Schlechte Erfahrung mit Hausgeburt??? Gibts das?

Hallo!
Ich hatte vor Kurzem schonmal gepostet, da ich überlege beim 2. Kind eine Hausgeburt zu machen, da die erste Entbindung im KH schrecklich war.
Ich habe mich nun hier und an einigen anderen Stellen durch Geburtsberichte gelesen. Man liest ja viele Schaurige, aber das sind vor allem die KH Entbindungen.
Gibt es auch Frauen hier, die bei einer Hausgeburt schlechte Erfahrungen gemacht haben und sagen das würd ich so nicht nocheinmal machen?
Ich finde eigentlich nur positive Berichte, was mich natürlich freut, aber ich kam nicht umhin mich zu fragen, gibt es auch Frauen mit negativen Erlebnissen?
Vielen Dank für Eure Antworten.
LG Claudia

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Hi
Persönlich nicht. Aber zu Beginn meiner ersten SS habe ich damit geliebäugelt und mit meiner Hebi darüber gesprochen. Sie ist auch eher so ne`"Alternative", wenn du verstehst, was ich meine. Naja, sie hat mir dann ihre eigene Geschichte erzählt: Versuchte Hausgeburt, die dramatisch mit Notarzt und Fahrt in´s KH geendet hat. Sie persönlich lehnt die Betreuung dabei ab. Das hörte sich nicht so toll an und da habe ich lieber die Finger davon gelassen. (Wäre eh nicht gegangen...)
Aber du hast schon recht, dass die Mehrheit der Berichte sehr positiv klingt. Bin mal gespannt, was noch so kommt..
LG Inga + Jan (15 Monate) + #ei 24. SSW

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Hi!

Ich selber kann nur mit zwei durchweg positiven Hausgeburtsberichten aufwarten...obwohl die eine Geburt wirklich nicht spassig war...

Eine Freundin musste kurz vorher noch die hebamme wechseln(krankheit der ersten hebamme) - und es lief grausig!
Sie konnte mit ihr nicht so, fühlte sich nicht sicher und hatte dementsprechend eine laaaange, mühsame, quälende Geburt - die nach einem Geburtststillstand bei 5cm MuMu und bereits über 13 stunden Wehen(2.Kind) auf ihren Wunsch im KH ihr Ende fand - alledings mit KS, weil sie nicht mehr konnte....#schmoll

Das 3 und 4 Kind kam dann mit anderer Hebamme wieder zuhause(trotz KS vorher), schnell und einfach....

Ich persönlich denke auch, dass da gaaanz viel mit der Hebamme steht und fällt...

Ansonsten kenne ich auch nur Frauen, die immer wieder zuhause entbinden würden...auch die wenigen, die doch noch im KH landeten....

lg

melanie mit Hoffentlich hausgeburt Nr.3(ET-10)

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hallo claudia,

ich habe mich bei meiner tochter für die abgeschwächte form entschieden und habe meine tochter im gebutshaus geboren. es war wunderschön und entspannt. sollte ich das glück haben und nochmals ein kind auf die welt bringen dürfen, dann würde ich das diesmal zu hause machen :-)

meine beste freudnin hat ihre beiden mädels jeweils zu haus zur welt gebracht und sie würde es imemr wieder so machen.

wenn du gesund bist und keine risikoschwangerschaft hast, dann steht einer hausgeburt nichts im wege.

komplikationen kann es immer geben - so oder so.
müssen aber nicht sein ;-)

lg,
freydis

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Hallo,

ich habe meine Tochter auch daheim entbunden, und das wird hoffentlich beim zweiten genauso gehen.
Allerdings glaube ich auch, dass viel von der jeweiligen Hebamme abhängt. Zum Beispiel ist es unverantworlich, eine Frau zuhause zu entbinden, wenn vorher gewisse Risikofaktoren dagegen sprechen.

Ich finds immer blöd, wenn Leute zuhause entbinden wollen weil das "so viel besser" ist - aber gleichzeitig die tatsächlichen Risiken aus den Augen verlieren.

Z.B. hat eine Bekannte von mir nach zwei (!) Kaiserschnitten (1 Notkaiserschnitt) versucht, zu Hause zu entbinden, und eine Hebamme hat ihr gesagt, das sei ihr zu gefährlich, da hat sie sich wen anders gesucht, und das ganze ist unschön geendet: Krankenwagen und Kaiserschnitt...

Oder eine andere Bekannte, die wollte es so alternativ wie möglich, und hat auf eine Hausgeburt bestanden, aber alle Ultraschalle vorher abgelehnt. Es ist gutgegangen, aber ich finde das unverantwortlich, - soweit ich Gefahren ausschließen kann, sollte man das doch tun (z.B. kann es ja sein, dass man vorher schon weiß, daß das Kind kurz auf eine Neugeborenenintensiv mus - offener Rücken oder was auch immer, muß ja nix schlimmes sein).

Halt auf Biegen und Brechen hat keinen Zweck - IMHO. Mit Sinn und Verstand - ja!

Hier in den Niederlanden (wo 33% aller Geburten zuhause stattfinden) haben die Hebammen einen seeeehr strikten Kriterien-Katalog, und wenn diese Kriterien zutreffen (z.B. mehr als 1Liter Blutverlust bei vorhergehender Geburt, Mehrlinge, Steisslage, psychische Probleme, Entfernung zum nächsten Krankenhaus ect...), dann darf man versicherungstechnisch nicht daheim entbinden. Das finde ich gut.

Ich weiß nicht, ob ich in Deutschland zuhause entbinden wollte - das würde ich seeehr stark von der betreuenden Hebamme abhängig machen.

LG
Julia

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ich denke, dass die frauen, die eine hausgeburt machen einfach eine andere einstellung zur geburt haben als viel andere, die in die kliniken fahren (und angst oder ähnliches haben)
wer eine hausgeburt macht denkt nicht: oh, was alles schief gehen könnte...
sondern: was soll da schief gehen, dass ist doch das natürlichste der welt...
und an dieser einstellung werden auch die positieb geburtserfahrungen liegen...

natürlich gibt es immer ausnahmen...

lg kirsten

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Ich persoenlich halte nichts von Hausgeburten, aus dem einfachen Grund dass auch wenn alles ok ist es immer wieder Situationen gibt die nicht vorhersehbar sind. Da zaehlt dann einfach jede Minute und die Zeit arbeitet dann leider gegen einen, deshalb habe ich mich damals fuer ein Krankenhaus entschieden mit Saeuglings Intensiv und wuerde es auch immer wieder so machen.

Trotz allem hoert man von den Frauen die es gemacxht haben viel Positives, allerdings moechte ich Dir auch einen negativ Bericht nicht enthalten und dass ist folgender:

Die Cousine von meiner besten Freundin wollte auch zuhause entbinden und hat dies auch gemacht, aber es kam urploetzlich zu einem Geburststillstand wo nix mehr ging und Sie musste mit Blaulicht ins Krankenhaus transportiert werden mit NOt Sectio,...End vom Lied ist das Kind ist schwer behindert durch Sauerstoffmangel ! Es war Ihre zweite Geburt mit Hebamme anwesend !

Du musst selber entscheiden und Dir auch jeglicher eventuellen Konsequenz bewusst sein und Sie auch tragen. Es kann so oder so kommen, denn auch bei einer Krankenhausgeburt kann ne Menge schiefgehen, aber es ist die Reaktionszeit die geringer ist die fuer mich persoenlich letztendlich zaehlt ! Mein Motto ist bei so wichtigen Dingen versuchen die Gefahren zu minimieren !

Alles Gute !

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Die Hebamme meiner FÄ meinte, Hausgeburten seien meist die einfachsten Geburten, weil die Frauen viel entspannter seien und das es allein dadurch schon viel schneller geht und zu viel weniger Komplikationen käme. Mein Mann wollte aber keine und wir haben uns für das Geburtshaus entschieden.
Die Geburt dauerte sehr lang und verlief in keinster Weise nach Lehrbuch. Nachdem die Herztöne vom Kind aber die ganze Zeit top waren, haben mir die Hebammen zwar das KH nahegelegt, aber gemeint, ich müsse (noch) nicht.
Der Schluß ging dann sehr, sehr schnell und ohne Dammverletzung. Auch das Kind war sehr munter und 3h später sind wir wieder nach Hause gefahren.
Ich haben mit mehreren Ärzten und Hebammen über den Geburtsverlauf gesprochen und alle sagten mir, dass ich in der Klinik auf jeden Fall einen Kaiserschnitt gehabt hätte.
Das Wichtigste ist eine gute Hebamme und viel Vertrauen in Dich selber und die natürlichen Vorgänge des Körpers.
Katrin

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