Kinderwunsch, Unsicherheit und Gefühlschaos

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe ich bin hier im richtigen Forum und kann mich mit meinen Gedanken an Euch wenden. Im privaten Umfeld habe ich keine Möglichkeit darüber zu sprechen, niemand scheint mich zu verstehen oder meine Wünsche zu unterstützen...

Kurz zu meiner Situation: Ich bin 37, habe 2 Töchter (11 und 9 Jahre alt) aus erster Ehe. Ich bin seit 4 Jahren getrennt von meinem Ex-Mann. Im Mai d. J. bin ich seit 3 Jahren mit meinem neuen Partner zusammen. Er ist 30 Jahre alt, wir leben räumlich NICHT zusammen.

Nachdem wir ca. 1 Jahr zusammen waren, wurde ich ungeplant schwanger. Er wollte das Kind nicht, fühlte sich überfordert, alles war zu frisch etc. und ich war so blöde und habe abgetrieben auf seinen Wunsch hin und weil ich nicht ganz alleine mit 3 Kindern da stehen wollte. Die Abtreibung habe ich allerdings nicht wirklich verarbeiten können, noch heute kommen mir oft die Tränen und ich habe Sehnsucht nach meinem Baby...

Mein Freund und ich sind nach wie vor zusammen. Ich selbst weiß was ich möchte, ich möchte unser gemeinsames Kind und eine gemeinsame Familie mit ihm gründen. Meine Töchter lieben ihn, genau wie ich. Er selbst ist sich jedoch nach wie vor unsicher. Nicht sicher darüber, ob er uns liebt, sondern unsicher, ob er eigene Kinder möchte und alles was dazugehört wie z. B. gemeinsamer Wohnraum, ggf. Ehe o. Ä.

Mein Umkreis sagt immer ich solle mich glücklich schätzen. Guter Job, 2 gesunde Kinder. Aber mir fehlt etwas! Das was mir genommen wurde, woran ich auch noch selber Schuld bin...Versteht ihr was ich meine?

Mein Freund ist 30, ich werde dieses Jahr 38 und es wird nicht einfacher mit der Schwangerschaft und den Risiken. Ich weiß nicht wie lange ich noch warten soll bis er sich endlich "sicher" fühlt. Ich habe solche Sehnsucht...:-(

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Ich würde mich von deinem Partner trennen!
Er hat nicht zu eurem gemeinsamen Baby gestanden und das hat dich am Ende dazu gebracht es nicht leben zu lassen.

Ich persönlich würde mich trennen, bwz. ich hätte mich direkt getrennt...an ein zweites Kind mit diesem Partner würde ich nicht denken.

Er ist sich doch immer noch unsicher mit einem Kind...so eine Einstellung ändert sich doch innerhalb von 12 Monaten nicht.

Ich habe ein Baby (ungewollt) verloren. Das erste Baby bleibt aber immer in meinem Herzen, das kann meine jetztige Tochter nicht ersetzen.

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Hallo,
Ich kann deine Sehnsucht verstehen, aber ich glaube nicht dass du die durch eine erneute Schwangerschaft gestillt bekommst. Du hast ja, wie du schreibst die Abtreibung nicht verarbeitet. Ich habe ein Kind verloren und wollte gleich wieder schwanger werden, was leider nicht geklappt hat. Aber ich denke auch dass es daran liegt, dass ich noch nicht bereit dafür war. Ich wünsche mir immer noch eins, aber egal ob es noch mal klappt oder nicht, den Verlust werde ich nicht wettmachen.
Finde es aber schade, dass dein Partner nicht zu der Schwangerschaft gestanden hat und eine Abtreibung wollte.

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Puh, das ist schwer... #kratz
Ich kann deinen Wunsch nach einem 3. Kind absolut verstehen.

Bei uns ist es altersmäßig genau andersherum...
Ich bin 38 und mein Mann 53. Wir sind seit 12 Jahren zusammen und haben fast 5 lange Jahre gebraucht, bis ich nun endlich schwanger bin (24. SSW, 3 künstliche Befruchtungen, es lag an mir).
Er hat schon 2 Kids aus 1. Ehe (mittlerweile 16, 19). Er war sich lang unsicher, ob er nochmal heiraten und ein weiteres Kind möchte.
Für mich war immer klar, dass ich auf ein "eigenes" Kind nicht verzichten will.

Ich habe 7 lange Jahre gewartet, bis er sich endlich sicher war, da ich ihn und seine beiden Kinder sehr liebe. Nun bin ich unendlich froh, gewartet zu haben.

ABER: Du hast die Zeit wahrscheinlich nicht so lang zu warten, denn leider tickt bei uns Frauen die biologische, verdammte Uhr.

Ich denke du musst dich entscheiden, ob du im Ernstfall auch ohne ein weiteres, gemeinsames Kind leben möchtest und kannst... Bedenke, was du an eurer Beziehung hast und was du sonst aufgeben würdest...

Wenn nicht...? Würdest du die Beziehung beenden wollen? Würdest du schnell einen neuen Partner finden, mit dem du direkt ein Kind bekommen möchtest? Das ist ja auch nicht sicher... Und ob es dann auch noch klappt!?

Deinen Partner mit 30 Jahren kann ich auch verstehen. Vielleicht findet er sich noch nicht reif genug für die Verantwortung, ein Papa zu werden. Überreden oder drängen bringt da nichts, das weiß ich aus eigener Erfahrung und hätte ich auch nicht haben wollen.

Ist echt mega schwierig, ich kann dir da gar nichts raten. Ich hoffe nur du triffst eine Entscheidung, mit der du leben kannst und nicht unglücklich bist.
Ich drücke dich mal lieb
June mit Babygirl 23+6 #verliebt

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Vielen lieben Dank für deine Antwort June und erstmal meine herzlichen Glückwünsche zu deiner Schwangerschaft und weiterhin alles Gute dafür!
Ja du hast da mit vielem Recht... Um es noch komplizierter zu machen: Ich bin seine erste Beziehung, vorher hatte er NIE eine Frau - weder körperlich, noch sonst in seinem Leben -, daher geht es für ihn alles irgendwie zu schnell, auch wenn wir seit 3 Jahren zusammen sind. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich zwar kein Ultimatum setzen möchte, ich allerdings "schon" 37 bin und ich nicht allzu lange warten kann aufgrund der fiesen Uhr, die in uns schlummert und von Monat zu Monat die Fruchtbarkeit senkt. Wenn er mich liebt und ein gemeinsames Kind mit mir möchte, dann muss er sich bald entscheiden. Aber mit Entscheidungen und Verbindlichkeiten in dieser Hinsicht, hat er es nicht so :(

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Mhmm du musst dir im Klaren werden, was du möchtest.
Ich würde im ersten Jahr bzw. in den ersten Wochen klären, ob mein Mann auch eine gemeinsame Familie möchte.
3 Jahre hätte ich nicht auf meinen Mann gewartet, wenn dieser keinen klaren Kinderwunsch geäußert hätte.
Ich habe soetwas bei den ersten paar Dates abgeklärt.

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Hey Juna...

Ich kann dich voll und ganz verstehen, ich habe es auch durch...

Habe aus vorheriger Beziehung bereits einen Sohn, geb. 2003. Die Beziehung ist schon während der Schwangerschaft gescheitert. Bin aber verdammt froh das es ihn gibt. Dann im Sommer 2004 eine neue Beziehung 🥰 haben nicht aufgepasst, schwupps war ich Schwanger...
Wir hatten eine Fernbeziehung zu der Zeit und waren beide total überfordert, ich war grad 20...

Haben dann aus vernunftsgründen (heute weiß ich is völliger Blödsinn) auch den Weg gewählt dieses Kind zu den Sternen zu schicken.

Habe das nie wirklich verkraftet, immer ein schlechtes Gewissen, würde diesen Weg niemanden raten zu gehen.

Mit Therapie ect. habe ich gelernt damit zu Leben.. Als es dann gewollt zur Schwangerschaft kam endete es in Fehlgeburten, Eileiterschwangerschaft ect.. wie ein Fluch, man verdient es nicht.

Mittlerweile sind wir auch verheiratet und versuchen jetzt gemeinsam mit Hilfe unseren Glück, ich bin 37 mein Mann 46.. Männer ticken da einfach anders, sicher kann man sich nie sein..

Ich drück dir/euch aufjedenfall die Daumen.. rede mit ihm und sage ihm wie groß deine Sehnsucht ist.

Lg Diana

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Danke für deine Meinung und Erfahrung Diana. Gesprochen haben wir oft. Er ist abgeklärter als ich, nur ich kämpfe mit dem Verlust was ich mir wohl nicht verzeihen kann.
Wenn ich nun aktuell mit ihm über meinen kinderwunsch spreche, winkt er ab. Er hat auf der Arbeit viel Stress, ist unsicher ob er mich glücklich macht mit der wenigen Zeit die wir miteinander haben. Er sagt, er will bis zum Sommer Bedenkzeit....

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Vergessen wirst du diesen Verlust nie... er wird immer zwischen euch stehen, ich konnte es wie gesagt nur mit Therapie. Dieses Schuldgefühl bleibt, aber man lernt damit zu leben.

Männer darf man nicht drängen... Ich geh davon aus das er weiß wie sehr du leidest?? Vielleicht hat er auch Angst? Hört sich blöd an, aber er weiß das er dich schon einmal sehr unglücklich gemacht hat durch das ziehen lassen deines Traumes.

Männer sind da tatsächlich abgeklärter.

Lg

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Hey du, tut mir total leid, in welcher Situation du dich gerade befindest. Das ist wirklich schwierig, aber wenn du totale Sehnsucht nach einem Baby hast, musst du unbedingt ganz konkret mit deinem Partner darüber sprechen.
Ich bin mit meinem Mann jetzt elf Jahre zusammen, davon drei Jahre verheirat. Ich bin 38, er 33. Er ist also auch einiges jünger als ich und war sich auch lange nicht sicher, ob er Kinder möchte. Seit ich 35 war, hatte ich einen Kinderwunsch. Habe ihm auch gesagt, dass er sich das überlegen muss, ansonsten trennen wir uns.
Letztenendes hat er durch das Ultimatum, das ich ihm gestellt habe sich dazu entschlossen, mit mir eine Familie gründen zu wollen und mir gleichzeitig einen Heiratsantrag gemacht, was wunderschön war.
Unser kleiner Sohn ist jetzt sechs Monate alt und ein absoluter Sonnenschein. Ich möchte keinen Tag mehr ohne ihn.
Dazu muss ich aber sagen, dass ich zwei Fehlgeburten hatte, bevor er dann letztenendes auf die Welt kam. Die beiden Fehlgeburten habe ich gut verkraftet muss ich sagen. Aber wäre unser kleiner Schatz jetzt nicht auf der Welt, würde ich das wahrscheinlich auch anders sehen.

Die biologische Uhr tickt, wenn du den Kinderwunsch hast, würde ich an deiner Stelle nicht mehr länger warten. Alles Gute für dich

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Merci für deine Meinung / Erfahrung. Eine Art Ultimatum habe ich bereits gesetzt, weil ich ihm gesagt habe, wenn er mit mir Kinder haben möchte, dann muss er sich das bis Mitte diesen Jahres überlegen. Selbst dann, wer weiß, ob es auf Anhieb klappt etc. Aber ich möchte nicht mehr sehr viel länger warten...
Es geht mir hier nicht nur darum, ein Kind zu bekommen. Ich möchte ein Kind mit IHM, weil ich ihn liebe und denke, dass er ein guter Vater sein wird. Mit meinen beiden Töchtern unternimmt er ja auch sehr viel, auch wenn es nicht seine eigenen sind.
Aber ja, seit dem Verlust (zu dem ich mich quasi aus "Vernunft" habe überreden lassen), fehlt einfach etwas in meinem Leben.

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Hallo ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich habe auch bereits zwei Söhne (12 und 6) aus meiner vorherigen langjährigen Beziehung. Seit 2 1/2 Jahren bin ich mit meinem jetzigen Partner zusammen, aber wir leben sozusagen auch in zwei Wohnugen und auf Grund meiner Kinder ist es mir nicht möglich zu ihm zu ziehen. Theoretisch wünschen wir uns beide ein gemeinsames Kind, aber er möchte es nicht so lange wir nicht zusammen wohnen. So ein Teufelskreis 🤬 Er hat noch keine Kinder und ich bin auch schon 35...ewig möchte ich auch nicht mehr warten, aber ich weiß nicht, wann sich unsere Lebenssituation ändern wird. Nun denke ich evtl schwanger zu sein und ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll 🤔🥺

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Lieben Dank auch für deine Antwort Steffi. Du glaubst evtl. schwanger zu sein? Na dann ab zum Doc oder mach einen Test! Es klingt ja so, als würde er auch trotz getrennter Wohnräume zu Dir stehen. Und ich nehme mal an, das wird sich dann bald ändern mit den getrennten Wohnungen ;)

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Als erstes möchte ich dir raten, wegen dem Abbruch, hinter dem du nicht gestanden hast, eine psychologische Beratung aufzusuchen.

Männer können sich immer schlecht vorstellen wie schwer so ein Eingriff wiegt. Und gerade bei dir, wo du es nicht aus eigener Überzeugung getan hast, sondern aus Angst, das er euch verlässt.
Da lastet etwas schweres auf deinen Schultern was kaum eine Frau allein gewuppt bekommt- übrigens auch einige Männer nicht, die eine Frau zur Abtreibung gedrängt haben.
Ich kann mir vorstellen, das es , spätestens wenn ihr eigener Kinder bekommt, auch schwer auf deinem Mann Lasten könnte.

Ich möchte dir von mir erzählen. Ich wurde ungeplant mit Nummer 2 schwanger und mein Mann versuchte mich zur Abtreibung zu drängen. Seine Argumente waren "ehrlich". Er hatte Angst, wir waren mit Nummer 1 aus dem gröbsten raus, unser Leben und der Job nahm gerade Fahrt auf, es war in der Tat ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
Dennoch versuchte ich meinen Mann zu überzeugen, es brachte nichts. Er ging in einer Verteidigungshaltung die sehr ausuferte. Ich ging zu einer offenen Beratungsstelle von pro Familia, denn er hatte mich soweit, das ich nicht alles aufgeben wollte und mich über den Eingriff aufklären lassen wollte/musste.
Ich glaube nun kommt etwas Esoterik ins Spiel: die Beratungsstelle hatte geschlossen, obwohl mir explizit über Tag und Uhrzeit der Öffnungzeiten Auskunft gegeben wurde. Ich entschied mich an dieser Stelle für das Kind.

Die kommenden Monate waren für Kind 1, meinen Mann und mich für Hölle- und auch für Kind 2, das weiß ich jetzt.

Mein Mann blieb bei mir/uns. Er war anwesend, körperlich, aber nicht geistig. Ich hatte jeden Tag eine scheiß Angst das er doch geht. Eigentlich sollte eine Schwangerschaft schön sein, diese war es nicht.
Das alles hat der kleine Wurm mitbekommen.

Nun ist er aber hier, wird bald 2, kommt aber jetzt erst langsam wirklich in der Familie an. Mein Mann und Nummer 2 sind inzwischen ein tolles Team, sie lieben sich wirklich aufrichtig.

Mein Mann und ich sind in therapeutischer Beratung, weil das alles große Narben hinterlassen hat. So große, das es ohne Hilfe nicht geht.
Ich trage die Bürde, ihm eine Entscheidung aufgezwungen zu haben, er trägt die Bürde, das er jeden Tag In die liebenden Augen seines Kindes zu blicken in dem Wissen, das er es eigentlich salopp gesagt "entsorgen" wollte.
Es ist schwierig, und das wird es immer bleiben.

Wenn du Kinder möchtest, und er nicht- gehen wir Mal vom jetzigen Standpunkt aus, solltest du über die Zukunft eurer Beziehung nachdenken.
Ich habe meinen Mann die Entscheidung abgenommen und muss sagen, so schön es jetzt auch ist, es war nicht okay. Ich hätte und würde mich immer für ein Kind entscheiden, aber dennoch entstehen das Abgründe, die sind so unfassbar tief und dunkel. Menschen tun schreckliche Dinge, wenn sie dich in die Ecke gedrängt fühlen.

Wenn dein Mann aus vollem Hals "ja, jetzt bin ich bereit" ruft, dann startet mit einer Therapie und dann mit dem üben für ein Kind.
Das was seiner Zeit passiert ist, müsst ihr erst verarbeiten!!
Wenn er weiterhin eiert oder dich hin hält, dann trenne dich von ihm und mache allein eine Therapie.
Es hört sich drastisch an, aber ich habe ähnliches erlebt, deswegen Maße ich mir an dieser Stelle eine solche Meinung einfach Mal an.

Irgendwie wird manchmal alles gut, aber nicht durch warten, sondern durch Handeln.

Ich wünsche dir alles Kraft der Welt.

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Liebe Dottie, danke dass du deine Erfahrung mit mir / uns teilst. Ich habe bereits darüber nachgedacht, einen Termin bei profamilie zur "Trauerbewältigung" zu machen, weil die dies dort auch anbieten. Eine andere psychiologische Beratung habe ich bisher nicht erreichen können, alle Therapeuten scheinen überbelegt zu sein oder ich war vielleicht nicht hartnäckig genug. Aber du hast recht, ich müsste mir vermutlich damit wirklich helfen lassen...
...über eine Trennung habe ich auch oft nachgedacht, es gibt vieles was bei uns einfach überhaupt gar nicht harmonisiert, aber die Gefühle sind stärker als die Vernunft. Ich werde wohl abwarten was die Zeit und seine Entscheidung bringt die nächsten Wochen und ansonsten versuchen - vielleicht mit therapeutischer Hilfe - mich zu lösen...

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Liebe Juna. Dein Beitrag hat bei mir so richtig Herzrasen ausgelöst und ich habe mich entschieden meine ehrliche Meinung mit dir zu teilen.
Ich habe reichlich Erfahrungen in meinem Leben gesammelt und verfüge über ganz gute Menschenkenntnise. Es gibt verschiedene Lebenssituationen, das ist klar und trotz alledem gibt es nur eine Regel, die du dir merken solltest: wenn dein Partner, ganz egal ob jünger oder älter, NICHT mit dir unter einem Dach lebt oder leben möchte. Dann lügt er dir was vor ! Dann bist du nichts weiter als eine "Variante", bis er was "besseres" kennengelernt hat.
Ein wirklich liebender Mann möchte IMMER mit seiner Partnerin zusammen leben ! Kein wenn und aber !!! PUNKT ! Alles andere sind nur Ausreden und Lügen, damit du weiter für ihn verfügbar bleibst, solange er dich für seine Ziele benötigt.
Wenn er seine Freiheit für ein gemeinsames Leben mit dir nicht aufgeben will, dann fährt er höchstwahrscheinlich zweigleisig. Oder ist als Person nicht ausgereift. Partnerschaft hat was mit Hingabe und Verantwortung zu tun. Wenn dies nicht gibt dann ist es meist nur eine Bettgeschichte. Und damit diese Bettgeschichte weiter läuft, wird oft das Wort "Liebe " missbraucht.
Liebe hin, Liebe her...Selbstachtung sollte immer an erste Stelle sein und die hast du aktuell nicht. Mit 38 sollte man imstande sein klaren Verstand einsetzen zu können.
Ich wollte dich auf keinen Fall kränken, ich denke auch auf keinen Fall schlecht über dich. Manchmal ist man einfach so dermaßen von der Liebe geblendet, dass man die offensichtliche Sachen übersieht oder nicht wahr haben möchte. Je schneller du erwachst, desto leichter wird es für dich.
Alles liebe für dich.

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Danke für deine ehrliche Meinung! Bei vielen gebe ich dir Recht. Er wird sich entscheiden müssen, auch wenn ich ein wenig Angst davor habe. Aber ja, du hast recht. Das Selbstwertgefühl ist seit dieser Zeit sehr gesunken.

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Huhu,

ich kann deinen Kinderwunsch sehr gut nachempfinden.

Mein Mann und ich sind seit 19 Jahren zusammen und davon bald 15 Jahre verheiratet. Als wir uns kennengelernt haben, hat er mir recht schnell mitgeteilt, dass er bald Papa von Zwillingen wird. Zudem Zeitpunkt waren für mich eigene Kinder noch kein Thema.

Mit 25 Jahren wollte ich dann aber schon ganz gern ein Kind. Wir haben dann darüber gesprochen. Mein Mann musste für die beiden Kinder Unterhalt zahlen und das war nicht gerade wenig, so dass wir beschlossen haben, noch zumindest bis zu meinem 30. Geburtstag zu warten.

Nun ja, ich habe dann mit 31 Jahren die Pille abgesetzt. Leider wollte es einfach nicht klappen. Mein Mann hat sich untersuchen lassen und ich hatte eine Bauchspiegelung. Man hat dann tatsächlich bei mir Endometriose festgestellt und man hatte uns die Kinderwunschklinik empfohlen.
Leider ist mein Mann gegen so eine Behandlung, so dass wir uns viel stritten. Am Ende hat er einer IUI aber max. 3 Versuche zugestimmt. Es hat dann direkt bei dem 1. Versuch geklappt. Leider ist es nur bis zur 9. SSW geblieben.
Ich brauchte danach vom Kinderwunsch Abstand, da es mich sehr belastet hat.
Letztes Jahr habe ich dann beschlossen, es nochmal zu versuchen und mit meinem Mann darüber zu sprechen, wenn ich bis Anfang dieses Jahres nicht Schwanger werden sollte. Ich wusste, dass es auch dieses Mal Streit geben wird, da er nicht unbedingt ein Kind haben muss und er immer noch gegen unnatürliche Unterstützung, wie er es nennt, ist.

Eine Behandlung ist bei uns aber nicht mehr nötig. Ich bin nun in der 11. SSW. Es ist mein kleines Weihnachtswunder, da unser Minimensch zu Weihnachten gezeugt wurde.

Sprich mit deinem Freund darüber und sag ihm wie wichtig dir ein Kind mit ihm ist.
Ich weiß, wie schwierig es ist, etwas anderes zu wollen als der Partner. Dir muss allerdings auch bewusst sein, dass er sich evtl. nicht umstimmen lässt und dann musst du für dich entscheiden, welche Konsequenz du daraus ziehst. Vielleicht solltet ihr auch erstmal zusammenziehen, da du ja schreibst, dass er da auch unsicher ist.

Für mich war klar, wenn es mit der IUI nicht klappt, dann muss ich das akzeptieren, da mein Mann mir entgegengekommen ist und er mir zu wichtig ist, um unsere Ehe zu beenden.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr einen gemeinsamen Weg für euch findet, mit dem ihr beiden glücklich seid.

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