Pflegekind/ Adoption mit ü40?

Hallo ihr Lieben!
Ich habe eine Frage zum Thema Pflege/ Adoption. Wir haben bereits zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren, spielen aber bereits länger mit dem Gedanken, ein Kind aufzunehmen. Am liebsten würden wir natürlich adoptieren, aber eigentlich sind wir ja mit 40 und 49 Jahren zu alt.
Nun meine Fragen:
Hätte die Tatsache, dass wir noch kleine Kinder haben, einen Ausschlag, vielleicht eine Ausnahmeregelung zu bekommen?
Und wenn man ein Kind zur Dauerpflege annähme, sich im Laufe der Zeit die Umstände verändern, bestünde dann eine Möglichkeit zur Adoption oder wäre da auch das Alter schlagend?
Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine?

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Hallo,

mit dem Thema Adoption kenne ich mich nicht aus, ich gehe aber davon aus, dass zwei kleine Kinder kein Argument für eine Adoption sind.

Ein Pflegekind aufzunehmen mit dem "Hintergedanken", dass man es vielleicht adoptieren kann halte ich für schwierig. Dieser Wunsch wird immer mitschwingen und die meisten Herkunftseltern geben ihr Kind ja aus bestimmten Gründen zu Pflege und nicht zur Adoption.

Die Herkunftseltern unserer PT werden sie bestimmt nie zur Adoption freigeben. Das war uns von Anfang an klar und genau so sind wir ihre Pflegeeltern geworden. Nichtsdestotrotz würden wir sie sofort adoptieren, wenn ihre Eltern ihr Einverständnis und ihren Wunsch bekunden würden. Wenn PT 18 Jahre alt ist kann sie selber entscheiden, ob sie auch rechtlich "unser" Kind sein möchte. An unseren Gefühlen zu ihr wird dies aber nichts ändern.

Wenn ein Pflegekind lange in einer Familie ist wird sie bestimmt niemand mehr herausnehmen, weil die Eltern zu alt für eine Adoption sind. Dies würde eine massive Kindeswohlgefährdung bedeuten, da das Kind (hoffentlich) fest in seine Familie eingebunden ist. Dann ist das Alter unerheblich.

Hattet Ihr schon ein Gespräch mit dem Jugendamt oder einen Informationabend? Seid Ihr Euch im klaren, was die Aufnahme eines Pflegekindes für Eure leiblichen Kinder bedeuten wird bzw. könnte? Eure Kinder sind noch sehr klein und ein Pflegekind braucht gerade am Anfang sehr viel Aufmerksamkeit. Eure Kinder werden sehr viel "aushalten" müssen.

Viele Traumata bzw. Einschränkungen/Behinderungen zeigen sich erst im Laufe der Zeit. Auch Babys sind nicht unbelastet und tragen ihr Päckchen mit sich. Und leider heilt Liebe nicht alle Verletzungen....

Beim Leben mit Pflegekindern nimmt man die Eltern der Kinder "mit" in sein Leben. Das muss einem bewußt sein. Es ist nicht wie bei einer Adoption. Das muss man als "Mama" und "Papa" aushalten können. Natürlich gibt es Pflegekinder, die keinen Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie haben. Aber es kann auch sein, dass man die Leiblichen Eltern alle zwei Wochen sieht.

Bestimmt bietet Euer Jugendamt auch Informationsabende an. Dort kann man viele Fragen stellen.

Liebe Grüße
Delenn

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Ich danke dir für deine Antwort! Gedanken machen wir uns schon länger, aber ich denke, dass wir sicher noch nicht alle Aspekte bedacht haben. Ein Beratungsgespräch ist der nächste erste Schritt, da gebe ich dir recht.
Danke für eure Erfahrungen! Besonders die Tatsache mit den Herkunftseltern ist etwas, worüber ich bis jetzt wenig nachgedacht habe.

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Hallo.

Hier wärt ihr für eine Adoption zu alt....es ist eben so, das sehr wenige Kinder zur Ado freigegeben werden, dem gegenüber stehen viele potentielle Paare. Die meissten Kindelos und ihre letzte Chance, ihr Leben mit einem Kind zu teilen

unser kleiner Zwerg kam mit einem Jahr in unsere Familie zur Dauerpflege. Wir sind Sorgeberechtigt. Es bestehen keine Umgänge.
Unsere leibliche Tochter ist 15.

Ich denke, nach einem ersten Info Gespräch, seht ihr klarer.
Wir wollten ursprünglich auch adoptieren, sind uns aber im Bewerberverfahren klar geworden das wir ein Kind zur Pflege nehmen wollen. Es gibt sehr viele Kinder die ein Zuhause suchen aber nur wenige Pflegeeltern. hier gehen alle kinder ab 2 in "Einrichtungen" weil die großen erst recht keiner mehr will


alles gute