Pränatale Tests

Hallo in die Runde! 🤗
Die Frage ergibt sich schon aus dem Betreff... Wer von euch hat pränatale Tests (nipt, harmony etc.) machen lassen / bzw sich bewusst dagegen entschieden und warum?

Ich bin schwer am überlegen; bei meinem ersten Test hat der Arzt einfach die Nackenfalte ausgemessen und das Thema wurde nicht weiter diskutiert... nun bin ich älter und weiß (leider?!?) mehr über diese Tests, ihre Möglichkeiten und die damit verbundenen Ängste und Fragen.

Vll mögt ihr ja eure Erfahrungen mit mir teilen?

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Hallo,
Wir haben das ETS gemacht inkl Bluttest (papp und beta hcg). Wir haben uns gesagt sollte dabei nur eine klitzekleine Sache auffällig sein, dann machen wir den Praenatest sonst nicht.
Das ETS ist so super ausgefallen, dass wir keine weiteren Untersuchungen gemacht haben. Denn auch das bringt einem keine Garantie für ein gesundes Kind.
Aber das muss jeder für sich individuell entscheiden.
LG

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Ich habe mich gegen die Tests entschieden, da es nur Wahrscheinlichkeiten sind. Ich hätte mein Kind so oder so behalten. Mir war die Feindiagnostik wichtig, damit ich mich entsprechend darauf einstellen kann.
Ich weiss, keine einfache Phase, da muss jeder irgendwie durch und seine Entscheidung treffen. Liebe Grüße und alles Gute für Euch!

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Huhu. Habe beim zweiten Kind mit 36 den harmony test machen lassen. Ich glaube einfach nur weil ich das Geschlecht schon so früh es ging wissen wollte 🙈
Beim nächsten Kind würde ich ihn nicht mehr machen lassen. Denke wenn etwas nicht stimmt sieht man das auch auf den US.

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Hallo.

Ich habe leider die Grenzen des Tests erfahren und würde mir beim nächsten Mal überlegen, ob ich das Geld nochmal ausgebe, oder ob das ETS inkl. Biochemie nicht reicht....
In der Biochemie kam bei mir ein Risiko von 1:2 für Trisomie 13/18 raus. Der nachfolgende Fetalistest war komplett unauffällig.
Leider hatte meine Tochter dann doch eine Triploidie...
Wenn du einen guten Arzt hast oder sogar einen Pränataldiagnostiker, der sehr gut Schallen kann und die Blutwerte dann auch noch gut sind, erscheint es oft doch aussagekräftiger als der NIPT zu sein...so war es zumindest bei mir.

Aber letzendlich ist der Test vermutlich sowieso nur dann sinnvoll, wenn ein negatives Ergebnis für euch auch eine Konsequenz hätte...

Alles Gute

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Ob jemand ein behindertes Kind austragen will oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung, die andere nicht bewerten sollten.
In dem Fall ist es gut, dass es die NIPTs gibt.
Wenn es ums Vorbereiten geht, sehe ich sie eher kritisch.
Als ich das letzte Mal schwanger war, gab es die NIPTs noch nicht.
Die Art der Tests (natürlich ist es ein Vorteil, dass ein NIPT kein Fehlgeburtsrisiko hat) hätte aber an meinen Beweggründen nichts geändert. Ich wollte keine Tests, weil ich nicht in die Situation kommen wollte, eine Entscheidung treffen zu müssen.

Bewusst ein behindertrs Kind austragen, wenn man icht wissen kann, was da auf einen zukommt, muss unglaublich schwer sein, man weiß ja, man könnte auch anders entscheiden.
Eins nehmen wie es ist (mein zweites von vier hatte T21 und einen Herzfehler) fand ich nach dem ersten Schock dagegen nicht mehr schwer.

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Hallo,

ich hab einen NIPT machen lassen und er hat uns sehr viel Leid beschert, auch wenn der Test selbst nichts dafür kann (denn er hat letztendlich ein korrektes Ergebnis angezeigt):

Versuch 1 mit Blutabnahme in Woche 9+6 war nicht auswertbar, wodurch schon die ersten Ängste geschürt wurden.

Versuch 2 mit Blutabnahme in Woche 12+2 zeigte dann positiv für Trisomie 18 an, was sich leider durch weitere Untersuchungen (Ultraschall, Chorionzottenbiopsie) bestätigte. Im Nachhinein betrachtet wäre in meinem Fall der NIPT wahrscheinlich garnicht notwendig gewesen, da die Auffälligkeiten im Ultraschall schon so deutlich waren, dass direkt ein nachfolgender invasiver Test empfohlen worden wäre. Mein nächster regulärer Ultraschall wäre aber erst in woche 14+6 gewesen und so wusste ich schon sehr viel früher von der schlimmen Diagnose.

Trotzdem würde ich den Test in nachfolgenden Schwangerschaften wieder machen, da man mit seiner Hilfe schon recht früh von evtl. vorliegenden Trisomien erfahren kann, auch wenn im Ultraschall evtl. (noch) keine so großen Auffälligkeiten vorhanden sind. Definitiv würde ich den Test aber frühestens in Woche 11+x machen, um nicht auswertbare Tests zu vermeiden.

Was dich betrifft: Wie es dir glaube ich auch schon andere geschrieben haben, würde ich dir nur empfehlen, den Test zu machen, wenn du dir über die Konsequenzen bewusst bist. Wenn du schon von vornherein weißt, dass du auch ein Kind mit sehr geringen Überlebens-Chancen bekommen würdest, dann brauchst du den Test eigentlich nicht. Am besten du informierst dich vorher schon über die getesteten Trisomien und andere genetischen Defekte, die getestet werden sollen.

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Ich habe letztes Mal den Prenatest in der 13.ssw gemacht, war leider bei T21 positiv. Nun werde ich den auch wiederholen. Ich gebe zu, dass das positive Ergebnis meine Meinung und Entscheidung geändert hat. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

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Vielen Dank für alle Antworten und dass ihr eure Erfahrungen mit mir geteilt habt!! 🙏 🙏

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Wir haben den Harmonytest gemacht einfach aus dem Grund weil ich ü40 bin
Wollte etwas genaueres haben und nicht nur eine Wahrscheinlichkeit wie bei der Nackenfaltenmessung
Würde den test wieder machen

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