Gedanken und Gefühle zum Thema Adoption

Hallo Ihr! :-)

Ich möchte die Möglichkeit nutzen hier ein wenig mein Gedankenkarussell zu beschreiben und würde mich über einen eventuellen Austausch sehr freuen.

Mein Mann (31) und ich (23) haben vor 4 Jahren damit begonnen unseren großen Wunsch Eltern zu werden auf natürliche Weise umzusetzen. Für uns war es der perfekte Zeitpunkt, da er sein Studium abgeschlossen hatte, Fuß in einer gut bezahlten Stelle fassen konnte und wir eine schöne geräumige Wohnung bezogen haben. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mein Abitur bestanden und mein Mann mich seit jeher darin bestärkt ohne ein schlechtes Gewissen meinerseits ( da ich zu diesem Zeitpunkt schließlich ''lediglich'' mein Abitur und noch keine Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium absolviert hatte) dem Wunsch schließlich nachzugeben, um mich anschließend für uns recht unkompliziert mindestens in den ersten drei Lebensjahren vollumfänglich unserem Kind widmen zu können, da uns zu diesem Zeitpunkt schon emotional und auch finanziell absolut nichts fehlte und wir beide die gleichen Vorstellungen teilten, was Aspekte wie Erziehung, Bedürfnisse etc. anbelangt. Während wir sozusagen schwer mit der Umsetzung des Kinderwunsches beschäftigt waren, habe ich dennoch eine Vollzeittätigkeit aufgenommen, die ich jedoch jederzeit auch hätte wieder aufgeben können, da es sich um kein in irgendeiner Form geartetes Ausbildungsverhältnis handelte und ich trotzdem einfach gerne arbeite und mein eigenes Geld verdiene. Denn im Kern ging es natürlich auch darum, nicht einfach eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, um dann zu einem eventuellen Zeitpunkt abbrechen zu müssen, weil eine Schwangerschaft eingetreten ist und wir unsere Erziehungsvorstellungen dann nicht umsetzen können bzw. nur umsetzen können, wenn die Ausbildung abgebrochen werden muss. Dennoch stand für uns immer fest, dass auch ich noch studieren werde. Den Zeitpunkt haben wir uns dann eben offen gehalten. Und nicht zuletzt durften wir auch aufgrund unseres bzw. in erster Linie meines doch knackigen Alters mit dem ''schnellen'' (da waren wir immer sehr entspannt :-D) Eintreten einer Schwangerschaft rechnen.

Nun kam es so, dass ich nach einer schnell eintretenden, frühen Fehlgeburt nicht mehr schwanger wurde. Nach drei weiteren Jahren inklusive Hormonstimulation wurde mir eine sekundäre Sterilität diagnostiziert, mein Mann hatte ebenfalls ein ernüchterndes Spermiogramm erhalten. Es wurde uns unmissverständlich klar gemacht, dass wir Kandidaten für eine Kinderwunschbehandlung sind. Nachdem wir in einer solchen Klinik ein unverfängliches Erstgespräch vereinbarten wurde unser bisheriges Gefühl bestätigt: Das möchten wir auf gar keinen Fall. Ein eigenes Kind um jeden Preis zu zeugen widerstrebte unseren inneren Vorstellungen und Gefühlen so sehr, dass es nie mehr thematisiert wurde. Viel mehr stand im Vordergrund: Wie können wir dennoch unsere Sehnsucht Eltern zu werden realisieren? Wie können wir als so gut funktionierendes, sich liebendes und eingespieltes Team einem Kind zeigen wie schön und abenteuerlich dieses Leben ist, und es gleichzeitig auf unterschiedlichste Widrigkeiten vorbereiten, sodass es ihnen trotzen kann? Wie können wir es möglich machen, unsere Liebe denn endlich mit jemanden zu teilen und ihn willkommen zu heißen? Und eine im Kern sinnvolle Antwort darauf war und ist für uns keine Kinderwunschbehandlung, sondern eine Adoption.

In der Zwischenzeit habe ich jedoch ein Studium aufgenommen. Denn es ist klar, dass bis zu einem möglichen positiven Bescheid Jahre vergehen können, die ich einfach nicht so ''absitzen'' kann. Dennoch sehe ich es so, dass es mir eine Flexibilität gibt, schnell auf ein Kind und die möglichen Vorbereitungen reagieren zu können. Wie seht ihr das? Mein Mann konnte sich noch mehr als zuvor in seinem Job etablieren, was mich unsagbar stolz macht. Nicht zuletzt weiß ich, in was für eine glückliche Ausgangssituation er uns damit eigentlich bringt und uns schlussendlich ermöglicht, unter anderem dass ich so viel Zeit habe.

Nun haben wir im Februar ein Erstgespräch vereinbart. Wir freuen uns riesig, auch wenn uns nach ausgiebiger eigener Recherche natürlich auch noch viele Fragen offen stehen, die dort hoffentlich geklärt werden können.

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen. Habt ihr bereits ein Kind adoptiert? Mögt ihr vielleicht sogar umzeichnend den Ablauf schildern? Was habt ihr zu meinen Ausführungen zu sagen?

Viele Grüße

Guten Morgen, ich kenne mich mit dem Thema Adoption nicht aus, das vorweg. In einer Kinderwunschklinik war ich aber auch schon.

Ich würde den Kinderwunsch als Frau nur angehen, wenn ich finanziell auf eigenen Beinen stehe, d. h. eine abgeschlossene Ausbildung habe.

Lass deinen Mann krank werden oder sterben, dann musst du dich auf dich selber verlassen. Oder eure Ehe geht in die Brüche, das gibt es ja auch öfter.

An deiner Stelle würde ich das Studium zuerst abschließen und Berufserfahrung sammeln. Bis dahin kann noch viel passieren, auch aussichtlose Fälle haben schon einfach so eigene Kinder bekommen.

LG

hallo

Bedenken muss man dann aber hierbei, das dann der zug für eine Adoption abgefahren ist. der mann wird dann zu alt sein.
bei sehr vielen ist die Grenze 35 jahre. gibt einfach zuviele Bewerber und zu wenige kinder.

Hallo, die TE ist aber erst 23, gilt das Alter auch beim Mann? LG

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