1. Geburt im Geburtshaus - Erfahrungen bitte

Hallo Ihr Lieben,
bin jetzt in der 19. SSW und mache mir so meine Gedanken über die Geburt.
Ich möchte wenn irgend möglich auf keinen Fall im Krankenhaus entbinden und habe mir überlegt, dass ein Geburtshaus eine gute Alternative wäre.
Aber dort kann man wohl keine PDA bekommen. Da ich mich für ziemlich wehleidig halte, weiß ich nicht, ob ich ohne auskommen kann.
Schreibt mir doch mal bitte Eure Erfahrungen bezüglich 1. Geburt mit oder ohne PDA und Geburtshaus.

Vielen lieben Dank,
Heike

1

Hallo!
Ich habe mein erstes Kind im GBH und das zweite zuhause entbunden. Ich würde es nie anders machen!
eine PDA habe ich beide Male nicht vermisst. Für mich war von Anfang an klar, dass eine Klinikgeburt nur im Komplikationsfalle infrage kommt. Deshalb war ich schon zur Vorsorge nur bei den Hebammen und war darauf eingestellt, es ohne PDa u.ä. zu schaffen. Ich wollte ja auch gar nicht, dass ohne Indikation medizinische Schritte erfolgen.
Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man gut begleitet und unterstützt wird, dass man die ganze Zeit über ernst genommen wird und einem die nötige Zeit gegeben wird. Im GBH und auch zuhause hatte ICH die Kontrolle über alles. Ich war immer informiert, ich habe alles mitentschieden. Ich wußte -besonders beim zweiten Mal- immer, wo mein Kind gerade "steckt". Das wäre mit PDA nicht möglich gewesen. Deshalb hat es beide Male wohl auch ganz gut "geflutscht".
Und das allerbeste: Kaum war das Kind da, waren die Schmerzen weg! Das ist so ein geiles Gefühl! Ich hatte dann wirklich alles sofort vergessen. Ich kann mich erinnern, dass die zweite Geburt, außer ganz zu Beginn, überhaupt weh getan hat.
Du machst das schon richtig!
Viel Glück!
Susanne

2

Hallo!

Ich habe meine 3 Kinder alle zuhause, ergo ohne PDA und co, entbunden...und ohne trifftigen Grund kriegt mich auch keiner ins KH!

Natürlich kann frau ohne auskommen im Normalfall!
Das hat auch viel mit Einstellung zu tun!
Ja, gebären tuut weh, Sch***-weh!
Und man kämpft und leidet und schreit.
Aber es ist leistbar!
Wenn frau es will...

und immer vom Normalfall ausgegangen...

Es ist aber auch völlig ok, wenn man sagt: "Hey, die Medizin hat diese Mittel, ich will keine Schmerzen, ich nutze das!"

Ich persönlich wollte natürliche Geburten, keine medikamente in meinem Körper, ich wollte mich frei bewegen, und einfach meine Ruhe haben und keine Ärzte, Routine etc....

Du musst dir nur überlegen, was du willst...

Und so sehr ich auch Verfechterin der hausgeburt/Geburtshausgeburt(wobei es mir gruselig wäre kurz nach der Geburt ins Auto steigen zu müssen) bin - eine Frau, die sich nicht sicher ist,was sie will - die soll lieber ins KH gehen!
Man kann ja ambulant entbinden...


lg und alles Gute

melanie mit
Max(5, Wasserhausgeburt)
Leonie(3,5 Hausgeburt im Bett)
Moritz(morgen 4 Wochen, Wasserhausgeburt)

3

Hallo liebe Heike,

Hmmm,
Finde das gar nicht so einfach.

Also bei meiner ersten Tochter stand für mich von vornherein fest es wird eine Geburtshausgeburt.
Habe mich da ganz schön gegen die Kritik und Bedenken von Schwiegermutter, Mutter und meinem Freund durchsetzten müssen.

Aber für mich stand fest, das ich nicht in ein kaltes unpersönliches KKH gehen möchte und von evtl. diversen Hebammen begleitet werde, sondern eine feste
Hebamme habe möchte der ich vertraue und die egal wie lange es dauert zu mir steht und mich begleitet.

Ausserdem stand für mich fest ich möchte noch am gleichen Tag nach Hause.
KKh sind einfach nicht mein Ding und eine PDA oder sonstiges stand für mich aus Angstgründen gar nicht zur Debatte.

Also habe ich mich im Geburtshaus angemeldet und die Vorsorgeuntersuchungen usw. wurden schon durch meine Hebamme gemacht.
Sie war super nett und geduldig.

Als ich 14 Tage über dem Termin war, musste ich in KKH, da die Geburt eingeleitet werden musste.
Somit waren alle Überlegungen dahin.
Als ich dort ankam war ich sehr verwundert.
Ich wurde von einer sehr netten Hebamme empfangen, welche mir den Kreissaal ersteinmal zeigte, sich mit mir unterhielt und dann ersteinmal die nötigen Untersuchungen gemacht hat.

Der Kreissaal war sehr nett und gemütlich gemacht.
Mein Freund wurde genau so gut umsorgt wie ich und die Hebamme war die ganze Zeit immer in unserer Nähe.
Sie hat mit uns rumgealbert, Fragen beantwortet und und und.

Als die Wehen eingeleitet wurden tat sich ersteinmal stunden lang nichts ( trotz Wehentropf auf höchster Stufe)
Nach 4 Stunden haben meine Wehen dann eingesetzt und ca. 30 min später habe ich die PDA bekommen.
Auf eigenen Wunsch versteht sich.

Die Geburt hat dann auch gar nicht mehr so lange auf sich warten lassen, da ich durch die PDA und den starken Wehentropf fast sofort Presswehen bekommen habe.

Trotzdem war ich nach der Geburt natürlich ganz schön ko.
Wir wurden ersteinmal in ein Schnupperzimmer gebracht, wo mein Freund unsere Tochter und ich für ca. 1-1,5 Std. ganz alleine und in ruhe sein konnten. Die Hebamme war neben an und jederzeit da wenn wir wollten.

Als Sie danach fragte ob wir uns sicher sind, dass wir nun nach Hause fahren wollten, oder ob wir nicht lieber über Nacht da bleiben wollten stand die Entscheidung sehr schnell fest.
Mittlerweile war es fast 23 Uhr und ich war froh nicht nocheinmal aufstehen zu müssen, also blieben wir im KKH.

Nun bin ich in der 31. Woche schwanger und ich weiss genau, ich werde wieder in das selbe KKH fahren, obwohl wir mittlerweile umgezogen sind und wir diverse nähere KKH haben.

Was ich damit sagen will, ist: fahr Dich nicht fest.
Schau Dir diverse Möglichkeiten und KKH und Geburtshäuser an und lass Dein gefühl entscheiden.Wo fühlst Du Dich wohl und gut aufgehoben?

Bist Du Dir sicher, dass Du die erste nacht mit Deinem Baby alleine sein möchtest?
Sprich ohne ärztliche Versorgung im Rücken?

Wenn Du schon mit einer PDA liebäugelst.... überleg Dir dass dies nur im KKH möglich ist.
Wobei viele Geburtshäuser an KKH angeschlossen sind, und Du jederzeit sagen kannst Du willst doch noch ins KKH.

Warte ab ob sich in Deiner Schwangerschaft alles normal entwickelt. Wenn Schwierigkeiten entstehen ist eine Geburtshausgeburt eh gestorben.

Und dann ärgerst Du Dich nur, wenn Du Dich jetzt darauf eingeschoßen hast.

Wichtig ist wirklich nur, was Du fühlst und sonst nichts.

Lieben Gruß und alles Gute.

Pebble19 #ei ET -31

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Hallo Heike,

ich möchte Dir ein wenig die Angst vor dem Krankenhaus nehmen. Schau Dir einfach mal ein oder zwei an. In allen wird mindestens einmal im Monat ein Infoabend mit Führung angeboten.

Ich muss sagen: Ich war seeeeehr positiv überrascht von der Gestaltung der Kreißsäle und der Atmosphäre auf der Station. Kreißsaal ist überhaupt ein blöder Begriff. Ich assoziiere damit immer einen Riesen-Saal mit weiß gekachelten Wänden und mit grünen Vorhängen abgetrennten Liegen (war lt. meiner Mutter in den 70er Jahren so.). Aber so ist es überhaupt nicht mehr!!!

Ich muss aufgrund einer BEL wohl ins KKH, wäre aber auch so dorthin gegangen. Ich werde für jedes bisschen Betreuung und Unterstützung beim Kind in den ersten Tagen dankbar sein. Und vielleicht schließt man ja auch Bekanntschaft mit anderen Müttern.

Viele Grüße,

Zimba ET -19

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Hallo Heike,

habe vor knapp 8 Wochen im Geburtshaus entbunden. Die Entscheidung im Geburtshaus und nicht im KH zu entbinden, war die beste Entscheidung meines Lebens - auch wenn ich sie mir vorher nicht leicht gemacht habe. Ich hatte immer Angst, dass im Notfall kein Arzt zur Stelle sein würde. Aber letzten Endes habe ich auf meine Hebamme und auf mich selber vertraut und es hat sich gelohnt. Die Geburt von Felix war absolut zauberhaft und die Betreuung noch wunderbarer als ich es mir gedacht hätte.

Ich glaube Felix war noch gar nicht abgenabelt da habe ich schon lauthals verkündet, dass er auf gar keinen Fall Einzelkind bleibt - so schön war es.

Haben uns vor der Entbindung allerdings auch das hiesige Krankenhaus angesehen - um uns ein Bild zu machen, falls es doch notwendig sein sollte. Habe mich da allerdings sehr unwohl gefühlt, weshalb die Entscheidung dann letzten Endes für das Geburtshaus viel.

Wünsche Dir, dass Du für Dich die richtige Entscheidung triffst.

Alles Liebe und eine schöne Entbindung

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Liebe Heike,

ich hatte eine Geburtshaus-Geburt bei der ich für die letzte halbe Stunde ins Krankenhaus umsiedeln musste . und weisst Du was: ich würde es definitiv wieder so machen.

Die Erinnerung ist so positiv, da ich die ganze Zeit eine bzw später auch zwei Hebammen für mich hatte. Es wurde in einer Studie nachgewiesen, dass Frauen viel weniger Schmerzmittel brauchen, wenn sie eine Hebamme für sich alleine an Ihrer Seite haben, die ihnen durch die Geburt hilft.

Ich habe mir immer gesagt: vom Geburtshaus bis zum Notkaiserschnitt ist zwar alles drin, doch versuchen will ich`s auf jeden Fall im Geburtshaus. Hätte ich die Schmerzen nicht ausgehalten hätte ich eben ins KH gewechselt. so what.

Ich kann es nur rundherum empfehlen!
Und lies mal da: www.geburtsschmerz.de

LG Anne

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Meine Freundin hat im Geburtshaus entbunden. Das Kind kam tot zur Welt, die Sectio kam leider zu spät. Es war aber keineswegs vorhersehbar, dass die Herztöne schlechter wurden. ihr kleiner Sohn ist einen Tag vor Heiligabend tot geboren, in der klinik. der Transport bis dahin dauerte gerade mal 20 Minuten. sie macht sich schwere Vorwürfe. Das KH sagte, dass das Kind noch leben würde.#heul

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