KH gehabt haben.
Nach einer Reanimation sollte man tatsächlich erstmal nicht transportiert werden, sofern man schon im KH ist, das man Dich allerdings später nicht verlegt hat erschließt sich mir nicht!

Auch jetzt scheinst Du eher Pech mit den Ärzten zu haben, wo Dir doch Jeder was anderes rät, das verunsichert zusätzlich!

Haben sie damals einen großen Bauchschnitt gemacht? Klingt ein bisschen so!

Bei einem geplanten KS machen sie ja nur einen kleinen Schnitt, der wird später unter der Haut mit nur einem Faden vernäht, eine Drainage gibt es auch nicht. ca. 24 Std. später darfst Du aufstehen!

Das Deine Narbe reisst unter einer spontanen Geburt glaub ich eher nicht, viele Frauen entbinden nach einem KS spontan und nichts passiert!

Allerdings glaub ich in Eurem Fall wäre ein geplanter KS tatsächlich das Beste, denn das nimmt ganz viel Anspannung und Angst aus der Situation!

Alles Gute Euch!

lg glu

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Das mit der Verlegung habe ich auch nicht verstehen können, jetzt im nachhinein schon! Da hätte das Kh ja nicht so viel verdient. Ich fand es auch echt schlimm als ich dann nach 4 Tagen von dem Überwachungszimmer auf ein normales kam, in dem eine Frau, glücklich mit ihrem Baby lag und von früh bis spät das Zimmer voll Besuch hatte. Es wäre ja eigentlich kein Ding gewesen mich zu einer schwangeren zu legen, gerade weil da echt viele schwangere zu der Zeit auf Station lagen...#schmoll

Diesmal entbinde ich in dem Kh in dass mein Kleiner damals verlegt wurde, denn da ist für einen eventuellen Notfall für alles gesorgt.

Bei meiner Tante ist die Narbe gerissen, bei der 2. Geburt, deswegen hat man doch etwas Angst, gerade weil ich auch immer so Probs mit der Narbe hab, aber muss ja nun wirklich nichts heißen und es könnte ja auch gut gehen. :-)

Ja, die Narbe ist wesentlich größer als eine normale KS Narbe.

Ich danke dir für deine Antwort.

Liebe Grüße #blume

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hast du denn keine hebamme, mit der du die erlebnisse der ersten geburt aufarbeiten und mit der du alle ängste besprechen kannst?

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Nein, habe ich nicht. Es geht ja auch nicht darum jetzt noch die erste Geburt zu verarbeiten, wenn meine Tochter dann Gesund auf der Welt ist, sind die SS Wehwehchen vergessen, nur kommt es jetzt alles hoch, wo man wieder kurz davor ist.
Es geht mir daher mehr um die Erfahrungen die andere gemacht haben und was Außenstehende an meiner Stelle tun würden.

Hatte eine Psychologin zur Gesprächstherapie, trotzdessen kann man über die Erlebnisse wahrscheinlich nie wirklich hinweg kommen.

Habe genug Ärzte an meiner Seite, aber die Entscheidung wird letztendlich mir überlassen und damit bin ich momentan ein bisschen überfordert.

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gerade dafür wäre eine hebamme wunderbar.
sie kann dich in der schwangerschaft und auch bei der geburt begleiten.

an deiner stelle würde ich mir auf jeden fall so schnell wie möglich eine suchen.

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iCH WÜRDE GLEICH EINE KS MACHEN

ALLES GUTE DIR

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Danke #blume

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Hallo,

also ich hatte auch einen ungeplanten KS. Ich kann sagen, dass die Schmerzen bei weitem nicht so schlimm waren wie ich befürchtet habe. Ich hatte keine Drainage und selbstauflösend Fäden. Die ersten drei Tage habe ich auch nur Brei zu essen bekommen, aber es gab schlimmeres.

Ich fande allerdings was anderes schlimm: Durch die langen Wehen, PDA und Vollnarkose fehlt mir die erste Erinnerung mit dem Kind. Außerdem hat das Stillen nicht geklappt und mich nervt jetzt, dass der Bauch sich so blöd anfühlt.

Wenn ich einen geplanten KS gehabt hätte, wäre dies anders gewesen.

An deiner Stelle würde ich das in Ruhe mit einer Hebamme und dem FA besprechen. Auch wenn ich meinen KS nicht toll fande, wenn Gefahr fürs Kind besteht würde ich es wieder machen.

Liebe Grüße

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Hallöchen,

es kann ja leider niemand etwas garantieren oder voraussagen. Deswegen bin ich durcheinander, wenn sie mir sagen sie rieten mir zu einem KS weil es besser für die Kleine ist, stände es außer Frage und ich würde den Weg wählen.
Aber es heißt ja immer nur "es könnte sein" und wenn irgendwas ist "könnte man ja die SS mit einer Schnittentbindung beenden" .

Ich danke dir aber für deine Erfahrung. #blume

Liebe Grüße.

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Hallo Jeani,

puh, da hast Du ja wirklich keine schöne Geburt erlebt :-(. Ich weiß auch ehrlich nicht genau, was ich an Deiner Stelle machen würde #gruebel. Wahrscheinlich würde ich es davon abhängig machen, ob die Schwangerschaft "besser" verläuft als die erste Schwangerschaft.

Vielleicht hilft Dir meine Erfahrung ein bisschen. Also ich wollte immer eine spontane Geburt und habe keinen Gedanken an einen KS "verschwendet". Ich hatte eine tolle Schwangerschaft und die Geburt verlief bis zur Austreibungsphase (die Hebamme hatte mir schon gesagt, dass der Kleine lange dunkle Haare habe) toll :-D. Dann plötzlich - völlig unerwartet für mich und die Beteiligten - ergab eine Mikroblutentnahme so schlechte Sauerstoffwerte bei meinem Kleinen, dass sein Leben am seidenen Faden hing #heul. Es wurde dann noch auf dem Kreissaalbett unter nicht sterilen Bedingungen (es war keine Zeit mehr um in den OP zu fahren) unter Vollnarkose ein NotKS gemacht (innerhalb von 5 Minuten nach Feststellung der schlechten Werte, 10 Minuten später war mein Kleiner geboren). Mein Kleiner kam dann in die 20 km entfernte Kinderklinik und ich wurde auf der Intensivstation wach. Ich habe meinen Kleinen erst 3 Tage später sehen können und hatte auch ziemlich starke Schmerzen in den ersten Tagen (ich konnte kreislaufbedingt auch 2 Tage gar nicht aufstehen). Ich hatte aber auch keine Drainage und die Wunde ist schnell verheilt.

Ich selbst bin heute überzeugt, dass ich es bei meinem zweiten Kind wieder spontan versuchen möchte. Vielleicht auch deshalb, weil ich ein bisschen das Gefühl habe, dass ich noch etwas "zu Ende bringen muss" um ganz mit dem Erlebten abschließen zu können #hicks. Allerdings weiß ich, dass es auch beim zweiten Kind wieder ein KS werden kann, da alle in meiner Familie große Köpfe haben (mein Sohn hatte 37 cm obwohl er eher klein und leicht war und ich selbst 39 cm) und ich eher schmal bin. Das einzige worauf ich Wert legen werde ist, dass mein zweites Kind besonders intensiv überwacht wird und man schon sehr früh die Sauerstoffwerte überwacht. Unter diesen Bedingungen werde ich es aber spontan versuchen, wenn das Kind richtig liegt und es mir gut genug geht (man weiß ja ohnehin nicht, was kommt).

Achso, nicht jedes Krankenhaus hat ein so toll funktionierende Notsectiobereitschaft wie das Krankenhaus in dem ich entbunden habe. Obwohl es kein sehr großes Krankenhaus ist und es mitten in der Nacht war, waren nach Auslösen eines Alarms innerhalb von 2-3 Minuten alle notwendigen Ärzte und Schwestern im Kreissaal. Es gibt viele Krankenhäuser die gar nicht die Möglichkeit haben im Kreissaal selbst einen Kaiserschnitt zu machen und die auch keinen solchen "Alarmknopf" haben. Bei der Kreissaalführung habe ich noch darüber gelächelt #hicks, zumal gesagt wurde, dass der eigentlich so gut wie nie gebraucht werde, da man Komplikationen eigentlich immer rechtzeitig erkennen könne und auch schnell im OP sei.

Meinem Kleinen hat diese besondere "Notsectiobereitschaft" vielleicht das Leben gerettet und ich kann daher nur raten nachzufragen in welcher Zeit im Notfall ein NotKS gemacht werden kann. Denn wenn so ein "unvorhergesehener" Notfall einmal doch eintritt, dann zählt jede Sekunde.

Ich wünsche Dir noch eine schöne Restschwangerschaft und eine wunderschöne Geburt - egal ob KS oder spontan #liebdrueck.

Es wäre toll, wenn Du uns mal schreibst, wie Du dich entschieden hast.

Viele liebe Grüße
Svala

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