Bluttest, Ängste, Mache mich verrückt!

Hallo ihr Lieben,

Wer von Euch macht den Bluttest zur Feststellung einer eventuellen Chromosom Anomalie?? Mein Mann möchte gerne diesen Test, auch wenn er Geld kostet.
Die Möglichkeit gab es bei meinen anderen 4 Kindern noch gar nicht, ist ja auch ne Weile her...
Ich fühle mich plötzlich irgendwie komisch, weil ich sowas nie "gebraucht" habe.
Ich war immer positiv und optimistisch gestimmt bei den anderen und jetzt, mit 37 überrollen mich sämtliche Ängste.

Bis zu unserem ersten Arzttermin heute hatte ich ständig im Kopf "Oh Gott, was ist wenn es eine Eileiterschwangerschaft ist?"

Da war jetzt alles bestens und nun kommen Gedanken wie "Was wenn es nicht gesund ist?"

Ich versuche mal wieder mehr Yoga und Meditation in meinen Alltag zu integrieren, um diese Gedanken in schöne Richtungen umzulenken. Sonst werde ich noch verrückt!

Puuuh...

Geht es hier sonst noch jemandem so??

LG
Toffiefee mit 4 Teenies und einem neuen Bauchbewohner 6+6

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Mir geht es auch so. Kann deine Gefühle verstehen.
Mein erster US steht mir noch bevor (kommende Woche) und ich hab jetzt schon Angst, dass etwas nicht in Ordnung ist bzw. (noch) kein Herzschlag zu sehen ist (US ist an 6+2). Aktuell mach ich mir Sorgen, weil mir gar nicht mehr so übel ist wie letzte Woche...

Und ich weiß, auch wenn es einen Herzschlag gibt, werde ich mir noch immer Sorgen machen. So einen Blutest (Harmony?) werde ich auf jeden Fall machen. Gab es bei meinen großen Kindern auch noch nicht, aber jetzt bin ich auch schon 42...

Und bleibt nur übrig zu hoffen und uns nicht allzu verrückt zu machen. Ich drück dir die Daumen.

2

Du schreibst, dein Mann möchte den Test.
Unabhängig vom Geld, möchtest du ihn auch? Und seid ihr euch einig, was ihr tun wollt, wenn das Ergebnis nicht wunschgemäß ausfallen würde?
Du musst dich natürlich nicht rechtfertigen, wenn du den Test auch willst, ist alles gut. Aber deine Wortwahl lässt mich etwas zweifeln.

Auch mit 37 ist die Wahrscheinlichkeit nicht so viel höher, dass irgendwas ist.
Ich war auch 37 bei meinem Jüngsten.

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Ich glaube ich selber würde diesen Test wahrscheinlich nicht machen, aber da er für das Kind ungefährlich ist, bin ich auch nicht dagegen.
Was wir mit einem eventuellen auffälligen Ergebnis anfangen, kann ich gar nicht wirklich beantworten.
Für meinen Mann ist wohl am wichtigsten "vorbereitet" zu sein. Er mag Sicherheit und Planbarkeit 😄

Ich hatte völlig vergessen, dass man sich ja bereits ab dem positiven SSTest ständig Sorgen macht... 😅

6

Diesen Eindruck hatte ich beim Lesen, deshalb hab ich gefragt.
Wie Eltern entscheiden würde ich niemals werten wollen. Ich finde die bewusste Entscheidung für einen Abbruch im Fall einer Behinderung völlig legitim. Aber ich habe beim Lesen (ich interessiere mich für das Thema seit ich vor 16 Jahren ein Kind mit T21 bekommen habe, das dann nicht lang gelebt hat) oft den Eindruck, dass dieses "Vorbereiten" unterschätzt, wie sehr einen ein positives Ergebnis unter Strom setzt, weil man nicht mehr nicht entscheiden kann und bei einem Abbruch natürlich auch nicht zu weit in der Schwangerschaft sein möchte.

Ein weiterer Punkt ist, was möchte man tun, wenn die Eltern sich bei positivem Ergebis nicht einigen können, was Austragen oder Abbruch betrifft? Ich persönlich bin der Ansicht, dass in so einem Fall die Mutter das letzte Wort haben muss, aber das sollte man vielleicht vorher abklären, man kann ja schlecht Schnick, schnack, schnuck spielen.

Und das Vorbereiten ist schwierig, weil man ja bei positivem Ergebnis nur weiß, dass das Kind behindert ist, aber nicht wie schwer, und weil man eigentlich nie sicher sagen kann, dass man das schaffen wird.

"Ungefährlich" fürs Kind ist so ein Test nur, wenn er (was ja zum Glück fast immer der Fall ist) negativ ausfällt.

Ich mag nicht klugsch... (auch wenn sich das vielleicht so liest;-)), und ich finde auch jede Entscheidung, die Eltern treffen, weil sie das Gefühl haben, sie ist richtig so, gut und richtig.

Aber ich hab das Gefühl, dass ihr beide vorher noch ein wenig reden solltet.

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Hi ;)

Ich bin 40 und habe mich bewusst für den Praena-Test entschieden, da es für mich klar war, dass ein behindertes Kind nicht für mich machbar wäre.

Aber falls es für dich kein Thema ist, würde ich mit deinem Mann sprechen.

Ich habe auch bereits einen gesunden Sohn, aber man kann es nunmal nicht leugnen, dass die Wahrscheinlichkeit ab 35 steigt.

LG und alles Gute für dich :)

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Ich kann deine Unsicherheit verstehen, denn je mehr Untersuchungen möglich sind, desto eher hat man das Gefühl, etwas zu "verpassen", wenn man sie nicht durchführen lässt.
Bei meinem Ältesten habe ich das Ersttrimesterscreening machen lassen (Bluttest + Nackenfaltenmessung), mit dem Ergebnis: "Naja, wahrscheinlich ist alles okay, aber machen Sie mal lieber noch einen Feinultraschall ..." - also einfach nur unnötige Verunsicherung. Da habe ich beschlossen, sowas nicht mehr machen zu lassen.

Ich bekomme nun mein drittes und lasse nichts untersuchen (natürlich abgesehen von den drei Standard-Ultraschallen). Ich mache mir zwar auch ständig Sorgen, ob alles okay ist, sage mir aber, dass man ohnehin nie eine 100prozentige Sicherheit haben kann. Es bleibt einem nichts anderes übrig als "guter Hoffnung" zu sein, das versuche ich so gut wie möglich hinzubekommen.
Bei dem Bluttest war meine Herangehensweise, dass dadurch zwar vier, fünf Anomalien erkannt werden können, aber das Kind noch hundert andere Besonderheiten haben könnte, die durch den Test nicht festgestellt werden können. Insofern war es mir das nicht wert, auf diese paar unwahrscheinlichen Abweichungen hin untersuchen zu lassen. Es ist wie es ist und ich nehme was kommt. Die Frage ist einfach, wie ihr damit umgeht, wenn das Kind nicht gesund ist.

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Hallo 👋🏼

geht mir auch so . Ich lasse den Bluttest in 2 Wochen machen .
Ich habe auch Angst 🥺
Hilft nur abwarten .

Lg Nadine

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Ich bin 38 und war vor 12 Jahren bei meinem ersten Kind auch viel unbekümmerter. Ich habe beispielsweise Angst vor einer Fehlgeburt, obwohl es dafür außer mein Alter überhaupt keinen Grund gibt. Ich habe Angst vor der Geburt, da meine 1. ganz ungünstig verlaufen ist usw.. Alles Dinge, die ich vor 12 Jahren viel unbekümmerter aufnahm.

Bezüglich der Vorsorgeuntersuchungen: ich lasse in der 20.ssw einen Feinultraschall machen. Das Ersttrimesterscreening, was nur mit Wahrscheinlichkeiten spielt, bringt mir keine Gewissheit. Den Harmony-oder Praenatest mache ich vielleicht. Aber selbst wenn dabei Trisomie 21 herauskommen sollte, sagt das wenig aus. Da gibt es kaum beeinträchtigte Menschen und schwer betroffene.

Ich versuche mich immer mit Bewegung abzulenken, wenn ich mal wieder zu sehr ängstlich grübele.

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